[Ungelöst] Windows 10 auf älterem Notebook sehr träge – wie findet man die Ursache?

QuietCorner

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Hallo zusammen,

ich habe hier ein älteres Notebook, ungefähr Baujahr 2014, auf dem seit Jahren Windows 10 läuft. Das System wurde in dieser Zeit nicht neu installiert und mittlerweile ist das Gerät ziemlich langsam geworden.

Zur Hardware:

  • 8 GB RAM
  • normale HDD, keine SSD
  • Windows 10
Besonders auffällig ist, dass nach dem Hochfahren oft mehrere Minuten vergehen, bis man vernünftig arbeiten kann. Auch beim Öffnen von Programmen oder beim Wechsel zwischen Browser und anderen Anwendungen gibt es immer wieder längere Wartezeiten.

Mir ist bewusst, dass die HDD wahrscheinlich ein großer Flaschenhals ist. Trotzdem würde ich gerne erst einmal herausfinden, ob zusätzlich irgendwelche Hintergrundprozesse, Dienste oder alte Software das System unnötig ausbremsen.

Im Task-Manager lässt sich die Auslastung natürlich beobachten, aber ich bin mir nicht sicher, worauf man bei solchen älteren Systemen besonders achten sollte.

Eine komplette Neuinstallation oder ein Hardware-Upgrade möchte ich vorerst vermeiden. Mir geht es hauptsächlich darum, die vorhandene Installation wieder etwas flüssiger zu bekommen.

Welche Windows-eigenen Möglichkeiten zur Fehlersuche sind hier sinnvoll? Und woran erkennt man am besten, ob die Probleme hauptsächlich von der Festplatte oder eher von der Software kommen?

Viele Grüße
 
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Die HDD ist schuld.
Der alte Laptop mit HDD aus 2015 von meiner Ex war auch immer total lahm unter Win 10. Teilweise brauchte er ca. 5 min zum kompletten Hochfahren und auch dann durfte man max. 1 Prozeß öffnen, damit er nicht abstürzt. Es gab keinen PC bei dem ich Windows so oft installiert habe.
Dann habe ich vor ein paar Jahren den PC für meinen Sohn fertig gemacht. statt der HDD eine SSD eingebaut und Win 11 mit Rufus installiert.
Das Ding rennt seitdem und er kann sogar ein bischen Gaming darauf machen.
 
Ja, mit einer HDD lahmt Windows 10 und 11 spürbar.
Was ein klein wenig Besserung bringen könnte:
Temp-Verzeichnisse leeren.
Das sind:
C:\Windows\Temp
und
C:\Benutzer\<Benutzername>\Appdata\Local\Temp (Appdata ist ein versteckter Ordner)
Ab einer bestimmten Anzahl an Dateien in diesen Ordnern wird Windows spürbar langsamer.
Leider räumen sehr sehr viele Programme (auch Windows-Programme) beim Beenden ihre Temp-Dateien nicht auf., so das man da manuell nachhelfen muss.
 
Ich stimme meinen Vorredner vollkommen zu. SATA SSD rein und das System rennt gefühlt wie ein Porsche.
 
Ich würde natürlich auch zu einer SSD raten, auch wenn das aktuell recht kostspielig ist. Vllt hier am schwarzen Brett mal einen Aushang machen; da gibt bestimmt mal was passendes. In gleichem Atemzug dann aber Neuinstallation des OS; alles andere wäre dämlich.....
 
Volle Zustimmung. Egal wieviel RAM Du hast, Windows 10 oder 11 ist mit einer HDD unbenutzbar.
SSD rein und gut ist.
 
Mit 8GB laufen alte Notebooks auch mit Win11 noch gut, aber mit einer HDD braucht man nicht großartig nach Prozessen suchen, zu allem Übel sind es dann auch noch die trägen mainstream HDDs mit 5400rpm.

