Eine halbe Milliarde Euro für Lizenzen: Microsoft-Software wird für den Bund immer teurer

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Der Bund muss für die Nutzung von Microsoftprodukten immer stärker in die Tasche greifen. Auch im vergangenen Jahr musste die Bundesverwaltung deutlich mehr Geld für Software aus dem Hause Microsoft ausgeben. Nach Angaben der Bundesregierung beliefen sich die Zahlungen für Lizenzen des US-Konzerns zuletzt auf 481,4 Millionen Euro. Damit sind die Ausgaben im Vergleich zu den Vorjahren stark gestiegen, nachdem 2023 noch 274 Millionen Euro und 2024 rund 347,6 Millionen Euro angefallen waren. Die Zahlen gehen aus einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Rebecca Lenhard hervor.
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So wie die IT generell nicht grad die modernste im Regierungsumfeld ist (zumindest das Gefühl hat man; wenns nicht Stimmt sollten sie dazu mal Beiträge schalten), wunder ich mich dass man da regelmässig updatet bzw. auf das 365 Modell umgestiegen ist statt einfach beim 2016er Office zu bleiben das man als normale Software kaufen konnte...

Wo man betriebstechnisch das Modernste braucht wirds allerdings in der Tat teuer. Mein Arbeitgeber Konzern zahlt auch millionenbeträge für Github Enterprise und Azure DevOps und hinzu kommt noch GH Copilot...
 
Und wieso ist das ein Grund es nicht zu nutzen? Ist doch kein Browser das mit tausenden Protokollen schritthalten muss und Sicherheitslücken haben könnte.
Ich nutze es problemlos...
Ja das nutzt du solange bis es die nächste CVE gibt.

Edit: Ich glaube das muss etwas genauer beschrieben werden. Da mal als Vorwort: ich Arbeite in diesem Bereich. Du kannst den Usern keine alte Software hinsetzen die nicht mehr gepflegt wird weil auch .doc (!) und .docx-Dokumente ein Sicherheitsrisiko darstellen und der Layer 8 noch heftiger als die Software als solches. Nur weil Software noch läuft heißt es einfach nicht das man diese auch irgendwie einsetzen sollte.
 
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'nuff said
 
Gäbe es doch bloß Linux und kostenlose/kostengünstigere Alternativen für MS Office, was wäre das toll.
Wäre ich IT, würde ich den Rotz nicht einführen wollen.
Da haste
a) dauernd Leute anzulernen, die nicht damit klarkommen
b) dauernd mit Problemen zu kämpfen, wie Kompatibilität
c) schöne neue Problemchen mit der Beta-Software...

Ich glaub ich würde kündigen, wenn ich mich mit dem Mist rumschlagen müsste.
 
Wäre ich IT, würde ich den Rotz nicht einführen wollen.
Da haste
a) dauernd Leute anzulernen, die nicht damit klarkommen
b) dauernd mit Problemen zu kämpfen, wie Kompatibilität
c) schöne neue Problemchen mit der Beta-Software...

Ich glaub ich würde kündigen, wenn ich mich mit dem Mist rumschlagen müsste.
🤡

Der MS Kram ist total ungeeignet für den Zweck.
Wie wärs mit einem Immutable OS? Sowas gibts? Nein! Doch! Oh!
Datenschutz? Nein! Doch! Oh!
Unabhängigkeit? Nein! Doch! Oh!

Aber naja... Apparatschiks lieben diesen Trick.
Naja, der parasitäre Apparat nährt sich eh nur noch vom Aas seines ehemaligen Wirtes, was wohl passiert, wenn auch der letzte Überrest der europäischen Wirtschaft verdaut ist?
 
Ist mir schon klar, dass es problematisch ist sich von MS abhängig zu machen.

Habe ich aber Bock mich nochmal mit OpenOffice rumzuschlagen? Hell no!
 
Wäre ich IT, würde ich den Rotz nicht einführen wollen.
Da haste
a) dauernd Leute anzulernen, die nicht damit klarkommen
b) dauernd mit Problemen zu kämpfen, wie Kompatibilität
c) schöne neue Problemchen mit der Beta-Software...

Ich glaub ich würde kündigen, wenn ich mich mit dem Mist rumschlagen müsste.
ich würde ebenfalls kündigen, wenn ich mich mit dem Microsoft bums rumschlagen müsste.
 
