Spielentwicklung: Meta zieht gleich mehreren Studios den Stecker

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Meta hat mehrere seiner internen VR-Spielestudios geschlossen. Betroffen sind unter anderem Twisted Pixel Games, Sanzaru Games und Armature. Die Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Stellenabbaus innerhalb der Sparte Reality Labs, in der Meta seine Aktivitäten rund um Virtual Reality, Metaverse-Technologien und entsprechende Hardware bündelt. Medienberichten zufolge sollen rund zehn Prozent der Belegschaft dieses Bereichs abgebaut werden.
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War zu erwarten. VR hat sich bis jetzt kaum durchgesetzt und mit dem Spaß hat ja Meta glaub ich mehr als 70 Milliarden Verlust gemacht bis dato.
 
Naja, schaut man sich die Quest Verkaufszahlen an ist "kaum durchgesetzt" schon etwas übertrieben. Meta hat mehr Quest verkauft als Microsoft aktuelle XBox Konsolen. Wo Meta vor allem Geld verbrannt hat war mit ihren Metaverse Ambition und vor allem in Forschung. Würden sie die Quest sparte vom Rest trennen, könnte diese durchaus Gewinn machen, hätte Meta nicht noch ein anderes Problem: Raubkopien sind auf der Quest sehr verbreitet. Aber an sich wäre die Plattform groß genug um mit Inhalten genug einzunehmen.

Bei Meta ist eher das Problem, dass sie eben typisch Investoren Gelenkt sind, denen war die VR Sparte lange ein Dorn im Auge und KI ist jetzt der viel bessere Zug auf den man aufspringen kann, weil man hofft damit deutlich mehr Profit machen zu können. Meta ist halt kein Gaming Unternehmen sondern primär eine Datenkrake und KI passt da super mit rein, VR nicht so und AR hat ebenso bis jetzt versagt, obwohl alle gesagt haben AR würde es so viel leichter am Markt haben als VR. :d

VR könnte auch schon deutlich weiter sein, aber es ist halt nur eine Nische aus diversen Gründen, nicht nur technischer Natur. Das Microsoft WMR so schnell wie eine heiße Kartoffel hat fallen lassen, hat schon mal direkt kein gutes Signal nach außen gegeben. Das Sony zwar mit der PSVR2 ankam, aber dann schon wieder nicht richtig in Software investieren wollte, hat dem Ganzen auch nicht geholfen. Valve war auch eher zurückhaltend mit VR Inhalten, aber gut, die sind ja generell nicht mehr für Spiele Inhalte bekannt. Das Meta dann die Rift und damit PCVR quasi eingestampft hat (Quest sollte ursprünglich gar nicht PCVR unterstützen), hat VR auch nicht geholfen. Am Ende wurde deswegen dann PCVR mehr Nische und Quest quasi Monopolist bei mobilem VR, Pico kann man nur am Rand mit zählen, deren Erfolg ist leider überschaubar.

Ich erinnere mich noch wie Sony in den ersten Jahren mal bei einem Event, bei dem unterschiedlichste Leute aus dem VR Bereich zusammen saßen, meinte, dass man VR nur gemeinsam groß machen kann und in dem man erst mal investieren muss. Tja, das Ergebnis 10 Jahre später sieht ernüchternd aus. Außer Meta hat Sony nur wenig investiert und Microsoft so wenig wie möglich und das war denen schon zu viel. VR hat nun mal das Henne Ei Problem, die Hardware braucht auch Software, also hochwertige Inhalte, keine Techdemos.

Und trotzdem, die Quest ist weit verbreitet, PCVR lebt und wird durch die Steam Frame noch mal ein wenig an Fahrt aufnehmen, sonst gibts ja noch Pimax und ein paar andere Hersteller, die immer mal wieder mit neuen PCVR Brillen um die Ecke kommen. Tot ist VR definitiv nicht, aber was Meta da wieder macht eben auch wieder ein Bremsklotz für die VR Branche.

Eigentlich ist die Steam Frame zeitlich gar nicht so schlecht dran, fällt mir so auf. Metas halber Rückzug eröffnet Konkurrenz wieder mehr die Türen und die hohen Preise was Speicher, Grafikkarten etc. spricht auch für die Steam Frame. Warum? Weil sie mit ihren 2160x2160 pro Auge eher gering auflöst, dazu aber noch Eye-Tracking hat, was perfekt auch für Foveated Rendering genutzt werden kann um Leistung einzusparen. Die Steam Frame dürfte auf nicht ganz so starker PC Hardware immer noch ordentlich VR Performance liefern.
 
Naja, schaut man sich die Quest Verkaufszahlen an ist "kaum durchgesetzt" schon etwas übertrieben. Meta hat mehr Quest verkauft als Microsoft aktuelle XBox Konsolen. Wo Meta vor allem Geld verbrannt hat war mit ihren Metaverse Ambition und vor allem in Forschung. Würden sie die Quest sparte vom Rest trennen, könnte diese durchaus Gewinn machen, hätte Meta nicht noch ein anderes Problem: Raubkopien sind auf der Quest sehr verbreitet. Aber an sich wäre die Plattform groß genug um mit Inhalten genug einzunehmen.
Ich habe auch geschrieben dass sich VR, und nicht die Quest, nicht durchgesetzt hat. VR ist und bleibt sehr wahrscheinlich Nische.

