Teurer und langsamer als PCIe-Modelle: Samsung SSD 870 Evo mit 8 TB ist nun verfügbar

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SSDs mit einer Speicherkapazität von 8 TB sind mittlerweile keine grundlegende Neuerung mehr, greifen jedoch sehr tief in die Geldbörse, insbesondere in Zeiten der Speicherkrise. Samsungs 870 Evo mit 8 TB ist als Nachzügler zu gelten und ist erst seit dem 20. März bei Geizhals zu einem sehr hohen Preis gelistet. Wenn man nun rein im SATA-Bereich bleibt, gibt es abgesehen von Enterprise-Modellen keine Alternative. Die Samsung SSD 870 QVO mit 8 TB gibt es nicht mehr.
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Meine 8TB 870 QVO hat mich 2023 noch 300€ gekostet.
Auch mit gestiegenen Kosten wäre alles über 600€ nicht gerechtfertigt.
 
Für ab 1400€. Wenn das kein Schnapper ist...
 
Eine 8TB WD SN850P PCIe 4.0 M.2 SSD mit deutlich höherer Geschwindigkeit gibt derzeit ab ca. 850€. Gewiss auch kein Schnäppchen, aber doch sehr viel günstiger und eben besser als dieses Samsung Produkt hier.

Ich sehe keinen wirklichen Einsatzzweck für das Teil. Jeder halbwegs moderne Rechner unterstützt PCIe NVMe SSDs und somit ist kaum noch jemand auf solch ein SATA Modell angewiesen.
 
..für alles gibt es einen Markt. Wenn nicht für uns, dann für andere. Die werden sicher ihre Abnehmer finden.

Meine 8TB 870 QVO hat mich 2023 noch 300€ gekostet.
Auch mit gestiegenen Kosten wäre alles über 600€ nicht gerechtfertigt.
Was meine 4TB Storages kosten schaue ich schon gar nicht mehr nach. Gerade die Fernost Dinger sind ja mal richtig in die Höhe geschossen.
..aber wie üblich, da ist noch Luft nach oben. (y)
 
Alle die ständig den Vergleich mit M.2 ziehen: es gibt nunmal Konfigurationen wo zig SATA Ports verfügbar sind aber keine bzw. wenig M.2 Slots!

Ja, der Preis der Samsung ist lächerlich hoch ABER wenn deine Backplane oder MB nunmal nur mehr SATA Ports frei hat?!?

Wobei diese Preise sicherlich kein Privatuser zahlen wird - aber 'unsere KI-Bros' werden das schon zahlen ohne mit der Wimper zu zucken
 
Die Samsung SSD 870 Evo ist daher also allenfalls für spezielle Anwendungsfälle und Setups interessant.
Eigentlich ist sie nur für spezielle Anwendungsfälle und Setups NICHT geeignet.
Die fantastischen Übertragungsraten von NVMe-SSDs werden nur bei sequentiellen Zugriffen erreicht und die sind in der Praxis eher selten und/oder können wegen anderen Faktoren praktisch nicht erreicht werden.

Im Endeffek bringen diese Geschwindigkeiten nur was, wenn man regelmäßig Datenmengen im mittleren bis hohen Gigabyte-Bereich
1. von einer NVMe-SSD auf eine andere NVMe-SSD, welche beide im selben Rechner stecken, bewegen muss
2. wenn von der NVMe-SSD in den RAM geladen wird

In allen anderen Fällen ist eine SATA-SSD (zumindest heute noch) nicht sooooo viel langsamer.
 
