[Sammelthread] Geldanlagen (Der -390% Stammtisch)

Dennoch bin ich ebenfalls der Meinung, dass ebenso wie der Sparer Pausch Betrag, die 400k vom Markt hoffnungslos überholt worden sind. Hier in Oberbayern kostet quasi jedes „normale“ Reihen oder Doppelhaus so 700-800k aufwärts,

Denke, viele würden da ne Anpassung als fair empfinden. Ist ja auch sehr regionsabhängig. Es gibt immer noch viele Gegenden in DE, wo das gar nicht zum Tragen kommt.

efh ab 1 mio nach oben offen. Das sind ganz normale Leute. Keine Millionäre. Unter 100k Haushaltseinkommen.

Naja, wer ein EFH im Wert von einer Million Euro besitzt, den würde ich durchaus als Millionär bezeichen :d
Ich vermute aber, du meinst mit "Millionär" etwas anderes. Villa ist für mich auch was anderes.

Das Problem mit den linken Fantasien ist wie immer: Mn spricht von „Superreichen“ aber in der Realität trifft es dann wie immer die Mittelschicht.

Alles ne Frage der Ausgestaltung. Diese Art des Freibetrags ist an sich sinnvoll, man müsste nur die Grenze hochsetzen und dann auch konsequent umsetzen. Davon hätte die Mehrheit der Bevölkerung tatsächlich etwas. Stattdessen wird jegliche Idee mit geringen Freibeträgen so schlecht geredet, dass jeder denkt, er sei betroffen.
 
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Naja, ich seh das natürlich durch meine persönliche Brille. Wir haben hier ein Haus. Unser Leben drum herum aufgebaut. 600 km von meinen Eltern weg, 180 von denen meiner Frau. Über 400k Schulden. Ob das nun ein „Lottogewinn“ ist kannst Du entscheiden, aber Fakt ist wir zahlen mindestens bis zur Rente das Haus ab.

Aber zur generellen Thematik: mit der Logik im hier und jetzt leben, alles verprassen und Nix hinterlassen weil es sich sonst Papa Staat holt - dann könnten wir auch auf Umweltschutz schei*** weil geht uns ja nichts mehr an und jeder ist selbst verantwortlich… 🙄.

Ich finde das sehr schön, wenn die Eltern einem etwas hinterlassen und arbeite bereits daran, dies für unsere Tochter ebenso zu ermöglichen.
 
Wie bereits von mehreren eingewendet wurde, sehe ich auch keinen Grund, warum der Staat vom bereits doppelt besteuertem Eigentum nochmals einen Kuchen bekommen soll, wenn es vererbt wird.
Das wurde alles hart erarbeitet und es sind bereits genug Steuern dafür bezahlt worden.

An der Aussage verstehe ich eins nicht (höre ich häufiger): Wenn Geld, was bereits versteuert wurde, nicht mehr besteuert werden sollte, was meinst du, was dann passiert?
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Naja, ich seh das natürlich durch meine persönliche Brille. Wir haben hier ein Haus. Unser Leben drum herum aufgebaut. 600 km von meinen Eltern weg, 180 von denen meiner Frau. Über 400k Schulden. Ob das nun ein „Lottogewinn“ ist kannst Du entscheiden, aber Fakt ist wir zahlen mindestens bis zur Rente das Haus ab.

Wenn ihr etwas vererbt bekommt, dann schrumpfen die Schulden doch. Bzw. wenn ihr den Freibetrag reißt, dann habt ihr gar keine Schulden mehr, weil die 400k ja mindestens aufs Konto wandern.
 
@plutoniumsulfat

Definition von Millionär ist natürlich Auslegungssache. Wenn Du nur rein den Immobilienbesitz nimmst, ist vermutlich süddeutschland das Land der Millionäre. Faktisch bringt Dir das aber nichts, wenn Du nicht darüber verfügen kannst ohne dein Dach über dem Kopf zu opfern.

Wenn man von einer Millionärssiedlung spricht, hat man halt nicht ein 0815 Wohngebiet im Kopf.

Für mich ist jmd. mit einem EFH kein Millionär. Aber vllt ist das hier in Oberbayern auch zu „normal“.

Was den Freibetrag angeht bin ich ganz bei dir. Dann könnte ich die ein oder andere Fantasie von Prinzip her auch unterstützen. Aber da passiert nichts in der Richtung. Im Endeffekt wird da geschröpft wo es am einfachsten zu holen ist, die Mittelschicht.

Im gehobenen Segment, mit Steuerberater und co, gibt es genug Möglichkeiten die Steuerlast klein zu rechnen. Mit vollkommen legalen Tricks.
 
