Naja, schaut man sich die Quest Verkaufszahlen an ist "kaum durchgesetzt" schon etwas übertrieben. Meta hat mehr Quest verkauft als Microsoft aktuelle XBox Konsolen. Wo Meta vor allem Geld verbrannt hat war mit ihren Metaverse Ambition und vor allem in Forschung. Würden sie die Quest sparte vom Rest trennen, könnte diese durchaus Gewinn machen, hätte Meta nicht noch ein anderes Problem: Raubkopien sind auf der Quest sehr verbreitet. Aber an sich wäre die Plattform groß genug um mit Inhalten genug einzunehmen.
Bei Meta ist eher das Problem, dass sie eben typisch Investoren Gelenkt sind, denen war die VR Sparte lange ein Dorn im Auge und KI ist jetzt der viel bessere Zug auf den man aufspringen kann, weil man hofft damit deutlich mehr Profit machen zu können. Meta ist halt kein Gaming Unternehmen sondern primär eine Datenkrake und KI passt da super mit rein, VR nicht so und AR hat ebenso bis jetzt versagt, obwohl alle gesagt haben AR würde es so viel leichter am Markt haben als VR.
VR könnte auch schon deutlich weiter sein, aber es ist halt nur eine Nische aus diversen Gründen, nicht nur technischer Natur. Das Microsoft WMR so schnell wie eine heiße Kartoffel hat fallen lassen, hat schon mal direkt kein gutes Signal nach außen gegeben. Das Sony zwar mit der PSVR2 ankam, aber dann schon wieder nicht richtig in Software investieren wollte, hat dem Ganzen auch nicht geholfen. Valve war auch eher zurückhaltend mit VR Inhalten, aber gut, die sind ja generell nicht mehr für Spiele Inhalte bekannt. Das Meta dann die Rift und damit PCVR quasi eingestampft hat (Quest sollte ursprünglich gar nicht PCVR unterstützen), hat VR auch nicht geholfen. Am Ende wurde deswegen dann PCVR mehr Nische und Quest quasi Monopolist bei mobilem VR, Pico kann man nur am Rand mit zählen, deren Erfolg ist leider überschaubar.
Ich erinnere mich noch wie Sony in den ersten Jahren mal bei einem Event, bei dem unterschiedlichste Leute aus dem VR Bereich zusammen saßen, meinte, dass man VR nur gemeinsam groß machen kann und in dem man erst mal investieren muss. Tja, das Ergebnis 10 Jahre später sieht ernüchternd aus. Außer Meta hat Sony nur wenig investiert und Microsoft so wenig wie möglich und das war denen schon zu viel. VR hat nun mal das Henne Ei Problem, die Hardware braucht auch Software, also hochwertige Inhalte, keine Techdemos.
Und trotzdem, die Quest ist weit verbreitet, PCVR lebt und wird durch die Steam Frame noch mal ein wenig an Fahrt aufnehmen, sonst gibts ja noch Pimax und ein paar andere Hersteller, die immer mal wieder mit neuen PCVR Brillen um die Ecke kommen. Tot ist VR definitiv nicht, aber was Meta da wieder macht eben auch wieder ein Bremsklotz für die VR Branche.
Eigentlich ist die Steam Frame zeitlich gar nicht so schlecht dran, fällt mir so auf. Metas halber Rückzug eröffnet Konkurrenz wieder mehr die Türen und die hohen Preise was Speicher, Grafikkarten etc. spricht auch für die Steam Frame. Warum? Weil sie mit ihren 2160x2160 pro Auge eher gering auflöst, dazu aber noch Eye-Tracking hat, was perfekt auch für Foveated Rendering genutzt werden kann um Leistung einzusparen. Die Steam Frame dürfte auf nicht ganz so starker PC Hardware immer noch ordentlich VR Performance liefern.