Das sehe ich auch so. Diese NVMe-SSDs sind vorzugsweise für Benches imposant, doch im alltäglichen Einsatzzweck offerieren sie ihre Mehrleistung ausschließlich bei so Sachen wie das Kopieren von großen Dateien, also Videos usw.. Windows ist es gleichgültig, ob eine solche SDD per M.2, M.3, U.2, U.3 angebunden ist oder per SATA-3. Windows lässt auch nicht davon erkennen, ob eine solche SSD mit dem AHCI-Protokoll angebunden ist oder mit dem NVMe-Protokoll. Auf der Windows-Ebene hat der Benutzer es mit vielen, kleinen ateien zu tun, woran die SDDs sich abrackern und kaum flotter agieren können als es eine jungfräuliche HDD tue. Man sollte sien hart erarbeitetes Geld nicht zum Fenster hinauswerfen.
 
1. Es gibt nicht nur Windows
2. Mit entsprechendem Usecase ist eine schnelle PCIe SSD diesem SATA Gerümpel meilenweit voraus.

Ja, für den 0815 Nutzer, der den lieben langen Tag nichts weiter tut als im Netz zu surfen, YT zu gucken und paar E-Mails zu schreiben, mag das keinen Unterschied machen. Aber in einem System, welches auch produktiv genutzt wird und auf dem sich daher größere Datenmengen hin und her bewegen, bemerkt man den Unterschied schon sehr schnell und deutlich.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Man sollte sien hart erarbeitetes Geld nicht zum Fenster hinauswerfen.
Also definitiv nicht diese SATA SSD von Samsung kaufen, sondern lieber eine um mehrere hundert Euro günstigere und deutlich schnellere NVMe SSD :LOL:
Selbst wenn man bei kleineren Größen schaut, sind die 2,5" SATA Modelle nicht günstiger als manche M.2 NVMe SSD. Der Preis ist also absolut kein pro Argument für die SATA Dinger.
 
Aber in einem System, welches auch produktiv genutzt wird und auf dem sich daher größere Datenmengen hin und her bewegen, bemerkt man den Unterschied schon sehr schnell und deutlich.

D'sccord. 👍
Denn dies entspricht meiinen Einsatzweck. Ich downloade täglich Gigabytes an Anime und bearbeite sie per MKVToolNix sowie Handbrake. Dementsprechend wandern diese Dateien auch zwischen den SSDs umher. Hinzukommend die Konsolidierung der SSDs. Der Leistungsunterschied ist enorm. Aber... genau so etwas machen sehr wenige Anwender. Auchd er sogenannte Leistungszuwachs für Gamer, der kürzere Ladezeiten und so weiter versprochen hat, ist doch letztendlh nur eine Luftnummer. Gamer sollten sich besser so viel Speichermenge fürs Geld anschaffen wie nur möglich anstatt so viel Leistungsfähigkeit fürs Geld wie nur möglich. Das ist pragmatischer gedacht.
 
Auch mit gestiegenen Kosten wäre alles über 600€ nicht gerechtfertigt.
Es geht doch bei den Preisen nicht um die Kosten, ginge es darum, hättest Du die 8TB QVO nicht für 300€ kaufen können, dann damals haben die Preise die Kosten der NAND Hersteller nicht gedeckt und die haben alle Milliardenverluste eingefahren. Die Preise werden von Angebot und Nachfrage bestimmt und derzeit ist die Nachfrage wegen KI extrem hoch und entsprechend sind auch die Preise extrem hoch und die NAND Hersteller fahren fette Gewinne ein.

NAND wird wie DRAM oder auch Erdöl an Börsen gehandelt und die Ölpreise sind ja derzeit auch nicht so hoch, weil die Förderkosten gestiegen wären.

Eine 8TB WD SN850P PCIe 4.0 M.2 SSD mit deutlich höherer Geschwindigkeit gibt derzeit ab ca. 850€. Gewiss auch kein Schnäppchen, aber doch sehr viel günstiger und eben besser als dieses Samsung Produkt hier.
Sicher, aber dies ist egal, denn wenn wie LuxSkywalker schreibt:

Alle die ständig den Vergleich mit M.2 ziehen: es gibt nunmal Konfigurationen wo zig SATA Ports verfügbar sind aber keine bzw. wenig M.2 Slots!
Eben, man kann keine NVMe SSD an einem SATA Port betreiben, dies geht einfach nicht, da gibt es auch keinen Adapter der dies ermöglicht! Schon weil NVMe SSDs immer eine PCIe Anbindung haben müssen und PCIe ist universell und obendrein vollduplex, während SATA sehr speziell und auch nur halbduplex ist und damit ist es fast unmöglich von SATA auf PCIe zu konvertieren.

