Digitale Souveränität: Bundesdigitalminister will weg von Microsoft

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Bundesdigitalminister Karsten Wildberger plant eine grundlegende Neuausrichtung der IT-Infrastruktur des Bundes. Im Mittelpunkt steht dabei eine stärkere Abkehr von proprietären Lösungen hin zu quelloffener Software. Neben möglichen Einsparungen bei Lizenzkosten geht es vor allem um eine langfristige Verringerung der Abhängigkeit von internationalen Technologiekonzernen wie Microsoft.
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#sonderwegBayernveto

wir haben doch erst München wieder auf Microsoft erfolgreich umgestellt und Berater Honorare verdient, wie soll sich ein Beamter/Politiker den sonst bei dem mickrigem Sold die Taschen voll machen.



....Ironie Ende - was ich damit sagen wollte die Politik hätte es schon längst gekonnt, hat sich aber natürlich schmieren
lassen.
Jetzt ist der Druck so hoch, bedingt durch die neue Situation das man jetzt handeln muss. Aber das war zu erwarten, dass es irgendwann kommt.

Oder weiß jemand wie und wann er auf seine Daten kommt, wenn Microsoft seinen Account sperrt? Spätestens bei der Frage muss jedem klar sein, dass selbst ohne CloudAct und US-Administration der Konzern so viel Macht hat, das bis man sich über den Rechtsweg zugriff auf seine Daten frei klagt die Firma/Behörde komplett torpediert ist.
 
Sich über sowas den Kopf zu zerbrechen macht ohnehin null Sinn. Die machen eh was sie wollen und Vernunft ist ein Fremdwort für die da oben.

Ich vermute mal, die Alternative zu Microsoft müsste nur noch mehr Geld kosten, dann geht der Wechsel ganz schnell...
 
Sich über sowas den Kopf zu zerbrechen macht ohnehin null Sinn. Die machen eh was sie wollen und Vernunft ist ein Fremdwort für die da oben.

Ich vermute mal, die Alternative zu Microsoft müsste nur noch mehr Geld kosten, dann geht der Wechsel ganz schnell...
Naja es macht vieles so einfacher:

Microsoft hat Geld verdient, die Politiker haben Geld verdient: Am ende hat jeder bekommen was er wollte....
ist doch toll jetzt wieder wechseln kostet wieder Geld und in 5 Jahren, wenn vielleicht Trump weg ist wechseln wir wieder zurück als Deal für was anderes mit der US Administration.

... geht doch eh alles auf Papas Nacken, also deinen, meinen etc.. kostet ja Kein privates Vermögen (Kapitalismus ist auch gerettet!).
 
Ich muss ehrlich zugeben, dass mich der Bundesdigitalminister mit seinen Ideen und Plänen tatsächlich positiv überrascht. Von Konservativen erwarte ich eigentlich nicht mehr, als das sie auf der Stelle stehen bleiben und zuschauen, wie die Welt an ihnen vorbeizieht. Aber seine Vorhaben sind wirklich mal progressiv. Wenn sich also sonst nix getan hat nach der Ära Merz, so immerhin im digitalen ein paar Schritte nach Vorne.
 
Ganz ehrlich? Die sollen mal lieber ihre "Abhängigkeiten" beibehalten, sonst haben wir in absehbarer Zukunft noch nicht einmal mehr die noch zu 5% funktionierenden Staatsapparat.
"Digitale Souveränität" und DE/EU, dass beißt sich wo grundsätzlich. Milliarden-Verbrennmaschine ohne Ergebnis, DASS wird das Ergebnis sein. (y)
 
Die sollen mal lieber ihre "Abhängigkeiten" beibehalten, sonst haben wir in absehbarer Zukunft noch nicht einmal mehr die noch zu 5% funktionierenden Staatsapparat.

Ich messe der Modernisierung mit einheitlichen Open-Surce-Werkzeugen schon einiges an Potential zu. Vor allem, dass der KI-Zugriff standardisiert wird, dürfte ein Game-Changer sein. Ich meine, wie soll denn die Zukunft sonst aussehen? Die nutzen weiter Windows ohne Copilot, was in Zukunft wie OpenClaw agieren soll, eben wie eine digitale Schreibmaschine. Das kanns echt nicht sein.
 
