[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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Jo fand das Angebot vom AG i.O.
Auf der einen Seite weiß ich es ja zu schätzen, dass der BR versucht das Beste rauszuholen, andererseits frage ich mich ob das hier wirklich so sinnvoll ist. Unser AG scheint in letzter Zeit wegen jedem Scheiß vor Gericht zu gehen wenn ihm was mit dem BR nicht passt, die haben wohl atm schon über 5 Fälle vor Gericht wo der BR wegen irgendwelchen Themen widersprochen hat :fresse: Also von guter Zusammenarbeit ist man hier inzwischen sehr weit entfernt.
Heißt natürlich im Umkehrschluss, dass sie in Zukunft von mir wegen jedem Schnupfen nen gelben Schein bekommen, ich schlepp mich sicher nicht mehr krank zur Arbeit.

Es kam gerade das Statement vom BR, das statement vom MB sei "missleading" da die Verhandlungen noch nicht gescheitert seien da man jetzt mit Mediator verhandle. Keine Ahnung, komplette Clownshow ich lass die jetzt einfach mal machen 🤣
Ich überlege gerade ob eurer BR auch heimlich in unserem PR tätig ist 🤣

Aber bei uns hat man sich dann doch relativ kurz vorher geeinigt. Und der PR hat gemerkt, dass es eben kein Recht auf HO gibt und da somit (grundsätzlich) der AG am längeren Hebel sitzt.
 
dass es eben kein Recht auf HO gibt und da somit (grundsätzlich) der AG am längeren Hebel sitzt.
Das ist ja bekannt, der BR sagt halt, dass das mit den 5 Tagen ein Bluff ist. Die Argumentation ist auch schlüssig, bei einem Mobile Work Agreement ist der BR mitbestimmungspflichtig, der AG kann es aber kündigen, dann gibt es gar nichts mehr, also sprich die gefürchtete 5 Tage Office Woche ohne Ausnahmen und Flexibilität wäre dann der Fall.


Das Argument vom BR ist, dass der AG selber ein Interesse an nem Agreement hat, weil wenn es ihnen egal wäre, könnte sie den status jetzt so belassen, das aktuelle Agreement ist ja auf 31.12. gekündigt und dann müssten alle ins Büro. Warum der AG weiterhin selber ein Mobile Work Agreement möchte, ist relativ simpel: Es wäre operativ quasi unmöglich die Firma ohne weiter zu führen. Wir haben hunderte Kollegen die regelmäßig Bereitschaft machen, d.h. die sind dann z.B. für ne Woche 24/7 on call und müssen dann halt kurzfristig verfügbar sein. Diese Tätigkeit wird natürlich fast immer Remote gemacht und da gibts dann ja auch Sonderregeln für die Arbeitszeit. Wenn die jetzt nicht mehr mobil arbeiten dürfen müssten die für die Tätigkeit ja Onsite kommen das wäre dann nicht mehr nur ne pauschale Vergütung sondern richtig Arbeitszeit mit allen Konsequenzen inkl. der 11h Regel usw.. Das wäre extrem teuer, man müsste mehr Leute einstellen weil die Kollegen würden dann ja auch für ihre normale Arbeit ausfallen usw.. Also absolutes Chaos und operativ unmöglich, vorallem nicht in den nächsten zwei Monaten umzusetzen.

Aber bei uns hat man sich dann doch relativ kurz vorher geeinigt.
Ich gehe auch davon aus, dass das bei uns noch passiert, es wird jetzt ja ne Schlichtungsstelle eingeschaltet. Der BR meinte, dass der AG jetzt wieder Dinge aus der Schlichtungsmasse rausgestrichen hat die er vorher schon angeboten hat, wahrscheinlich damit man dann wieder sagen kann man fügt das noch hinzu um sich in ne gemeinsame Richtung zu bewegen. Es ist einfach ein unfassbares Kaspertheater mittlerweile, kann nur noch den Kopf schütteln. Dann kommt vom MB ein Intranet Post wo sie so tun als wären sie unschuldig und der BR an allem schuld, dann 2h später vom BR in die umgekehrte Richtung usw... Es ist einfach nur noch zum Fremdschämen.
 
