Keine Werbeeinnahmen durch KI-Agenten: Amazon sperrt Meta Muse

Thread Starter
Mitglied seit
06.03.2017
Beiträge
124.997
Amazon verwehrt Metas KI-Agenten Muse künftig den Zugriff auf seinen Onlineshop. Nutzer können den Agenten damit zumindest vorerst nicht mehr zum selbstständigen Shopping bei Amazon einsetzen. Der Konzern begründet die Sperre mit Sicherheits- und Datenschutzbedenken sowie einem Verstoß gegen seine Nutzungsbedingungen. Tatsächlich dürfte es Amazon aber eher um sein milliardenschweres Werbegeschäft gehen.
... weiterlesen
 
Wenn Du diese Anzeige nicht sehen willst, registriere Dich und/oder logge Dich ein.
Für Onlineshops bedeutet das, dass Produktempfehlungen, gesponserten Angebote und Werbeanzeigen nicht zwangsläufig mehr den Käufer erreichen.
Das ist ja auch ein herber Verlust, wenn man von Amazon nicht mehr (wie so oft in der Vergangenheit) mit Werbung zugeballert wird, für vergleichbare Produkte zu dem, das man gerade gekauft hat. Wo also das Kaufbedürfnis für Alternativen dazu gerade erloschen ist.... 8-)

Davon ab käme ich aber auch nie im Traum auf die Idee, meine Einkäufe einem Computer zu überlassen. Schon daß eine "KI" damit nach eigenem "Ermessen" mein Konto leeren könnte, ist eine sehr schräge Vorstellung.
 
> Zudem beklagt der Konzern, von Meta nicht darüber informiert worden zu sein, dass Muse eigenständig Einkäufe auf der Plattform durchführen kann.

Oooooh, armes, armes Amazon. Seit wann müssen Dienste bei allen anderen Diensten irgendwas anmelden oder informieren?

Aber cool, wie ich nun erfahren habe, ist ChatGPT offenbar gesperrt auf Amazon. Finde ich super. Inzwischen lasse ich mir immer öfter Angebote für Waren dafür im Netz suchen. Und wenn nun automatisch Amazon nicht mehr berücksichtigt wird, finde ich das irgendwie charmant.
 
Übersetzt: Die Anbieter verdienen gut an der künstlichen Intransparenz ihrer Plattformen und so soll es bleiben. Schon die Transparenz der Vergleichsportale ist zu viel.
 
Schon daß eine "KI" damit nach eigenem "Ermessen" mein Konto leeren könnte, ist eine sehr schräge Vorstellung.

Üblicherweise bekommt der Agent eine eigene Kreditkarte, mit begrenztem Rahmen ;) Ich glaube, das ist einfach nur Gewöhnung und so ein Generationen-Ding: Sehr alte Leute kaufen garnicht im Internet ein, alte Leute machen das manuell und junge Menschen sagen dem Agenten einfach, was sie wollen. Ich fand es schon beeindruckend, als der Steinberger seinem OpenClaw gesagt hat, dass er eine Reise nach XY plant und sein Agent daraufhin Flug + Hotel organisiert und bezahlt hat. Das hat definitiv Potential.

Aber BTT: Es ist natürlich Heuchelei im Quadrat was Amazon hier abzieht. Alle anderen sollen ihre Inhalte gefälligst unentgeltlich der KI zugänglich machen und auf die Einnahmen verzichten, wenn das aber die Werbeeinnahme der Tech-Bros gefährdet, dann geht es zu weit :lol:widerlich!
 
Wenn ich mir so ansehe das ich an drei verschiedenen Systemen drei verschiedene Preise für manche Produkte bekomme, dann kann ich mir vorstellen das Amazon nicht möchte, das man automatisiert immer das günstige bekommt - sofern das damit möglich war.
 
Eben. KI ist vor allem für Recherche und Vergleiche extrem gut verwendbar. Such mir aus den Tests von XY die Preisleistungssieger und dazu die günstigsten Anbieter heraus. Kontrolle durch Nutzer -> Bestellung durch KI mit Rückmeldung. Imo ein enormer Fortschritt und natürlich heulen da die Marketingtröten. Amazon hat dann noch das Problem des hohen Aufpreises gegenüber dem Direktimport.
 
