SpaceX AI1-Rechenzentren im Weltall: 70 m Spannweite, Terabit-Anbindung und 170 kW Solarenergie

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Das hat eigentlich nie jemand behauptet, das Elektroauto (Elektroantrieb) galt von Anfang an als klar bessere Technik, bis eben billiger verbrennbarer Sprit den Siegeszug antrat und somit das Elektroauto aus dieser Perspektive uninteressant wurde.

Immerhin wurde das erste Opfer eines motorisierten Fahrzeugs (in den USA) von einem Elektrotaxi in New York überfahren (das war am 14.09.1899)
Man muss sich aber auch de Autos mit Verbrennungsmotoren aus der Zeit anschauen, die waren noch extrem komplex und schwer zu bedienen. Man musste die Motoren mit einer Kurbel anwerfen, vorher aber die Zündung von Hand auf Spät stellen, sonst konnte die Kurbel zurückschlagen und einem den Arm brechen, was nicht selten vorkam. Dagegen waren eAutos damals einfach zu fahren und galten auch für Frauen als geeignet, litten aber schon unter den gleichen Probleme wie heute: Geringe Reichweite und lange Ladezeiten. Dies war am Anfang weniger ein Problem, als sie vor allem ein Spielzeug für Reichen in den Städten waren und Überlandfahrten sowieso die Ausnahme waren. Der erste elektrische Anlassen erscheint 1912 und erst in den 1920ern wurden sie zum Standard.

Die Technik der Verbrenner wurde also besser, einfacher und sicherer zu benutzen und Benzin war Anfang vor allem ein Abfallprodukt, da man vor allem Öl für Lampen gebraucht hat, es wurde fast nur zum Reinigen verwendet. Das Modell T war übrigens auch noch darauf ausgelegt, auch mit Ethanol betrieben zu werden, die Idee war, dass der Farmer seinen eigenen Sprit für sein Auto herstellen können sollte, auch weil es eben noch kein Tankstellennetz gab. Durch die Prohibition war das Thema dann durch, da es illegal geworden ist und wer Moonshine gebrannt hat, konnte mehr dafür bekommen wenn diesen verkauft, statt ihn in seinen Tank zu kippen. Die Prohibition hat zumindest in den USA der Mineralölindustrie zum Siegeszug bei der Frage nach dem Kraftstoff für Automobile verholfen.

In Europa wurde dem Benzin Ethanol beigemischt, in Deutschland gab es seit 1925 Monopolin, Benzin mit 25% Ethanol und waren ab 1932 waren 10% Ethanolbeimischung in allen Kraftstoffen Pflicht, wie schon ab 1923 in Frankreich, mit teils bis zu 25%. Dies wurde gemacht um den Landwirten zu helfen und weil Europa selbst nicht viel Erdöl hat. Erst nach dem 2. Weltkrieg war es dann mit dem billigen Öl aus den Nahen Osten und dem Mangel an Lebensmitteln erstmal mit der Beimischung von Ethanol zum Benzin vorbei.

Sicher vor der Mondbasis, geplant war ursprünglich 27/28, nur für den Modulaufbau, und ohne Menschen.
Was soll das bringen? Bergbau auf dem Mond wäre viel zu unwirtschaftlich, man schau sich nur die Transportkosten an. Rechenzentren auf dem Mond sind noch unsinniger als im All, da man dort alle Problem hat, die man auch im All hat und extrem lange Signallaufzeiten und nicht 24 Stunden Sonnenlicht. Dazu zieht der Mond alles von komischem Staub bis Meteoriten an, etwa jeden zweiten Tag schlägt ein Meteorit auf dem Mond ein der groß genug ist um einen identifizierbaren Krater zu hinterlassen und täglich landet etwa eine Tonne kosmischen Materials auf dem Mond.

Auch für SpaceX wird sich eine Reise zum Mond oder gar eine Mondbasis nur lohnen, wenn die NASA dafür bezahlt.
 
ich hab nur gelesen "Elon Musk" und "in kürze" und musste lachen.

wir haben ganze kindergeschichten über das thema "wer einmal lügt...."
 
Mich würde mal eine seriöse Kostenschätzung pro Token interessieren. Die KI gibt Kosten von 1500 bis 3500$ pro Kilo Nutzlast für den Orbit an. 95%+ des Satelliten sind Energie, Kühlung, Struktur.

Welchen Aufpreis-Faktor wollen wir gegenüber einem terrestrischen System mit PV+Akku+Gas Backup und Rechenzentrum ansetzen? 10 oder besser 100? Open AI will jetzt schon 1000MRD verbauen...
 
