[User-Review] Thermal Grizzly Wireview Pro II “Noctua Edition” im Lesertest

xmogelx

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Hallo liebe Community,


Heute habe ich etwas ganz Besonderes für mich und hoffentlich auch für euch im Gepäck. Der heutige Testkandidat ist nicht nur technisch faszinierend, sondern ein echtes Herzensprojekt für jeden Enthusiasten, der kompromisslose Hardware schätzt.



In diesem Lesertest widme ich mich exklusiv der brandneuen Noctua Edition des WireView Pro II, das in seiner Standardausführung bereits seit dem Frühjahr erhältlich ist. Die Sonderedition entstammt einer Kooperation zwischen Thermal Grizzly und Noctua und soll dank eines angepassten Aufbaus sowie des Einsatzes eines hochwertigen Noctua Lüfters noch leiser arbeiten. Die primäre Zielgruppe dürften treue Fans beider Marken sowie kompromisslose Enthusiasten sein. Es ist übrigens keineswegs die erste Partnerschaft dieser Art für Noctua: Das österreichische Unternehmen hat in der Vergangenheit bereits mit ASUS für spezielle Grafikkarten-Editionen und mit Seasonic im Bereich von High-End-Netzteilen erfolgreich zusammengearbeitet.​


Ein kleiner Teaser vorweg


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Thermal Grizzly & Noctua: Zwei Marken, eine Mission


Die Unternehmen Thermal Grizzly und Noctua zählen zu den bekanntesten Spezialisten für PC-Kühlkomponenten im deutschsprachigen Raum, verfolgen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte.​
Thermal Grizzly ist ein deutscher Spezialhersteller mit Sitz in Hohen Neuendorf bei Berlin, der aus einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmer Eike Salow und dem bekannten Youtuber sowie Extreme-Overclocker Roman „der8auer“ Hartung hervorging. Das mittlerweile weltweit agierende Unternehmen mit über 50 Mitarbeitenden ist vor allem für seine High-End Wärmeleitprodukte und Delidding-Tools bekannt. Unter dem Motto „Engineering made in Germany“ legt Thermal Grizzly großen Wert auf Entwicklung und Fertigung in Deutschland. Neben Zubehör wie dem WireView Pro 2 gehören inzwischen auch GPU-Wasserblöcke zum Portfolio, das in Zukunft um weitere Produkte wie eigene Lüfter erweitert werden soll.​
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Noctua hingegen ist eine renommierte österreichische Marke, die bereits 2005 durch eine Kooperation zwischen dem Wiener Hardware-Distributor Rascom Computerdistribution und dem taiwanischen Kühlungsspezialisten Kolink International gegründet wurde. Noctua ist weltweit für seine extrem leisen und langlebigen CPU-Kühler sowie Gehäuselüfter bekannt. Neben ihrer hervorragenden Kühlleistung besitzen die Produkte durch ihr prägnantes braun-beiges Farbschema einen besonders hohen Wiedererkennungswert in der Computer-Hardware-Szene.​
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Was ist ein WireView Pro?
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Thermal Grizzly hat die Produktreihe WireView Pro als Überwachungswerkzeug mit Echtzeit-Verbrauchsmessung für den Stromanschluss von Grafikkarten entwickelt. Die erste Generation bot eine Vielzahl von Varianten an, um beispielsweise drei 8-Pin-Anschlüsse auf 12VHPWR zu adaptieren. Neben der reinen Adapterfunktion stand vor allem die präzise Stromüberwachung im Fokus, da Treiber-Metriken den tatsächlichen Energiebedarf oft nur ungenau erfassen. Dank der direkten Messung am Stecker lieferte das WireView Pro deutlich realistischere Werte, die über ein kleines OLED-Display ausgegeben wurden. Eine Möglichkeit, die Messwerte direkt am PC per Software auszulesen, bot die Erstauflage allerdings noch nicht.​
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Was macht das WireView Pro II besser?

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Als direkter Nachfolger des beliebten Vorgängers wartet das WireView Pro II mit grundlegenden Weiterentwicklungen auf. Unter anderem verbaut Thermal Grizzly ein deutlich größeres und hochauflösendes IPS Farbdisplay, eine semi aktive Kühlung sowie eine pro Ader getrennte Strommessung für den modernen 12V-2x6 Anschluss. Über eine interne USB Schnittstelle arbeitet das Gerät nun mit einer neu entwickelten Begleitsoftware zusammen. Diese liest Messwerte in Echtzeit aus, ermöglicht die Konfiguration des Gerätes und spielt künftige Firmwareupdates unkompliziert ein. Für Langzeitanalysen steht zudem ein interner Speicher bereit, der Daten für bis zu 340 Tage sichert.​
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Die ausschließliche Auslegung auf den 12V-2x6 Standard macht das Modul zu einem hochspezialisierten Werkzeug für moderne Nvidia Grafikkarten, während klassische PCIe Anschlüsse dieses Mal unberücksichtigt bleiben.​
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Worin unterscheidet sich die Noctua Edition von der Standardversion?

