Bezüglich Ovberprovisioning

zocker7

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Moin,
folgendes Szenario,
2026-03-10 16_37_31-Computerverwaltung.png

Das ist meine Windows Platte mit einer Linux (Bazzite) Partition daneben, und ganz am Ende hab ich 100GB freigelassen fürs Overprovisioning.
Wenn ich im Samsung Magican Tool nachschaue sieht es so aus
2026-03-10 16_40_45-Samsung Magician.png

Wenn ich den Schalter auf ON stelle kann ich es nicht übernehmen.

Die anderen Platten sehen so aus
2026-03-10 16_40_56-Samsung Magician.png

Hier sieht alles normal aus.
Wird das Overprovisioning bei der Systemplatte nicht vewendet oder meckert hier nur Magican rum und der Controller weiß trotzdem was er mit dem Nichtzugewiesen Platz anfangen muss?
 
Zuletzt bearbeitet:
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der Controller weiß trotzdem was er mit dem Nichtzugewiesen Platz anfangen muss?
Der Controller weiß nicht mal, welche Adressen einer Partition zugewiesen sind. Die Controller der SSDs stellen externe Adressen (LBAs) von 0 bis x zur Verfügung und normalerweise kann man pro LBA 512Byte speichern. Die Aufteilung in Partitionen ist alleine eine Sache des Betriebssystems, welches dafür eine Partitionstabelle anlegt und diese auswertet, was für den Controller der SSD nur Schreib- und Lesezugriffe sind. Der Controller kann aber alle NAND Page die nie beschrieben oder beschrieben und danach getrimmt wurden, als Free Area nutzen, dort also schnell Daten schreiben, ohne erst andere NAND Blöcke freimachen und dann löschen zu müssen. Overprovisioning, also einen Teil unpartitioniert zu lassen bewirkt nur, dass man in diesem Bereich eben nicht schreiben kann.

Aber für Heimanwender ist dies seit der Einführung von TRIM relativ egal, da kann man den gleichen Effekt erreichen, wenn man aufpasst, dass man die Partitionen nicht zu voll werden lässt, also Dateien löscht, sollten sie zu voll werden und dadurch TRIM auslöst, was dem Controller dann mitteilt, dass die Daten die unter diesen LBAs abgespeichert waren, nun ungültig sind und gelöscht werden können. Bei Enterprise SSDs ist dies anderes, da hier bei vielen Anwendungen Dateien überschrieben werden, wodurch die alten Daten die vorher unter den überschrieben LBAs standen, ebenfalls ungültig werden, aber kein TRIM ausgelöst wird. Dies z.B. für die Datenfiles von Datenbanken oder die Dateien in denen VMs ihre virtuellen Laufwerke ablegen, die wachsen allenfalls und werden eben laufend überschrieben, aber nie gelöscht.

Du hast vermutlich bei dem Systemlaufwerk die 100GB einfach von Anfang an nicht partitioniert und dies nicht nachträglich mit Magician gemacht und daher erkennt es dies nicht. Aber wenn TRIM funktioniert, was bei einem aktuellen System mit WIn 10 oder 11 auf einer aktuellen Hardware wie AM5 für internen NVMe SSDs ohne RAID oder Verschlüsselung der Fall sein sollte, dann kann man sich das Overprovisioning sparen. Willst Du es trotzdem haben, sollte eben nur sichergestellt sein, dass die Adressen vorher nicht beschrieben waren, es also keine Partition gab die recht voll war und dann einfach gelöscht wurde.

Bin mal gespannt ob gleich SlapAHo kommt und seine Art von Danke da lässt, wie es der Clown bei jedem meiner Beiträge macht.
 
Besten Dank, ich lasse die 100GB auf den Platten jeweils bestehen, so hab ich einfach eine feste Grenze die dann nie beschrieben wird, denn ich hab schon zu oft Platten fast vollgeschrieben und dauerhaft so gelassen.
 
denn ich hab schon zu oft Platten fast vollgeschrieben und dauerhaft so gelassen.
Gut, dann hilft es natürlich wenn man einen unpartitionierten Bereich hat, wenn man nicht die nötige Disziplin besitzt selbst für genug freien Speicherplatz zu sorgen. Beachte nur, dass Du da nicht einfach eine Partition anlegen, beschreiben und die Partition dann wieder löschen kann, wenn der Platz doch mal gebraucht wird. Dann müsstest Du die Partition vor dem Löschen erst einmal trimmen, z.B. unter Windows durch ein Schnellformat. Ein unpartitionierter Bereich funktioniert eben nur als Overprovisioning, wenn da eben keine aus Sicht des Controllers gültige Daten drauf stehen.
 
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