Wie lang fährst du den schon? Was musste bisher gemacht werden? 275.000km sind ja ne ziemliche Hausnummer. Selbst für nen 6-Zylinder
Um mal wieder eine Runde Klugzuscheissen, zur Abwechslung zu meinen Arschloch-assi-flaming-posts:
Ich weiß nicht woher manch einer nimmt, das so ein alter oder auch älterer BMW Reihensechszylinder länger hält, wie deren Reihenvierzylinder.
Mal abgesehen von der neuen Dingern.
Vor allem die alten Diesel sind nicht oft frühzeitig am Pleuellagerschaden gestorben, so wie die alten R6 und R4 Benziner.
Die Diesel haben eine durchgehende Bohrung für das Motoröl in der Kurbelwelle gehabt.
Heißt die Pleuellager bekommen vollen Öldruck bei ganzer Kurbelwellenumdrehung.
Dazu ist das obere Pleuellager bei den Dieseln ein "Sputterlager". Auf der Rückseite dieser Lager kann man das anhand der passenden Nummer herausfinden, oder aber es stand teils auch "Sputter" direkt auf der Lagerrückseite.
Bei den Pleuellagern verschleissen die oberen natürlich viel mehr wie die unteren da hier Druck drauf kommt.
Man kann sagen das die doppelt so schnell verschleissen oder noch schneller wie die unteren.
Nachteil dieser Lager ist das die Partikel im Motoröl nicht so gut aufnehmen können wie ein herkömmliches Lager.
In ein normales Lager werden die Partikel reingedrückt und dadurch unschädlich.
Deshalb ging man hier ein Kompromiss ein und wählte das untere Lager wiederum als normales Lager.
Sonst besteht die Gefahr das der Hubzapfen der Kurbelwelle zu schnell verschleißt.
Nun der Grund warum die alten BMW Benziner oft frühzeitig die Biege gemacht haben:
Bis ca. 03.1988 hatten diese Motoren Hauptlager wo das obere und das untere Lager eine Nut für das Motoröl hatte.
Diese Kurbelwellen hatten KEINE durchgehende Ölbohrung sondern immer nur von einer Hauptlagerung zum jeweils nächsten Hubzapfen.
Trotzdem waren die Pleuellager hier gut mit Öldruck versorgt durch die komplett umlaufende Ölnut.
Diese Motoren hatten selten bei 100.000, 150.000, 200.000 Kilometern schon einen Pleuellagerschaden.
Dafür sind bei diesen Motoren die Hauptlager frühzeitig verschlissen.
Die Tragschicht war dünn und weich, der Öldruck war durch die Konstruktion wiederum bei den Hauptlagern geringer.
Bei den Hauptlagern sind wiederum die unteren Lager die, die mehr belastet werden.
Abgesehen vom ersten oberen Hauptlager, das durch den Zahnriemenzug wie z.B. beim M20 oder M40 mehr oder weniger genau so schnell verschleißt wie die anderen unteren Lager.
Diese Motoren haben dann manchmal hier den Schaden bekommen und die Kurbelwellen sind eingelaufen.
Ab ca. 03.1988 ist BMW dann hingegangen und hat die Ölnut bei der unteren Hauptlagerschale entfernt.
Jetzt ging es los mit den Pleuellagerschäden bei höherer Laufleistung.
Durch die nicht vorhandene komplette Bohrung in der Kurbelwelle und die nicht komplett umlaufende Schmiernut sind die Pleuellager oft frühzeitig verschlissen.
Denn der komplette Öldruck lag nur noch bei halber Kurbelwellenumdrehung an.
Man hat es also umgedreht. Früher die Hauptlager, dann die Pleuellager.
Die Hauptlager hatten im unteren Lager natürlich nun eine größere Fläche, auch die Beschichtung war dann fester.
Was manch einer gemacht hat: Bei dem alten M20 R6 Benziner die Kurbelwelle des Diesel Gegenstücks verwendet.
Diese hat die komplette Ölbohrung, die Pleuellager halten länger... Man verbindet also den Vorteil der Diesekurbelwelle mit dem Vorteil der neueren Hauptlager, wo die untere keine Schmiernut mehr hat und dafür eine größere Tragfläche samt besserer Beschichtung.