SpaceX AI1-Rechenzentren im Weltall: 70 m Spannweite, Terabit-Anbindung und 170 kW Solarenergie

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Im Vorfeld des Börsengangs rührt SpaceX kräftig die Werbetrommel und zeigt über alle Kanäle, zu was man in der Lage ist und was in Kürze erreicht werden soll. In einer Gesprächsrunde erläuterte Elon Musk, wie man Rechenzentren in den Erdorbit bringen will und vor welchen Herausforderungen man dabei steht.
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Gibt es echt Leute die den Blödsinn mit den Rechenzentren im All ernst nehmen? Dies ist nur ein weiter Trick von Elon um die Bewertung von SpaceX vor dem Börsengang zu pushen. Alle Berechnungen zeigen klar, wie unwirtschaftlich es wäre Rechenzentren im All zu bauen und betreiben. Aber Elons Fans haben sich von Fakten noch nie aus ihren Träumen reißen lassen.
 
Finde das gar nicht unrealistisch. Die Ausbeute an Solarenergie ist im All um ein vielfaches höher, auch heizen sich Panele nicht auf und werden ineffizienter und es gibt keine Schwankungen durch das Wetter, liefern also immer die selbe Leistung. Solch autarke Rechenzentren im All wären eine feine Sache und spart uns hier unten Atomreaktoren, Gaskraftwerke & Dieselgeneratoren die alles verschmutzen.
 
Gibt es echt Leute die den Blödsinn mit den Rechenzentren im All ernst nehmen? Dies ist nur ein weiter Trick von Elon um die Bewertung von SpaceX vor dem Börsengang zu pushen. Alle Berechnungen zeigen klar, wie unwirtschaftlich es wäre Rechenzentren im All zu bauen und betreiben. Aber Elons Fans haben sich von Fakten noch nie aus ihren Träumen reißen lassen.
Naja. Ich bin jetzt evtl. kein Fan aber oft seiner Meinung. Halt eben auch kein Hater.
Aber hier bin ich auch echt skeptisch. Wobei ich nicht tief genug drinstecke obs machbar ist oder nicht.
Nach ihm hier ist es wohl eher nicht machbar. 🤷‍♂️
 
Wieso heizen die sich nicht auf? Ich meine (bin kein Astrophysiker!), dass man zur Wärmeübertragung Materie benötigt, an die man die Wärme abgeben kann. Da es da oben allerdings wenig Teilchen pro cm² hat, gibt es Schwierigkeiten Wärme abzuführen oder liege ich da falsch? Klar, man kann die Wärme auch über Infrarotstrahlung abgeben, aber dafür braucht man auch große Kühlkörper, die, soweit mir bekannt, auch jeder Satellit hat oder?
 
Ich freue mich auf das Video von Thunderf00t dazu.

@Nelen Genau das ist der große Punkt der Kritiker.
 
Gibt es echt Leute die den Blödsinn mit den Rechenzentren im All ernst nehmen? Dies ist nur ein weiter Trick von Elon um die Bewertung von SpaceX vor dem Börsengang zu pushen. Alle Berechnungen zeigen klar, wie unwirtschaftlich es wäre Rechenzentren im All zu bauen und betreiben. Aber Elons Fans haben sich von Fakten noch nie aus ihren Träumen reißen lassen.
ich bin ganz sicher kein fan von ihm und muss auch über diese fantasien immer mehr schmunzeln
aber!!
es gab vor vielen jahren auch leute du meinten ja menschen können fliegen und es wurde ein flugzeug erfunden ;)
oder der computer der mal mehrere stockwerke platz brauchte und heute quasie in jede hosentasche passt

es gibt massig erfindungen die sicher früher unter si-fy liefen aber doch realität geworden sind
lassen wir uns überraschen was davon kommt und was nur einer freuchter traum wird :d
 
