[Sammelthread] Geldanlagen (Der -390% Stammtisch)

Wenn ich die Beschreibung les, wie hoch wäre denn eine künftige Kreditratenzahlung? Weniger oder genauso hoch wie eine mögliche Miete? Evtl. gäbe es auch eine Bank, die das Haus zu 100% finanziert und dein Depot als Sicherheit akzeptiert, sodass du es weiterhin behalten und besparen kannst.

Alternativ könnte ich mir auch vorstellen, dass du mietest und dafür das Depot beitragsfrei stellst und es sich ab sofort selbst "versorgt", bzw. mit dem, was am Jahresende über bleibt. Nachteil wäre, wenn das Depot nicht ausreicht, um bei Rentenbeginn damit Miete und Lebensunterhalt decken zu können. Dann wäre Kauf wohl die bessere Option, wenn man den Kredit bis kurz vor oder zu Rentenbeginn wieder los ist.

Etwas weiter weg ziehen, wo die Mieten niedriger sind ist keine Option?
 
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Ich möchte im Alter nicht umziehen müssen, daher kommt ab einem gewissen Punkt auch keine Miete mehr in Frage. Kreditrate wäre niedriger als die Miete wenn ich mein Depot zu 100% nutze (Backup Cash bleit natürlich entsprechend dem Risiko was so ein älteres Haus mit sich bringt). Nächster Punkt ist die Debatte über die 100k€ Grenze zum Elternunterhalt/Pflege. Ans selbstgenutze Eigentum geht keiner ran, ans Depot schon.
 
Ohne einen etwaigen Kaufpreis zu kennen, ist das ganze sowieso schwierig zu kalkulieren. Noch dazu weiß man nicht, wie hoch die Zinsen in 1-2 Jahren sind und was man dann überhaupt für ein Finanzierungsangebot bekommt.

Bei einer Depotauflösung/Teilauflösung muss man natürlich auch einen ganzen Haufen Steuern/Gebühren zahlen, zzgl. möglicher entgangener Rendite für die Zeit bis zum Kauf.

Ich würde kurzfristig erst mal die Sparpläne stoppen und Cash-Reserve aufbauen über Tagesgeld oder Geldmarkt-ETFs und dann in Ruhe überlegen, ob man gewisse Risikopositionen vielleicht verkaufen möchte. Aber jetzt alles "liquidieren" und in Festgeld stecken würde ich auch nicht machen.
 
Der Global X EURO STOXX 50 Covered Call UCITS ETF EUR Distributing hat ein Fondsvolumen von 112 Mio. Euro. Der ETF wurde am 6. Mai 2025 in Irland aufgelegt.

Was ist wenn Global X das ding bei schwierigen Markt Situationen, crash bei -50 % auflöst?

Ich recherchiere mal ein bisschen, aber irgendwie hört sich das komisch an für mich.

Grüße Kazuja

Eine Auflösung ist sehr unwahrscheinlich. Ein ETF wird nicht aufgelöst, weil der Markt gerade -50% m8.
Wahrscheinlicher ist, dass bei einem crash die Volatilität steigt und somit auch die Ausschüttungen, es wird einfach mehr gehandelt.
Was aber nicht passieren darf, ist, dass das underlying aufgelöst wird, denn dann verschwindet auch der ETF. Dass der Euro Stoxx 50 aufgelöst wird, ist aber auch nicht sehr wahrscheinlich.
Eine Auflösung des ETFs kann geschehen, wenn das Fondsvolumen schrumpft. Wenn sich also eine Verwaltung des ETFs nicht mehr lohnt. Es kommt aber auch darauf an, ob Global X expandieren möchte, dann geht man dennoch eventuell das Risiko ein das Verlustgeschäft zu tragen.
Das Fondsvolumen war bei 90 Millionen als ich eingestiegen bin, nun ist es bei 112 Mio.

