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[Kaufberatung] Intel T vs non-T und Pi-Hole+AI auf selber Maschine

prof. dr. blub

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04.10.2006
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Hallo,
ich stelle mir gerade einen Homeserver zusammen und mir kommen da zwei fragen auf:

1:
Als CPU wollte ich eigentlich eine Intel Core Ultra 5 235T (PL1: 35W, PL2: 114W) nehmen.
In Internetkommentaren hieß es nun paar mal, dass die "T" CPUs unnötig sind, da man die non "T" CPUs runtertakten kann und somit den gleichen Idle Verbrauch hat, wie bei den T Varianten. Aber aufgrund von PL2 hätte man mehr Luft nach oben. Ist das so richtig?

Was würdet ihr machen? Hier noch mal zum vergleich die CPUs:
- Intel Core Ultra 5 235T (PL1: 35W, PL2: 114W)
- Intel Core Ultra 5 235 (PL: 65W, PL2: 121W)

2:
Der Server ist für Alltagsaufgaben (Pi-Hole, Plexx, Speicher, DB, etc.) und für eine LocalAI zum Programmieren (Intel Arc Pro B70).
Jetzt hatte ich gelesen, dass solch eine Kombination absolut unsinnig ist, wenn man die AI nicht rund um die Uhr laufen lässt. Da z.B. Pi-Hole permanent läuft und die Intel Arc in dieser Zeit immer ein Idle von min. 30W hat, zahlt man permanent den Stromverbrauch, obwohl sie nur sporadisch benutzt wird.

Ist das so, geht die dGPU nie in suspend? Würdet ihr solche Sachen splitten?
d.h. z.b. ein Raspberry PI für PI-Hole und den Homeserver gesondert für anspruchsvolle aufgaben?


Grüße
 
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dass die "T" CPUs unnötig sind, da man die non "T" CPUs runtertakten kann und somit den gleichen Idle Verbrauch hat,
beinahe...
Der Idle Verbrauch ist sowieso exakt der gleiche ganz ohne Einstellungen zu ändern.
Nur der Maximal Verbrauch kann höher sein. Aber die meisten Mainboards haben eh Einstellungen dazu welche TDP man möchte. Dann kannst du eine normale CPU auf 35W limitieren weil du eine zu schlechte Kühlung hast.
Ansonsten... Netzteil zu klein?
Gibt keinen Grund die CPU zu limitieren. Wenn du Arbeit X ausführen musst auf einer 35W und 65W CPU erledigst du die gleiche Arbeit. Nur halt das es mit 35 länger dauert! Also "Energie sparen" tust du damit sowieso nicht.

Zum Thema Separate Gerät.
Wäre Stromtechnisch das Beste.. Aber hast du lust jedesmal aufzustarten und 5 Minuten zu warten? Oder Zeitschaltuhr damit er an einem Feiertag auch aufstartet oder du wieder warten musst sofern du mal ausserzeitlich drauf zugreifen willst?
 
Haja, TDP Limit kann mitunter schon Sinn machen, der 225 Ultra, den ich hier hab, der kann schon relativ fies turbo geben, wenn du da irgend nen Software-Kack beisammen hast der schön 100% Auslastung macht auf den betreffenden Cores, is so ein TDP Limit nicht gaaaaaaaaanz verkehrt.
Die Cezanne hier sind alle sehr zahm.
Der Ultra verhält sich ein bissl so wie der typische Leasing-BMW-Fahrer... :fresse:

Ganz blöd is ein Powerlimit nicht, unbedingt brauchen tut mans aber auch ned. T-CPU braucht man aber echt nicht (außer halt geschenkt).
 
Danke, ich denke ich verstehe, aber verwirrend ist das schon...

Wenn ich nun diese beiden CPUs vergleiche:
- Intel Core Ultra 5 235 (6P+8E/14T, PL: 65W, PL2: 121W) für 274€
- Intel Core Ultra 5 250K Plus (6P+12E/18T, PL1: 125W, PL2: 159W) für 207€

und bei beiden die TDP im BIOS gleich einstelle, dann sollten sie grob das gleiche an Strom benötigen, obwohl der 250K deutlich stärker und billiger ist...richtig?
 
