Hey,
Wollte mal fragen , ob jemand Erfahrungen mit 23andme gemacht hat bzw. was ihr von der Idee ansich haltet.
23andme ist ein Unternehmen in Kalifornien, das für 99$/399$ die Analyse der eigenen DNA bezüglich etwa 550K SNP Markern anbietet.
Nach erfolgreicher Analyse kann man online anschaun, wie einige dieser Marker mit einer Krankheit korrelieren, und wie hoch das persönliche relative und absolute Risiko ist diese Krankheit im Lauf des Lebens zu bekommen. Logischerweise berücksichtigt die Software nur genetische Faktoren. Bei vielen Krankheiten überwiegt der Umweltanteil deutlich. Das Verhältnis Gen.Anteil/Umweltanteil wird auch angezeigt.
Außer mit Krankheiten werden die Marker noch mit Merkmalen und möglichen Nebenwirkungen bei Medikamenten korreliert.
Wenn man die 399$ bezahlt bekommt man lebenslang monatliche Updates für die Informationen, die sich aus dem Genom ableiten lassen.Für 99$ bekommt man glaub ich nur ein Jahr lang Updates und kann nicht alle Funktionen nutzen.
Der aktuelle Wissensstand diesbezüglich wird sich ja recht schnell ändern. Was die Wahrscheinlichkeiten angeht braucht es auch erstmal eine gewisse Zahl Datensätze .
Außerdem gibt es noch allgemeine Informationen über Krankheiten, Merkmale und Artikel über den aktuellen Stand.
Unser Genetikprof hat uns diesen Teil des Onlineangebots kurz gezeigt.
Ein weiterer Teilbereich ist die Bestimmung der wahrscheinlichen Herkunft des Großteils der Vorfahren.
Also an und für sich find ich das extrem spannend.
ABER: 1. Muss man seine Speichelprobe nach Kalifornien ins Labor schicken.
2. Das Unternehmen wurde von der Frau von Sergei Brin gegründet und gehört mittlerweile zu Google.
3.Ist mir nicht ganz klar, wie die Marker mit den Krankheiten korreliert werden. 23andme braucht ja auch eine Rückmeldung über die Krankheiten, die eine Person bekommt. Also keine Ahnung inwiefern da schon eine Zusammenarbeit mit Krankenkassen bzw. dem Gesundheitssystem besteht.
Also möglicherweise könnte man in 20 Jahren Probleme haben eine bezahlbare Krankenkasse zu finden , wenn diese beispielsweise weiss , dass man ein hohes Risiko für Krankheit A und B hat.
In Vorstellungsgesprächen könnte es auch negative Auswirkungen haben.
Falls sich die ganze Familie testen lässt kanns natürlich auch zu unangenehmen Überraschungen kommen ...
Unser Genetikprof hat uns das natürlich wärmstens empfohlen , aber so ganz überzeugt davon bin ich noch nicht.
Mal abgesehen vom Preis gibt es ja zumindest theoretisch das Schreckensszenario, dass mein zukünftiger Arbeitgeber mein Krankheitsrisiko googlen kann, meine Krankenversicherung mich deswegen nicht versichern will und mir die USA nicht erlauben mich dort niederzulassen.
Hier die Internetseite:
www.23andme.com
Wollte mal fragen , ob jemand Erfahrungen mit 23andme gemacht hat bzw. was ihr von der Idee ansich haltet.
23andme ist ein Unternehmen in Kalifornien, das für 99$/399$ die Analyse der eigenen DNA bezüglich etwa 550K SNP Markern anbietet.
Nach erfolgreicher Analyse kann man online anschaun, wie einige dieser Marker mit einer Krankheit korrelieren, und wie hoch das persönliche relative und absolute Risiko ist diese Krankheit im Lauf des Lebens zu bekommen. Logischerweise berücksichtigt die Software nur genetische Faktoren. Bei vielen Krankheiten überwiegt der Umweltanteil deutlich. Das Verhältnis Gen.Anteil/Umweltanteil wird auch angezeigt.
Außer mit Krankheiten werden die Marker noch mit Merkmalen und möglichen Nebenwirkungen bei Medikamenten korreliert.
Wenn man die 399$ bezahlt bekommt man lebenslang monatliche Updates für die Informationen, die sich aus dem Genom ableiten lassen.Für 99$ bekommt man glaub ich nur ein Jahr lang Updates und kann nicht alle Funktionen nutzen.
Der aktuelle Wissensstand diesbezüglich wird sich ja recht schnell ändern. Was die Wahrscheinlichkeiten angeht braucht es auch erstmal eine gewisse Zahl Datensätze .
Außerdem gibt es noch allgemeine Informationen über Krankheiten, Merkmale und Artikel über den aktuellen Stand.
Unser Genetikprof hat uns diesen Teil des Onlineangebots kurz gezeigt.
Ein weiterer Teilbereich ist die Bestimmung der wahrscheinlichen Herkunft des Großteils der Vorfahren.
Also an und für sich find ich das extrem spannend.
ABER: 1. Muss man seine Speichelprobe nach Kalifornien ins Labor schicken.
2. Das Unternehmen wurde von der Frau von Sergei Brin gegründet und gehört mittlerweile zu Google.
3.Ist mir nicht ganz klar, wie die Marker mit den Krankheiten korreliert werden. 23andme braucht ja auch eine Rückmeldung über die Krankheiten, die eine Person bekommt. Also keine Ahnung inwiefern da schon eine Zusammenarbeit mit Krankenkassen bzw. dem Gesundheitssystem besteht.
Also möglicherweise könnte man in 20 Jahren Probleme haben eine bezahlbare Krankenkasse zu finden , wenn diese beispielsweise weiss , dass man ein hohes Risiko für Krankheit A und B hat.
In Vorstellungsgesprächen könnte es auch negative Auswirkungen haben.
Falls sich die ganze Familie testen lässt kanns natürlich auch zu unangenehmen Überraschungen kommen ...
Unser Genetikprof hat uns das natürlich wärmstens empfohlen , aber so ganz überzeugt davon bin ich noch nicht.
Mal abgesehen vom Preis gibt es ja zumindest theoretisch das Schreckensszenario, dass mein zukünftiger Arbeitgeber mein Krankheitsrisiko googlen kann, meine Krankenversicherung mich deswegen nicht versichern will und mir die USA nicht erlauben mich dort niederzulassen.
Hier die Internetseite:
www.23andme.com
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