Nüchtern betrachtet sind 10-11% Rendite am Finanzmarkt nicht hoch. Entsprechend überschaubar ist damit auch das Risiko.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie schaut es eigentlich steuerlich aus? Wird der in Österreich ordentlich gemeldet, dass ausschüttungsgleiche Erträge usw. sauber besteuert werden?
Grundsätzlich bin ich erstmal interessiert, falls irgendwann Teilzeit und Leben von Dividenden und Zinsen ein Thema wird.
Aber vermutlich ist es trotzdem besser, einfach beim FTSE All World zu blieben, und bei Bedarf verkaufen, falls die Dividenden nicht ausreichend sind. Dann spar ich mir bis dahin auch die Steuern auf Ausschüttungen.
 
Wie schaut es eigentlich steuerlich aus? Wird der in Österreich ordentlich gemeldet, dass ausschüttungsgleiche Erträge usw. sauber besteuert werden?
Grundsätzlich bin ich erstmal interessiert, falls irgendwann Teilzeit und Leben von Dividenden und Zinsen ein Thema wird.
Aber vermutlich ist es trotzdem besser, einfach beim FTSE All World zu blieben, und bei Bedarf verkaufen, falls die Dividenden nicht ausreichend sind. Dann spar ich mir bis dahin auch die Steuern auf Ausschüttungen.

Afaik gibt es einen Datenaustausch zw. deutschen Brokern und der österr. Finanz. Deutsche Broker fragen nach deiner Steuernummer.
Versteuern musst du aber selbst. Ausschüttungen bzw. Dividenden unterliegen der KeSt 27,5%.
 
Das Tagesgeldangebot von Revolut hat aber doch ein paar Haken und gilt nur bis 25.000€. Und ist wenn ich das richtig verstehe auch noch ein verpackter Geldmarktfond.
ja stimmt 25k und nach dem ersten Monat muss man 3 Kartenzahlungen pro 30 Tage tätigen sonst kein Aktionszins.
 
"Angenehm" :o
Sagen wir so, es ist so riskant wie wenn du nen ETF auf den selben underlying (Euro Stoxx 50) joinst. Und wenn das underlying zB +25% in einem Jahr m8, dann m8 der covered call trotzdem "nur" 10-11% pro Jahr, denn sein Kurs m8 mehr oder weniger ständig seitwärts, auch wenn die Märkte generell steigen.
Und wenn es kracht, dann kracht es überall. Das Teil haut aber trotzdem 10-11% pro Jahr raus. Wie wenn du eine Wohnung hast, der Wert halbiert sich aus irgendwelchen Gründen, aber die Miete kassierst du trotzdem, darfst halt nur nicht die Wohnung verkaufen wenn sie gerade -50% wert ist.
Stärken sind: Wenn generell die Märkte seitwärts machen oder leicht fallen, dann haut das Teil trotzdem 10-11% raus. Du musst dich nicht ständig mit Aktien, News usw. beschäftigen.
Es ist eine reine cash flow Maschine durch Ausschüttungen, es ist kein Kurswachstum erwartbar. Natürlich kannst du mit den Ausschüttungen dann machen, was du willst, zB irgendwo investieren, auf GPU sparen, Bremsen am Auto tauschen etc..

Bin selbst noch nicht so lange dabei, aber 2 Ausschüttungen habe ich bereits kassiert, sie cumen monatlich.
Zu den CC ETFs:
Ich habe den JPMorgan Nasdaq CC ETF als Beimischung, da gehen die Ausschüttungen auch mal auf 17% p.a. hoch, schwanken dafür deutlich mehr.
Es gibt auch eine globale Variante davon, der geht dann aber wirlich auf der Stelle.

Der relativ neue $WINC von iShares ist auch interessant. Der geht noch weiter und hat zusätzlich noch Futures enthalten wodurch etwas mehr Kursbewegungen mitngenommen werden. Schüttet aber nur Quartalsweise aus.
 
Naja das Risiko ist wenn der zugrundeliegende Index richtig runterrauscht und danach wieder ansteigt ist man nach oben gedeckelt, dafür hat man einen Puffer bei kleineren Bewegungen nach unten.
Ich werd das aber auch mal ausprobieren.
 
Zu den CC ETFs:
Ich habe den JPMorgan Nasdaq CC ETF als Beimischung, da gehen die Ausschüttungen auch mal auf 17% p.a. hoch, schwanken dafür deutlich mehr.
Es gibt auch eine globale Variante davon, der geht dann aber wirlich auf der Stelle.