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Der Unterschied zur Standardversion geht weit über einen einfachen Lüftertausch hinaus. Um den größeren 40 Millimeter Noctua Lüfter anstelle des gewohnten 30 Millimeter Modells unterzubringen, musste Thermal Grizzly wesentliche Elemente des Gehäuses sowie das Platinenlayout des WireView Pro II grundlegend überarbeiten. Da für einen gewöhnlichen Lüfterrahmen schlicht der Platz fehlte, kommt eine rahmenlose Spezialanfertigung zum Einsatz, bei der Motor und Impeller direkt an drei Punkten verschraubt sind. Zudem wurde im Inneren ein zusätzlicher Kühlkörper verbaut, um die Kühleffizienz weiter zu steigern.​


Was macht das WireView Pro II aktuell so besonders?


Mittlerweile dürfte jedem Hardware Enthusiasten bekannt sein, dass der Stromanschluss für moderne Grafikkarten wie der 12VHPWR beziehungsweise 12V-2x6 seine Tücken hat. Ursprünglich als kompakter Standard für leistungshungrige Grafikboliden entwickelt, sorgt die Verbindung bei manch einem Nutzer für schlaflose Nächte. Im schlimmsten Fall schmilzt der Stecker und reißt die teure Grafikkarte gleich mit in den Tod. Genau an dieser Schwachstelle setzt das WireView Pro II an. Das Messgerät überwacht fortlaufend die Stromstärke der einzelnen Leitungen und schlägt bei gefährlichen Abweichungen sofort Alarm. Das Gerät meldet sich akustisch sowie visuell auf der Anzeige und schaltet das System über eine Direktverbindung zum Power Button bei ausbleibender Reaktion sogar automatisch ab. Sollte es trotz aller Schutzmechanismen zum Äußersten kommen, greift die erweiterte Garantie von Thermal Grizzly, welche die Reparatur oder den Ersatz der Karte abdeckt.​
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Das WireView Pro II fungiert somit als aktive Schutzimpfung samt Vollkaskoversicherung für den Grafikkartenanschluss.​
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Aber wieso passiert das überhaupt?


Mit dem 12VHPWR- bzw. 12V-2x6-Standard ist der Stromstecker für Grafikkarten drastisch geschrumpft. Bei ähnlichen Abmessungen wie ein klassischer 8-Pin-Anschluss muss er laut Spezifikation statt 150 W nun gewaltige 600 W übertragen. Das geht nur über deutlich kleinere Kontaktstifte, was genau den wunden Punkt darstellt. Kleinere Pin-Toleranzen machen die Verbindung anfällig für erhöhte Übergangswiderstände, die durch unvollständiges Einrasten, Verschmutzung, Kabelzug oder schlichte Fertigungsschwankungen ausgelöst werden.​
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Der technische Hintergrund dazu ist recht simpel. Werden mehrere Leitungen parallel geschaltet, verteilt sich der Strom nur bei identischen Widerständen gleichmäßig. Sinkt der Widerstand an einer einzelnen Kontaktstelle oder steigt er an den übrigen drastisch an, fließt der Großteil der Gesamtlast plötzlich gebündelt über diesen einen Pin. Die extrem hohe Stromdichte führt an dieser Stelle zu einer massiven Hitzeentwicklung, die den umgebenden Kunststoff schmelzen lässt. Die Folge ist meistens eine defekte Grafikkarte. Ein irreparabler Totalschaden ist das zwar meist nicht, doch die Reparatur erfordert mindestens den fachgerechten Austausch der Buchse auf der Platine. Dafür sind Spezialwerkzeug und Löterfahrung nötig, worüber die wenigsten Anwender selbst verfügen.​
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Erschwerend kommt hinzu, dass etliche Grafikkartenhersteller Garantieleistungen exklusiv an die Nutzung des mitgelieferten 8-Pin-auf-12V-2x6-Adapters knüpfen. Viele Anwender greifen in der Praxis jedoch bevorzugt zum nativen 12V-2x6-Kabel ihres eigenen Netzteils. Kommt es dann zum Schmelzschaden, entsteht ein verfahrenes Dilemma. Lag das Problem beim Anwender, an der Platine, am Netzteildesign oder am Kabel selbst? Absolute Gewissheit bietet oft nur der herstellereigene Adapter, welcher paradoxerweise selbst als eine der häufigsten Fehlerquellen gilt. Erfahrungsberichte im Netz zeichnen ein denkbar uneinheitliches Bild zur Abwicklung solcher Fälle. Fest steht jedoch, dass eine langwierige Abwicklung mit mehrwöchigem Hardware-Ausfall nahezu garantiert ist. Die einzig sinnvolle Strategie besteht folglich in aktiver Prävention, um Unannehmlichkeiten, Diskussionen und lange Wartezeiten von vornherein zu vermeiden.​
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Sind alle Nutzer betroffen?