Diese SATA SSDs sind für alle Anwendungen wo man mehr SSD Kapazität braucht, aber nur SATA zur Anbindung zur Verfügung steht und eben keine NVMe SSDs angeschlossen werden kann. Daher interessiert dann der Vergleich von Preis und Performance zwischen der SATA und einer NVMe SSD auch nicht. Wer die Wahl hat ob er sich eine NVMe SSD kauft und damit den freien M.2 Slot im Board belegt oder eine SATA und damit einen freien SATA Ports verwendet, der wird bei den Preisen sicher nicht zur SATA SSD greifen.
Wobei diese Preise sicherlich kein Privatuser zahlen wird - aber 'unsere KI-Bros' werden das schon zahlen ohne mit der Wimper zu zucken
Keine würde ich nicht sagen und die KI Bros werden sicher auf Enterprise SSDs verwenden und dürften so neue Server haben, dass sie da auch geung NVMe SSDs unterbringen können, denn die brauchen ja den hohen Durchsatz.

Der Preis ist also absolut kein pro Argument für die SATA Dinger.
Die NANDs machen ja auch den Löwenanteil der Kosten aus, der Controller ist dagegen eher irrelevant, zumal bei so hohen Kapazitäten. Wobei die Frage ist, ob es noch der gleiche Controller ist oder Samsung einen neuen Controller entwickelt hat, in dem Fall wären die Kosten für den SATA Controller sicher höher als für einen NVMe Controller. Zumindest pro verkaufter SSDs, dann die Stückzahlen so eine 8TB SATA Consumer SSDs dürften nicht besonders hoch ausfallen und dies ist auch ein wichtiger Faktor für den Preis, da der Aufpreis bei exotischer Hardware meist deutlich höher als bei den Schnelldrehern ist, von denen hohe Stückzahlen verkauft werden.
 
1. Es gibt nicht nur Windows
2. Mit entsprechendem Usecase ist eine schnelle PCIe SSD diesem SATA Gerümpel meilenweit voraus.
Jajn, also mit DRAM-Cache geht ne SATA-SSD noch ganz gut. Die wenigsten Anwendungen können tatsächlich was mit PCIE/Express in der Realität was anfangen.
Langsam fangen diese auch die Vorteile zu nutzen außerhalb von Benchmarks. Es hängt viel vom Use-Case ab, der größte Faktor im privaten Umfeld ist Gaming und dort fängt man auch erst langsam an Express auszureizen und das auch nur seit dem das Konsolen angestoßen hatten (Playstation mit Kompression für Direkte Übertragung in den GPU-RAM)
Am PC heißt es glaub ich Direct Storage.
 
Ja, es ist "DirectStorage". AMD nennt es "Smart Access Memory" und NVIDIA nennt es "Resizable BAR".
 
PM893 SATA 8gb gabs das ganze Jahr 2023 um stabile 650€.
DC600M SATA 8gb gabs das ganze Jahr 2023 um unter 630€, teilweise um 550€.
Tja, hätte man das gewusst, hätte man einfach ein NAS mit 8 DC600M vollgeballert.
Die genannten Modelle sind btw. Datacenterware mit PLP, TLC usw., also absolute SATA-Topmodelle, kein Billokram.

Jeder Euro den man jetzt mehr Zahlt ist Beschiss.
Egal wie viel Copium man sich reinzieht.
 
