Einen Mitarbeiter der nie vor Ort sein muss den kann man eben auch einfach über Nacht durch einen irgendwo im Land - evtl sogar im Ausland - ersetzen der fachlich genausogut - oder besser - ist aber vielleicht nur die Hälfte kostet ohne dass das so sehr den Arbeitsablauf betrifft.'
Das hat man komplett unabhängig von HO oder Vorort schon längst getan und tut es weiterhin...
Das ironische dabei ist genau andersrum: Wenn man so einen Arbeitsplatz deutlich günstiger besetzen kann, verfliegt der Zwang mancher Arbeitgeber die Mitarbeiter aber unbedingt im Büro sitzen sehen zu wollen auf magische Weise.
Abgesehend davon sind wir Dienstleister im Projektgeschäft. D.h. ich sitze nicht 20 Jahre lang im gleichen Projekt, sondern meine Projekte wechseln sowieso "öfter". Ich verschwinde aus diesen Projekten sowieso irgendwann wieder. Das ist auch so beabsichtigt. Wir werden ja idR von anderen Firmen beauftragt, die keine eigene Softwareentwicklung haben, oder gerade ein Projekt laufen haben, was deren eigene Softwareentwicklung nicht alleine stemmen kann. Irgendwann ist das Projekt aber fertig, wird eingestellt, oder die eigene Softwareentwicklung kann den Rest doch irgendwann alleine fertig machen... dann bin ich natürlich raus.
Ahja, und meine Vertrauensarbeitszeit ist eben Vertrauenssache. Ich kann mir das weitgehend frei einteilen, aber wenn ich desöfteren gerade zu angesetzten Meetings nicht erscheinen würde, dann würde ich sicherlich irgendwann eine auf den Deckel kriegen.
Weil auch Mitarbeiter/Teams in anderen Zeitzonen beteiligt sind, versucht man natürlich auch Meetings so zu legen, das das möglichst nicht für manche Kollegen mitten in der Nacht wäre.
Ein Kollege von mir hat früher auch mal in einem US-Projekt gearbeitet, da saßen fast alle in Kalifornien. Der hat dann hierzulande auch (freiwillig) meistens eher von 14 bis 22 Uhr gearbeitet.