Amazon ist doch eh Crap.
- Nur sehr sehr selten ist Amazon der günstigste Anbieter
- Die Suche bei Amazon ist kaputt. Es werden immer auch Artikel angezeigt, die mit dem Suchbegriff absolut gar nichts zu tun haben
- Warum muss eine Handelsplattform auch noch mit Werbung Geld verdienen?
Reicht denen der Umsatz mit den Handelsgütern und die Provisionen der auf der Plattform aktiven Händler nicht?
IMHO sollte Werbung auf Handelsplattformen verboten werden.

Das letzte mal habe ich vor ca. 3 Jahren etwas bei Amazon gekauft.
Aber nur deswegen, weil ich einen Amazon Gutschein geschenkt bekam und den einlösen wollte.
 
Aus Sicht von Amazon, natürlich verständlich. Ob man Amazon nutzt oder nicht liegt bei jedem selber.

Aber bitte, warum sollte man seine Einkäufe oder sonstige Erledigungen einer KI überlassen? Produkte, die vielleicht gleich aussehen unterscheiden sich möglicherweise doch im Detail. Ich möchte diese selber vergleichen und eventuell auch einen höheren Preis für das bessere Produkt in Kauf nehmen.

Ich bin mal gespannt, wie das in einigen Jahren aussieht, wenn sich sowas durchsetzen sollte. Dann kann vermutlich niemand mehr Preise vergleichen - entweder aus Dummheit oder weil es diese Möglichkeit gar nicht mehr gibt. Am besten sieht man es ja bei den Navigations Apps. Gib heute mal jemanden eine Karte in die Hand und sag er soll dich navigieren. Wer kann das noch? Natürlich ist es bequem, sich alles automatisiert raussuchen zu lassen. Aber dann kann ich mir gleich mein Gehirn nach der Geburt entfernen lassen.

Bisher nutzte ich die KI nur für Spielereien, sei es Bilder erstellen oder ein paar Songs. Für mehr sehe ich keinen Nutzen. Okay, man kann Zeit sparen. Aber was mache ich dann mit der gewonnenen Zeit, noch mehr am Handy rumhängen? Es laufen doch jetzt schon genug Bots rum…
 
Üblicherweise bekommt der Agent eine eigene Kreditkarte, mit begrenztem Rahmen ;) Ich glaube, das ist einfach nur Gewöhnung und so ein Generationen-Ding: Sehr alte Leute kaufen garnicht im Internet ein, alte Leute machen das manuell und junge Menschen sagen dem Agenten einfach, was sie wollen. Ich fand es schon beeindruckend, als der Steinberger seinem OpenClaw gesagt hat, dass er eine Reise nach XY plant und sein Agent daraufhin Flug + Hotel organisiert und bezahlt hat. Das hat definitiv Potential.

Aber BTT: Es ist natürlich Heuchelei im Quadrat was Amazon hier abzieht. Alle anderen sollen ihre Inhalte gefälligst unentgeltlich der KI zugänglich machen und auf die Einnahmen verzichten, wenn das aber die Werbeeinnahme der Tech-Bros gefährdet, dann geht es zu weit :lol:widerlich!
Das Problem hierbei ist, Chat GPT etc. ist ein Gewerbetreibender aka "Juristische Person" wie eine GMBH oder AG gleich zu setzen bezüglich Geschäftsfähigkeit.
Theoretisch könnte Amazon hier ChatGPT unterstellen nicht Geschäftsfähig zu sein.

Ich glaube nicht das Amazon hier grundsätzlich mit irgendwelche Skripten ein Problem hat.
 
Da du der KI die Zugänge zu den Konten ermöglichst stellt sich die Frage überhaupt nicht.
 
Das Problem hierbei ist, Chat GPT etc. ist ein Gewerbetreibender aka "Juristische Person" wie eine GMBH oder AG gleich zu setzen bezüglich Geschäftsfähigkeit.

Das ist Quatsch. Weder ein ChatBot noch ein ein Agent hat eine Rechtspersönlichkeit. Sie können weder Rechte erwerben noch Pflichten eingehen. Und das ist nichtmal im Ansatz strittig. Ab Dezember wird es zudem noch eindeutiger: Dann ist KI in der gesamten EU per Definition ein Produkt. Man kann ihn höchstens als Boten durchgehen lassen, weil der keinen eigenen Willen braucht.
 