Vor allem, dass der KI-Zugriff standardisiert wird, dürfte ein Game-Changer sein.
..das möchtest du lieber in der deutschen Bürokratie nicht life_in_action erleben. Ganz davon ab, dass es dort grundsätzlich anderer Algorithmen bedürfte um einer KI dies anzulernen.
Include Ermessens- und Individualentscheidungen. Die Prompts dafür möchte ich sehen (auch KI hat irgendwo ihre Grenzen, die werden hier dann wohl schnell gesetzt). Viel Spaß dabei. (y)

ps: Zudem ist KI, je nachdem welche Engine man wie einsetzt, noch recht "dämlich". Ich erlebe das tgl. beim prompten von schon simpelsten Aufgaben die jeder 4jährige besser erfüllen könnte. Gerade geometrisch ist da schnell das Worstcase erreicht. Kleines und ganz simples Beispiel: Lass einen 4jährigen einen 6-farbigen Würfel 90° nach links drehen und frag ihn welche Farbe er dann auf der vorderen Seite sieht. Das ganze dann, zurück in die Ausgangsposition 10x hintereinander. Du bekommst 10x die gleiche Farbe genannt, korrekt! Mach das gleiche mal über eine AI mit einen Prompt der locker 1500 Zeichen bedarf. Du bekommst minimum 5x ein komplett anderes Ergebnis. Und das ist eine sehr simple Aufgabenstellung, zumindest für ein menschliches Hirn.

pps: Zudem ist es ja mittlerweile ein Volkssport in gewissen Ländern (NK, RU usw.) geworden KI kompromittierende KI-Bot Engines zu entwickeln, wovon einige sogar schon recht gut sein sollen, um diese recht gekonnt auszutricksen. Jetzt stelle man sich mal vor, so etwas wird dann in autonom werkelnden Engines auf staatlich behördlicher Ebene, auf welchen Wegen auch immer, eingeschleust. Da ist GameOver vorprogrammiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
..das möchtest du lieber in der deutschen Bürokratie nicht life_in_action erleben. Ganz davon ab, dass es dort grundsätzlich anderer Algorithmen bedürfte um einer KI dies anzulernen.
Include Ermessens- und Individualentscheidungen. Die Prompts dafür möchte ich sehen (auch KI hat irgendwo ihre Grenzen, die werden hier dann wohl schnell gesetzt). Viel Spaß dabei. (y)

ps: Zudem ist KI, je nachdem welche Engine man wie einsetzt, noch recht "dämlich". Ich erlebe das tgl. beim prompten von schon simpelsten Aufgaben die jeder 4jährige besser erfüllen könnte. Gerade geometrisch ist da schnell das Worstcase erreicht. Kleines und ganz simples Beispiel: Lass einen 4jährigen einen 6-farbigen Würfel 90° nach links drehen und frag ihn welche Farbe er dann auf der vorderen Seite sieht. Das ganze dann, zurück in die Ausgangsposition 10x hintereinander. Du bekommst 10x die gleiche Farbe genannt, korrekt! Mach das gleiche mal über eine AI mit einen Prompt der locker 1500 Zeichen bedarf. Du bekommst minimum 5x ein komplett anderes Ergebnis. Und das ist eine sehr simple Aufgabenstellung, zumindest für ein menschliches Hirn.

pps: Zudem ist es ja mittlerweile ein Volkssport in gewissen Ländern (NK, RU usw.) geworden KI kompromittierende KI-Bot Engines zu entwickeln, wovon einige sogar schon recht gut sein sollen, um diese recht gekonnt auszutricksen. Jetzt stelle man sich mal vor, so etwas wird dann in autonom werkelnden Engines auf staatlich behördlicher Ebene, auf welchen Wegen auch immer, eingeschleust. Da ist GameOver vorprogrammiert.
Ich mal mir nicht so ein schwarzes Bild, bei einer Steuererklärung kann die KI schon gut unterstützen, genauso den Beamten.

Es geht in erster Linie nicht um vollständige Autonomisierung/Automatisierung. Genauso Übersetzungen, es scheitert häufig auch am Missverständnis.

Wenn du einen Bürger hast der die Amtssprache nicht sauber kann. Es gibt den Grundsatz Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.
Aber du kannst auf der anderen Seite niemandem unterstützung verweigern weil dieser "dumm" wäre.

Oder ein Chatbot der dir sagt an welche Behörde du dich für welchen Anlasse wenden sollst (Zuständigkeiten).
 