Warum werden solche Rechenzentren nicht auf/im Mond gebaut?
Weil es schwieriger/aufwändiger/teurer ist den Mond zu erreichen (vorallem mit Nutzlast), als "nur" den Erdorbit. 385.000km bis zum Mond sind ein "bisschen" mehr als der sonnensynchrone Orbit auf 600-800km.
Ausserdem wäre die Latenz der Netzwerkverbindung vom Mond zur Erde deutlich höher (>1s alleine für die Funkstrecke zwischen Erde und Mond... pro Richtung)...
Und auf dem Mond gibt es kaum Stellen, die 24/7 Sonne auf die PV-Panels kriegen (und selbst an diesen Stellen bräuchte man dann noch eine 360° Panel-Nachführung), die Stromversorgung wäre also aufwändiger. Im Orbit gibts solche Stellen, und da sollen diese Rechenzentren-Satelliten afaik auch hin.
 
Ich wünsche ihm viel Glück, sollten Quantencomputer irgendwann den Durchbruch haben ist der ganze Kram wertlos.
 
Weil es schwieriger/aufwändiger/teurer ist den Mond zu erreichen (vorallem mit Nutzlast),
Da hast Du natürlich recht. Aber wenn einmal die benötigten Teile/Maschienen auf dem Mond sind, sollte man doch die benötigten Materialien auf dem Mond erzeugen/generieren können? Die Technik entwickelt sich ja weiter, wer weiß wie lange noch die Begrenzungen durch die Entfernung noch eine Rolle spielen.

die Stromversorgung wäre also aufwändiger. Im Orbit gibts solche Stellen, und da sollen diese Rechenzentren-Satelliten afaik auch hin.

Atom Meiler (mal einfach ausgedrückt) hin und gut ist es. So etwas wäre eh nötig wenn man den Mond ausbauen will.
 
Da hast Du natürlich recht. Aber wenn einmal die benötigten Teile/Maschienen auf dem Mond sind, sollte man doch die benötigten Materialien auf dem Mond erzeugen/generieren können?
Ähh, welche Teile willst du auf dem Mond erzeugen?
Willst du auf dem Mond erstmal Eisen/Kupfer/Aluminium/.... herstellen/gewinnen/fördern? Falls es das dort überhaupt alles gibt? Und die Maschinen die das verarbeiten können, synthethisieren sich aus Mondstaub von selbst oder wie kommt das alles auf den Mond?
Du vergleichst also, ein "fertiges" Rechenzentrum in Satellitenform in den Orbit zu schießen damit auf dem Mond eine komplette Produktionskette aufzubauen?
Und fragst dann noch, warum man das nicht gleich so macht? Dein Ernst?

Atom Meiler (mal einfach ausgedrückt) hin und gut ist es. So etwas wäre eh nötig wenn man den Mond ausbauen will.
Es hat schon einen Grund, warum man radioaktiven Müll nicht einfach in den Weltraum schießt. Auch wenn man "nur" Brennstäbe für einen Atomreaktor auf den Mond schießen will, ergibt sich das gleiche Problem:
Wenn da beim Start was schief geht und die Rakete explodiert, dann hast du auf der halben Erde Tschernobyl und Fukushima zusammen.

Und es geht hier um den Betrieb von Rechenzentren im All/Erdorbit. Nicht darum das man zum Mond will, geschweige denn dort einen ganze Basis aufbauen will. Das hast nur du mit der Frage aufgebracht, warum man "nicht gleich" was auf dem Mond baut.
So ein Rechenzentrum in der Erdorbit zu schießen ist quasi jetzt schon machbar. Was den Mond betrifft ist man gerade zum zweiten mal wieder überhaupt dabei ein paar wenige Menschen mit einem kleinen Lander dorthin zu bringen. Eine ganze Infrastruktur auf dem Mond aufzubauen ist nochmal eine komplett andere Hausnummer... oder sagen wir besser Planetennummer. :d
 
Ich möchte klugscheißen:

Rückgrat
 
@Zyxx ?
@Liesel Weppen ja alles schon klar. Dann sollen sich einfach alle weniger in die Fresse hauen und die gesparte Kohle in die Raumfahrt stecken. Ich wäre der erste der zum Mars ballern würde (abgesehen davon das ich schon beim Start abnippeln würde;-) ).
 