Ich glaube schon, haben aktuell 4 Gebäude aufm Campus und das fünfte ist fertig und kann wohl bald bezogen werden. Ob da jetzt zuerst die Henne oder das Ei da war weiß ich nicht, ich vermute da aber eine gewisse Kausalität :shot:
 
WTF HO und dann Arbeitsplätze aufbauen ist aber kein gutes Zeichen dafür das AG so "kullant" sein möchte. Eigentlich baut jede Firma die HO ernst nehmen eher stationäre AP ab und reduziert die Fläche. Außer alle müssen an genau festgelegten Tagen gleichzeitig ins Büro. Bei uns wurde z.B. 2/3 der Fläche reduziert d.h. selbst wenn alle mal ins Büro müssten gibt es nicht genug plätze für mehr als die Hälfte. Wir buchen uns die Plätze wie man ein Zimmer im Hotel online buchen würde.
 
Na wenn er sagt er möchte dass alle MAs Di-Do im Office sind, braucht er da ja trotzdem die Fläche auch wenn er das ernst meint. Freitag und Montag sind die dann quasi leer, aber das ist aktuell auch schon so. Full Remote ist bei uns schon seit Jahren vorbei, das wurde direkt nachdem Covid "vorbei" war wieder abgeschafft.
 
Ziemlich genau 3 1/2 Monate Selbstständigkeit liegen nun hinter mir. So langsam spielen sich alle Prozesse ein. Zudem hab ich heute den ersten wegweisenden Einkauf getätigt: Lenovo ThinkCentre für den ersten "Angestellten". Zunächst auf Freiberuflicher Basis arbeitet er mir 2-3 Fälle im Monat zu. Diese sortiere ich vorher als Kategorie "Fleißarbeit" aus. Die Ausarbeitung muss ich natürlich dann kontrollieren, ich kenn den Kollegen jedoch aus frühere Zeiten und schätze ihn als sehr kompetent ein. Er hat nur aus privaten Gründen das Tätigkeitsfeld hauptberuflich gewechselt und freut sich über die nebenberufliche Tätigkeit / den Extraverdienst.
 
Nun im Oktober ist meine dreistufige Anhebung von ursprünglich 5022€ Bruttomonatsgehalt, mit dem ich letztes Jahr im März angefangen bin, nun endgültig auf 5730€ angekommen. Dies war aufgrund unseres neuen Entgeltrahmentarifs so in drei Stufen möglich, der letzte Sprung von April bis Oktober war nun finanziell der größte seit der Bekanntgabe der Rolleneingruppierung letztes Jahr im November.

Tarifverhandlungen stehen nächstes Jahr auch wieder ins Haus.

Mein Vorgesetzter und ich arbeiten gerade stark daran mich in 1-2 Jahren in die nächste und somit letzte Tarifgruppe zu bekommen, indem wir seine Directs reduzieren und diese mir unterstellen. Was auch Sinn ergibt, da wir im April diesen Jahres ein Insourcing der GF vorgestellt haben, welches abgesegnet wurde. Damit reduzieren wir in den nächsten fünf Jahren ca. 20 Personen die als Dienstleister derzeit fast dauerhaft für uns im Unternehmen arbeiten und züchten uns eigene Mitarbeiter ran, die nach und nach die Dienstleister ersetzen werden. Drei bis vier Personen werden als Dienstleister für die notwendige Flexibilität jedoch verbleiben.

Wir schauen Mal, wie gut das funktioniert und ob man brauchbare Mitarbeiter findet, damit steht und fällt das Ganze. Die Ausbildung startet auch wieder durch, sodass wir diese auch übernehmen werden, sofern sie möchten und einen gutes Bild abliefern.
 
Hallo zusammen,

ich bin gerade in folgender Situation und bin mir unsicher. Ich habe bereits länger überlegt… komme jedoch nicht zu Entscheidung.

Ich bin Angestellter Fachinformatiker in einem Systemhaus. Ich bin soweit zufrieden - bis auf die Zukunftsperspektiven und Gehaltssprünge. Sehr wahrscheinlich wird sich meine Position nicht großartig ändern und Gehalt wird eben ab und zu etwas erhöht (wie man das so kennt).

Die zugeteilten Aufgaben fallen mir aufgrund von Berufserfahrung leicht. Auch kann ich Remote-Arbeiten, also kein/wenig Berufsverkehr für mich. Das ist ein großer Bonus für mich, da ich auch die Pendler-Seite kenne. Ich organisiere mich bzgl Kundenterminen und vielen Aufgaben selbst. Große Projekte werden entsprechend zugeteilt.

