[User-Review] Arctic Liquid Freezer III

zwerg-05

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Lesertest Arctic Liquid Freezer III ARGB


Ich bedanke mich herzlich beim Team von Hardwareluxx dafür, dass ich als Tester ausgewählt wurde und natürlich bei Arctic für das Bereitstellen des Testexemplares. Ich freue mich an diesem Lesertest teilzunehmen zu können, nicht zuletzt weil ich mir diese AIO selbst schon kaufen wollte. Das kann ich mir jetzt sparen. Vielleicht kann ich ja auch einigen Lesern bei der Kaufentscheidung behilflich zu sein.



Unboxing

Der Liquid Freezer III steckt in dem gleichen Karton wie sein Vorgänger. Platzsparend und ohne unnötigen Verpackungsmüll. Ein Plus für die Umwelt, aber wehe man will die AIO wieder in seine Verpackung zurück befördern. Da gehen einem schonmal die Nerven durch und man fragt sich wie sie wohl je darin Platz gefunden hat. Also: auspacken, einbauen und nie wieder zurück - das vermeidet graue Haare.

Die OVP ist optisch schlicht gehalten, einfach nur schwarz und weiß. Lediglich der A-RGB Schriftzug hebt sich farblich ab.
Vorn befindet sich ein Bild der Wasserkühlung, hinten alle technischen Daten, sowie zwei QR Codes für das Handbuch und den technischen Support.
Das Montagematerial steck in einem Beutel, Radiator und Pumpe sind ebenfalls durch Plastik geschützt. Der Pumpenkopf ist in einer Art Schale verstaut - mehr Polsterung gibtt es nicht. Zweckmäßig, aber ausreichend. Am Ende ist ja auch der Inhalt wichtiger als die Verpackung.
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Nicht zu vergessen, die drei hübschen Einkaufswagenchips, die man an den Schlüsselbund hängen kann. Waren zwar nicht in der OVP, aber als kleines Geschenk mit im Versandkarton.
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Optischer Eindruck

Als erstes fällt auf, dass man ein ordentliches Gewicht in der Hand hat wenn man den Radiator betrachtet. Schwer = wertig, irgendwie steckt dieser Gedanke in meinem Hinterkopf. Optisch wirkt er auf jeden Fall top verarbeitet. Schöne, gleichmäßige Lackierung, alle Lamellen ordentlich aufgereiht. Keine ist verbogen und die Abstände sind identisch.
Die Schraublöcher zur Montage sind nach innen geschützt, dadurch wird verhindert dass man versehentlich beim Einbau die Lamellen beschädigt.
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Die drei 140er Lüfter geben auch keinen Grund zur Beanstandung. Die Rotorblätter sind sauber verarbeitet und in einem geschlossenen Ring miteinander verbunden. Sie sind milchig-transparent, in der Mitte befindet sich jeweils das Logo des Herstellers.
Die Kabel der vormontierten Lüfter sind sauber und unauffällig am Rand verlegt und laufen an einer Seite zusammen - sie fallen im eingebauten Zustand später nicht mehr ins Auge, auch ohne dass man die Kabel noch mühsam verstecken muss.
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Die Schläuche haben eine gute Länge und sind schlicht, aber sauber schwarz gesleevt. Besonders positiv möchte ich hervorheben, dass die Anschlüsse am Pumpenkopf im Gegensatz zum Freezer II nun beweglich sind. So kann man den Schlauch beim Einbau besser verlegen.
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Der beleuchtete Pumpenkopf wird einfach aufgesteckt und durch zwei Magnete gehalten. Schön wäre es, wenn es später noch die Möglichkeit geben würde ihn z.B. durch einen Kopf mit Display zu tauschen. Nur mal so als kleine Anregung falls jemals jemand von Arctic über meinen Text stolpern sollte...
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Testsystem

Mainboard Asus B650E E Gaming
CPU AMD Ryzen 7900x
RAM Corsair Vengeance Titanium
Gehäuse Lian Li O11 Dynamic Evo XL



Einbau

Die Montage ist einfach, unkompliziert und lässt sich problemlos ohne weitere Hilfe bewerkstelligen. Lediglich die Schrauben, mit denen der Pumpenkopf an der Halterung befestigt wird, könnten etwas länger sein. So war es ein wenig fummelig und ich brauchte mehrere Anläufe um den Kopf entgültig anzubringen. In meinem Fall handelt es sich dabei um die AMD Halterung, vielleicht lässt sich die Intel-Variante ja besser befestigen.
Ansonsten ging alles ganz einfach. Die Schläuche sind, wie bereits gesagt, großzügig bemessen und passen auch in großen Gehäusen. Der Kopf wird nur noch schnell aufgesteckt und dann kann es auch schon fast losgehen. Wichtig: im Vorfeld darauf achten, dass die kleinen Kabel von der Pumpe nicht im Weg sind, sonst passt der Kopf nicht und man muss alles wieder abbauen.
So, nun noch schnell die Kabel anschließen und verstecken, dann darf der Freezer III seinen ersten Testlauf starten.