Gibt es echt Leute die den Blödsinn mit den Rechenzentren im All ernst nehmen? Dies ist nur ein weiter Trick von Elon um die Bewertung von SpaceX vor dem Börsengang zu pushen. Alle Berechnungen zeigen klar, wie unwirtschaftlich es wäre Rechenzentren im All zu bauen und betreiben. Aber Elons Fans haben sich von Fakten noch nie aus ihren Träumen reißen lassen.
Man kann ja von Elon halten was man will (ich bin auch kein Fan), aber hat man nicht auch lange behauptet, dass Elektroautos nicht funktionieren würden....?! ;)
 
Naja. Ich bin jetzt evtl. kein Fan aber oft seiner Meinung. Halt eben auch kein Hater.
Aber hier bin ich auch echt skeptisch. Wobei ich nicht tief genug drinstecke obs machbar ist oder nicht.
Nach ihm hier ist es wohl eher nicht machbar. 🤷‍♂️
Zurzeit wird er damit auch recht haben, aber in Zukunft werden solche Serversysteme im Erdorbit und auf dem Mond Realität werden.
Was fehlt, sind Supraleiter Kabel, die aber in der Entwicklung sehr weit sind.
Die NASA hat die Idee, bei der Kühlung Liquid-Drop-Radiatoren einzusetzen, die ideal im Vakuum sind.
Gegen die Strahlung wird es Diamant Halbleiter, bzw. Gaphene Photonik geben, die kurz vor der Fabrikreife stehen. In Zukunft wird es außerdem Graphen Halbleiter geben.
Gegen die Hitzeabführung gibt es aktive Wärmepumpen usw.

Der Youtuber hat recht, was den aktuellen Stand angeht. Es lohnt sich schlicht kaum oder es ist unwirtschaftlich. Er ist halt ein Skeptiker und betrachtet die Technologie mit den wirtschaftlichen und infrastrukturellen Parametern von heute. Er rechnet vor, dass es Wahnsinn ist, was völlig korrekt ist. Aber in Zukunft wird das nicht mehr so sein. Nahezu jede fundamentale Schlüsseltechnologie unserer modernen Welt wurde von Pionieren initiiert, deren erste Entwürfe extrem unwirtschaftlich, ineffizient oder absurd teuer waren. Wenn SpaceX die ersten AI1-Satelliten im All betreibt, werden Fehler gemacht und Geld verbrannt. Aber sie werden Daten über Hitze, Strahlung und Latenz generieren.


Es hat schon einen Grund, warum man radioaktiven Müll nicht einfach in den Weltraum schießt. Auch wenn man "nur" Brennstäbe für einen Atomreaktor auf den Mond schießen will, ergibt sich das gleiche Problem:
Wenn da beim Start was schief geht und die Rakete explodiert, dann hast du auf der halben Erde Tschernobyl und Fukushima zusammen.
Genau das wird aber in Zukunft der Fall sein mit dem Fission Surface Power Projekt.

Wenn die Rakete startet, ist der Reaktor ausgeschaltet und komplett ungiftig. Es wird Uran-235 verwendet, das frisch hergestellt sehr schwach im Alpha Bereich strahlt. Die Techniker können die Brennstäbe beim Einbau in die Rakete mit bloßen Händen anfassen, ohne dass ihnen etwas passiert. Die Brennstäbe stecken in massiven Zylindern aus Titan, Wolfram oder dicken Kohlenstofffasern. Die Gehäuse sind so konstruiert, dass sie den maximalen Explosionsdruck einer explodierenden Rakete, die extreme Hitze von brennendem Raketentreibstoff und sogar einen ungebremsten Aufprall auf harten Betonboden oder den Ozean völlig unbeschadet überstehen, ohne aufzubrechen. Selbst wenn die Zylinder nicht halten und die Rakete explodiert, liegt das Uran zwar in Trümmern am Startplatz, aber es entsteht kein atomarer Fallout und keine tödliche verstrahlte Wolke, weil das Material noch nicht aktiviert wurde. Es müsste nur mechanisch aufgeräumt werden.