Das Risiko betrifft zwar grundsätzlich die meisten Systeme mit dem neuen Anschluss, die tatsächliche Ausfallrate ist gemessen an der Masse an verkauften Karten jedoch gering. Einige wenige Grafikkarten und Netzteile verfügen mittlerweile über eigene Schutzmechanismen oder eine integrierte Strommessung pro Ader, solche Lösungen bleiben am Markt aber selten und hochpreisig. Aber Panikmache ist unangebracht, denn ein schmelzender Stecker ist keineswegs die Regel, sondern bleibt ein seltenes Einzelschicksal.​
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Nach all der Grauzone rund um Garantieansprüche und den theoretischen Gefahren des Steckers zählt am Ende jedoch nur die Praxis. Genau hier kommt die WireView Pro II Noctua Edition ins Spiel. Ob das kleine Messgerät im Alltag die versprochene Sicherheit bietet und wie es sich auf dem Prüfstand schlägt, zeigt der folgende Praxistest.


Technische Daten:


  • Material (Gehäuse): Aluminium
  • Farbe: Schwarz
  • Display: 320x170 Pixel TFT-IPS Farbdisplay
  • Pin-Ausrichtung Stecker: Normal (“N”) / Reverse (“R”)
  • Steckertyp: 12V-2x6
  • Zusätzliche Anschlüsse:
  • USB-C
  • 2x 2-Pin (Temp.-Sensoren, 10k NTC)
  • 2-Pin (Mainboard Power-Button)
  • Messtoleranz: ±4%
  • Maße: 64x70x20 mm

Was befindet sich im Lieferumfang:

  • Wireview Pro II “Noctua Editon”
  • USB-C zu USB 2.0 Internes Anschlusskabel (60cm)
  • Y-Splitter für Power-Funktion am Mainboard
  • Kurz ausgeführter Temperatursensor (5 cm)
  • Lang ausgeführter Temperatursensor (20 cm)
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Testsysteme:


Für die Normale Version:​
Grafikkarte: MSI Nvidia RTX 5090 Gaming Trio OC​
Netzteil: NZXT C1500​
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Für die Reverse Version:​
Grafikkarte: Zotac Nvidia RTX 5080 Solid Core OC​
Netzteil: MSI A850GS​



Verpackung und Unboxing


Die Verpackung der WireView Pro II Noctua Edition präsentiert sich in einem modern-minimalistischen, tiefschwarzen Design mit den charakteristischen noctua-braunen Farbakzenten. Durch ihre edle, matte Optik und die präzise verarbeiteten Formeinsätze vermittelt sie sofort einen überaus hochwertigen Eindruck. Ein faszinierendes Detail zeigt sich bei der Grafik auf der Umverpackung, denn die dynamischen Akzente erwecken rein optisch den Eindruck, als hätte ein Grizzlybär mit seiner Pfote prägnante Risse in den Karton geschlagen. Das verleiht dem matten Finish eine wunderbar agile Note, ohne die professionelle Gesamtanmutung zu stören. Das Modul selbst ruht im Inneren passgenau und stoßsicher in stramm sitzendem Hartschaumstoff. Entnimmt man diesen oberen Formeinsatz, gibt er den Blick frei auf das darunterliegende Fach mit dem Zubehör.​
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Erster Kontakt
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Die Noctua Edition des WireView Pro II tritt auf wie ein Gentleman. Überwiegend in edlem Schwarz gehalten, hinterlässt das Modul einen durchweg professionellen Eindruck. Bereits bei der ersten Berührung wird die extrem präzise Fertigung spürbar. Die Oberfläche präsentiert sich völlig makellos und homogen, ohne jegliche Farbunterschiede oder Unregelmäßigkeiten. Selbst feine Details zeugen von hoher Fertigungsgüte, denn sämtliche Kanten wurden sauber angefast und entgratet. Das sorgt für ein rundum gelungenes Finish, bei dem man Werkzeugspuren oder Verarbeitungsfehler vergebens sucht.​
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Auf der Rückseite befindet sich der eigens entwickelte 12V 2x6 Stecker, welcher sauber in die schwarze Platine eingefasst ist. Um einen sicheren Halt und einen größeren Abstand zum Gehäuse zu ermöglichen, hat Thermal Grizzly diesen Steckverbinder selbst entworfen und anfertigen lassen. Neben den üblichen Kennzeichnungen befinden sich das Thermal Grizzly Logo auf der Oberseite sowie die Hardwarerevision auf der Unterseite. Ein Streifen Schaumstoff sorgt zuverlässig dafür, dass es zu keinerlei Berührungen mit der Platine kommt, selbst wenn die Buchse der Grafikkarte etwas tiefer sitzt.​
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Das WireView Pro II im Detail


