Brave: New York Times verklagt Entwickler des Webbrowsers wegen Urheberrechtsverletzungen

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Der Browserentwickler Brave Software sieht sich in den USA mit mehreren Urheberrechtsklagen konfrontiert. Die New York Times sowie weitere amerikanische Zeitungsverlage werfen dem Unternehmen vor, ihre journalistischen Inhalte ohne Genehmigung zu erfassen, für KI-Anwendungen bereitzustellen und kommerziell zu verwerten. Darüber hinaus soll Brave seinen Nutzern auch Möglichkeiten bieten, die Bezahlschranken der betroffenen Nachrichtenportale zu umgehen.
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Das hätte ich eher gedacht, wenn die Vorwürfe aus anderer Richtung kommen würden.
Die NYT ist (m.E.) noch eine der wenigen neutralen und unabhängigen Quellen in den USA.
 
Versucht man hier einen Browser aus dem Spiel zu nehmen, der (bezüglich IP-Sperren, Tracking, Fingerprinting und Werbemüll) gegen den Strom schwimmt?
Nein, man verklagt den Entwickler eines Browsers, mit dessen Index Bezahlschranken umgangen und kostenpflichtige Inhalte zur Verfügung gestellt werden, ohne dass die Urheber auch nur einen Cent abbekommen.

Steht eigentlich auch so im Artikel... 🤷‍♂️

Erhellend ist auch der etwas differenziertere Artikel drüben bei cb.
 
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@Sinush Ich meinte jetzt gar nicht so sehr den aktuellen Fall als vielmehr deine Behauptung, die NYT wäre "neutral und unabhängig". Das stimmt einfach nicht. In der Zeit der ersten Präsidentschaft Trumps waren es vor allem Medien wie die NYT und die WaPo, die mit ihren Kampagnen rund um das von den "Demokraten" erfundene "Russiagate" (Putin hätte angeblich Trump ins Amt gebracht) aufmachten und damit am Ende sogar den Ausgang der Wahlen 2020 maßgeblich beeinflußten. Nichts davon stimmte. Also nix mit "Neutralität". Was Fox News für die "Republikaner" war (oder ist), sind Medien wie die NYT für die "Demokraten".: Parteiisch.
 
Die armen Urheber könnten ihre unwirksamen Systeme ja auch etwas überarbeiten. Aber die Durchlässigkeit der Paywalls ist ja erwünscht um die Kundschaft anzufixen und noch im Suchindex die Klicks der Opfer abzugreifen. Da landet der Nutzer nach der Cookies direkt vor der Bezahlschranke. Hauptsache der Werbung wurde ausgeliefert. Google und Co hätten die Paywallangebote lange aus dem Index schmeißen sollen.
 
@Botcruscher
Aber dann kämen ja viel weniger Leute auf die Seiten und das geht doch nicht!

Das ist mir auch bei deutschen Zeitungen schon aufgefallen: ich suche nach einem bestimmten Thema, bekomme ein passendes Ergebnis bei Google, muß die Cookies erlauben - und lande dann vor der Bezahlschranke. Und vom Artikeltext ist da noch weniger zu lesen als im Google-Anreißertext. Ein "Fehler" mit System?
 
Absolut bewusst. Beispielsweise bei den Regional Zeitungen mit ihren Klon-Webseiten absoluter Standard. Raus aus dem Index!

Brave hat noch eine unschöne Funktion die Werbung der Anbieter durch eigene Reklame zu ersetzen. Dagegen würde ich auch klagen.
 
Wo kämen wir da auch hin, wenn man erst einmal sein Angebot präsentiert, um es Leuten dann schwer zu machen, etwas aus dem Laden zu stehlen. 🙄

Euer Wertesystem ist mehr als fragwürdig.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Das stimmt einfach nicht.
Macht das ihr Anliegen, ihre Urheberrechte durchsetzen zu wollen, deswegen weniger legitim?
 
Hohe schwurbeldichte mal wieder...
 
@Shihatsu Dann trag doch mal was bei, statt selbst nur zu schwurbeln. ;)
 
Öhm, schwurbeln als solches zu bewerten ist kein schwurbeln.
Ich würd ja gerne was substanzielles beitragen, aber dieses Thema - wie fast alle solche Themen - ist direkt politisch zu betrachten, sonst kann mans sich sparen. Und da das hier nicht erwünscht ist spare ich mir das.
O, und btw: Kritik bedingt nicht das man selber etwas beiträgt. Kritik ist meist bedingungslos.
 
In der Zeit der ersten Präsidentschaft Trumps waren es vor allem Medien wie die NYT und die WaPo, die mit ihren Kampagnen rund um das von den "Demokraten" erfundene "Russiagate" (Putin hätte angeblich Trump ins Amt gebracht) aufmachten und damit am Ende sogar den Ausgang der Wahlen 2020 maßgeblich beeinflußten. Nichts davon stimmte.
Ich hab mal die Katze dazu befragt:

Der Kern stimmt, die Verpackung ist der Müll. Man muss drei Behauptungen auseinandernehmen, die im Forum vermutlich wieder zu einem Brei verrührt werden: Hat Russland interveniert? Hat der Trump-Wahlkampf mitgemacht? Und hat das den Ausschlag gegeben? Drei verschiedene Fragen, drei verschiedene Antworten.