Tja, hätte man das gewusst
Wer sich damals die Geschäftszahlen der NAND Hersteller angesehen hat, wusste das der Schweinezyklus in der Phase der Schweinezyklus damals war. Wenn man aber die Geschäftszahlen als manipulierte Buchhaltertricks abtut und die Existenz des Schweinezyklus in der Halbleiterbrachen verneint, dann kann man so etwas natürlich nicht wissen und wird jedes mal aufs neue den Zeitpunkt verpassen, wann man auf Vorrat kaufen sollte.
Jeder Euro den man jetzt mehr Zahlt ist Beschiss.
Egal wie viel Copium man sich reinzieht.
Nein, Copium ziehst hier nur du dir rein, denn damals haben die NAND Hersteller Milliardenverluste eingefahren, weshalb die Preise von 2023 nicht von Dauer sein konnten. Daher ist es auch kein Beschiss, wenn die Hersteller wieder Preise durchsetzen können, mit denen sie ihre Kosten denken und wenn dann noch ein externer Faktor wie die massive Nachfrage durch KI dazu kommt, dann können sie jetzt eben massive Gewinne machen. Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bestimmt eben in einer Marktwirtschaft die Preise und wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, regeln die hohen Preise der Verteilungsproblem. Das hat weder mit Beschiss noch Copium zu tun, sondern ist einfach der Mechanismus nach dem es funktioniert, ob es einem gefällt oder nicht.

Was wäre denn die Alternative? Planwirtschaft, wo Opa den Trabbi bestellt hat, wenn der Enkel geboren wurde, weil die Wartezeit darauf 18 Jahre und mehr betragen hat? Die einzige Neuerung am Trabbi war meist nur die neue Farbe in der die Autos in dem jeweiligen Jahr alle lackiert wurden.
 
Genau, die Alternative ist immer das Schreckgespenst "Planwirtschaft".
Genau mein Humor. :d
 
Genau, die Alternative ist immer das Schreckgespenst "Planwirtschaft".
Schlage was anderes vor! Wie soll man die Verteilung regeln, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, wie es aktuell wegen des KI Booms der Fall ist? Derzeit wird das über den Preis gemacht, wie würdest du es machen wollen?
 
Außer Dir schlägt keiner vor es nicht über den Preis zu regeln.
D.h. aber nicht, dass man die Regeln dafür so einengen könnte, dass es nicht rentabel ist, extreme Preise aufzurufen. Darum geht es. Ein funktionierender Markt braucht Regeln in dem er funktionieren kann.
Ein freier Markt dreht frei. Ein vollkommen freier Markt, dreht vollkommen frei.
Wenn der Markt für die Menschen arbeiten soll, dann muss er mit entsprechenden Regeln versehen werden.

Wegen diesem "Sozialismus, Kommunismus"-Geschreie, haben die Amis auch Angst vor ner vernünftigen Gesundheitspolitik.
Genau wegen diesen Beispielen muss ich mir bei dieser "Angstdiskussion" jedes Mal die Haare raufen.
 
OT: Man darf nicht vergessen, dass die ganzen "gescheiterten sozialistischen Systeme" durchaus auch deshalb gescheitert sind, weil sie massivst sanktioniert wurden und durch geheimdienstliche Einmischungen aller Art zusätzlich geschädigt wurden.

Aber darum gehts ja nicht. An den Gewinnen diverser Konzerne sieht man, dass es in der Produktion keine Mehrkosten gibt. Egal ob GPU, RAM, NAND, Strom, Gas oder Benzin/Diesel... wird teurer weil blablabla-mimimi und die Gewinne vervielfachen sich zufällig.

OT: Imho liegt das Übel in der Mischung aus Spekulationsgeschäft und FIAT-Währung.


So what.
Als NAND leistbar war (warum auch immer) gab es breit 8tb SATA, die P/L sehr gut waren, z.B. eben die PM893 und die DC600M.

Die Tatsache, dass es jetzt ne 870 Evo 8tb gibt, ist in Wirklichkeit ein Furz im Ofen.
 