Der Reaktor fliegt absolut subkritisch ins All. Das heißt, alle Kontrollstäbe, die Neutronen absorbieren, sind mechanisch fest verriegelt. Im Reaktor findet keine einzige Kernspaltung statt.

Erst wenn der Satellit seinen Safe Orbit weit über der ISS erreicht hat, fahren die Kontrollstäbe ferngesteuert heraus. Erst ab da wird der Reaktor heiß und fängt an zu strahlen. Ab dieser Höhe kann er selbst bei einem Ausfall nicht mehr auf die Erde stürzen, bevor die Radioaktivität über Jahrhunderte von selbst abgeklungen ist.
Das alles ist übrigens nichts Neues. Die Menschheit hat bisher über 30 Kernreaktoren ins All geschossen. Das Problem ist nur Atommüll der von der Erde in den Weltraum geschossen wird. Deshalb sind Kernreaktoren im Weltall die Zukunft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Alptraum für alle erdgebundene Astrofotografen bei Langzeitbelichtungen ...
Wenn das so weitergeht, dann wird irgendwann der Zeitpunkt kommen, dass Raketen von der Erde nicht starten können, weil die Gefahr der Weltraumschrott-/Satellitenkollision zu hoch ist :poop:
(Quelle: Google Suche)
Astrobild Satellitenverschmutzung.jpg
 
Weil es schwieriger/aufwändiger/teurer ist den Mond zu erreichen (vorallem mit Nutzlast), als "nur" den Erdorbit. 385.000km bis zum Mond sind ein "bisschen" mehr als der sonnensynchrone Orbit auf 600-800km.
Ausserdem wäre die Latenz der Netzwerkverbindung vom Mond zur Erde deutlich höher (>1s alleine für die Funkstrecke zwischen Erde und Mond... pro Richtung)...
Sorry für die blöde Frage, aber ist das mit der Nutzlast nicht egal wenn man einmal aus'm Orbit raus ist? Und bis dahin muss sie ja jeder raufschleppen.
 
Sorry für die blöde Frage, aber ist das mit der Nutzlast nicht egal wenn man einmal aus'm Orbit raus ist? Und bis dahin muss sie ja jeder raufschleppen.
Schwerelosigkeit ist nicht Masselosigkeit. Nur weil im Orbit Schwerelosigkeit herrscht, bedeutet das nicht, dass sich jede Masse kinderleicht bewegen lässt. Das gilt nur für die Gravitation, nicht für die Trägheit.
Gemäß dem Zweiten Newtonschen Axiom (F = ma) braucht man umso mehr Kraft (und damit Treibstoff), je schwerer ein Objekt ist, um es zu beschleunigen.
Stell dir vor, du stehst auf einer perfekt glatten Eisfläche ohne Reibung und vor dir steht ein leerer Einkaufswagen. Den kannst du mit einem kleinen Schubs in Bewegung setzen. Jetzt stell dir vor, auf derselben Eisfläche steht ein vollbeladener 40 Tonnen Lkw. Obwohl das Eis super rutschig ist und der Lkw theoretisch leicht gleiten könnte, wird er sich keinen Millimeter bewegen, wegen der Trägheit der Masse.

Um also vom Erdorbit (ca. 28000 km/h) zum Mond auszubrechen, muss die Rakete auf rund 40000 km/h beschleunigt werden. Wenn du im Orbit zehn Tonnen Nutzlast um weitere 12000 km/h beschleunigen willst, macht das einen gigantischen Unterschied beim benötigten Kraftaufwand. Für den Flug zum Mond brauchst du also deutlich mehr Treibstoff als für eine Erdumlaufbahn von 800 km.


Angenommen, du verwendest eine Falcon 9 mit ihren Merlin Triebwerken, welche eine maximale Nutzlast von bis zu 22800 kg hat. Diese benötigt ca. 500 Tonnen Treibstoff. Wiederverwendbar kann diese Rakete 16000kg im Erdorbit transportieren, damit hat sie einen Preis ca. 1000 Dollar pro kg.