Bei Solarzellen kann man grob den Faktor 1000 bis 2000 pro Watt für Space Grade Zellen rechnen, die sind dafür aus GaAs und etwa 50% effizienter, vor allem aber recht unempfindlich gegenüber der kosmischen Strahlung. Die Launch Kosten sind da nicht eingerechnet und auch nicht die Panels, die sich normalerweise im All ja entfalten können müssen, also ungleich aufwendiger als sind als bei den normalen Solaranlagen auf der Erde, wo eine dynamische Ausrichtung auf den Stand der Sonne das höchste der Gefühle ist, wenn es um Bewegung geht und die meisten dürften einfach nur fest montiert sein.

Ein Akku sollte dagegen nicht nötig sein, denn wenn der Satellit in der richtigen Umlaufbahn ist, bekommt er 24/7 Sonnenlicht. Man muss also nur genug Strom haben, bis er da ist und um seine Solarpanel zu entfalten. Dies ist ja gerade einer der Hauptargumente von Musk warum er Rechenzentren im All will, weil eben nur dort die Sonne immer scheint. Nur sind die Kosten halt extrem hoch und ich bezweifel, dass sich dies je rechnen kann. Aber es reicht ja, wenn es genug Hype um SpaceX erzeugt, um für ihn seinen Zweck zu erfüllen.
 
Da oben fliegt ja allerhand rum, wie will man ein Rechenzentrum in der Umlaufbahn vor Asteroiden, Schrott und dergleichen schützen? Ich halte das für wenig Realisierbar, bin allerdings technisch da alles andere als up to date.
 
Der Schutz besteht darin, diese Objekte zu beobachten, was durch die Vielzahl der Satelliten, vor allem solcher niedrig fliegender wie denen von Starlink, nicht leichter geworden ist und ihnen dann auszuweichen. Die Satelliten haben ja kleine Triebwerke, solche wie sie hier zu sehen sind, um ihre Umlaufbahn und Ausrichtung korrigieren zu können. Sonst wären sie unkontrollierbar, würden taumeln und langsam zu Erde zurückkehren, denn auch wenn es kaum Materie im All gibt, so reicht das bisschen aus um sie mit der Zeit abzubremsen. Zu viele Ausweichmanöver machen zu müssen, reduziert die Lebensdauer von Satelliten, da die winzigen Tanks dieser chemischen Triebwerke dann früher als geplant leer sein werden und den Rest braucht man für den kontrollierten Absturz, möglichst über dem Südpazifik.
 
Bei einem Sateliten erschließt sich mir das ja auch. Ein Rechenzentrum dürfte allerdings andere Ausmaße besitzen als ein Satelit (so meine annahme). Wie macht das eigentlich die ISS ? Ein Rechenzentrum würde ich in einer ähnlichen Größenordnung vermuten.

Edit: kurzes googlen ergab dass die ISS wohl auch triebwerke besitzt und kleinere Schutzschilde die kleinere asteroiden abhalten können, somit scheint das also doch zu funktionieren und mein Einwand ist dahingehend obsolet. Dennoch will mir irgendwie nicht in den Kopf warum ein Rechenzentrum im All Sinn ergeben würde. Allein die instandhaltungskosten dürften jeden Rahmen sprengen (die ISS ist ja International afaik).
 
Ein Rechenzentrum dürfte allerdings andere Ausmaße besitzen als ein Satelit (so meine annahme).
Es ist von 150kW Solar Panels die Rede, davon gehen dann Verlust für die Spannungswandlungen ab und den Datenlink zu Erde, dann sollen 120kW für die Server übrig sein, was etwa einem Rack entspricht. Der Begriff Rechenzentrum suggeriert mehr, aber größere Anlagen müsste man in Teilen ins All bringen und dort montieren, was die Komplexität und Kosten gewaltig steigern würde.

kleinere Schutzschilde die kleinere asteroiden abhalten können
Ja, alles was zu klein ist um von der Erde aus erkannt werden kann und dem man daher nicht ausweichen kann, muss von Schutzschilden abgehalten werden können, aber dies sind wirklich kleine Dinge, alles über 10cm Durchmesser wollte von der Erst aus erkannt werden. Alles bis so 1, 1,3cm Durchmesser sollte problemlos von den Schutzschilden abgehalten werden, es ist ein mehrstufiger Schutz bei dem die äußerste Schicht dazu dient das die Teile daran in kleinere Teile zertrümmern die die innere Schicht nicht durchschlagen können. Bei allem was größer ist, besteht je nach Material das Risiko eines Durchschlagen des Schutzes, aber die ISS wurde so projektiert, dass das Risiko das dabei vitale Komponenten beschädigt werden, unter 10% in 10 Jahren sein soll.

