OT: Man darf nicht vergessen, dass die ganzen "gescheiterten sozialistischen Systeme" durchaus auch deshalb gescheitert sind, weil sie massivst sanktioniert wurden und durch geheimdienstliche Einmischungen aller Art zusätzlich geschädigt wurden.
Ein Kommunist, der nicht einsehen kann, dass die Idee eben einfach nicht funktioniert, weil sie nirgends funktioniert hat, wo sie versucht wurde. Dann sind immer die anderen Schuld, aber es gab im Kalten Krieg kaum Sanktionen gegen kommunistische Länder, von den USA Sanktionen gegen Kuba abgesehen. Der Westen hat hingegen offen und gerne Erdöl und Erdgas aus der Sowjetunion gekauft, was am Ende auch ein Grund für deren Scheitern war, da sie von den damit erwirtschafteten Devisen abhängig waren, aber der Ölpreis Ende der 80er in den Keller ging. Davon haben sie u.a. auch Getreide aus den USA eingeführt, da ihre eigene, ineffiziente Landwirtschaft nicht genug produziert hat und auch ihre Lade Autos wurden in vielen westlichen Ländern verkauft. Geheimdienstliche Einmischungen gingen viel mehr in die andere Richtung und ohne ihre intensive Wirtschaftsspionage wäre es ihnen noch schlechter gegangen.
An den Gewinnen diverser Konzerne sieht man, dass es in der Produktion keine Mehrkosten gibt. Egal ob GPU, RAM, NAND, Strom, Gas oder Benzin/Diesel... wird teurer weil blablabla-mimimi und die Gewinne vervielfachen sich zufällig.
Nicht zufällig, sondern eben weil die Nachfrage wegen KI so massiv gestiegen ist und damit die Preise, wovon der Hersteller natürlich profitieren und dies auch gerne mitnehmen, denn wenn es anderes herum kommt, wie es bei NAND 2023 war, dann hat auch keine Mitleid mit ihnen. Das ist eben der Schweinezyklus und mal sind die Preise hoch und die Unternehmen machen fette Gewinne und mal sind die Preis gering und die Unternehmen machen Verluste. Boom und Bust gehört halt zu Marktwirtschaft.
Als NAND leistbar war (warum auch immer) gab es breit 8tb SATA, die P/L sehr gut waren, z.B. eben die PM893 und die DC600M.
Die du damals aber nicht gekauft hast, weil du keine Ahnung oder die falschen Vorstellungen hattest, wieso die damals so günstig waren. Das passiert halt, wenn man sich weigert die Realität zu verstehen, weil sie die eigenen Ideologie als falsch entlarven würden und wer möchte sich schon eingestehen, dass er Jahre lang an etwas geglaubt hat, was einfach nur falsch war? Es ist eben leichter Leute zu verarschen als sie danach davon zu überzeugen, dass sie verarscht wurden.
Die Tatsache, dass es jetzt ne 870 Evo 8tb gibt, ist in Wirklichkeit ein Furz im Ofen.
Es zeigt immerhin, dass Samsung die SATA SSDs noch nicht aufgibt, im Gegensatz zu vielen anderen SSD Herstellern, die dies schon lange getan haben. Dabei ist die Marktnische für solche SSDs sicher klein, aber wer so etwas braucht, ist froh wenn es angeboten wird.
Ich glaube, das Hauptproblem ist das seit Jahren unbändige "haben wollen" egal um welchen Preis in der Gesellschaft.
FOMO ist ein großes Problem, da die Leute dann das Denken ausschalten und sich so leicht verarschen lassen. Dazu kommt die zunehmende Schere zwischen Arm und Reich, in den USA machen die oberen 10% inzwischen 50% der Konsumausgaben aus und die schrecken hohe Preise nicht ab.
Scalper sind ins Leben gerufen worden. Davor gab es bei Mangel, Lieferprobleme etc.