Je nach Montagerichtung befindet sich auf einer Seite ein physischer Knopf, über den man sich mühelos durch die Menüs navigieren kann. Das Erfassen wichtiger Werte gelingt somit ganz ohne den Start der Begleitsoftware, was besonders bei offenen Testaufbauten ein absoluter Segen ist.​
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Alle Anschlüsse des WireView Pro II befinden sich alle auf einer Seite und sind hervorragend zugänglich. Das erleichtert das Kabelmanagement ungemein, da sich die unumgänglichen Leitungen sauber bündeln lassen, um ein rundum aufgeräumtes optisches Ergebnis zu erzielen.​
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Oben links befindet sich der USB-C Port für den Anschluss ans Mainboard, direkt daneben ist ein kleiner Stecker für den Kontakt zum Ein-/Ausschalter. In der zweiten Reihe folgen dann die beiden Anschlüsse für die optionalen Temperatursensoren, sowie die 12V-2x6 Buchse für den Eingangsstrom.​
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Der Anschluss für die Verbindung zum Ein-/Ausschalter fällt sehr klein sowie filigran aus und sollte daher mit entsprechender Vorsicht eingesteckt werden.​
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Um dem neuen Lüfter gerecht zu werden, musste der Lufteinlass komplett überarbeitet werden. Diese Neukonstruktion entstand in enger Kooperation mit Noctua, um ein optimales Strömungsverhalten bei minimaler Geräuschentwicklung zu gewährleisten. Das Ergebnis ist durch seine feinen Details auch optisch eine absolute Punktlandung und hätte nicht besser gestaltet werden können.​
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Äußerlich hebt sich das Gehäuse durch zwei spezifische Schriftzüge von der Standardvariante ab. Während auf der Oberseite ein prägnanter Noctua Aufdruck prangt, wird der reguläre Schriftzug durch den Zusatztag Noctua Edition ergänzt. Im Vergleich zur Standardvariante ist das Gehäuse etwas angewachsen und misst nun 64 Millimeter in der Breite sowie 70 Millimeter in der Länge, lediglich die Höhe ist mit 20 Millimetern gleich geblieben. Die Positionierung der Steckverbinder unterscheidet sich dabei kaum vom Standardmodell.​
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Das technische Funktionsprinzip
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Auf Platinenebene basiert das WireView Pro II auf hochpräzisen Messwiderständen, sogenannten Shunts, die direkt in die Strompfade der einzelnen Adern integriert sind. Über den extrem geringen und exakt definierten Widerstand dieser Shunts fällt beim Stromfluss eine minimale Spannung ab, welche von spezialisierten Analog Digital Wandlern fortlaufend digitalisiert wird. Aus diesem Spannungsabfall berechnet ein integrierter Mikrocontroller nach dem Ohmschen Gesetz mit hoher Abtastrate die exakte Stromstärke pro Pin sowie die daraus resultierende Gesamtleistung in Watt.​
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Eine Korrektur einer eventuell vorhandenen Unbalance in der Stromverteilung auf den einzelnen Adern erfolgt bewusst nicht. Ein solches Ausgleichen wäre ohnehin wenig zielführend, da es die eigentliche Ursache der ungleichmäßigen Last nicht behebt und lediglich zusätzliche Schwachstellen in das System einbringen würde.​
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Montage im Testsystem
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Die Montage des WireView Pro II in der normalen wie auch in der gedrehten Ausführung gestaltet sich denkbar einfach. Das Modul wird schlicht zwischen Grafikkarte und Netzteilkabel geschaltet. Dazu zieht man das vorhandene Stromkabel aus der Grafikkarte und verbindet es mit der Eingangsseite des WireView. Ein wichtiger Tipp für die Praxis lautet, das Netzteilkabel unbedingt zuerst in das WireView zu stecken, bevor man das gesamte Modul an der Grafikkarte montiert. Auf diese Weise wird effektiv verhindert, dass beim Anstecken schädliche Hebelkräfte auf den empfindlichen Platinenanschluss der Grafikkarte einwirken.​
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Anschließend wird das WireView in die 12V-2x6-Buchse der Grafikkarte geführt und mit möglichst gleichmäßigem Druck eingesetzt, bis der Stecker hör- und spürbar einrastet. Eine abschließende optische Kontrolle ist hier dringend ratsam, um sicherzustellen, dass das Modul vollkommen spaltfrei und gerade sitzt.​
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Nun verbindet man das USB-C-Kabel mit dem WireView und steckt die andere Seite auf einen freien USB-2.0-Header des Mainboards. Die genaue Position des Anschlusses lässt sich dem Handbuch des Mainboards entnehmen – beim Anstecken sollte sorgfältig auf die korrekte Polung geachtet werden. Optional können jetzt noch die beiden mitgelieferten Temperatursensoren angeschlossen und beispielsweise direkt auf der Grafikkarte platziert werden; für den reinen Betrieb sind diese allerdings nicht zwingend erforderlich.​
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Zu allerletzt verbindet man den Ein-/Ausschalter mit dem Mainboard. Dieser Schritt ist für den reinen Betrieb zwar nicht zwingend notwendig, wird aber dringend empfohlen und ist zudem eine Voraussetzung für die erweiterte Garantie – denn nur über diese Verbindung kann das WireView das System im Notfall eigenständig abschalten.​
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Ein großer Vorteil des WireView Pro II ist die vollkommen softwareunabhängige Schutzfunktion: Abweichungen werden direkt visuell auf dem Display sowie akustisch signalisiert, während im Ernstfall die automatische Notabschaltung greift.​