Dennoch will mir irgendwie nicht in den Kopf warum ein Rechenzentrum im All Sinn ergeben würde. Allein die instandhaltungskosten dürften jeden Rahmen sprengen (die ISS ist ja International afaik).
Die machen auch wirtschaftlich keinen Sinn, wobei ich da keinerlei Instandhaltung erwarten würde, dies dürfte sich für etwas was afak nur ein Rack ist, schon überhaupt nicht lohnen. Es geht aber nicht um die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit, die spielte bei Elon noch nie eine Rolle, sondern nur die Hype die die Kurse seiner Aktien treiben soll. Wie sonst soll die Projektion hinkommen, dass Starklink über 90% des Internetverkehrs auf der Erde übernehmen soll? Die großen Städte haben selbst in Entwicklungsländern schon lange Glasefaser und das ist nicht nur günstiger, sondern auch schneller und hat eine geringere Latenz. Dazu kommt, dass Städte für Starlink der worst case sind, weil jeder Satellite viele User bedienen muss und entsprechend fällt die Bandbreite pro User und dann ist die Frage nach der Anbringung der Antennen in Mehrfamilien- und Hochhäusern. Der Glasfaserausbau im ländlichen Raum schreitet auch immer weiter voran und ich denke nicht, dass allzu viele Leute ihren Glasfaseranschluss kündigen werden um auf Starlink zu wechseln.

Für mobile Anwendungen sieht dies anderes aus, für Schiffe und Flugzeuge gibt es allenfalls in Form anderer Satelliten Netzwerke wie Amazons Leo eine Alternative, für das Militär ist nicht nur Russland dabei eine Alternative zu schaffen, sondern auch die EU und China. Für Wohnmobile und vielleicht Reisebusse mag es gegenüber 5G eine Alternative sein, ebenso auf dem Lande in dünn besiedelte Gegenden in großen Ländern, wie die USA oder Australien, wo die Leute sich dies auch leisten können. Denn in wirklich armen Ländern wohnen diejenigen die es sich leisten können, meist in Städten und die auf dem Lande haben andere Sorgen als schnelles Internet aus dem All.

Laut Google hat die Bundesnetzagentur gemeldet, dass Ende 2024 rund 83.000 deutsche Haushalte Starlink nutzen, bei insgesamt 40 Millionen Haushalten mit Internetanschluss. Wenn Starlink weltweit auf 10% Marktanteil kommt/kommen kann, wäre dies schon hoch und der weltweite Umsatz aller Internetanbieter wird auf 1000 Milliarden USD geschätzt, wobei die aber meist auch andere Dienst wie Fest- und Mobiltelefonie und Kabelfernsehen anbieten, wie ja z.B. die Telekom auch. Daher kann man den Umsatz alleine aus dem Internetgeschäft nur schwer abschätzen. Ich habe auch Internet, Kabelfernsehen, Festnetz und Handyvertrag bei einem Unternehmen und der Internetanschluss macht nur einen Bruchteil der Rechnung aus.

Nehmen wir mal großzügig an, dass die Internetanbieter im Schnitt 50% des Umsatzes mit Internetanbindungen machen und Starlink 10% vom Markt erzielt, dann wären dies 50 Milliarden Umsatz im Jahr. Umsatz ist aber nicht Gewinn, die Satelliten sind meines Wissens nach für 5 Jahre Nutzungsdauer ausgelegt, bei den aktuell 11.000 Satelliten bedeutet dies, dass jährlich 2.200 ersetzt werden müssen und wenn es wie geplant 42.000 werden, wären es 8400 pro Jahr. Die aktuellen Starlink Satelliten sollen etwa 1,6 Millionen USD kosten, inklusive Launch und damit wären schon ein Viertel des Umsatzes alleine dafür weg. Dann müssen die Satelliten an Bodenstationen angebunden werden, sonst hätte man ja nur ein Intranet aller Starlink User, was auch nicht billig ist. Es lässt sich damit aber wohl Geld verdienen, aber eine Gelddruckmaschine ist es nicht, zumal unterirdisch verlegte Glasfaserkabel eine Lebenserwartung von 25 bis 50 Jahren haben und kaum laufende Kosten verursachen, die Anbieter haben also auf lange Sicht einen gewaltigen Kostenvorteil.
 
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