Ob es Mangel gibt, hängt gerade bei RAM und SSDs von der jeweiligen Phase des Schweineyzklus ab. Scalper stürzen sich aber erst seit kurzem auf RAM und SSDs, davor war es eher ein Problem wo meist die Hersteller künstliche Knappheit geschaffen haben, wie die neuen Sneaker in limitierter Auflage oder wo es von der Sache her eben nur ein limitiertes Angebot gibt, wie bei Fußballspiel, wo das Stadium eben nur eine bestimmte Kapazität hat.
Was vielleicht auch noch dazukommt, dass Spekulanten bei angekündigter möglichem Mangel gleich die Handelspreise nach oben treiben.
Knappheit bedeutet, dass die Nachfrage das Angebot übersteigt und damit die Preise nach oben treibt, weil damit das Problem der Verteilung des knappen Gutes gelöst wird: Wer nicht bereit ist den höheren Preis zu zahlen, dessen Nachfrage verschwindet bis eben die Preise so hoch sind, dass die bei den Preisen verblieben Nachfrage erfüllt werden kann. Dafür fallen bei einem Überangebot die Preise so massiv, bis entweder genug zusätzliche Nachfrage wegen der geringen Preise entsteht, oder die Anbieter das Angebot verknappen, weil die Verluste zu hoch sind bzw. einer von ihnen pleite ist und ausscheidet.
Das verspricht operativen Gewinn, ein Mehr an Dividenden. Das Risiko ist eben, dass es genauso nach unten gehen kann und gar Verlust macht. Da hätte ich auch Interesse daran, auf Biegen und Brechen die Handelspreise lange oben zu halten.
Die Preise für DRAM, NAND und auch Erdöl werden an Börsen gemacht, daneben gibt es auch feste Lieferverträge, aber da orientieren sich die Preise i.d.R. auch an den Börsenpreisen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Diese Verträge sichern Anbieter und große Abnehmer ab, die kleinen Kunden müssen über die Börse gehen und die sich ständig ändernden Preise zahlen. Die Scalper deren kleine eBay Shops nun SSDs oder RAM Riegel anbieten, sind nur kleine Fische die versuchen von der sehr plötzlichen und starken Preissteigerung zu profitieren, die OpenAI mit seinem Deal mit Samsung und SK Hynix ausgelöst hat, der aber wie nun bekannt wurde, offenbar nicht bindend ist, sondern nur eine Option auf 40% der DRAM Produktion für OpenAI. Die anderen KI Firmen haben aber eben nachgezogen und wohl verbindlich eingekauft und das Problem verschärft.
Diese kleinen Scalper können Glück haben und Gewinn machen, wenn sie rechtzeitig und teuer genug verkaufen, aber wenn die KI Blase platzt und die Preise für RAM und NAND dann wohl recht schnell in den Keller fallen, können sie auch Miese machen. Für die DRAM und NAND Hersteller gibt es in dem Fall aber wenig was sie machen können um die Preise hoch zu halten, denn wenn Große Mengen vorher gehorteter DRAM und NAND auf den Markt kommen, fallen die Preise und keiner wird bereit sein mehr für die Wafer direkt vom Hersteller zu zahlen als für gehortete Wafer die dann auf den Markt kommen. Sie können dann allenfalls Fertigungslinien stilllegen, aber auch dann verursachen diese noch gewaltige Kosten, schon alleine für die Abschreibung auf die Anlagen.
0 % Ratenkäufe locken Kunden, überteuerte Ware zu kaufen. Das Risiko liegt bei Zahlungsunfähigkeit beim Kunden, scheint sich aber für die Konzerne und Banken zu lohnen.
Schlechte Kredite sind so lange kein Problem, bis sie es dann doch sind. Nach dem Motto, wenn ich das Bank 100.000€ schulde die ich nicht habe, dann habe ich ein Problem, schulde ich ihr 100 Milliarden, hat die Bank ein Problem. Wobei es nicht auf den einzelnen Gläubiger ankommt, sondern auf die Summe der Gläubiger und dies hat man ja in der Finanzkrise 2008 gesehen, als so viele Leute in den USA ihre Hypotheken nicht mehr bedienen konnte, die dann auch noch in Form von angeblich so innovativen Finanzprodukten verbrieft um die halbe Welt verteilt waren, dass es zu globalen Krise wurde.
