So Leute, die EarEquals sind eingetroffen und es war eine sehr interessante Erfahrung. Auf der Webseite von EarEqual war kein richtiger Guide vorhanden, so musste ich mich teils Stundenlang durch Handbücher und Foren + fehlerhafter KI Vorschläge zum Vorgehen durchwühlen, bis ich es endlich als absoluter Laie hinbekam Messungen erfolgreich durchzuführen.
Aber es gibt erste Ergebnisse, welche durchaus positiv sind, aber es bedarf leider weitere Anpassung um die Klangsignatur zu erreichen, welche ich scheinbar bvorzuge. Sollte der Hochtonbereich sich auch bei anderen Kopfhörern ähnlich messen bei meiner Frau, verstehe ich auch endlich, wieso sie immer mehr Details raushören konnte als ich, da bei mir eine Talfahrt vorkommt, die es bei ihr nicht gibt und es erklärt, wieso ich bei Stimmen immer besonders viele Probleme ihr gegenüber hatte und sie nicht genug davon bekam.
Wenn ich eines aus den Messungen gelernt habe, dann das es sehr hilf und lehrreich ist, besser zu verstehen, wo Probleme vorhanden sind.
Da ich gerade nichts besseres als Kopfhörer hier habe, der Rest ist nur bestellt und nicht geliefert, kann ich mich nur am Audeze Maxwell 2 austoben.
Dies ist eine gemittelte Messung von links/rechts mit EarEquals Target Curve
Dies ist die gemittelte AVG Curve mit Harman 2018 als Target Curve
Dies ist die Target Curve mit dem geschätzten Ergebnis nach EQ
Und zuletzt das Ergebnis AVG Curve nach EQ nach EarEqual Referenz statt Harman 2018 und es kam sogar bisschen besser raus als erwartet und ist wirklich nah am geschätzten Ergebnis dran
Fazit
Das ist die erste vorsichtige Aussage zu den Messungen und dem AutoEQ von REW, wo ich mich auf 10 Bänder fixiert habe, da ich ausschließlich mobil Musik höre und daher nicht per Ohr und über mehr als 10 Bänder hinaus korrigieren kann.
- Die Harman 2018 habe ich noch nicht probiert, scheinbar würde dieser noch mehr Details liefern
- ab 2-3kHz beginnen die Probleme und von dort an wird es schwer das zu bändigen, wobei ich glaube, das wir noch recht gut davon kommen
- die Bässe sind mir so denke ich ein wenig zu kräftig, evtl ist das auch nur gewöhnungssache
- Songs klingen mit den Maxwell deutlich detaillierter und ausgewogener als zuvor, sie sind teils schon echt messerscharf, ohne das sie wirklich einschneiden, es ist einfach nur ungewohnt sie so präsent zu hören
- schlecht gemasterte Songs werden teils sehr ungemütlich damit, da ich zu viele Fehler heraushören kann, welche mir so vorher kaum bewusst wurden und daher weniger störten
Ob das korrekt ist? Kein Plan, wer weiß das schon? Vielleicht sind die Fehler schon bei Instrument oder Gesang vorhanden gewesen, evtl die Stimme tatsächlich schräg, evtl ein schlechtes Mikrofon genutzt oder positioniert worden, oder der Audio Ingenieur hat bei der Abmischung schlichtweg über/untertrieben, da passiert soviel mit den Songs, bevor sie unsere Kette erreichen, was wir nicht beeinflussen können.
Allerdings führt für mich jetzt kein Weg mehr daran vorbei bei den Mikrofonen zu bleiben, alleine das Wissen messen zu können, was bis zum Gehörgang mit dem Sound durch meine Ohrgeometrie passiert, ist faszinierend und das es definitiv eine große Verbesserung ist, obwohl sie vorher schon ein gutes Messergebnis produziert haben. Aber all die kleine Anpassungen haben echt viel bewirkt.