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Meta zieht gleich mehreren Studios den Stecker

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Meta zieht gleich mehreren Studios den Stecker
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Meta hat mehrere seiner internen VR-Spielestudios geschlossen. Betroffen sind unter anderem Twisted Pixel Games, Sanzaru Games und Armature. Die Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Stellenabbaus innerhalb der Sparte Reality Labs, in der Meta seine Aktivitäten rund um Virtual Reality, Metaverse-Technologien und entsprechende Hardware bündelt. Medienberichten zufolge sollen rund zehn Prozent der Belegschaft dieses Bereichs abgebaut werden.

Die Schließungen wurden zunächst durch betroffene Entwickler öffentlich gemacht und später von Meta bestätigt. Twisted Pixel Games, gegründet 2006, war für technisch reduzierte, aber spielmechanisch präzise Titel bekannt und hatte sich zuletzt auf VR-Produktionen konzentriert. Das Studio entwickelte unter anderem Marvel’s Deadpool VR, das 2025 für das Meta Quest 3 erschien und dessen Hardwarefunktionen wie Hand-Tracking und präzise Bewegungssteuerung nutzte.

Reality Labs ist unter anderem für die Entwicklung der Meta-Quest-Headsets verantwortlich gewesen, zuletzt für das Meta Quest 3. Das Gerät setzt auf ein autarkes VR-System mit integriertem Prozessor, Inside-out-Tracking ohne externe Sensoren und hochauflösenden Displays für Mixed-Reality-Anwendungen. Trotz technischer Fortschritte und einer stärkeren Ausrichtung auf Standalone-Hardware scheint Meta seine Investitionen in klassische VR-Inhalte nun zu reduzieren.

Auch Sanzaru Games, ebenfalls 2006 gegründet, wurde geschlossen. Das Studio hatte mit Asgard’s Wrath und Asgard’s Wrath 2 umfangreiche VR-Rollenspiele realisiert, die speziell auf die Leistungsfähigkeit der Oculus- beziehungsweise Meta-Quest-Plattform zugeschnitten waren. Asgard’s Wrath 2 wurde als kostenloser Starttitel für das Meta Quest 3 ausgeliefert und nutzte dessen verbesserte Grafikpipeline, höhere Rechenleistung und optimierte Controller-Erfassung.

Meta begründete die Schließungen mit einer strategischen Neuausrichtung. Ein Unternehmenssprecher erklärte, dass Investitionen vom Metaverse-Bereich hin zu Wearables verlagert würden. Dazu zählen unter anderem smarte Brillen und tragbare Recheneinheiten, die stärker auf Augmented Reality, Sensorik und KI-gestützte Funktionen setzen. Die eingesparten Mittel sollen in das Wachstum dieser Produktkategorie reinvestiert werden.

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