Wenn Geld, was bereits versteuert wurde, nicht mehr besteuert werden sollte, was meinst du, was dann passiert?
Ach bissle Umverteilung von unten nach oben. Wo is das Problem?

Ps: ich werde leider keinen Cent erben. Komme aus relativ armen Verhältnissen. Und meine Eltern haben sicher nicht "zur Miete gewohnt und das Geld verpasst". Im Gegenteil, aber das ist halt dieses neoliberale Denken...

Pps: mein Sohn wird dagegen nach aktuellem stand nie arbeiten müssen :bigok:

Ppps: achja und ich habe in meinem Leben nie auch nur ansatzweise so "hart" arbeiten oder soviel sparen müssen wie meine Eltern. Einfach ein wenig system ausnutzen und glück haben mit investieren...
 
@Spliffsta sorry wenn das so ankam. Ich meinte mitnichten, dass jeder der kein Haus vererben kann, das Geld vorher verprasst hat.

Es geht vor allem darum, dass für die Familie ein Risiko eingegangen wurde für das hart gearbeitet wurde. Das ist eine Familienleistung wo der Staat einfach bis zu einem gewissen grad bei der normalen Bevölkerung außen vor sein sollte.

Die Eigenheimbesitzer hätten das Geld wie gesagt auch „verprassen“ können. Stattdessen hat man es sich vom Mund abgespart. Da fragt man sich dann, wofür?
 
Naja, ich seh das natürlich durch meine persönliche Brille. Wir haben hier ein Haus. Unser Leben drum herum aufgebaut. 600 km von meinen Eltern weg, 180 von denen meiner Frau. Über 400k Schulden. Ob das nun ein „Lottogewinn“ ist kannst Du entscheiden, aber Fakt ist wir zahlen mindestens bis zur Rente das Haus ab.

Aber zur generellen Thematik: mit der Logik im hier und jetzt leben, alles verprassen und Nix hinterlassen weil es sich sonst Papa Staat holt - dann könnten wir auch auf Umweltschutz schei*** weil geht uns ja nichts mehr an und jeder ist selbst verantwortlich… 🙄.

Ich finde das sehr schön, wenn die Eltern einem etwas hinterlassen und arbeite bereits daran, dies für unsere Tochter ebenso zu ermöglichen.
lassen dich die 400k Schulden unruhiger schlafen?
Dafür lebst du in deinem eigenen Reich, kannst machen was du willst, brauchst dir um die Probleme der Mieter keine Sorgen zu machen. Denn die können ebenfalls richtig unangenehm werden.
Meckern auf sehr hohem Niveau wie ich finde.

btw. ich bin in der genau selben Situation: Eigenheim mit meiner Frau, unsere Tochter ist im Vorschulalter und wegen ihr machen wir das Ganze hier. Ich genieße den Luxus Eigenheim Tag für Tag aufs Neue.
 
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Naja ich würd auch lieber jedes Jahr in Urlaub fahren und hätte gerne keine 400k Schulden 😁

Aber klar ist das eine gute Position, was anderes habe ich nie behauptet. Andere haben weniger, andere haben mehr. Jeder hat seine eigene kleine Realität.
 
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An der Aussage verstehe ich eins nicht (höre ich häufiger): Wenn Geld, was bereits versteuert wurde, nicht mehr besteuert werden sollte, was meinst du, was dann passiert?
Es geht mir nicht darum, dass es nie wieder besteuert werden darf.
Aber zuerst wurde das Geld verdient und bereits besteuert bevor es ausgegeben wurde.
Dann wurden während dem Bau Dienstleistungen und Materialien bezahlt, ebenfalls inkl. Steuer.
Warum soll ein Erbe, der sagen wir mal irgendeinen Hof, eine Villa oder was weiß ich was erbt, der/die über 400.000€ Wert ist, steuern für den Mehrwert darüber bezahlen? Ich kann den Gedanken einfach nicht nachvollziehen.
Wie gesagt, ab einem gewissen Wert, wo man wirklich schon von "Reichtum" reden kann, verstehe ich das ja noch irgendwie, auch wenn auch das grundsätzlich nicht wirklich fair ist. Aber dann würde es zumindest diejenigen treffen, die dann ohnehin keine Geld sorgen haben.
 
Erbschaftssteuer ab 400k Immowert ist heutzutage keine wirklich hohe Grenze
es geht schlichtweg darum, den Bürger zu melken, wo es nur geht
die aktuellen Fantasiesteuern muss ich an der Stelle wohl nicht erwähnen...
und wie man es befürworten kann, dass man die Steuer auf die Steuer der Steuer bezahlen soll, ist mir auch schleierhaft
ist aber nur meine persönlich Meinung :fresse:
 
Du zahlst auch MwSt auf die Co2 Steuer oder auf die Alkoholsteuer, man gewöhnt sich drann.
 