Der relativ neue $WINC von iShares ist auch interessant. Der geht noch weiter und hat zusätzlich noch Futures enthalten wodurch etwas mehr Kursbewegungen mitngenommen werden. Schüttet aber nur Quartalsweise aus.

WINC ist mir auch schon aufgefallen.
Ich denke auch daran umzuschichten. Bin mir aber noch unsicher, inwiefern WINC tatsächlich auch für Wachstum gebaut ist. Wenn das Teil so weiterrennt wie bisher (ca 24% Rendite aus Wachstum + Ausschüttungen), ist es natürlich nicht uninteressant.
Alle 3 Monate eine RTX 5090 for free ist schon in Ordnung. :o

Der bevorstehende Angriff von China auf Taiwan ist ja auch noch so eine Sache, dann krachts überall an den Märkten. 🤔
 
Wenns da nur um hohe Ausschüttung geht, gibt auch sowas wie IE000MMRLY96 oder IE000HF69TA9 mit ~25%, aber ob die so vertrauenswürdig bzw "sicher" sind ... who knows. CC ETFs um die 10% gibts ansonsten viele.
 
Wenns da nur um hohe Ausschüttung geht, gibt auch sowas wie IE000MMRLY96 oder IE000HF69TA9 mit ~25%, aber ob die so vertrauenswürdig bzw "sicher" sind ... who knows. CC ETFs um die 10% gibts ansonsten viele.
Ohne die Auschüttungen sind die zweistellig im Minus, ich weiss ja nich...
 
Welchen Rechner nutzt ihr denn für Sparraten / Zinsen über Zeitraum x?
Also um zu sehen wo ihr unter einer gewisser Annahme in 10 Jahren steht.
 

Ja. Alles sehr minimalistisch. Bis auf die fehlende Unterstützung für Blitzüberwrisung (passt nicht zum restlichen modernen Produkt) bin ich sehr zufrieden. Aber meine 4 Monate sind bald um. Hoffentlich crashed es jetzt endlich mal damit ich shoppen kann.

Welchen Rechner nutzt ihr denn für Sparraten / Zinsen über Zeitraum x?
Also um zu sehen wo ihr unter einer gewisser Annahme in 10 Jahren steht.

Claude.
 
Von dem Holländer gibts ja jetz auch eine anti-amerikanische Version IE000QYDXKV5, was ist davon zu halten ? War ja eh nie viel USA drinn.
 

Zinseszinsrechner von Finanzfluss z.B.
Oder

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Oder KI ist auch gut 👍
 
Oder

Anhang anzeigen 1225673

Oder KI ist auch gut 👍

Am besten den Sparrechner:

 
Oder
Man muss nicht für alles KI Tokens verbrennen, den nutze ich auch ganz gerne :) Oder wie von Tundor vorgeschlagen die Rechner von Finanzfluss, da gibt es ja auch einige brauchbare dabei.

Aber da merkt man wieder einmal, wie weit KI inzwischen schon gekommen ist, inzwischen stellt sich keiner mehr die Frage, ob sie richtig rechnet. Als das ganze Thema angefangen hat, waren ja selbst einfachste Rechnungen oft falsch.
 
Aber was bringen diese Rechner?
Da sind weder Kosten noch Steuern abgezogen 🧐
 
Ohne die Auschüttungen sind die zweistellig im Minus, ich weiss ja nich...
Eben. Ich hab da nur aus Spaß einen Einmalbetrag drin, der mir meinen Sparplan auf den L&G Div ETF finanziert.
Die Gesamtperformance von den Dingern liegt halt unter jedem Brot und Butter World ETF. Minus Steuern jeden Monat...

Wenn man natürlich größere Summen da drin hat und dadurch im Hauptjob Teilzeit machen kann sieht es wieder anders aus...



Bei dem Fondsrechner kannst Du auch Steuern, Kosten, Depotgebühr usw. eintragen.
 
Bei dem Fondsrechner kannst Du auch Steuern, Kosten, Depotgebühr usw. eintragen.
Joa kommt zumindest fast hin die Rechnung in dem Rechner.