Bei Meta ist eher das Problem, dass sie eben typisch Investoren Gelenkt sind, denen war die VR Sparte lange ein Dorn im Auge und KI ist jetzt der viel bessere Zug auf den man aufspringen kann, weil man hofft damit deutlich mehr Profit machen zu können. Meta ist halt kein Gaming Unternehmen sondern primär eine Datenkrake und KI passt da super mit rein, VR nicht so und AR hat ebenso bis jetzt versagt, obwohl alle gesagt haben AR würde es so viel leichter am Markt haben als VR. :d
VR ein Dorn im Auge? Wieso wurde dann so lange und so massiv in Reality Labs gesteckt? Den Investoren war es ein Dorn im Auge, weil die Ausgaben groß und das Einkommen klein war. Meta ist ein börsennotiertes Unternehmen also normal, dass man im Interesse der Investoren handelt.
 
Ich habe auch geschrieben dass sich VR, und nicht die Quest, nicht durchgesetzt hat. VR ist und bleibt sehr wahrscheinlich Nische.
Sehe ich nicht so, VR ist die letzten Jahre weiter und weiter gewachsen, nur eben sehr langsam. Mit besserer Technik findet es auch immer mehr Akzeptanz.
VR ein Dorn im Auge? Wieso wurde dann so lange und so massiv in Reality Labs gesteckt? Den Investoren war es ein Dorn im Auge, weil die Ausgaben groß und das Einkommen klein war. Meta ist ein börsennotiertes Unternehmen also normal, dass man im Interesse der Investoren handelt.
Ja, VR war den Investoren ein Dorn im Auge. Es war Zuckerberg, der das lange entgegen dem Wunsch der Investoren durchdrückte, weil es ihm persönlich so wichtig war. Und wäre die wirtschaftliche Lage allgemein nicht schwierig, würde er es vermutlich weiterhin tun, aber in der Situation muss auch er einknicken. So wenig ich auch Meta mag, aber ich gestehe Zuckerberg zu, dass er absolut überzeugt davon war, so besessen wie er davon war und Facebook gar in Meta umbenannt hat. Es wäre auch denkbar, dass er sich nur jetzt auch KI konzentriert, weil auch diese für ein Metaverse benötigt wird und auch die AR/VR Technik noch nie da ist wo er sie gerne hätte. Also mal abwarten was Meta so weiter treiben wird, auch wenn ich selbst seit Rift Ende raus bei Meta bin, mich interessiert nur PCVR.

Ich mag bei Meta viel ankreiden können, aber ich kann einfach auch nicht leugnen, dass kein andere Unternehmen so viel da rein investiert hat wie Meta. Vielleicht zu viel, ja, aber im Vergleich dazu haben alle andere zu wenig investiert und mit zu wenig auf einen Durchbruch gehofft. VR braucht gute Inhalte, Punkt. Aber das schein ein generelles Problem bei Hardware mit Software Abhängigkeit zu sein. Schon so viel Hardware gesehen, wo die Software Seite dermaßen vernachlässigt wurde (bzw. reift beim Kunden... oder auch nicht), dass es das eigentliche Hardware Produkt runtergezogen hat und primär dann daran scheiterte. So funktioniert das eben nicht.
 
Sehe ich nicht so, VR ist die letzten Jahre weiter und weiter gewachsen, nur eben sehr langsam. Mit besserer Technik findet es auch immer mehr Akzeptanz.
Ich dachte, dass sich mit der Apple Vision Pro da bissl mehr tun wird. Aber ich finde genau die Vision Pro ist ein gutes Beispiel auf deine Anspielung bzgl. Software. Ja, der Preis ist viel zu hoch aber es gibt kaum relevante Apps dafür und an gebotenen Apps habe ich nicht viele gesehen, die einen Kauf rechtfertigen würden. Apple behandelt auch Entwickler weiterhin wie Sau. Für Konzerte und Sport können VR/AR echt gut werden. Hat Apple teils gezeigt mit der Vision Pro.
 
Ja, wobei die Appel Vision Pro jetzt Hardware-seitig nur bedingt gut ist. Sie ist viel zu klobig und schwer damit man sie länger tragen kann. Das Gegenteil was die Leute eigentlich wollen: eine leichte VR Brille. Wenn ich eines über die Jahre gelernt habe, dann das der Tragekomfort für viele Nutzer absolut nichts unwichtiges ist und da ist die Vision Pro einfach zu frontlastig. Wie kleine es theoretisch ginge, hat ja schon die BigScreen Beyond gezeigt, auch wenn da der Standalone Stack fehlt, zeigt es wie kompakt es ginge und das es nicht mehr allein am optischen Stack liegt.

Aber ja, gerade die großen Unternehmen wie Apple, Sony und Microsoft zeigen doch immer wieder, dass sie es gerne Anderen überlassen für Inhalte zu sorgen. Die Plattform allein zu stellen und ein bisschen was für Inhalte zu tun ist aber zu wenig. So ein Ökosystem braucht ein Minimum an qualitativ hochwertigen Inhalten um die Leute eben länger begeistern zu können. Aber scheinbar muss heute für viele Unternehmen ein neues Produkt direkt eine Cashcow sein oder die Unterstützung wird runtergefahren. Es scheint kaum noch langfristige Investitionen zu geben, außer in absolute Hype Blasen wie KI. Und nicht mal da ist abzusehen ob KI am Ende wirklich für so viel Profit sorgen wird wie die Summen die darin versenkt werden. Wird interessant wenn da der Geldhahn zugedreht wird, weil die Investoren kein Geld mehr verbrennen wollen.

Das merkwürdige bei Meta ist halt auch, dass sie ausgerechnet die 3 Studios geschlossen haben, die zuletzt sehr gute VR Titel für die Quest abgeliefert haben und damit dem Ökosystem Gut getan haben. Vielleicht wurde zu viel illegal kopiert und die Einnahmen waren zu schlecht.
 
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