Für den Mond ist diese Rakete aber viel zu schwach. Dafür brauchst du eine Falcon Heavy, die ca. 1300 Tonnen Treibstoff fasst. Für den Start zum Mond mit einer schweren Last von 10 Tonnen werden davon ca. 95 % für den Weg aus der Erdatmosphäre verbraucht. Bei dieser Mission ist die Falcon Heavy jedoch nur teilweise wiederverwendbar.
Die beiden Seitenbooster trennen sich früh ab und haben noch genug Treibstoff übrig, um umzudrehen und sicher auf Cape Canaveral zu landen. Der mittlere Hauptbooster hingegen muss leergebrannt werden, um die schwere Last zu tragen, für seine Landung bleibt kein Treibstoff übrig, weshalb er im Atlantik versenkt wird. Die verbleibenden ca. 5 % Treibstoff befinden sich in der Oberstufe, um die Last im Orbit auf die Endgeschwindigkeit zum Mond zu beschleunigen.

Eine teil wiederverwendbare Falcon Heavy zum Mond kostet dadurch ca. 60 Millionen Dollar, da der mittlere Hauptbooster samt Oberstufe verloren geht. Bei einer maximalen Transportleistung von 10 Tonnen auf diesem Weg kostet 1 kg auf dem Mondweg also ca. 6000 Dollar. (Zum Vergleich Wenn die Falcon Heavy nur im Erdorbit fliegt, könnte auch der mittlere Booster auf einem Drohnenschiff landen, was beim schweren Mondflug physikalisch unmöglich ist)

Langfristig wird für den Mondflug aber das Starship zum Einsatz kommen. Da es sich im Erdorbit durch mehrere Tankflüge wieder komplett vollgetankt hat, fliegt es mit maximaler Energie weiter und landet schließlich als Ganzes direkt auf dem Mond. Weil das komplette System danach wieder zur Erde zurückkehrt und zu 100 % wiederverwendbar ist, wird keine teure Hardware mehr im Ozean zerstört. Wenn man diese Rakete mit 100-150 Tonnen Nutzlast vollpackt, sinken die Transportkosten auf ca. 200 Dollar pro kg für einen Mondflug.
 
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Die Ausbeute an Solarenergie ist im All um ein vielfaches höher, auch heizen sich Panele nicht auf und werden ineffizienter und es gibt keine Schwankungen durch das Wetter, liefern also immer die selbe Leistung.
Nur kosten Space Grade Solarzellen 1500 bis 3000 mal so viel wie die normalen auf der Erde, die im Weltraum nicht lange überleben würden. Dazu komen dann noch die Kosten diese in den Weltraum zu transportieren und die Mechanik diese dann dort zu entfalten, denn man muss sie zusammengefaltet transportieren. Was man dann damit erzeugt, ist der teuerste Strom den man sich vorstellen kann, aber im All hat man halt nicht viele Alternativen.

Solch autarke Rechenzentren im All wären eine feine Sache und spart uns hier unten Atomreaktoren, Gaskraftwerke & Dieselgeneratoren die alles verschmutzen.
Nur ist dies komplett unwirtschaftlich, genau wie die Idee Bergbau auf dem Mond zu betreiben. Aber Elon will seine SpaceX Aktien verkaufen und dazu braucht er Käufer die glauben die extreme Bewertung die er anstrebt, wäre realistisch, weil es ja in Zukunft eine Menge Raketenstart geben wird um diese alles zu realisieren.

Ich meine (bin kein Astrophysiker!), dass man zur Wärmeübertragung Materie benötigt, an die man die Wärme abgeben kann. Da es da oben allerdings wenig Teilchen pro cm² hat, gibt es Schwierigkeiten Wärme abzuführen oder liege ich da falsch?
Eben, deswegen konnte Voyager ja auch die "wall of fire" am Limit des Sonnensystems durchfliegen, wo 30.000 bis 50.000K heißes Plasma ist. Dies müsste alles schmelzen, wenn es genug Materie geben würde um diese extremen Temperatur aus die Raumsonde zu übertragen, aber dem ist eben nicht so, es sind nur ganz wenig Teilchen, die dafür aber extrem heiß sind, sich also extrem schnell bewegen. Temperatur ist eben nur, wie schnell sich Teilchen bewegen, die Übertragung von Wärmeenergie hängt aber eben davon ab wie viele Teilchen sich treffen um diese Bewegungsenergie übertragen können.