Ja, es ist "DirectStorage". AMD nennt es "Smart Access Memory" und NVIDIA nennt es "Resizable BAR".
Das ist nicht dasselbe, Resizeable Bar ist der Datentransfer zwischen CPU und GPU und Direct Storage ist von der SSD direkt zur GPU
 
DS mit S-ATA dürfte eh recht schwer bis unmöglich werden, da diese Technologie minimum NVMe Gen3 voraus setzt. ;)
 
@Kommando
Ich glaube, das Hauptproblem ist das seit Jahren unbändige "haben wollen" egal um welchen Preis in der Gesellschaft. Das hat in der Hardwarewelt seit zig Jahren wunderbar funktioniert (nur wird der Schweinezyklus in die Länge gezogen). Im Grunde genommen ist die Gesellschaft selber schuld, weil sie es zugelassen oder einfach hingenommen haben. Scalper sind ins Leben gerufen worden. Davor gab es bei Mangel, Lieferprobleme etc. eben kein Produkt und Preise wurden nicht so extrem nach oben geschraubt.

Was vielleicht auch noch dazukommt, dass Spekulanten bei angekündigter möglichem Mangel gleich die Handelspreise nach oben treiben. Das verspricht operativen Gewinn, ein Mehr an Dividenden. Das Risiko ist eben, dass es genauso nach unten gehen kann und gar Verlust macht. Da hätte ich auch Interesse daran, auf Biegen und Brechen die Handelspreise lange oben zu halten.

0 % Ratenkäufe locken Kunden, überteuerte Ware zu kaufen. Das Risiko liegt bei Zahlungsunfähigkeit beim Kunden, scheint sich aber für die Konzerne und Banken zu lohnen.

Was ebenso ausgenutzt wird, ist die Abhängigkeit. In diesem Fall Speicher in jeglicher Form. Ohne funktioniert die IT-Welt nicht. Einziger Ausweg, weg von der digitalen Welt, hin zur Analogie. Ist aber auch nicht möglich, will auch keiner. Jeder regt sich über die Preise auf und trotzdem funktioniert es wunderbar, weil es kaum regulatorische Systeme gibt, die durchgreifen. Gesetze und Behörden gibt es dafür, aber wer setzt sie konsequent um und warum sind die Hürden so groß? Ich denke da müsste man mal genauer hinschauen, wer die treibenden Kräfte sind und waren, wie es dazu kam. Sicher sehr komplex, aber es hat System, finde ich.
Teufelskreis ...:hust:

Um beim Thema zu bleiben:
Nie und nimmer würde ich den Preis für diese SATA-Festplatte zahlen wollen, aber es wird Käufer finden, die es sich leisten können, egal ist, es dringend brauchen oder doch in den sauren Apfel beißen wollen.
 
OT: Man darf nicht vergessen, dass die ganzen "gescheiterten sozialistischen Systeme" durchaus auch deshalb gescheitert sind, weil sie massivst sanktioniert wurden und durch geheimdienstliche Einmischungen aller Art zusätzlich geschädigt wurden.
Ein Kommunist, der nicht einsehen kann, dass die Idee eben einfach nicht funktioniert, weil sie nirgends funktioniert hat, wo sie versucht wurde. Dann sind immer die anderen Schuld, aber es gab im Kalten Krieg kaum Sanktionen gegen kommunistische Länder, von den USA Sanktionen gegen Kuba abgesehen. Der Westen hat hingegen offen und gerne Erdöl und Erdgas aus der Sowjetunion gekauft, was am Ende auch ein Grund für deren Scheitern war, da sie von den damit erwirtschafteten Devisen abhängig waren, aber der Ölpreis Ende der 80er in den Keller ging. Davon haben sie u.a. auch Getreide aus den USA eingeführt, da ihre eigene, ineffiziente Landwirtschaft nicht genug produziert hat und auch ihre Lade Autos wurden in vielen westlichen Ländern verkauft. Geheimdienstliche Einmischungen gingen viel mehr in die andere Richtung und ohne ihre intensive Wirtschaftsspionage wäre es ihnen noch schlechter gegangen.