Das eigentliche Problem sehe ich da in der Verbriefung und Weitergabe von Schulden, was dafür sorgt, dass derjenige der den Kredit gibt, danach nicht nur kein Risiko mehr eingeht wenn diese Kredit ausfällt, sondern obendrein noch Geld daran verdient hat, weil er bei der Verbriefung eben auch noch verdient. Die Käufer dieses verbrieften Kredite können aber kaum abschätzen, welches Ausfallrisiko wirklich vorhanden ist und diese Kombination öffnet eben Tür und Tor dafür auf der einen Seite möglichst viele Kredite auszugeben und zugleich deren Ausfallrisiko herunter zu spielen, was aus deren anderen Seite die Gier nur erhöht. Das Spiel wiederholt sich in den USA gerade beim Private Credit, welche auch massiv in KI Unternehmen investiert sind.
Jeder regt sich über die Preise auf und trotzdem funktioniert es wunderbar, weil es kaum regulatorische Systeme gibt, die durchgreifen. Gesetze und Behörden gibt es dafür, aber wer setzt sie konsequent um und warum sind die Hürden so groß?
Welche regulatorischen Systeme sollten da wie durchgreifen? Welche Gesetze sollten es da geben? Mit wäre keines bekannt, welches es verbietet, dass Angebot und Nachfrage die Preise bestimmen. Das haben schon verschiedene Regierungen für verschieden Produkte versucht, es hat nie funktioniert. In Venezuela wurde, es mag so 10 Jahre her sein, der Preis für bestimmte Schweinefleischschnitte wie Keule und Schulter vom Staat fixiert, was aber nicht für geräucherte Waren galt. Da die staatlichen Preise geringer als die Kosten waren, gab es dann eben diese Schnitte nur noch geräuchert und zum Vielfaches des deckelten Preises für die ungeräucherten Varianten, die es nirgends zu kaufen gab. In anderen Fällen verschwanden Produkte deren Preise gedeckt wurden, ganz aus den Regalen und waren nur noch auf dem Schwarzmarkt zu haben, wie zuletzt z.B. bei bestimmten NVidia GPUs in China. Oder eben die Bückware in kommunistischen Ländern und als am Ende auch Brot zur Bückware wurde, waren die Systeme am Ende.
Es hilft eben nichts, Angebot und Nachfrage sind die Kräfte die den Preis bestimmen, egal ob offiziell oder auf dem Schwarzmarkt. Es hat noch keine Regierung geschafft diesen fundamentalen Marktmechanismus außer Kraft zu setzen und der einzige Weg wäre, wenn die Regierung selbst an Anbieter auftritt um das Angebot zu steigern. Das ist eine der wichtigen Funktionen z.B. von nationalen Ölreserven, die die Regierung eben dann verkaufen kann, wenn der Ölpreis besonders hoch ist um das Angebot zu steigern. Die einzige Alternative wäre, wenn ein Land genug Erdöl fördert und raffinieren kann und die Unternehmen zwingt (z.B. weil es Staatskonzerne sind) bestimmte Preis einzuhalten. Das passiert im Iran oder Venezuela, aber selbst der Orange kann dies nicht in den USA durchsetzen.
Bei RAM und NAND bräuchte es Gesetze die KI Unternehmen und deren Finanzierung regulieren, um die Nachfrage die sie auf Pump ausüben zu senken, aber der Orange wird dies nicht machen, schon alleine weil die CEOs dieser Unternehmen seine Buddies und Geldgeber sind und der Ausbau von Rechenzentren dafür sorgt, dass die US Wirtschaft überhaupt noch wächst.
Nie und nimmer würde ich den Preis für diese SATA-Festplatte zahlen wollen, aber es wird Käufer finden, die es sich leisten können, egal ist, es dringend brauchen
So eine SATA SSD konkurriert nicht mehr mit M.2 NVMe SSD wie der 9100 Pro, denn die spricht nicht die Zielgruppe an die zwischen beiden wählen kann, sondern nur noch Leute bei denen es SATA sein muss, weil NVMe eben nicht möglich ist.