Klar, man kann die Wärme auch über Infrarotstrahlung abgeben, aber dafür braucht man auch große Kühlkörper, die, soweit mir bekannt, auch jeder Satellit hat oder?
So ist es, die Kühlung kann im Weltall nur durch Wärmeabstrahlung erfolgen.

Ich freue mich auf das Video von Thunderf00t dazu.
Darauf warte ich auch.

es gibt massig erfindungen die sicher früher unter si-fy liefen aber doch realität geworden sind
Diese Erfindungen haben aber auch wirtschaftlich Sinn gemacht und nicht versucht die Gesetze der Physik zu verletzen.

Was fehlt, sind Supraleiter Kabel, die aber in der Entwicklung sehr weit sind.
Die NASA hat die Idee, bei der Kühlung Liquid-Drop-Radiatoren einzusetzen, die ideal im Vakuum sind.
Gegen die Strahlung wird es Diamant Halbleiter, bzw. Gaphene Photonik geben, die kurz vor der Fabrikreife stehen. In Zukunft wird es außerdem Graphen Halbleiter geben.
Da ist sehr, sehr viel Zukunftsmusik drin, Dinge die kommen könnten, aber keiner kann garantieren, dass dies passieren wird und wenn diese Dinge kommen, ist immer noch die Frage, ob dies die Wirtschaftlichkeit dann ändert. Es sagt ja niemand, dass man keine Rechenzentren im All betreiben könne, sondern nur, dass dies wirtschaftlich totaler Blödsinn wären.

Gegen die Hitzeabführung gibt es aktive Wärmepumpen usw.
Eine Wärmepumpe transport nur die Wärme, erzeugt also auf der einen Seite Kälte, aber auf der anderen denn zusätzliche Wärme, die immer noch abgeführt werden muss. Genau wie jeder Kühlschrank, innen ist er kühl, aber hinten ist so ein schwarzes Blech das richtig warm wird, weil dort die Wärmeenergie landet, die dem Innenraum entzogen wird und dieser Kühler hinten muss sie dann in die Umgebung abführen. Manch Kühlschränken haben diese Wärmeabfuhr auf an den Seiten.

Der Youtuber hat recht, was den aktuellen Stand angeht. Es lohnt sich schlicht kaum oder es ist unwirtschaftlich. Er ist halt ein Skeptiker und betrachtet die Technologie mit den wirtschaftlichen und infrastrukturellen Parametern von heute. Er rechnet vor, dass es Wahnsinn ist, was völlig korrekt ist.
Eben, es ist wirtschaftlich totaler Blödsinn Rechenzentren im All zu bauen, auch wenn Argumente wie die 24/7 Verfügbarkeit von Solarenergie und die Kälte im Weltraum auf den ersten Blick verlockend klingen. Man muss aber eben immer alle Details betrachten und nicht nur blind die Argumente der Leute glauben, die einem das Schlangenöl verkaufen wollen.

Aber in Zukunft wird das nicht mehr so sein.
Das kann heute niemand mit Sicherheit sagen, von daher wäre es besser zu schreiben: Es könnte in Zukunft anders sein. Aber da habe ich Zweifel, denn es bleiben die gewaltigen Kosten das Zeug ins All zu bringen, dafür braucht man eine Menge Treibstoff, der ist teuer und aufwendige Raketen, die auch nicht umsonst sind und selbst wenn sie wiederverwendbar sind, zumindest vor jedem neuen Start geprüft und betankt werden müssen.