An den Gewinnen diverser Konzerne sieht man, dass es in der Produktion keine Mehrkosten gibt. Egal ob GPU, RAM, NAND, Strom, Gas oder Benzin/Diesel... wird teurer weil blablabla-mimimi und die Gewinne vervielfachen sich zufällig.
Nicht zufällig, sondern eben weil die Nachfrage wegen KI so massiv gestiegen ist und damit die Preise, wovon der Hersteller natürlich profitieren und dies auch gerne mitnehmen, denn wenn es anderes herum kommt, wie es bei NAND 2023 war, dann hat auch keine Mitleid mit ihnen. Das ist eben der Schweinezyklus und mal sind die Preise hoch und die Unternehmen machen fette Gewinne und mal sind die Preis gering und die Unternehmen machen Verluste. Boom und Bust gehört halt zu Marktwirtschaft.

Als NAND leistbar war (warum auch immer) gab es breit 8tb SATA, die P/L sehr gut waren, z.B. eben die PM893 und die DC600M.
Die du damals aber nicht gekauft hast, weil du keine Ahnung oder die falschen Vorstellungen hattest, wieso die damals so günstig waren. Das passiert halt, wenn man sich weigert die Realität zu verstehen, weil sie die eigenen Ideologie als falsch entlarven würden und wer möchte sich schon eingestehen, dass er Jahre lang an etwas geglaubt hat, was einfach nur falsch war? Es ist eben leichter Leute zu verarschen als sie danach davon zu überzeugen, dass sie verarscht wurden.

Die Tatsache, dass es jetzt ne 870 Evo 8tb gibt, ist in Wirklichkeit ein Furz im Ofen.
Es zeigt immerhin, dass Samsung die SATA SSDs noch nicht aufgibt, im Gegensatz zu vielen anderen SSD Herstellern, die dies schon lange getan haben. Dabei ist die Marktnische für solche SSDs sicher klein, aber wer so etwas braucht, ist froh wenn es angeboten wird.

Ich glaube, das Hauptproblem ist das seit Jahren unbändige "haben wollen" egal um welchen Preis in der Gesellschaft.
FOMO ist ein großes Problem, da die Leute dann das Denken ausschalten und sich so leicht verarschen lassen. Dazu kommt die zunehmende Schere zwischen Arm und Reich, in den USA machen die oberen 10% inzwischen 50% der Konsumausgaben aus und die schrecken hohe Preise nicht ab.

Scalper sind ins Leben gerufen worden. Davor gab es bei Mangel, Lieferprobleme etc.
Ob es Mangel gibt, hängt gerade bei RAM und SSDs von der jeweiligen Phase des Schweineyzklus ab. Scalper stürzen sich aber erst seit kurzem auf RAM und SSDs, davor war es eher ein Problem wo meist die Hersteller künstliche Knappheit geschaffen haben, wie die neuen Sneaker in limitierter Auflage oder wo es von der Sache her eben nur ein limitiertes Angebot gibt, wie bei Fußballspiel, wo das Stadium eben nur eine bestimmte Kapazität hat.

Was vielleicht auch noch dazukommt, dass Spekulanten bei angekündigter möglichem Mangel gleich die Handelspreise nach oben treiben.
Knappheit bedeutet, dass die Nachfrage das Angebot übersteigt und damit die Preise nach oben treibt, weil damit das Problem der Verteilung des knappen Gutes gelöst wird: Wer nicht bereit ist den höheren Preis zu zahlen, dessen Nachfrage verschwindet bis eben die Preise so hoch sind, dass die bei den Preisen verblieben Nachfrage erfüllt werden kann. Dafür fallen bei einem Überangebot die Preise so massiv, bis entweder genug zusätzliche Nachfrage wegen der geringen Preise entsteht, oder die Anbieter das Angebot verknappen, weil die Verluste zu hoch sind bzw. einer von ihnen pleite ist und ausscheidet.