Habe ich aber Bock mich nochmal mit OpenOffice rumzuschlagen? Hell no!
Ah, und auf MS Office hast Bock? Mal so die Erinnerungen der letzten 30 Jahre hoch kramen? Erfolgreich verdrängt, oder?

Frag mal nen Schweinebauern, der den Betrieb vom Vater übernommen hat, ob er findet, dass es stinkt bzw. ob ihn das stört...
Genau so ist das mit langjährigen Microsoft-IT-Fachkräften (kein Plan wie man das richtig nennt).
:fresse:
 
Wenn ich eins weiß, dann das man in D immer meckern kann.

Schwierig scheint es aber zu sein sinnvolle Alternativen vorzuschlagen.
 
Mal schauen was das so im Norden für Erkenntnisse generiert. Dort wird fleißig auf LibreOffice gewechselt. Man darf gespannt sein :)
Schleswig-Holstein.de
 

LibreOffice, nicht OpenOffice.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Anwender nicht mitbekommen haben, dass die OpenOffice Entwickler vor über 10 Jahren fast alle zu LibreOffice gewechselt sind - und dass LibreOffice die Alternative zu MS Office ist, die regelmäßig gepflegt und weiterentwickelt wird.
 
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Ja das nutzt du solange bis es die nächste CVE gibt.

Edit: Ich glaube das muss etwas genauer beschrieben werden. Da mal als Vorwort: ich Arbeite in diesem Bereich. Du kannst den Usern keine alte Software hinsetzen die nicht mehr gepflegt wird weil auch .doc (!) und .docx-Dokumente ein Sicherheitsrisiko darstellen und der Layer 8 noch heftiger als die Software als solches. Nur weil Software noch läuft heißt es einfach nicht das man diese auch irgendwie einsetzen sollte.
Wahre worte die Leute sind zu dumm. Keiner hinterfragt etwas ich sehe es auch bei etwas jüngeren wie sich beim benutzen eines computers "plagen". Bei anderen denkt man sich "Der Atmet" produktiver wird es nicht mehr.
Das Problem in der IT-Branche ist Verantwortung, Arbeitnehmer werden behandelt wie 3 Jährige Kinder. Quasi unmündig ohne Haftung. Die Schulungen und der ganze Papierkram ist nur dazu da um sich abzusichern das eine Versicherung zahlt wenn eine da wäre.
Es spielt auch keine Rolle wie oft ein Angestellter etwas unterschreibt. Wenn was passiert ist er nie schuld und fertig. Gab es schon zig Gerichtsinstanzen und Entscheidungen. Man muss nur einen Fehler finden eine Technische Maßnahme die man hätte noch machen können, aber vergessen oder verpasst hat was irgendwie nachweislich reingedoktert wird und schon ist der DAU frei.

Weil: "Es wurde nicht alle technisch möglichen Maßnahmen ergriffen". Also keine Haftung. Da hockt so ein Richter, der sich genau auch darin ertappt fühlt inside Computer Inkompetenz und dieser würde auch nie Schuld auf sich laden wollen.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Nachtrag:

Von einem Handwerker wird erwartet das er weiß wie er sein Werkzeug benutzt. Das wird von einem Büro Menschen nicht erwartet. Du musst als IT dem Office DAU helfen einfache Funktionen zu nutzen. Obwohl es eigentlich seine Verantwortung ist sich mit der Anwendung auseinander zu setzen und diese zu benutzen. Da gibt es die gebetsmühlenartige standard ausrede: Nützt ja nichts wir müssen das irgendwie lösen.
Aus dem WIR wird IT muss das lösen.
Damit ist am ende das eigentlich Problem nie gelöst. "Ich bin ja kein Itler ich muss nichts wissen".

Sorry fürs auskotzen ;D und die paar wenigen die sich mit MS Office zurecht finden sind nicht in der Lage sich in neue Systeme einzuarbeiten. Weil es keine Verantwortung gibt.
 
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Joa und die alternative würde diese halbe Milliarde in administrativen Aufwand kosten.
...könnte aber von den USA nicht einfach abgeschaltet werden, wie das bei US-Software der Fall ist und auch schon getan wurde.
Und das Geld für die deutschen Admins bliebe auch hier....

Binnenmarkt, you know?
 