Aber bei meinem weiß ich immerhin, wie die Rechnungsgrundlage gehändelt wird, und die ist korrekt :)

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Oder KI ist auch gut 👍
Würde von LLM Nutzung für zuverlässige Rechenergebnisse eher abraten. Das ist nicht gerade deren Stärke. Auch wenn es (meistens) natürlich funktioniert.
 
Aber was bringen diese Rechner?
Da sind weder Kosten noch Steuern abgezogen 🧐
Hier schon

Bei dem Fondsrechner kannst Du auch Steuern, Kosten, Depotgebühr usw. eintragen.
Das reicht doch für einen schnellen Check.

Auf dein Tool hat ja nicht jeder Zugriff 😁



Bild schreibt heute morgen:
(ist im Plus Abo daher kopiere ich es mal für interessierte)

Jahrelang war Schuldenmachen billig. Jetzt schicken die Finanzmärkte die Rechnung. Die USA haben erstmals mehr als 40 Billionen Dollar Staatsschulden. Anfang 2022 waren es noch 30 Billionen. In den ersten 10 Monaten des aktuellen Haushaltsjahres zahlte Washington 963 Milliarden Dollar netto nur für Zinsen. Experten erklären in BILD, was die explodierenden Schulden für Anleger bedeutet und was sie jetzt tun sollten.

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Neues Geld wird deutlich teurer: Für 10 Jahre verlangt der Markt von den USA knapp 4,7 Prozent. 2020 waren es zeitweise nur rund 0,7 Prozent. Deutschland zahlte damals sogar negative Zinsen, heute sind es mehr als 3 Prozent. Inflationssorgen und geopolitische Risiken treiben die Renditen hoch. Denn alte Billigschulden laufen aus und müssen viel teurer ersetzt werden. Die OECD‑Staaten müssen 2026 rund 14 Billionen Dollar alte Schulden neu finanzieren.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht, dass Anleger empfindlicher auf steigende Staatsschulden reagieren. So droht ein Teufelskreis: höhere Zinsen, höhere Kosten, größere Haushaltslöcher, noch mehr Schulden. ING‑Chefvolkswirt Carsten Brzeski sagt zu BILD: „Die Lage ist noch beherrschbar und wir haben keine Situation wie zur Eurokrise.“ Das „auf Pump finanzierte Wachstum“ stoße aber an Grenzen. Die Eurokrise zeigte, wie schnell Zweifel ansteckend werden. Als Griechenland unter Druck geriet, fragten Anleger: Wer ist der Nächste?

Brzeski schaut besonders sorgenvoll auf Frankreich: rund 3,5 Billionen Euro Schulden, 117 Prozent der Wirtschaftsleistung und schwaches Wachstum. Auch Deutschland spürt den Druck der Rekordschulden: 2026 muss Finanzminister Lars Klingbeil (48, SPD) rund 30 Milliarden Euro für Zinsen zahlen, im nächsten Jahr plant er bereits 42 Milliarden ein, bis 2030 steigt die Zinslast auf gigantische 81 Milliarden.

Wenn Anleger das Vertrauen verlieren und die Zinsen immer weiter steigen, wird daraus eine Finanzkrise. Dann werden Kredite teurer, Unternehmen investieren weniger und Jobs können unter Druck geraten. Für Anleger heißt das aber nicht: ETF verkaufen. Christian W. Röhl, Chefökonom der Investment- und Banking-Plattform Scalable, sagt zu BILD: „Wer langfristig in ETFs investiert, sollte sie jetzt nicht aus Sorge vor einer Schuldenkrise verkaufen.“

Für Aktien und Immobilien können hohe Zinsen dagegen zur Belastung werden. Bei 5 Prozent Zinsen für 10 Jahre laufende US-Staatsanleihen könne bereits „einiges ins Rutschen kommen“. Steigen die Zinsen sogar in Richtung 7 Prozent, könnte daraus laut Röhl auch eine Wirtschafts- und Finanzkrise werden. Noch erwartet Röhl eher, dass die Märkte weiter Druck auf die Politik ausüben und mehr Haushaltsdisziplin erzwingen wollen.

Grüße Kazuja
 
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