Alleine davon ein Imgae zu machen ist grauselig, aber hat man das fertig, dann kann man das auf eine SSD 120/240GB aufsetzen und bereits beim ersten Start hat man kaum noch das Bedürfnis nach etwas zu suchen, was die alte HDD charakterisiert.


1791793596714.png
 
Naja, man muss sich da nur die RAM-Auslastung im Taskmanager anschauen.
In den allermeisten Fällen reicht 8 GB locker aus.
Hier z.B.:
Windows 10, Outlook offen, Firefox mit 10 Tabs offen, RAM-Auslastung = 4,5 GB.
Ich habe zwar auch 16 GB verbaut, aber nur, weil die 16 GB damals, als ich den PC gekauft habe, der Aufpreis zu 8 GB lächerlich klein war.
Ich habe im Taskmanager noch nie eine RAM-Auslastung gesehen, die nur in die Nähe von 8 GB kommt.
 
Ich habe im Taskmanager noch nie eine RAM-Auslastung gesehen, die nur in die Nähe von 8 GB kommt.
Hm, dann bist Du wohl einer der Wenigen; ich denke, das die meisten Nutzer hier andere Erfahrungen gemacht haben. Selbst MS hat mit ihren Surface-Geräten gemerkt, das 8GB RAM unter Windows 11 deutlich zu wenig ist. Speicherfresser Nummer 1 ist zumindest hier der Browser; aktuell genehmigt sich der Firefox 13 GB, sind aber auch haufenweise Tabs offen. So viel zum Thema 8 GB sind ausreichend, aber hier läuft natürlich Windows 11....
 

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Mehr als 10 Tabs habe ich im Browser nie offen.
Wobei Windows 10/11 auch Speicherfresser sind.
Identische Konfiguration, nur Windows gestartet, sonst gar nichts:
RAM Windows 7 64 bit = 1,55 GB
RAM Windows 10 64 bit = 2,7 GB
Windows 10 verschwendet also 1,2 GB RAM für nichts!
 
Also Windows 7 ist eh außen vor, aber MS will ja den RAM-Verbrauch von Windows eh drastisch senken. Mal sehen, was das wird....
 
Ja, Windows 7 ist alt.
Aber man nehme mal noch ältere Systeme wie z.B. Windows 2000:
Das lief selbst mit 128 MB RAM noch flüssig!
Daran sieht man gut, wie aufgebläht neuere Windows-Versionen sind.
Sowohl beim Platzbedarf auf der Festplatte ls auch beim RAM-Bedarf,
Und die Programme sind nicht viel besser.
Beispielsweise Office.
Was kann denn ein Office 2024 wirklich entscheidenes mehr als ein Office 2003, das den fast 10-fachen Platzbedarf auf der HDD/SSD begründet?
 
Sicher ist Windows aufgebläht, aber MS weiß eben auch, das es wenig Alternativen für die breite Masse gibt. Auch wenn es jetzt angeblich eine "Qualitätsoffensive" gibt....
 
ich sitze hier zu Hause, habe die Citrix Cloud, SAP und darin den Edge offen, lauft alles über den Edge, parallel habe ich außerhalb Citrix das Forum, mein Outlook ein Dokumentenmanagementsystem und den Firefox mit mehreren Tabs offen, Excel und Word läuft etc.

Das sieht dann so aus:
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Das mache ich natürlich nicht mit einem Dell E6440 mit Win11 Pro aus 2014 - der Haswell Epoche -, aber gehen würde es.


Eine komplette Neuinstallation oder ein Hardware-Upgrade möchte ich vorerst vermeiden.
eine Neuinstallation auf der gleichen Hardwarebasis mit HDD würde ich auch vermeiden.
Ich würde ein Image (Abbild der HDD) erstellen und auf einem externen Datenträger über USB abspeichern.
120/128 GB SATA SSDs mit 2.5" bekommst du ab 5€ auf dem "schwarzen Brett für Hardware" hier im Forum oder direkt im Verschenke thread, dort brauchst du nur ein wenig Geduld, weil oft ausgelost wird, aber es gibt auch viele first comes - first serves Aktionen gegen Porto.

