in der Nacht wo es Passierte schaute ich geradewegs direkt in die Richtung wo der Atompilz entstand , direkt in den Lichtblitz.
So ein Blödsinn! Es gab keine Atompilz, es gab auch keinen Lichtblitz, erst recht den man in 400km Entfernung sehen könnte. Kernkraftwerke können keine Explosion wie bei einer Atombombe erzeugen, weil das Uran darin bei weitem nicht hoch genug angereichert ist. Waffenfähiges Uran ist auf über 90% Uran-235 angereichert, während es für Kraftwerke so 3 bis 6% sind und in der Natur weniger als 1%. Damit treffen nie genug Neutronen auf Uran-235 Kerne um die schnelle Kettenreaktion für eine Atomexpolsion zu erreichen, sondern der Reaktor überhitzt und der Kern schmilzt, genau wie es in Tschernobyl passiert ist, wo der geschmolzene Kern heute als Elefantenfuß bekannt ist.
"Explodiert" ist in Tschernobyl nur der Wasserdampf, der unter sehr hohem Druck stand, dann ist Wasserstoff explodiert, letzteres ist auch in Fukushima passiert. Der Wasserstoff ist da durch die chemische Reaktion des Zirkonium in den Hüllen der Brennstäbe mit dem Wasserdampf bei den hohen Temperaturen von über 1000°C entstanden. Mit dem Sauerstoff auf der Luft vermischt, ergibt dies Knallgas.
Das Hauptproblem in Tschernobyl war das Design des Reaktors mit Graphitblöcken im Kern als Moderator, was bewirkt hat, dass auch nach dem Verdampfen des Kühlwassers die Kettenreaktion weitergegangen ist. Bei westlichen Leichtwasserreaktoren dient das Kühlwasser zugleich als Moderator und damit kann die Kettenreaktion ohne Kühlwasser nicht funktionieren, weil die Neutronen zu schnell sind um andere Kerne zu spalten. Der Kern kann trotzdem schmelzen, auch weil die radioaktiven Spaltprodukte weiter zerfallen und damit Wärme abgeben, was in Fukushima in den Blöcken 1 bis 3 ganz oder teilweise passiert ist. Die Ursache war der Stromausfall in Folge des Tsunamis der zum Ausfall der Kühlung geführt hat. Der Standort für den Reaktor war unverantwortlich gewählt, da es dort über die Jahrhunderte immer wieder schwere Tsunamis gab und in den Bergen auch Steine die historische Höchststände angezeigt und davor gewarnt haben, tiefer zu bauen. Aber diese Warnungen wurden ignoriert.
Atomenergie kann mit der richtigen Konstruktion und am richtigen Platz durchaus sicher sehr sein, wie zahlreiche Reaktoren beweisen, die über Jahrzehnte sicher laufen. Die Hysterie nach Fukushima war total daneben, da es in Deutschland kaum nennenswerte Erdbeben und erst recht keine Tsunamis gibt. Dazu haben deutsche Kernkraftwerke im Gegensatz zu dem in Fukushima doppelwandige Hüllen, neben dem inneren Sicherheitsbehälter gibt es die gewaltige Stahlbetonkuppel die ein ungleich größere Volumen hat und viel mehr Druck aushält und sogar eine Knallgasexplosion, während in Fukushima nur eine Leichtbauhülle den Sicherheitsbehälter des Reaktors umgibt, die zerstört wurde, als Wasserstoff aus dem Sicherheitsbehälter wegen des Drucks abgelassen werden musste und dann explodiert ist. Als der Sicherheitsbehälter dann wegen der Kernschmelze undicht wurde, konnte radioaktives Material in die Umwelt gelangen.
Das eigentliche Problem in Fukushima war die Notstromversorgung mit Akkus und wassergekühlten Dieselmotoren, die in Kellern unter den Turbinenhäuser nur knapp über dem Meeresspiegel installiert waren und die Räume wurden von der Tsunamiwelle komplett unter Wasser gesetzt und die Kühlanlage zerstört. Außer beim Block 6, wo luftgekühlte Motoren verwendet wurden die höher installiert waren und die Tsunamiwelle überstanden haben, weshalb Block 5 und 6, deren Kühlung von denen versorgt wurde, auch keine Probleme hatte. Die Notstromversorgung deutscher Kernkraftwerke war in wasserdichten Bunkern und redundant, selbst wenn eine Anlage ausfällt, wäre die andere noch in der Lage die Kühlung sicherzustellen. In westdeutschen Kernkraftwerken waren Unfälle wie in Tschernobyl oder Fukushima aus mehreren Gründe so also gar nicht möglich und die ostdeutschen Atomkraftwerke wurden 1990 außer Betrieb genommen.