Wenn das so weitergeht, dann wird irgendwann der Zeitpunkt kommen, dass Raketen von der Erde nicht starten können, weil die Gefahr der Weltraumschrott-/Satellitenkollision zu hoch ist :poop:
Das Risiko besteht und wird nicht kleiner, sondern größer je mehr Satelliten im All sind.

aber ist das mit der Nutzlast nicht egal wenn man einmal aus'm Orbit raus ist? Und bis dahin muss sie ja jeder raufschleppen.
Nein, wie schon erklärt wurde, braucht man sehr viel mehr Energie, also Treibstoff bzw. kann eben bei gleichem Treibstoff viel weniger Nutzlast mitnehmen, um zum Mond zu kommen als nur in einen Low Earth Orbit (LEO).
damit hat sie einen Preis ca. 1000 Dollar pro kg.
Also der NASA berechnet SpaceX zwischen 2700 und 4000USD pro kg für Transporte in einen Low Earth Orbit und 23000USD pro kg mit der Dragon Kapsel zur ISS. Starchip konnte bisher nur eine Banane transportieren und ist noch nicht einmal erfolgreich in einen Low Earth Orbit gekommen, wann dies gelingt und wie dann die Nutzlast sein wird, bleibt also abzuwarten. Nur weil Elon irgendwelche Zahlen raushaut, müssen diese nicht stimmen und haben in der Vergangenheit in aller Regel eben nicht gestimmt.
 
Eine Wärmepumpe transport nur die Wärme, erzeugt also auf der einen Seite Kälte, aber auf der anderen denn zusätzliche Wärme, die immer noch abgeführt werden muss. Genau wie jeder Kühlschrank, innen ist er kühl, aber hinten ist so ein schwarzes Blech das richtig warm wird, weil dort die Wärmeenergie landet, die dem Innenraum entzogen wird und dieser Kühler hinten muss sie dann in die Umgebung abführen. Manch Kühlschränken haben diese Wärmeabfuhr auf an den Seiten.
Hast du recht, ich habe die auch nur erwähnt zum Wärmetransport.

Da ist sehr, sehr viel Zukunftsmusik drin, Dinge die kommen könnten, aber keiner kann garantieren, dass dies passieren wird und wenn diese Dinge kommen, ist immer noch die Frage, ob dies die Wirtschaftlichkeit dann ändert. Es sagt ja niemand, dass man keine Rechenzentren im All betreiben könne, sondern nur, dass dies wirtschaftlich totaler Blödsinn wären.
Da hast du recht, aber es ist keine Science-Fiction. Vieles davon ist extrem weit entwickelt und wird auf der Erde schon genutzt, zum Beispiel Supraleiter-Kabel. Andere Technologien, wie Diamant Halbleiter und Graphen Photonik, stehen kurz vor der industriellen Fertigung bzw. Pilotserien. Für eine Kühlung im Vakuum wird der Liquid-Drop-Radiator entscheidend werden, aber der ist halt noch lange nicht soweit und befindet sich eher im Forschungsbereich. Derzeit ist jedoch nichts davon auf der AI1-Mission einsetzbar, das stimmt.

Also der NASA berechnet SpaceX zwischen 2700 und 4000USD pro kg für Transporte in einen Low Earth Orbit und 23000USD pro kg mit der Dragon Kapsel zur ISS. Starchip konnte bisher nur eine Banane transportieren und ist noch nicht einmal erfolgreich in einen Low Earth Orbit gekommen, wann dies gelingt und wie dann die Nutzlast sein wird, bleibt also abzuwarten. Nur weil Elon irgendwelche Zahlen raushaut, müssen diese nicht stimmen und haben in der Vergangenheit in aller Regel eben nicht gestimmt.
Du verwechselst den kommerziellen Listenpreis den die Nasa zahlen muss mit den internen Grenzkosten. Elon Musk hat selbst im Interview gesagt, dass ein Reused Start intern nur 15 Mio. Dollar kostet (10 Mio. für die Einweg-Oberstufe + 5 Mio. für Treibstoff und Bergung.