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Nach der erfolgreichen Montage beider WireView Pro II Module in den Testsystemen richtet sich der Blick auf den Ausgangszustand der Steckverbindungen:
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Testsystem 1 (5090): ​
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Testsystem 2 (5080): ​
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Während perfekte Ergebnisse mit minimalen Differenzen sehr selten sind. Ist die Verteilung in den Testsystemen zufriedenstellend und bedarf aktuell keinem Eingriff.​
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Sollte es im Erstbetrieb zu Meldungen kommen, kann ein erneutes Einstecken der 12V-2x6 Verbindungen das Ergebnis eventuell verbessern.​
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Optisches Gesamtbild
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In beiden Testsystemen integriert sich das WireView Pro II in der Noctua Edition exzellent und wirkt, als wäre es schon immer dort gewesen. Es ist durch die Seitenscheibe klar ablesbar und fügt dem System ein wunderschönes optisches Highlight hinzu, das die begehrte Ästhetik des Kühlspezialisten perfekt abrundet.​
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RTX 5080:​
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RTX 5090:​
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Was kann die Software?
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Die portable Windows-Software lässt sich direkt ohne Installation von der Thermal Grizzly Produktseite herunterladen und ist sofort einsatzbereit. Während der offizielle Linux-Support noch auf sich warten lässt, sprüht die Community bereits vor Eigeninitiative: Auf GitHub stehen bereits voll funktionsfähige Open-Source-Portierungen bereit, die das Auslesen und Konfigurieren des WireView problemlos unter Linux ermöglichen.​
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Nach dem Start begrüßt die Software mit einer übersichtlichen Hauptseite, welche sämtliche verfügbaren Informationen übersichtlich aufbereitet. Dort finden sich die aktuelle Stromstärke auf den einzelnen Adern sowie die Gesamtwertungen für Leistung und Temperatur. Auch eine Übersicht möglicher Fehlerzustände samt individuellem Status wird direkt abgebildet. Am oberen Bildschirmrand lässt sich unter anderem der aktuelle Verbindungsstatus ablesen, während das Hauptmenü auf der linken Seite per Mausklick die zügige Navigation in die verschiedenen Unterseiten ermöglicht.​
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Die Unterseite Monitoring eröffnet ein sehr nützliches Werkzeug. Hier können alle Messwerte lückenlos aufgezeichnet werden. Eine gezielte Auswahl der Parameter erfolgt links neben dem großzügigen Diagramm. Das Zeitfenster sowie die Frequenz der Aufzeichnung lassen sich ebenfalls frei festlegen. Die integrierte Exportfunktion in eine CSV Datei ist extrem wertvoll für Hardwaretester und womöglich sogar für Hersteller, die ihre Grafikkarten im Detail validieren möchten.​
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Der Unterpunkt Logging ermöglicht den direkten Zugriff auf den internen Speicher des WireView Pro II und kann das komplette Archiv auslesen. Eine äußerst praktische Funktion, um beispielsweise ein präzises Leistungsprofil für eine Workstation über längere Zeiträume zu erstellen oder im Schadensfall wichtige Informationen zu erhalten.​
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Unter dem Menüpunkt Device befinden sich neben dem Firmwarestatus und der Seriennummer sämtliche Einstellungen des Gerätes. So lässt sich jedem Modul ein individueller Name zuweisen sowie die Helligkeit des Displays anpassen. Auch der integrierte Lüfter kann vollkommen frei und ohne künstliche Limits nach eigenen Wünschen konfiguriert werden.​
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Auf derselben Seite, jedoch etwas weiter unten, befinden sich essenzielle Optionen bezüglich des Verhaltens im Störungsfall. Hier lässt sich exakt konfigurieren, wie der WireView Pro II bei unnormalen Betriebszuständen reagieren soll und auf Basis welcher Schwellenwerte die Schutzlogik greift.​
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Ebenso kann das optische Verhalten der Anzeige persönlich angepasst werden. Dazu stehen vielfältige Optionen bereit. Eine integrierte Vorschau der Anzeige macht die Konfiguration besonders komfortabel, sodass man sich nicht jedes Mal unter den Schreibtisch beugen muss, falls der Rechner am Boden steht.​
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Die letzte Unterseite beherbergt schließlich die Einstellungen für die Anwendung selbst. Hier lässt sich beispielsweise festlegen, ob die Software bei jedem Systemstart automatisch im Hintergrund geladen werden soll.​
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Die Software überzeugt durch ihre hohe Stabilität sowie eine extrem übersichtliche Benutzeroberfläche, welche selbst komplexe Telemetriedaten auf einen Blick verständlich aufbereitet. Neben der präzisen Echtzeitüberwachung aller Ströme und Temperaturen bietet sie einen beeindruckenden Funktionsumfang, der von detaillierten Diagnosewerkzeugen bis hin zu feingliedrigen Schwellenwerteinstellungen reicht. Damit erweist sich das Programm als durchdachtes Kontrollzentrum, das Einsteigern verlässliche Sicherheit bietet und versierten Hardwareenthusiasten die volle Kontrolle gewährt.​
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HWInfo Support