Das verspricht operativen Gewinn, ein Mehr an Dividenden. Das Risiko ist eben, dass es genauso nach unten gehen kann und gar Verlust macht. Da hätte ich auch Interesse daran, auf Biegen und Brechen die Handelspreise lange oben zu halten.
Die Preise für DRAM, NAND und auch Erdöl werden an Börsen gemacht, daneben gibt es auch feste Lieferverträge, aber da orientieren sich die Preise i.d.R. auch an den Börsenpreisen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Diese Verträge sichern Anbieter und große Abnehmer ab, die kleinen Kunden müssen über die Börse gehen und die sich ständig ändernden Preise zahlen. Die Scalper deren kleine eBay Shops nun SSDs oder RAM Riegel anbieten, sind nur kleine Fische die versuchen von der sehr plötzlichen und starken Preissteigerung zu profitieren, die OpenAI mit seinem Deal mit Samsung und SK Hynix ausgelöst hat, der aber wie nun bekannt wurde, offenbar nicht bindend ist, sondern nur eine Option auf 40% der DRAM Produktion für OpenAI. Die anderen KI Firmen haben aber eben nachgezogen und wohl verbindlich eingekauft und das Problem verschärft.

Diese kleinen Scalper können Glück haben und Gewinn machen, wenn sie rechtzeitig und teuer genug verkaufen, aber wenn die KI Blase platzt und die Preise für RAM und NAND dann wohl recht schnell in den Keller fallen, können sie auch Miese machen. Für die DRAM und NAND Hersteller gibt es in dem Fall aber wenig was sie machen können um die Preise hoch zu halten, denn wenn Große Mengen vorher gehorteter DRAM und NAND auf den Markt kommen, fallen die Preise und keiner wird bereit sein mehr für die Wafer direkt vom Hersteller zu zahlen als für gehortete Wafer die dann auf den Markt kommen. Sie können dann allenfalls Fertigungslinien stilllegen, aber auch dann verursachen diese noch gewaltige Kosten, schon alleine für die Abschreibung auf die Anlagen.

0 % Ratenkäufe locken Kunden, überteuerte Ware zu kaufen. Das Risiko liegt bei Zahlungsunfähigkeit beim Kunden, scheint sich aber für die Konzerne und Banken zu lohnen.
Schlechte Kredite sind so lange kein Problem, bis sie es dann doch sind. Nach dem Motto, wenn ich das Bank 100.000€ schulde die ich nicht habe, dann habe ich ein Problem, schulde ich ihr 100 Milliarden, hat die Bank ein Problem. Wobei es nicht auf den einzelnen Gläubiger ankommt, sondern auf die Summe der Gläubiger und dies hat man ja in der Finanzkrise 2008 gesehen, als so viele Leute in den USA ihre Hypotheken nicht mehr bedienen konnte, die dann auch noch in Form von angeblich so innovativen Finanzprodukten verbrieft um die halbe Welt verteilt waren, dass es zu globalen Krise wurde.

Das eigentliche Problem sehe ich da in der Verbriefung und Weitergabe von Schulden, was dafür sorgt, dass derjenige der den Kredit gibt, danach nicht nur kein Risiko mehr eingeht wenn diese Kredit ausfällt, sondern obendrein noch Geld daran verdient hat, weil er bei der Verbriefung eben auch noch verdient. Die Käufer dieses verbrieften Kredite können aber kaum abschätzen, welches Ausfallrisiko wirklich vorhanden ist und diese Kombination öffnet eben Tür und Tor dafür auf der einen Seite möglichst viele Kredite auszugeben und zugleich deren Ausfallrisiko herunter zu spielen, was aus deren anderen Seite die Gier nur erhöht. Das Spiel wiederholt sich in den USA gerade beim Private Credit, welche auch massiv in KI Unternehmen investiert sind.