Diese Erfindungen haben aber auch wirtschaftlich Sinn gemacht und nicht versucht die Gesetze der Physik zu verletzen.
Nichts daran verletzt die Gesetze der Physik. Im Gegenteil, all diese Konzepte basieren auf fundamentaler Physik. Der Youtuber hat zwar recht damit, dass im Vakuum des Weltalls Kühlung ausschließlich über Infrarotstrahlung erfolgen kann, weil es dort keine Luft für Konvektion oder Wärmeleitung gibt. Aber genau das tut der Liquid-Drop-Radiator ja!
Ein LDR nutzt zu 100 % reine Wärmestrahlung nach dem physikalischen Stefan-Boltzmann-Gesetz. Wenn die heißen Flüssigkeitströpfchen ins Vakuum geschossen werden, berühren sie nichts. Sie kühlen ab, indem sie massenhaft Infrarot Photonen direkt in das eiskalte Universum emittieren. Das Universum hat eine Hintergrundtemperatur von ca. -270 °C und wirkt physikalisch wie ein unendlich großer, perfekter Absorber für diese Strahlung. Das System nutzt also exakt den einzigen Weg, den die Physik im All erlaubt.

Das ist auch nicht das einzige System zur Wärmeableitung.

Die Nasa nutzt für die Fission Surface Power Mission schon einsatzfähige Titan-Wasser-Wärmerohre. Aktuelle Prototypen nutzen hier feste Radiatorpaneele, in die hocheffiziente, ultraleichte Wärmerohre eingegossen sind. Diese nutzen Wasser unter Druck oder flüssiges Kalium, um die Hitze des Reaktors blitzschnell auf die Paneele zu verteilen.

Auch diese sind imo mit Modifikationen in Verbindung mit Wärmepumpen für die AI1 Mission nutzbar. Die hochtemperaturbeständigen Titan-Wasser-Wärmerohre transportieren dann die von der Wärmepumpe künstlich erhitzte Energie (für bessere Effizienz nach Boltzmann Gesetz) zu kompakteren Radiatoren. Ob Musk sich diese Kühlmethode näher anschaut, keine Ahnung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hast du recht, ich habe die auch nur erwähnt zum Wärmetransport.
Die Wärme muss ja sowieso von dem Ort wo sie entsteht zu den Panels transport werden, wo sie dann durch Strahlung abgeführt wird. Wärmepumpen sind da sicher ein guter Weg um dies zu bewältigen und zugleich die Kühlung zu verbessern.

Vieles davon ist extrem weit entwickelt. Derzeit ist jedoch nichts davon einsetzbar, das stimmt.
Wenn ich nur daran denke was schon alle bzgl. Speichermedien angeblich kurz vor der Einführung stand, von Tesafilm über Kristalle auf denen man Terabyte an Daten auf kleinstem Raum schreiben können sollte, die aber alle nie wirkliche Produkte wurden, dann ist genau dieser letzte Schritt eben der schwerste an dem nicht wenige Entwicklungen scheitern. Andere Entwicklungen haben dann zwar funktioniert, sind aber kommerziell gescheitert, wie das 3D XPoint von Micron und Intel.

Daher geben ich wenig aus diese ganzen Meldungen von ach so tollen, bahnbrechenden Entwicklungen die alle kurz vor der Serienreife stehen sollen, sondern berücksichtige nur, was es tatsächlich gibt. Davon weiß man dann auch wirklich was es kann und was es kostet. Ich bin das eben altmodisch und für mich gilt: Nicht das Erzählte reicht, sondern nur das Erreichte zählt!
Elon Musk hat selbst im Interview gesagt, dass ein Reused Start intern nur 15 Mio. Dollar kostet (10 Mio. für die Einweg-Oberstufe + 5 Mio. für Treibstoff und Bergung.
Elon ist jemand der Dir an Bein pinkelt und erzählt, es würde regnen. Dem glaube ich kein Wort, denn er lügt wenn er den Mund aufmacht. Nichts von dem was er versprochen hat, ist je wahr geworden, gar nichts. Bestenfalls realisiert er 1% von dem was er versprochen hat.
 
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