Dank der direkten Integration in HWiNFO lassen sich die Messwerte des WireView (wie Leistungsaufnahme, Spannungen und Steckertemperaturen) nahtlos in das gewohnte System-Monitoring einbinden. Das erlaubt es Profis und Enthusiasten, die Echtzeit-Daten bequem in Custom-Overlays einzublenden.​
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Was kann das integrierte Display?


Das Display hat im wesentlichen 5 verschiedene Anzeigemöglichkeiten:​
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Die Standardansicht fungiert als Hauptseite und liefert die umfassendsten Informationen. Hier werden die Stromstärken der einzelnen Adern in Ampere sowie der Gesamtdurchsatz in Watt übersichtlich dargestellt. Welcher Sensor die angezeigte Temperatur liefert, lässt sich in den Einstellungen frei festlegen. Oben rechts wird zudem die Gesamtstromstärke der gesamten Verbindung ausgewiesen.​
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Die zweite Ansicht gibt sich reduzierter und zeigt lediglich den Gesamtverbrauch in Watt sowie die bisher erreichten Höchstwerte.​
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Die dritte Ansicht schlüsselt die Stromstärke pro Ader im Detail auf und nennt den Gesamtverbrauch in Ampere.​
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Auf der vierten Ansicht dreht sich alles um die Temperatursensoren, womit die Werte der Eingangs und Ausgangsstecker sowie der beiden optionalen Sensoren einsehbar sind.​
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Die letzte Ansicht dient als reine Statusseite und ermöglicht über einen langen Druck auf die Taste den direkten Zugang in das Einstellungsmenü.​
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Im globalen Einstellungsmenü lassen sich alle wesentlichen Parameter des WireView anpassen. Änderungen sollten jedoch gut überlegt sein, da die erweiterte Garantie nur bei aktiven Standardeinstellungen greift. Positiv hervorzuheben ist, dass Overclocker und Enthusiasten die Limits völlig frei konfigurieren können. Für alle Nutzer von extremen XOC BIOS Varianten, die keine Angst davor haben, 800 Watt oder gar 1000 Watt durch den Stecker zu jagen, ist das eine essenzielle Funktion.​
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Thermal Grizzly stellt eine ausführliche Dokumentation in mehreren Sprachen zur Verfügung. Das entsprechende Dokument lässt sich unkompliziert direkt über die offizielle Produktseite herunterladen.​
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Ein Blick auf die Wärmeentwicklung (Wärmebild)

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Um das thermische Verhalten unter realistischen Bedingungen zu prüfen, wurde die WireView Pro II Noctua Edition einer Dauerlast von rund 575 Watt ausgesetzt, bis sich die Temperaturen des Moduls vollständig stabilisiert hatten. Die Seitenwand des Gehäuses blieb während des Testlaufs geschlossen und wurde erst unmittelbar zur Messung abgenommen, da der interne Luftstrom Einfluss auf die Oberflächentemperaturen nimmt. Die anschließende Auswertung mit der Wärmebildkamera zeigt eine durchgehend gleichmäßige Wärmeverteilung über das gesamte Bauteil. Thermal Grizzly verbaut in der Noctua Edition zusätzlich einen weiteren Kühlkörper im Inneren, welcher sichtbar positiv zu diesem hervorragenden Ergebnis beiträgt. Der Lüfter ist während des gesamten Messzyklus gar nicht erst angesprungen, da die Schaltschwelle von 50 Grad Celsius zu keinem Zeitpunkt überschritten wurde. Der ermittelte Spitzenwert am Modul lag bei lediglich etwa 44 Grad Celsius bei einer Raumtemperatur von knapp 20 Grad Celsius. Die auf der Auswertung sichtbare Höchsttemperatur stammte lediglich von einem Bauteil der Grafikkarte selbst, welches durch die Lüfteröffnung hindurch erfasst wurde.​
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Da der erste Durchlauf keinen aktiven Lüfterbetrieb erfordert hatte, wurde dieser für einen zweiten Testlauf über die Software erzwungen, indem die Mindesttemperatur abgesenkt wurde. Die Lüfterdrehzahl pendelte sich dabei bei etwa 40 Prozent ein. Das Ergebnis zeigt einen deutlichen Effekt, denn die Oberflächentemperaturen sanken um rund 6 Grad Celsius. Der integrierte Lüfter arbeitet somit extrem effektiv und erfüllt seine Aufgabe mühelos.​
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Die eingesetzte Wärmebildkamera führt ihre Kalibrierung zwar selbstständig auf Basis der Umgebungstemperatur durch, was für einen praxisnahen Test vollkommen ausreicht, jedoch nicht den Anspruch wissenschaftlicher Laborwerte erhebt.​
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Geräuschentwicklung