Zuletzt bearbeitet:
Joa und die alternative würde diese halbe Milliarde in administrativen Aufwand kosten.
Aber das Geld würde dann an heimische Unternehmen gehen, die dann hier wieder Steuereinnahmen erzeugen und man wäre der digialen Souveränität einen Schritt näher, statt von den US Unternehmen abhängig zu sein. Trump zeigt und doch gerade deutlich, dass er alles als Waffe zu nutzen bereit ist, wenn ihm etwas nicht gefällt. Die Franzosen sind da konsequenter und deren Beispiel sollte man hier folgen.

Dazu würde auch gehören, den Einsatz von Microsoft schon an Schulen und Universitäten zu verbieten, damit die nächste Generation an Fachkräften nicht wieder von Anfang an daran gewöhnt ist und die Abhängigkeit damit immer weitergeht. Außerdem sind die ganzen Daten die bei Microsoft gespeichert werden und Windows macht da ja einiges von dem man nicht einmal was mitbekommt, dann endlich sicher, denn vielen scheint die Rechtslage in den USA nicht bekannt zu sein. So gibt es den CLOUD Act (2018), der US-IT-Unternehmen verpflichtet, Daten auch dann an US-Behörden herauszugeben, wenn sie auf ausländischen Servern (z.B. in der EU) gespeichert sind. FISA Section 702 erlaubt ohne individuelle richterliche Anordnung die Überwachung von Nicht-US-Personen im Ausland um ausländische Geheimdienstinformationen zu erhalten. Der USA PATRIOT Act ermöglicht auch dem FBI den Zugriff auf Daten ohne richterlichen Beschluss.

Das steht im Widerspruch zur DSGVO, aber für US Unternehmen hat US Recht Vorrang. Deshalb sollte der Einsatz sämtlicher Dienste und Software von US Unternehmen genau untersucht und am Besten komplett unterbunden werden, auch wenn man einige Milliarden in die Hand nehmen muss um die nötigen Alternativen zu schaffen. Jeder der nicht möchte das die USA alles mitlesen und an alle gespeicherten Daten kommen können, der sollte niemals etwas bei einem US Unternehmen speichern, egal wo der Server steht und um sicher zu sein das die Software selbst da nichts unbemerkt speichert, auch deren Software verbannen.
 
Die ganzen Mutti in den Behörden und Firmen kommen ja gerade so mit Windows klar. Wie sollen die jemals zb Linux lernen?

Ich kann davon auch ein Lied singen und bin kein itler. Ich kann auch immer wieder das gleiche predigen und unsere Software ist kein Hexenwerk.

Das Bild ist von einer Dame bei einer deutschen Behörde, wenn man sich solche Aufkleber an ne dockingstation macht, sagt das doch alles. Die hat als Kind auch das runde ins eckige gedrückt. 🤦‍♀️
 

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Am Bundesland Schleswig-Holstein sieht man es besonders gut, wie Open-Source in der Verwaltung richtig Geld spart.

Aber selbst wenn man kein Geld sparen sollte, alleine die digitale Souveränität entschädigt einiges,

wie wir seit einigen Monaten wissen, ist auf die USA und deren Firmen kein verlasst mehr, daher muss man autark bleiben.

Man ist nicht mehr abhängig von Microsoft und Co. . Das können auch deutsche Firmen, mit deutscher Infrastruktur.


 
Soweit sich das verbreitet wird früher oder später auch Schluss mit Free. Dann werden schnell Lizenzen und so weiter verkauft. Bei 4% Verbreitung hast nicht viel zu melden auf dem Markt. Soweit das große Geld in der Luft liegt ist Feierabend. Davon abgesehen Linux Foundation und auch OIN, die die Patentrechte besitzen auch Ammis sind. Wer sagt das die im Falle von Einschränkungen nicht mitmachen.

Einzige Unabhängigkeit ist zu erreichen eigene Software. Was im Falle Deutschlands ungefähr 1000000 Jahre dauern wird.
 
Du wohnst doch (angeblich) gar nicht in .de?
Nein, aber muss ich das jedes mal jedem unter die Nase reiben? Deutschland ist meine Heimat und wird es auch immer bleiben und wer weiß ob ich nicht eines Tages wieder in Deutschland leben werde? Man weiß ja nie, was noch passiert.
 
Die ganzen Mutti in den Behörden und Firmen kommen ja gerade so mit Windows klar. Wie sollen die jemals zb Linux lernen?
Das bekommen sie hin! Spielend!