Was es bedarf ist eigentlich nur geplantes Vorgehen in Form von manpower, aber das lohnt sich für eine minimale Investition im Bereich 10€, das ist das Maximale an gefühlter Flüssigkeit des Betriebssystems.

Mir geht es hauptsächlich darum, die vorhandene Installation wieder etwas flüssiger zu bekommen.

du wirst das System auch mit viel Hingabe kaum mehr flüssiger bekommen, wir reden von homöopathisch marginalen Effekten, du wirst unzufrieden bleiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist die Standardinstallation einer Home/Pro? 🤔
 
Ich komme bei meinen frisch gestartetem Win11 Laptop mit UnigetUI (Softwareupdater), Wireguard und Telegram im Hintergrund bereits auf 4,4gb (16gb verbaut).
Nur 8gb Ram würde ich möglichst vermeiden, als aaaaaaaaaaaaaaaaaallerertses noch bevor ich über irgendwas anderes nachdenke würde ich aber die HDD gegen ne SSD tauschen.
 
Das ist die Standardinstallation einer Pro? 🤔
exakt, ein Win11 Pro 26H2 auf meinem z590i Aorus Ultra aus November 2021, da war es noch Win10 Pro und wurde 2024 zu Win11 über ein inplace update.
 
Ich habe jetzt mal den Lenovo neu gestartet und den Browser bewusst beendet, weil der automatisch startet; es läuft also keine SW weiter. Das sieht dann so aus und da habe ich schon im Vorfeld bissel was abgewürgt wie Copilot usw. Weniger RAM wird es nicht, also keine Ahnung, wie Du das schaffst. Aber wir schweifen grade bissel ab: Empfehlung an den TE wäre weiterhin, SSD verbauen und dann Neuinstallation. Er wird das Gerät nicht wiedererkennen....
 

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Ja, eine SSD lohnt immer.
Gerade in Laptops wurden oft rel. lahme HDDs verbaut.
Und schnelle HDDs gibt es ja schon seit Ewigkeiten nicht mehr.
Bei meinem alten JVC war ab Werk auch nur eine lahme 4200 UPM HDD verbaut.
Damals habe ich die gegen eine 7.200 UPM HDD getauscht (SSDs gabs damals noch nicht) und das hat sich sehr deutlich bemerkbar gemacht.
In meinen damaligen Desktops hatte ich dann SCSI Serverplatten mit 10.000 und 15.000 UPM verbaut. Und das hat man auch sehr deutlich gespürt.
Und dann kam als Systemplatte irgendwann eine OCZ SSD mit 60 GB rein (die lebt übrigens immer noch und funktioniert auch noch einwandfrei).
Das war gegenüber den 15.000 UPM-Platten noch einmal ein Sprung nach vorne.
Seit dem baue ich keine HDDs mehr in meine PCs ein.

Was den RAM-Bedarf angeht:
Windows 10 Pro mit aktuellen Sicherheitsupdates.
Alles an vorinstallierten Apps habe ich deinstalliert, alle unnötigen Services deaktiviert.
Wenn das bei dir tatsächlich so ist, dann ist Win 11 ja ein noch einmal sehr sehr deutlich größerer Speicherfresser als Win 10.
Gerade mal geschaut, was hier Server 2025 (Serverversion von Win 11) so braucht: Ja nach Maschine brauchen die zwischen 2,4 und 3,5 GB RAM.
Da sieht man gut, wie der ganze vorinstallierte Kram Windows massiv aufbläht.

Mach mal W10Privacy drauf und deaktiviere den ganzen überflüssigen Kram.
 
..pack ne SSD rein und du wirst sofort merken, dass es mehr erst einmal nicht braucht.
 
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