Nun hat sich ein guter Freund vor einigen Monaten mit einem Systemhaus selbstständig gemacht.

Natürlich wurde ich gefragt, ob ich mitmachen möchte.
Wir beide als Geschäftsführer (GmbH besteht bereits) - er Schwerpunkt Vertrieb / ich Schwerpunkt Technik und natürlich alles im Team…

Auf der einen Seite reizt es mich extrem einen neuen Abschnitt zu Beginnen.
Auf der anderen Seite eben Sicherheit und Gewohnheit.

Auch die Freundschaft ist/kann bei der Zusammenarbeit ein Faktor werden.

Vielleicht habt ihr noch eine andere Sichtweise

Danke schonmal
 
Wie alt bist Du denn? Kinder, Verpflichtungen, Schulden, etc.?

Ohne Hintergrundinfos kann man wenig Sinnvolles zu Deiner Situation sagen. Ich würde ohne Betrachtung der Umstände immer sagen: Machen. Bin seit 26 Jahren selbstständig und habe es nie bereut. Konnte davor aber auch nie gut mit Vorgesetzten. 😅
 
Würde das wie folgt machen:
+1
Langsam rantasten solange man das sichere Netz einer Festanstellugn hat schadet nicht - und egal obs am Ende klappt oder nicht kriegt man damit richtig gute Erfahrung (Fachlich und über sich selbst), die sich auch im Lebenslauf gut liest ;)
 
Ich würde auch sagen: Machen.

Sofern keine gewichtigen Gründe dagegen sprechen die "sichere" Angestelltenposition aufzugeben. Aber was ist heutzutage schon sicher? Hatte auch vor Jahren mal überlegt was eigenes aufzubauen, mich aber nicht getraut. Heute sage ich: Das hätte funktioniert.

Arbeitsscheu solltest du aber nicht sein. ein 9 to 5 kannst du damit vergessen. Oft krank? Dann auch eher im Angestelltenverhältnis bleiben.

Sprich mit deinem AG über deine Pläne und entwerft gemeinsam eine Strategie für deinen weiteren Weg. Unterstützt du noch weiter? Wird dein AG eventuell einer deiner neuen Kunden? Falls es scheitert, einen Weg zurück offen halten. Wichtig ist: Keine verbrannte Erde hinterlassen. Immer freundlich bleiben und keine Rache an Kollegen oder Arbeitgeber. Bringt dich nicht weiter und kann nur schaden.
 
Mein Ansatz wäre: Gründlich nachdenken, einmal Zahlen usw. komplett durchrechnen und dann All or Nothing. Entweder Vollgas dabei oder lassen, keine halbe Sachen oder ähnliches. Aber natürlich vorher gut überlegt.
 
Als nun mehr 10 Jahre in der Selbstständigkeit kann ich dir sagen, dass es sich sowohl finanziell als auch persönlich, Leute-Firmen-Prozesse-Kennenlernen und auch in sonstigen Belangen, sehr im Positiven Bereich bewegt. Wenn die Bude läuft, gibt es keine Nachteile. Schwierig wirds halt, wenn es nicht läuft und keine Kohle rein kommt. Dann muss man mal sehen wie es weiter geht.

Aber kurz und knapp: Machen und Gas geben! Wenn es einem nicht liegt, dann halt wieder ins Angestelltenverhältnis. Problematisch wäre für mich, der 2te Gesellschafter bzw. der eigentliche Eigentümer von dem Konstrukt. Das kann gerne lang und gut ohne Probleme funktionieren, aber sollte es zum Eklat kommen, kann es schwierig werden. Da würde ich direkt von Anfang an alles klipp und klar regeln, damit es später kein böses Erwachen gibt.
 
Es las sich jetzt erstmal so, als würde er GF und nicht Gesellschafter werden, da es die GmbH ja schon gibt.
 
Achso: Gerade als Geschäftsführer solltest du dich vorher einmal kritisch und selbstreflektiert hinterfragen, ob du dafür gemacht bist "Chef" zu sein und das auch auf zwischenmenschlicher Ebene dein Ding ist.
 
Als Selbstständiger im IT Sektor würde ich auch empfehlen das mal auszuprobieren. Der Invest ist fast nicht nennenswert und wenn's nicht klappt findest Du schon wieder eine Stelle (oder gehst zum alten AG zurück),
 
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