Die zwei größten Schwächen der These zuerst:

Erstens ist "Putin hat Trump ins Weiße Haus geholfen" in dieser Form unbelegbar. Die Intervention war da, ihr kausaler Effekt nicht. Trump gewann drei Staaten mit zusammen rund 77.000 Stimmen Vorsprung – ob Fake-Accounts und geleakte E-Mails das kippten, kann niemand seriös behaupten, weil niemand ein Experiment mit der Gegenwelt fahren kann. Wer im Forum behauptet, Russland habe die Wahl entschieden, verkauft eine unbelegbare Kausalkette als Fakt.

Zweitens war ein guter Teil der öffentlichsten "Russiagate"-Beweise Schrott. Das Steele-Dossier – die Quelle für die schillerndsten Behauptungen, inklusive der Kompromat-Story in Moskau – ließ sich in zentralen Teilen nie verifizieren; der Durham-Report 2023 stellte fest, dass das FBI nichts daraus bestätigen konnte, und warnte, Teile davon könnten sogar gezielt russische Desinformation gewesen sein ([Factually](https://factually.co/fact-checks/justice/durham-report-russiagate-origins-2019-2023-03d977), [Washington Examiner](https://www.washingtonexaminer.com/news/justice/durham-steele-dossier-compromised-russians-before-fbi-used)). Die Boulevard-Version von Russiagate wurde also möglicherweise vom Kreml selbst gefüttert – Ironie, die sonst nur in schlechten Romanen vorkommt.

Was dagegen Fakt ist, und zwar gerichtlich und vom mehrheitlich republikanisch geführten US-Senat bestätigt:

Russland hat die Wahl 2016 massiv manipuliert. GRU-Hacker griffen DNC und Podesta an, die Daten landeten über WikiLeaks bei Stein und Brett, und die Internet Research Agency betrieb eine industrielle Social-Media-Kampagne ([Mueller-Report](https://en.wikipedia.org/wiki/Mueller_report), [Senate Report](https://en.wikipedia.org/wiki/Senate_Intelligence_Committee_report_on_Russian_interference_in_the_2016_United_States_presidential_election)). Sogar Fox News räumt das ein, wenn auch in den Untertitel-Zwischentönen ([Fox News](https://www.foxnews.com/opinion/mueller-investigations-findings-leave-only-liberals-media-stunned-but-russia-did-meddle-in-election)). Mueller fand zwar keine strafrechtliche "Verschwörung" oder Koordination im engeren Sinne – aber explizit, dass der Trump-Wahlkampf die russische Hilfe erwartete, begrüßte und daraus Nutzen zog ([Mueller-Report](https://en.wikipedia.org/wiki/Mueller_report), [PolitiFact](https://politifact.com/article/2019/apr/18/mueller-report-what-you-need-know/)).

Der Senatsgeheimdienstausschuss – republikanisch geführt, fünf Bände, tausende Seiten – kam trotzdem zu unschönen Befunden: Paul Manafort, Trumps zeitweiliger Wahlkampfleiter, galt wegen seiner Kontakte zum GRU-nahen Konstantin Kilimnik als schwere geopolitische Gefahr und übergab ihm interne Umfragedaten und Wahlkampfstrategie ([Senate Report](https://en.wikipedia.org/wiki/Senate_Intelligence_Committee_report_on_Russian_interference_in_the_2016_United_States_presidential_election), [PBS](https://www.pbs.org/newshour/politics/senate-panel-finds-russia-interfered-in-the-2016-us-election)). Russia "took advantage" des Übergangsteams, so der Bericht wörtlich ([Fox News](https://www.foxnews.com/politics/senate-intel-fbi-steele-dossier-russia-investigation-report)).

Kurz: Wollte Putin Trump wählen helfen? Ja, das ist der assessment der Geheimdienste und belegt. Hat er einen Einflusskampf geführt? Ja, dokumentiert. War der Trump-Wahlkampf einwilligender Nutznießer? Ja, nachweisbar. War es eine koordinierte Verschwörung mit Handschlag in Moskau? Dafür fehlt der Beweis. War es wahlentscheidend? Unbeweisbar. Wer im Forum "alles war fake" sagt, lügt. Wer "Putin hat Trump installiert" sagt, übertreibt. Beide Seiten haben ein Interesse daran, das nie jemand auseinanderzufalten.

Mach daraus, was du willst. 🤷‍♂️
Habt alle noch 'n Entspannten.

Kritik ist meist bedingungslos.
Hmmm...sehe ich anders:
Kritik erspart niemandem die eigene Leistung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Doch, tut sie. Denn ansonsten dürfte man nichts kritisieren bei dem man nichts schaffendes beizutragen hätte. Politiker würde das feiern.
Auf grobem Deutsch: Man darf auch sagen das man etwas scheisse findet ohne eine bessere Idee zu haben.
 
We agree to disagree. 😎

Jetzt aber wirklich: :wink:
 
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