
https://www.derbund.ch/bolivien-goalie-laesst-penalty-absichtlich-passieren-194407837201
In Bolivien kam es zu einem Eklat. Es lief bereits die 24. (!) Minute der Nachspielzeit. Da wurde es Goalie Gustavo Tesonotte zu bunt.
Goalie Gustavo Tesonotte hat die Schnauze voll.
Kennen Sie das? Wenn Sie einfach keinen Ausweg mehr sehen und sich denken: «Ach, blast mir doch in die Schuhe!» So oder so ähnlich ist es wohl Goalie Gustavo Tesonotte ergangen. Der 28-jährige Argentinier hat in seiner Karriere möglicherweise schon so einiges gesehen, aber so etwas Kurioses, wie es da in Bolivien vonstattenging, das geht ja wohl gar nicht.
Tesonotte spielt für den bolivianischen Club Wilstermann Cooperativas. Der traf in der Copa Simón Bolívar auf Atlético Independiente. Im Video, das sich aktuell im Internet rasant verbreitet, ist zu sehen, dass sich die Partie bereits in der
24. (!) Minute der Nachspielzeit befindet – obwohl lediglich 6 Minuten angezeigt worden waren.
Das ist noch nicht der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Denn das war der
Penalty, der in der erwähnten 114. Minute gegeben wurde. Im Video ist nicht ersichtlich, weshalb es zu dieser Entscheidung kam. Das sah auch Tesonotte so.
Er konnte diese Entscheidung nicht verstehen, wollte sie nicht verstehen. Und er dachte sich wohl: Schluss jetzt.
Denn als es zur Ausführung des Penaltys kam, stellte sich der Keeper an den Pfosten mit dem Rücken zum Ball. Zwar drehte er sich noch etwas seitwärts, aber er griff nicht ein. Er sah, wie Stürmer Junior Adiri den Ball ins Tor beförderte, das Heimteam Atlético Independiente gewann 3:2.
Später erklärte der Goalie, er habe sich mit seinen Mitspielern abgesprochen und sie seien gemeinsam zum Entschluss gekommen, so gegen die Schiedsrichterentscheidung zu protestieren.
Wie die «Marca» berichtet, erklärte die nationale Schiedsrichterkommission des bolivianischen Fussballverbandes den Penalty im Nachhinein für ungültig und suspendierte Schiedsrichter Carlos Arteaga auf unbestimmte Zeit.