Die FinFET-Technologie ist rückblickend ein Erfolgsmodell gewesen. Allerdings gab es hier zum Start auch einige Probleme.
Probleme gab es da vor allem für GF, Samsung und TSMC, die es lange nicht gebacken bekommen haben, weshalb AMD und NVIdia damals so lange bei 28nm festhingen, während Intel schon CPUs aus der 14nm Fertigung verkauft hat. GF hat es gar nicht geschafft und am Ende den 14nm Prozess von Samsung lizenziert.
Das Intel für Intel 14A den Vergleich gegen 22 nm heranzieht, kann man also als positives Zeichen sehen.
Ja, es ist ein besserer Zeichen als bei TSMC, die N2 mit N3 vergleichen:
N3 war problematisch und es hat rund ein Jahr gedauert, bis sie die Probleme behoben hatte, weshalb NVidia für Blackwell auf N4 geblieben ist und lange nur Apple N3 genutzt hat.
Bis auf Weiteres wird Intel bei den Desktop-Prozessoren für einige Tiles auf TSMC zurückgreifen. Dies gilt auch für Nova Lake und die weiteren Generationen.
Das ist ja auch eine Frage der Kapazitäten, denn der aktuelle CEO hat ja bei Amtsantritt erstmal die Pläne für neue Fabs für 18A gecancelt (Deutschland und Polen) oder massiv verzögert und dies rächt sich nun. Aber die Yield bei 18A soll nun so gut sein, dass statt 60 bis 70% bei TSMC nun 80 bis 90% bei Intel selbst gefertigt werden soll:
Intel's upcoming "Nova Lake-S" generation of processors is on the horizon, and the company is already making preliminary manufacturing decisions before entering high-volume production. According to a research note from investment bank KeyBanc Capital Markets, Intel initially planned to outsource...
www.techpowerup.com
Nur mit den eigenen Produkten lassen sich die Foundry-Kapazitäten aber nicht auslasten und so ist Intel auf externe Kunden angewiesen.
Die Auslastung ist ja auch eine Frage der Kapazitäten, deren Ausbau der aktuelle CEO ja zusammengestrichen hat, so dass die Frage ist, wie viele Wafer für externe Kunden überhaupt übrig wären. Es nutzt Intel dann auch nicht, wenn man mit 14A den besten Fertigungsprozess hat und die Kunden danach Schlange stehen, wenn die Kapazitäten nicht da sind um deren Aufträge abzuarbeiten. Aber so langsam scheint auch die Führungsspitze bei Intel dies gemerkt zu haben:
CFO Zinsner überraschte auf der Konferenz aber mit der Aussage, dass man nun schnellstmöglich fertigbauen möchte. Von einer Verzögerung bis 2030 ist auf einmal nicht mehr die Rede.
Dann hoffen wir mal, dass sie dam vorankommen, denn man sollte nicht vergessen, dass derzeit überall Fabs gebaut werden und auch die Kapazitäten der Ausrüster limitiert sind, so dass es auch da zunehmende Wartezeiten gibt.