Im Betrieb

Nach dem Einbau geht es an den ersten Praxistest.
Über die Pumpe hab ich vorher schon einiges gehört und zwar nicht unbedingt nur Gutes. Laut soll sie sein - sehr laut sagen einige.
Als erstes möchte ich anmerken, dass ich sie mit meinem Board bis auf 20% herunter drosseln kann. Auf 20% hört man nichts, absolut gar nichts. Auch auf 50% der Leistung höre ich sie nicht. Erst ab ca 70% merkt man, dass da etwas brummt, auf voller Last ist sie wirklich sehr deutlich zu hören.

Ich persönlich habe schon schlimmere Töne gehört, die mich weitaus mehr gestört haben. Vielleicht liegt es dabei aber einfach am Frequenzbereich und der eigenen Empfindlichkeit - mich zumindest stört sie weniger als erwartet. Ja, ihr Vorgänger war leiser, hatte aber auch weniger Leistung.
Da sich die Kühlergebnisse zwischen 50% und 100% Leistung nicht wirklich massiv unterscheiden, sehe ich keinen Grund die Pumpe voll aufzdrehen.

Nun zu den Lüftern: diese sind gewohnt leise und liefern eine gute Kühlleistung. Ich habe sie letztenendlich so so eingestellt, dass sie maximal auf 1000 U/min laufen, die meiste Zeit sogar darunter. Mehr Leistung ist natürlich möglich, aber für meinen Bedarf reicht das absolut aus.

Den kleinen VRM Lüfter habe ich auf 700 U/min fixiert, auch da ist nichts zu hören, wobei er auch ganz aufgedreht keinen Lärm macht.

Leider besitze ich kein Gerät um die Lautstärke zu messen und verlasse mich bei meiner Aussage einzig auf mein Gehör. Der PC steht in dem Fall auf dem Boden neben dem Schreibtisch - Seitenfenster und co sind montiert.

Positiv anzumerken ist noch die Möglichkeit die Steuerung von Pumpe und Lüfter entweder komplett zusammen laufen zu lassen oder durch einen Kabeltausch alles einzeln nach Wunsch regeln zu können. Dies hat dem Vorgängermodell definitiv gefehlt.
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Beleuchtung

Der Pumpenkopf gefällt mir wirklich sehr gut, noch schöner wäre es wenn sich das weiße Inlay in Lüfteroptik auch wie ein echter Lüfter drehen würde. Die Farben sind kräftig und klar, über die Mainboardsoftware lässt sich die Helligkeit nach wunsch reduzieren. Die Lüfter sind ebenfalls schön kräftig mit klaren Farben beleuchtet und setzen anprechende Akzente in jedem Gehäuse.
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Temperaturen

Getestet wurde jeweils mit Cinebench R23 und Prime 95. Zum Vergleich stelle ich den vorher verbauten Liquid Freezer II, die Alphacool Eisbaer Aurora 420 und die Endorfy Navis 360 in den Diagrammen gegenüber. Alle vier Kühler wurden unter möglichst gleichen Bedingungen getestet. Die Raumtemperatur sollte jeweils bei etwa 20°C gelegen haben.
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Fazit

Eine hochwertige Wasserkühlung zum kleinen Preis, die ich jederzeit weiterempfehlen würde. Gute Kühlleistung, vereint mit leisen Lüftern (ja, es gibt Effizientere, aber die Kosten auch dementsprechend mehr) und einer ansprechenden Optik.
Mit gedrosselter Pumpe angenehm leise und trotzdem effektiv. Ich werde sie definitiv behalten und mich von dem Vorgängermodell trennen. Absolute Weiterempfehlung von meiner Seite.

Pro:
Hochwertige Verarbeitung
Ansprechende Optik
Gute Kühlleistung
Lange Schläuche
Günstiger Preis

Contra:
Pumpe ungedrosselt deutlich hörbar
 
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