Wegen mir können die Steuern alle abgeschafft aber was nützt die Diskussion wenn du darauf null Einfluss hast, es ist so wie es ist.
 
Steuern sind richtig und wichtig. Aber es muss verhältnismäßig und nachvollziehbar sein.

Frage mich oft, wieso man nicht einfach mal ins Ausland schaut, wo sehr vieles sehr viel besser läuft, bei deutlich geringerer Steuerlast.
 
Der Staat hat ein Ausgaben Problem, es können noch so viele neue Steuern erfunden werden, das Geld wird hier nie ausreichen.
Das ist einer der größten Punkte die mal angegangen werden sollten bevor man hier erhöht oder da neu zulangt.
Auch dieses Massive abkassieren von irgendwelchen Subventionen und dann fröhlich pleite gehen aber die Kohle schon lange irgendwo geparkt haben. Alles grosser Mist.
 
Tjo, was hab ich letztens gelesen, Klingbeil will 8.000! neue Beamte einstellen… irre!

Man merkt null von Reformen, von absprechen, von reduzierter Bürokratie. Alles wird immer brav kontrolliert von Beamten und „Sachbearbeitern“.

Aber gut. Jetzt driften wir vom Thread ab…
 
Ein und Auzahlungen bei der Baader Bank sind echt arschlangsam, das kann ich Euch sagen.
 
Absolut. Ist ja mein ETF Depot, also eher seltenst mal Anteile verkauft (eher umschichten).

Aber wenn man verkauft muss man 2-3 Werktage warten, bis man es auf das Girokonto abbuchen kann. Die sind dahingehend echt Geisteskrank - TR und bei Bank Instant überweisen.
Soll das ein Sicherheitsmechanismus sein? Aber Referenzbank geht auch nicht so tauschen...
 
Ja das ist echt schwach, 3 Tage bis eine Einzahlung verfügbar ist aber die Auswahl an Handelsplätzen, ETFs und Aktien bei Traders Place ist stark.
 
Wahnsinn und absolut unzeitgemäß
wundert mich
ich bin bei scalable capital, die vor ihrer eigenen Banklizenz bis Ende 25 alles über die Baader Bank abgewickelt haben und selbst da, war dies nicht so
ok, bei Guthaben, dass du erwirtschaftet hast, dauerte es tatsächlich 2, 3 Tage, bis man es sich ausbezahlen konnte
 
ich habe kein Problem mit Steuern
wenn man im Gegenzug wüsste, dass diese sinnvoll eingesetzt werden
und da habe ich so meine Zweifel in diesem Land
+ nur weil es wo anders ggf. gleich "schlimm oder schlimmer" aussieht, macht das meine Situation hierzulande nicht besser. Im Zweifel interessiert es mich nicht, was wo anders passiert, weil ich nun mal hier lebe.
 
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Kleine Geschichte aus der Schweiz, als wir dort noch gewohnt haben.

Der Bus steht an der Haltestelle und blinkt, um in den fließenden dichten verkehr einzufedeln.
Als vorausschauender, besonnener PKW‑Fahrer sehe ich das und lasse den via lichthupe einfedeln.
Daraufhin erschien in der Heckscheibe ein digitaler Schriftzug mit „vielen Dank“.

1788814460982.png


Kleine Sache, die ich aber immer im Herzen trage, wenn ich an die Schweiz denke und mich jemand fragt, wohin, wenn nicht Deutschland oder Amsterdam. 🤣
Dann Schweiz. :love:
 
Jetzt ernsthaft? Mehr netto vom Brutto, pragmatischerer Verwaltungsstil (also nicht „wir haben es schon immer so gemacht“), weniger Bürokratie, schnellere Prozesse, flat Taxi Steuersysteme zur Verschlankung, Altersvorsorge und Rentenniveau, Digitalisierung (auch bei Entbürokratisierung), punktebasiertes Einwanderungssystem um Fachkräfte anzuwerben, Schulen schon praxisnäher gestalten usw., Kinderbetreuung für Familien…

Gibt tausende Punkte zum rausgreifen die man sich als Vorbild nehmen könnte. Aber nein, wir sind „alles bleibt wie es immer war“ und „wenn wir es machen, machen wir es richtig“. Also maximal umständlich, teuer, auf wendig und langsam…

Zur Liste der Steuerquote: das Problem ist nicht nur die hohen Abgaben, das Problem ist ja vor allem, dass man trotzdem nicht sieht, dass das Land voran geht, das mit dem Geld etwas passiert usw.
 
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