Jeder regt sich über die Preise auf und trotzdem funktioniert es wunderbar, weil es kaum regulatorische Systeme gibt, die durchgreifen. Gesetze und Behörden gibt es dafür, aber wer setzt sie konsequent um und warum sind die Hürden so groß?
Welche regulatorischen Systeme sollten da wie durchgreifen? Welche Gesetze sollten es da geben? Mit wäre keines bekannt, welches es verbietet, dass Angebot und Nachfrage die Preise bestimmen. Das haben schon verschiedene Regierungen für verschieden Produkte versucht, es hat nie funktioniert. In Venezuela wurde, es mag so 10 Jahre her sein, der Preis für bestimmte Schweinefleischschnitte wie Keule und Schulter vom Staat fixiert, was aber nicht für geräucherte Waren galt. Da die staatlichen Preise geringer als die Kosten waren, gab es dann eben diese Schnitte nur noch geräuchert und zum Vielfaches des deckelten Preises für die ungeräucherten Varianten, die es nirgends zu kaufen gab. In anderen Fällen verschwanden Produkte deren Preise gedeckt wurden, ganz aus den Regalen und waren nur noch auf dem Schwarzmarkt zu haben, wie zuletzt z.B. bei bestimmten NVidia GPUs in China. Oder eben die Bückware in kommunistischen Ländern und als am Ende auch Brot zur Bückware wurde, waren die Systeme am Ende.

Es hilft eben nichts, Angebot und Nachfrage sind die Kräfte die den Preis bestimmen, egal ob offiziell oder auf dem Schwarzmarkt. Es hat noch keine Regierung geschafft diesen fundamentalen Marktmechanismus außer Kraft zu setzen und der einzige Weg wäre, wenn die Regierung selbst an Anbieter auftritt um das Angebot zu steigern. Das ist eine der wichtigen Funktionen z.B. von nationalen Ölreserven, die die Regierung eben dann verkaufen kann, wenn der Ölpreis besonders hoch ist um das Angebot zu steigern. Die einzige Alternative wäre, wenn ein Land genug Erdöl fördert und raffinieren kann und die Unternehmen zwingt (z.B. weil es Staatskonzerne sind) bestimmte Preis einzuhalten. Das passiert im Iran oder Venezuela, aber selbst der Orange kann dies nicht in den USA durchsetzen.

Bei RAM und NAND bräuchte es Gesetze die KI Unternehmen und deren Finanzierung regulieren, um die Nachfrage die sie auf Pump ausüben zu senken, aber der Orange wird dies nicht machen, schon alleine weil die CEOs dieser Unternehmen seine Buddies und Geldgeber sind und der Ausbau von Rechenzentren dafür sorgt, dass die US Wirtschaft überhaupt noch wächst.

Nie und nimmer würde ich den Preis für diese SATA-Festplatte zahlen wollen, aber es wird Käufer finden, die es sich leisten können, egal ist, es dringend brauchen
So eine SATA SSD konkurriert nicht mehr mit M.2 NVMe SSD wie der 9100 Pro, denn die spricht nicht die Zielgruppe an die zwischen beiden wählen kann, sondern nur noch Leute bei denen es SATA sein muss, weil NVMe eben nicht möglich ist.
 
Direct Storage ist von der SSD direkt zur GPU

Gelte dies tendenziell für Datenträger über das Device Input and Output Control (IOCTL), was ebenso Interfaces wie SATA mit einschließle, oder grenze sich dies auf einzig auf Datenträger per PCIe ein?
 
Gelte dies tendenziell für Datenträger über das Device Input and Output Control (IOCTL), was ebenso Interfaces wie SATA mit einschließle, oder grenze sich dies auf einzig auf Datenträger per PCIe ein?
Wie @Erklärbär schon sagte setzt das eine NVMe SSD und mindestens pcie 3.0 vorraus. IOCTL will man ja gerade damit umgehen.
 
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