Das ist ja das große Mißverständnis. Linux ist nicht automatisch kompliziert - jedenfalls so lange man auf der Ebene der Anwendungsprogramme bleibt. Übermäßig schwierig wird es aber, sobald man etwas tiefer reingeht.
Hab ich selbst erlebt. Ubuntu installieren, Browser öffnen - alles easy. Geht wie bei Windows ohne Anleitungen. Aber als ich versucht habe, einen RDP zu etablieren, und das auch noch kombiniert mit einem VPN auf einem der beiden Rechner, wars aus. Man tippt ellenlange Codezeilen ab (oder kopiert sie), und wenn das nicht klappt, steht man im Walde. Hier kommt zudem die Problematik zum Tragen, daß gefühlt tausende Versionen selbst der gängigsten Distris exisiteren, und jede anders behandelt werden will. Deshalb funktionieren die Befehle mal, und mal nicht.

Ich habs dann wieder aufgegeben. Aber die "Muttis" im Büro bekommen davon nie etwas mit. Sie bleiben auf der Ebene der programme, so wie sie das unter Windows auch tun. Deren Qualität und Bedienbarkeit allein ist dafür entscheidend. Ein Libre-Office unter Linux wird sich sicher genauso bedienen lassen, wie unter Windows.

Linux ist was für Iconklicker einerseits, und andererseits für Leute, die die Matrix unkompiliert lesen. Für alle dazwischen ist es nix.
 
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@Rudi Ratlos

Und ich kann dir sagen, das sie das nicht hinbekommen, zumindest ein großteil.
Bei unserer Software musst du nur ein paar hacken setzten, nichtmal das schaffen die.

Ich habe jetzt schon bebilderte Anleitungen gemacht, wirklich für blöde.

Vllt sollte man jetzt mal anfangen in der Schule im IT-Unterricht (gibts das überhauot noch ? bei uns damals wars nur tippen) das zu lernen.
Achja, Minesweeper haben wir noch gespielt, aber was in Richtung IT lernen war da nicht.
 
Soweit sich das verbreitet wird früher oder später auch Schluss mit Free. Dann werden schnell Lizenzen und so weiter verkauft. Bei 4% Verbreitung hast nicht viel zu melden auf dem Markt. Soweit das große Geld in der Luft liegt ist Feierabend. Davon abgesehen Linux Foundation und auch OIN, die die Patentrechte besitzen auch Ammis sind. Wer sagt das die im Falle von Einschränkungen nicht mitmachen.
Falsch! Denn Linux gehört niemandem, denn die Linux Foundation fungiert als neutraler Verwalter, die die Entwicklung fördert und unterstützt.

Quelle: https://www.linuxfoundation.org/about

Ergänzung!

Zudem kannst Du auf kernel.org den Quellcode des Linux-Kernels herunterladen und ein eigenes Betriebssystem entwickeln, patchen... . So geschehen mit Android.

Einzige Unabhängigkeit ist zu erreichen eigene Software. Was im Falle Deutschlands ungefähr 1000000 Jahre dauern wird.

Merkwürdig, dass das Bundesland Schleswig-Holstein die Umsetzung 2021 startete und in diesem Jahr damit fertigt ist. 5 Jahre nur, statt Deiner Millionen Jahren.:bigok:
 
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Von einem Handwerker wird erwartet das er weiß wie er sein Werkzeug benutzt. Das wird von einem Büro Menschen nicht erwartet. Du musst als IT dem Office DAU helfen einfache Funktionen zu nutzen. Obwohl es eigentlich seine Verantwortung ist sich mit der Anwendung auseinander zu setzen und diese zu benutzen.
Du bringst da Dinge durcheinander. :d
Grundsätzlich hast du natürlich recht.

Im speziellen ist es aber so, dass vom Apparatschik eigentlich nur Linientreue und Kadavergehorsam erwartet wird.

Das ist nicht nur im Büro so.
Wenn du wüsstest, wie faul und untätig (und dadurch auch total ungeübt) die "Handwerker" (also Haustechniker, Angestellte vom Wasserwerk etc.) im öffentlichen Dienst sind... die sind zum größten Teil (löbliche Ausnahmen gibt es freilich) nur dafür da, dass sie die "Fachfirma" beauftragen und dieser die Türe öffnen und den Árbeitsbericht unterschreiben.
 
  • Danke
Reaktionen: Tzk
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