Ich muss ehrlich zugeben, dass mich der Bundesdigitalminister mit seinen Ideen und Plänen tatsächlich positiv überrascht. Von Konservativen erwarte ich eigentlich nicht mehr, als das sie auf der Stelle stehen bleiben und zuschauen, wie die Welt an ihnen vorbeizieht. Aber seine Vorhaben sind wirklich mal progressiv. Wenn sich also sonst nix getan hat nach der Ära Merz, so immerhin im digitalen ein paar Schritte nach Vorne.
Da ist aber jemand sehr optimistisch. 😅
Sorry. Aber alles was IT angeht und vom Staat oder dem EU-Apparat angeleiert wird, verschlingt in sicherlich 95% der Fälle einfach nur Massen an Steuergeld. Nur um dann am Ende....genau...nichts zu haben und wenn doch dann funktioniert es nicht richtig.
Nicht falsch verstehen, OpenSource wäre generell eine ziemlich gute Wahl für einen Staat. Aber dafür brauchste auch das fähige Personal, die da was maßgeschneidertes draus basteln können. Und auch wenn der Staat nur so um sich schmeißt mit der Kohle, wird dafür dann doch eher wenig Geld ausgegeben. Und damit bleiben die "fähigen Leute" dann doch in erster Linie in der freien Wirtschaft oder verlassen gleich das Land.
Also das ist so das was ich bisher mitbekommen habe.
Anders lässt sich dieses "hinterherhinken" ja wohl auch nicht erklären.
Und was KI angeht, dürfte der Zug eh für uns schon längst abgefahren sein. Am Ende müssten wir hier ja selber irgendein Modell entwickeln und dann betreiben. Und dann brauchste immer noch die Hardware von Nvidia. Vom Strom will ich jetzt erst gar nicht anfangen. Die Rechnung will ich mit deutschen Strompreisen erst gar nicht sehen. Auch wenn die dann vermutlich billigeren Strom bekommen als wir.

Nee. Klingt wie immer "alles ganz toll". Bis dann in 2-3 Jahren wieder die harte Realität zuschlägt und man das Thema dann lieber nicht "erwähnt".
 
Ich mal mir nicht so ein schwarzes Bild, bei einer Steuererklärung kann die KI schon gut unterstützen, genauso den Beamten.

Es geht in erster Linie nicht um vollständige Autonomisierung/Automatisierung. Genauso Übersetzungen, es scheitert häufig auch am Missverständnis.

Wenn du einen Bürger hast der die Amtssprache nicht sauber kann. Es gibt den Grundsatz Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.
Aber du kannst auf der anderen Seite niemandem unterstützung verweigern weil dieser "dumm" wäre.

Oder ein Chatbot der dir sagt an welche Behörde du dich für welchen Anlasse wenden sollst (Zuständigkeiten).
..das ist aber keine KI im eigentlichen Sinne einer KI und war schon vor Jahren möglich. Wird in DE auch, meiner Meinung nach, sehr erfolgreich umgesetzt.
Auch wenn da wieder der, gerade in EU, sehr hoch gehaltene Datenschutz (auch so ein Thema bezgl. "quelloffen") nicht selten als Innovationsbremse dagegen agiert - aber das ist wieder ein Thema für sich und da kann ich als vor der IHK-NRW geprüfter Datenschutzbeauftragter so manch lustig Liedchen drüber trillern. Aber sei es drum.

Aber dafür brauchste auch das fähige Personal, die da was maßgeschneidertes draus basteln können.
Da kann ich dir aus eigener Erfahrung und enger Zusammenarbeit mit einigen Finanzbehörden in NRW berichten, dass ich da nicht selten den Eindruck gewonnen habe, dass nicht wenige dieser "IT"-Spezialisten wohl als Einstellungsvoraussetzung nur einen abgelaufenen deutschen Pass und ein (in Ungarn) gefälschstes "ich_habe_mal_in_IT_gemacht"-Zertifikat vorlegen mussten. War schon sehr lustig aber ich bin auch froh, dass ich aus der Nummer heraus bin. Denen möchte ich nicht die "Wartung" einer KI anvertrauen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wildberger verweist darauf, dass Europa bislang zu selten eigene Alternativen entwickelt habe und deshalb in vielen Bereichen auf Anbieter aus den USA angewiesen sei.
Tja, die USA waren mal ein Freund des Westens und Europa. Wie schnell kann man das kündigen ... dazu noch sehr dumm, dass viele bekannte CEOs, deren Dienste wir nutzen, sich schön mit den Orangen haben ablichten lassen.
Wer hätte das gedacht, dass sich ein großer Teil in der USA in eine christliche Sekte, gepaart mit scientoligischem Gedankengut, abdriftet und der Orange als Messias dargestellt wird (siehe sein Bild-Post in True sozial zum Thema Papst, Meloni und Kritik). Ich bin auf die Midterms gespannt und was danach passiert. Je schneller die europäische digitale Unabhängigkeit kommt, desto besser. Lange hat man geschlafen, oder war es lange ein nicht wahrhaben wollen, dass sowas passieren kann. Vielleicht ist es auch gut, dass es passiert ist.
 
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