Im normalen Betrieb mit etwas Luftbewegung durch das Gehäuse dürfte der Lüfter bei den meisten Anwendern gar nicht erst anspringen. Egal in welchem umsetzbaren Szenario wurde die aktive Kühlung auf dem Prüfstand schlichtweg nicht benötigt. Begünstigt wurde dies im Test durch die spürbar kühleren Herbsttage, wodurch die Raumtemperatur bei lediglich etwa 20 Grad Celsius lag. An heißen Sommertagen mit 30 Grad Celsius oder mehr kann dieses Szenario bereits anders aussehen. Wird der Betrieb des Lüfters über das Einstellungsmenü gezielt provoziert, arbeitet dieser extrem leise und bleibt selbst bei erhöhter Drehzahl kaum wahrnehmbar. Erst ab etwa 70 Prozent Leistung lässt sich das Laufgeräusch ohne Nebenbelastung anderer Komponenten minimal heraushören. Ob die aktive Kühlung im Alltag überhaupt benötigt wird, hängt von vielen individuellen Faktoren ab. In jedem Fall garantiert dieses Kühlkonzept, dass die WireView Pro II Noctua Edition in praktisch jeder Lage ausreichend kühl bleibt, selbst wenn 800 Watt oder mehr durch das Modul fließen.​


Wie steht es genau um die erweiterte Garantie?


Die erweiterte Garantie von Thermal Grizzly deckt ab Kaufdatum für 24 Monate Schäden an Grafikkarten mit 12VHPWR- oder 12V-2x6-Steckern ab, die durch den Einsatz des WireView Pro II entstanden sind – selbst wenn die Herstellergarantie der Grafikkarte bereits abgelaufen ist. Voraussetzung ist die ordnungsgemäße Installation und Nutzung unter Standardeinstellungen ohne Modifikationen sowie die Vorlage eines Kaufnachweises durch den Erstkäufer. Im Schadensfall prüft Thermal Grizzly die zusammen mit dem Wireview eingesendete Grafikkarte und übernimmt die Reparatur oder stellt einen gleichwertigen Ersatz bereit.​
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Für sämtliche Details zur erweiterten Garantie stellt Thermal Grizzly auf der jeweiligen Produktseite ein entsprechendes Dokument mit den genauen Garantiebestimmungen als Download zur Verfügung.​


Wie gut sind verfügbare Dokumentationen und Anleitungen?


Die Dokumentation und Anleitungen für das Thermal Grizzly WireView Pro II sind insgesamt sehr hochwertig, präzise und praxistauglich aufgebaut. Der Hersteller kombiniert übersichtliche technische Zeichnungen und Kompatibilitätstabellen mit hervorragenden Video-Guides, die sowohl die mechanische Montage als auch die Firmware-Updates verständlich vermitteln. Während die Erklärungen zu Display-Modi und Pin-Ausrichtungen kaum Fragen offenlassen, erfordern fortgeschrittene Themen wie die automatische Not-Abschaltung über das Splitterkabel allerdings etwas technisches Grundverständnis.​
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Ausgesprochen positiv sind die umfangreichen Kompatibilitätstabellen hervorzuheben. Dahinter steckt ein enormer Aufwand seitens des Herstellers, der sich jedoch als essenziell erweist, da einige Grafikkarten aufgrund spezieller Steckerplatzierungen nicht mit dem Gerät genutzt werden können.​
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In der Praxis zeigt sich eindrucksvoll, dass das Modul seine Aufgaben auf dem Prüfstand gewissenhaft erfüllt und thermisch extrem stabil agiert. Doch wie schlägt sich die Noctua Edition im Gesamtbild, wenn man Funktion, Handhabung und Anschaffung gegeneinander abwägt? Eine detaillierte Übersicht der Stärken und Schwächen fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen.


Vorteile

  • Einzelader Überwachung (per-pin 12V-2x6)
  • Automatische software unabhängige Notabschaltung
  • Erweiterte Garantie (2 Jahre) von Thermal Grizzly im Schadensfall
  • Vollkommen autonomer Betrieb ohne Softwarezwang
  • Semi-aktiver Noctua-Lüfter für unhörbaren Betrieb
  • Sehr hohe Fertigungs- und Verarbeitungsqualität
  • Umfangreiche Liste an unterstützten Grafikkarten
Nachteile
  • Hardware/Software aktuell nur in englischer Sprache verfügbar
  • Hoher Anschaffungspreis der Noctua Edition

Fazit


Die Noctua Edition ist ein Liebhaberprodukt für absolute Perfektionisten. Aus rein rationaler Sicht lässt sich der Aufpreis kaum rechtfertigen, da das reguläre WireView Pro II für etwa 80 Euro weniger bereits eine hervorragende Arbeit leistet. Allerdings haben der verbaute Noctua Lüfter und die präzise Fertigung in Deutschland ihren Preis, zumal Thermal Grizzly kontinuierlich in den eigenen Maschinenpark investiert, um neue Innovationen umzusetzen und weitere Arbeitsplätze zu schaffen. Wer ohnehin auf ein konsequentes Noctua Setup setzt, ein kompromisslos leises System verlangt und bereit ist, für diesen Nischenluxus etwas tiefer in die Tasche zu greifen, bekommt nicht nur das ultimative Gütesiegel für die eigene Grafikkarte, sondern ist auch absolut auf der sicheren Seite und kann wieder beruhigt schlafen.​

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Das Wireview Pro II wird in der Noctua Edition 189,90€ kosten und ist ab heute direkt bei Thermal Grizzly erhältlich.