Das ist Quatsch. Weder ein ChatBot noch ein ein Agent hat eine Rechtspersönlichkeit. Sie können weder Rechte erwerben noch Pflichten eingehen. Und das ist nichtmal im Ansatz strittig. Ab Dezember wird es zudem noch eindeutiger: Dann ist KI in der gesamten EU per Definition ein Produkt. Man kann ihn höchstens als Boten durchgehen lassen, weil der keinen eigenen Willen braucht.
Man kann auch einem Boten nicht einfach eine Kreditkarte in die Hand drücken er soll XY kaufen.
 
Die KI kann oft gar nicht Alternativen finden, denn es fehlen ihr dafür viele Voraussetzungen un Fähigkeiten.
Beispielsweise bei Lebensmitteln weiß die KI nicht, was einem schmeckt oder nicht.
Beispielsweise Tiefkühlpizza:
Woher will die KI wissen, welche Pizzen gleich schmecken?
Oder Schuhe:
Woher will die KI wissen, ob einem bestimmte Schuhe passen?
Die Schuhgröße ist da kein entscheidendes Kriterium, sondern auch die Passform spielt da mit rein.
etc. etc.
 
Die KI kann oft gar nicht Alternativen finden, denn es fehlen ihr dafür viele Voraussetzungen un Fähigkeiten.
Beispielsweise bei Lebensmitteln weiß die KI nicht, was einem schmeckt oder nicht.
Beispielsweise Tiefkühlpizza:
Woher will die KI wissen, welche Pizzen gleich schmecken?
Oder Schuhe:
Woher will die KI wissen, ob einem bestimmte Schuhe passen?
Die Schuhgröße ist da kein entscheidendes Kriterium, sondern auch die Passform spielt da mit rein.
etc. etc.
Statistiken, die Ki zieht sich infos von Vergleichsportalen oder Zeitschrift/Testwebseiten.
Sie frägt meistens nur welche Präferenzen du hast z. B "Salami" dann wird sie die Pizza mit der besten getesteten Salami vorschlagen.

Aber Ja sie weiß nicht ob sie dir schmecken könnten sondern geht davon aus weil dieser Pizza 8/10 Testern geschmeckt hat das sie dir auch schmecken könnte.. das macht die KI quasi ständig.
 
Man kann auch einem Boten nicht einfach eine Kreditkarte in die Hand drücken er soll XY kaufen.

Natürlich. Problematisch wird es erst mit § 179 BGB. Wenn der Agent Sachen kauft, die man selber eigentlich garnicht wollte. Denn in dem Fall könnte sich die andere Partei an den Boten richten, was in dieser Konstellation nicht geht, weil der Agent keinerlei Rechtspersönlichkeit hat. Insofern ist auch die Konstruktion der Stellvertretung hier mindestens lückenhaft. Der Agent wird somit wohl voll seinem Nutzer zugerechnet.
 
Ja, un genau da liegt dann eine KI meist falsch.
Selbst was 95% der Tester schmeckt muss nicht mir schmecken.

Beispielsweise Schokolade einer sehr beliebten Marke schmeckt mir gar nicht.
Die kaufe ich nicht.
Eine KI würde mir die wohl vorschlagen.
 
Natürlich. Problematisch wird es erst mit § 179 BGB. Wenn der Agent Sachen kauft, die man selber eigentlich garnicht wollte. Denn in dem Fall könnte sich die andere Partei an den Boten richten, was in dieser Konstellation nicht geht, weil der Agent keinerlei Rechtspersönlichkeit hat. Insofern ist auch die Konstruktion der Stellvertretung hier mindestens lückenhaft. Der Agent wird somit wohl voll seinem Nutzer zugerechnet.

Naja der bittere Beigeschmack ist halt, Alexa darf das ;-) ChatGPT halt nicht.
 
Hardwareluxx setzt keine externen Werbe- und Tracking-Cookies ein. Auf unserer Webseite finden Sie nur noch Cookies nach berechtigtem Interesse (Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f DSGVO) oder eigene funktionelle Cookies. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir diese Cookies setzen. Mehr Informationen und Möglichkeiten zur Einstellung unserer Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Zurück
Oben Unten refresh