Bedingt.
Technisch machen sie das gleiche.
Entscheidend ist der Übergabepunkt.
Bei einem "echten" ONT gehört der mit zum Provider, der Provider stellt dir also einen Kupferanschluss zur Verfügung, mit einen LWL-Unterbau.
Dem gegenüber steht die passive Terminierung rein optisch, also nur der Glasfaseranschluss, sprich einfach nur die LWL-Box mit dem LWL-Port.
Der Provider stellt dir also "echtes" LWL zur Verfügung und sonst nichts weiter.
"echtes" ONT und Modem sind am Ende beides Modems, die LWL nach CU machen bzw. umgekehrt.
Zur Frage.
An sich kann man das Telekommodem auch an anderen Provideranschlüssen nutzen, sofern sie die selbe Technik haben.
Es gibt bei Glasfaser aber eine Säuglingshand voll an verschiedene Lösungen, die technisch nicht kompatibel sind und dementsprechend auch passende Terminierungen im Modem/Router brauchen.
Bei AVM muss man leider aufpassen, deren Portfolio ist sehr bescheiden.
Es gibt FBs mit festen LWL-Transceiver und welche mit SFP.
Von den SFPs gibt es entsprechend der LWL-Technik passende Transceiver, die aber nicht in jeder FB mit SFP-Port laufen. Besonders XG-PON ist davon betroffen.
5590 sollte alles können, auch die 5530, meine ich.
Das würde ich aber 10x gegenchecken, dann muss man nur den SFP tauschen, für die passende Technik, auch wenn es ein Upgrade gibt.
Persönlich würde ich das Modem nutzen, einfach weil ich dahinter dann unabhängig beim Router bin. Der kann dann alles haben, was ich brauche, Hauptsache der hat einen RJ45 für den Speed vom Modem.
Ich selber setze auf Draytek und mit dem kann man dann Glasfaser, DSL, Kabel oder auch 5G machen und das auch alles parallel. Hauptsache, wie gesagt, da ist irgendwo ein RJ45 Anschluss.
Und so kann man auch, wenn der Router mal kaputt ist, sich einfach mit einem PC weiterbehelfen, bis der neue Router da ist.
(oder man hält immer ein Ersatzgerät vor, je nach Geldbeutel und Wichtigkeit, muss man aber auch testen, regelmäßig tauschen, damit das dann im Ernstfall auch geht)
Wie du das dann hältst, ist dann dein Beritt.
Modem hat grundsätzlich den Vorteil, dass man eben jeden Router nehmen kann und den auch gegen was anderes austauschen kann, ohne dass man an den LWL-Anschluss denken muss, Hauptsache RJ45. So kann man seinen alten Router einfach weiterverwenden und dann später was anderes kaufen, auch wenn der Hersteller keine LWL-Geräte anbietet, oder nonLWL-Geräte bessere Features bieten oder billiger sind.
Einfach mehr Flexibilität. Dem gegenüber steht halt, dass man 2 Geräte mit 2x Stromversorgung hat.
Wenn es ne FB sein muss, dann würde ich darauf achten, dass die LWL-Technik austauschbar ist, eben mit SFP.
Denn auch die aktive Seite beim LWL geht mal kaputt und so muss man nur den SFP tauschen und nicht den ganzen Router weghauen.
EDIT:
Wenn Modem kaputt, dann müsste man auch ein Modem in Reserve haben, ist klar. (aber die kosten ja "nix")
2ndEDIT:
Nochmal zum Thema getrennte Technik. Das gilt bei mir auch fürs WLAN z.B. Es ist einfach alles separiert.
So ist man maximal flexibel, das erkauft man sich zum einen beim Preis, aber auch Komplexität, Geräteanzahl an sich usw.
Alles hat seine Vor- bzw. Nachteile.
3rdEDIT:
Dei der 7490 muss man halt Bedenken, dass die nur 1GBE hat. Sprich der Internetanschluss ist auf 1gbit beschränkt. Telekom bietet ja auch 2gbit an.
Beim Modem wäre man aber zumindest schon vorbereitet. So kann man dann später eine FB/Router mit 2,5GBE Anschluss (gebraucht) kaufen.