Ein großer Dank geht an Thermal Grizzly und Roman “Der8auer” Hartung für die Bereitstellung der Samples, die diesen Lesertest möglich gemacht haben.



Disclaimer: Transparenz und Unabhängigkeit stehen bei diesem Test an erster Stelle. Der Lesertest erfolgte völlig ohne Bedingungen, es gab keinerlei inhaltliche Vorgaben, Einflussnahmen oder finanzielle Vergütungen. Sämtliche Angaben und Beobachtungen wurden nach bestem Wissen und Gewissen dokumentiert, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und können im Detail Irrtümer enthalten.


Vielen Dank und bis zum nächsten Mal!


Falls noch Fragen zum Testbericht oder zum Produkt offen sind, stellt diese gerne direkt in den Kommentaren. Ich werde versuchen, diese so zügig und detailliert wie möglich zu beantworten.
 
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Sehr schönes Review mit einer erfrischend objektiven und zugleich realistischen Betrachtung der Situation.
Make the 12V-2×6 Great Again 👍
 
Zuletzt bearbeitet:
Starkes Review 💪, danke dafür :). Gerade das Video von Roman gesehen und dann das Review gefunden.

 
Hi, hab den test nur schnell überflogen hat mich aber dazu bewogen das Teil auch wenn es etwas eurer ist zu kaufen.... Mehrere Faktoren haben es aber leichter gemacht, a. Die Preise der gpu sind unsäglich gestiegen und b. Die doch oft gesehen Art und Weise wie hersteller mit der Garantie umgehen und sich mit Händen und Füße bei einer rma wehren....

Da nur überflogen :) noch eine oder andere Frage
1. Erreicht man den klipp von dem Teil leicht wenn es an der gpu steckt um das zu wireview pro2 noktua auch wieder leicht zu entfernen?

2. Das Stromkabel wenn es in dem wireview steckt kann man erkenne ob es bis zum Anschlag steckt?

3. Ich gehe davon aus das kein USB splitter beiliegt fals am Mainboard alles belegt ist?

Edit
4. Was ist die auslastung der Software im laufenden Betrieb?
Grüße
 
Hi, hab den test nur schnell überflogen hat mich aber dazu bewogen das Teil auch wenn es etwas eurer ist zu kaufen.... Mehrere Faktoren haben es aber leichter gemacht, a. Die Preise der gpu sind unsäglich gestiegen und b. Die doch oft gesehen Art und Weise wie hersteller mit der Garantie umgehen und sich mit Händen und Füße bei einer rma wehren....

Da nur überflogen :) noch eine oder andere Frage
1. Erreicht man den klipp von dem Teil leicht wenn es an der gpu steckt um das zu wireview pro2 noktua auch wieder leicht zu entfernen?

2. Das Stromkabel wenn es in dem wireview steckt kann man erkenne ob es bis zum Anschlag steckt?

3. Ich gehe davon aus das kein USB splitter beiliegt fals am Mainboard alles belegt ist?
Grüße
Moin,

Es ergibt schon Sinn, ein WireView zu kaufen, wenn man Angst davor hat, dass der Stecker schmelzen könnte. Das hängt halt immer individuell davon ab, wie gut man mit so etwas umgehen kann und wie risikofreudig man ist. Ich finde es auch sehr enttäuschend, dass einige Grafikkartenhersteller sich weigern, Karten zu reparieren, die mit fremden Stromkabeln betrieben wurden. Sie könnten ja wenigstens einen Kulanztausch der Buchse für 99 € anbieten, das wäre zumindest ein verdaubarer Kompromiss.

zu deinen Fragen:

1. Ja, man kommt an den Clip dran, aber je nachdem, wie tief die Buchse in der GPU sitzt, brauchst du idealerweise ein flaches Werkzeug. Ich habe das WireView mehrfach von der 5090 abgenommen und dafür so einen moderneren Kunststoffspachtel von EKWB genutzt. Mit den Fingern würde ich es eher nicht machen, weil du damit möglciherweise Druck auf das WV und damit direkt auch auf den Stecker selbst ausübst. Mit dem "Werkzeug" war es aber einfach.

2. Ja, du kannst seitlich am Stecker weit genug vorbeischauen, um zu sehen, ob der Stecker am Anschlag sitzt oder nicht.

3. Richtig, ein USB-Splitter ist nicht Teil des Lieferumfangs.

lg
 
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