T-CPU braucht man aber echt nicht (außer halt geschenkt).
T-CPUs sind für PC-Designs gemacht, wo man nur begrenzt Leistung abführen kann.
Allen voran die 1l PCs z.B. oder auch passive Lösungen.
Da will/muss man dafür sorgen, dass die Leistung (nicht per BIOS-Einstellungen) entsprechend limitiert ist, was die Kühllösung somit nicht überfordert und damit, und das ist der springende Punkt, das System thermisch nicht im Grenzbereich gefahren wird.

So gibt es von den 1l PCs Lösungen für 35W CPUs und für 65W CPUs. Die 65er haben Löcher im Deckel, was eine bessere Luftzufuhr und damit Wärmeabtransport ermöglicht.

Und nein, bei Systemdesigns bringt es nichts, wenn man das im BIOS einstellen kann, weil sowas nämlich auch verstellt werden kann, ob nun gewollt oder ungewollt. In dem Fall müsste das eine hardcoded Einstellung sein, das schließt aber Systeme in der selben Plattform mit stärkeren CPUs wieder aus, bzw. begrenzt diese.

Lange Rede, kurzer Sinn. Wenn dein PC ein "normaler" PC ist (und das scheint ja wegen der GPU so zu sein), wirst du keine thermischen Begrenzungen haben (zumindest nicht in "normalen" Regionen).
Daher kann man auf "-T" verzichten. Warum, wurde schon ausgiebig erläutert. Die CPUs sind ja nicht irgendwie super effizient (also mehr Leistung pro Watt). Mit modernen CPUs (seit >10Jahren) wird eh dynamisch getaktet. Wenn nix zu tun ist, geht die CPU auch fast aus -> IDLE nahezu identisch über alle CPUs.
Zum Thema Separate Gerät.
Wäre Stromtechnisch das Beste.. Aber hast du lust jedesmal aufzustarten und 5 Minuten zu warten? Oder Zeitschaltuhr damit er an einem Feiertag auch aufstartet oder du wieder warten musst sofern du mal ausserzeitlich drauf zugreifen willst?
Halte ich nicht für so unsinnig. Mache ich auch. Ich habe relativ kleine/low Power Systeme, die 24/7 laufen und dann welche, die ich bei Bedarf anmache. Das ist sogar bei meinen NASen so. Die sind nachts quasi aus, weil alle Dienste abgedreht sind und damit das System in Sleep geht. (lediglich Backups werden zur Bettchenzeit angestoßen, danach ist aber Ruhe)
Die großen Systeme gehen dann an, wenn ich sie brauche.
Dadaruch, dass bei mir alles remotesteuerbar (keine Schaltsteckdosen oder Schaltuhrsteckdosen) ist, geht das auch alles bequem von der Couch aus oder auch von außer Haus.

Anstelle eines RasPIs kann man sich auch einen FertigofficePC (gebraucht) holen. Die sind zum einen extrem stromsparend und zum 2. sehr günstig. Die kann man mit der entsprechenden CPU auch remotestarten und bedienen.
Für 122EUR ist das ein echtes Schnäppchen.

In den (oder einen 2. davon) könnte man auch ne GPU nachrüsten, müsste dann aber ein anderes Netzteil einbauen, was aber, ohne Bastelaufwand, ein Proprietäres sein muss und entsprechend Geld kostet.
(das sind die großen Cases, gibt es auch in SFF und in 1l Ausführung, aber bei dem Preis würde ich den Großen nehmen)
Und wenn man sich dann mal überlegt, dass man für den Preis einer CPU schon fast 2 komplette Systeme bekommt, wäre das für mich nen Nobrainer. Außer man braucht unbedingt die Leistung. Der i5-9500 ist ja schon ein 6C und man kann sich mal die Benchmarks anschauen. Klar ist ne 200er CPU schneller, aber braucht man das? (ich habe 10 Jahre alte CPUs in täglicher Nutzung als Arbeitspferd, das geht, moderne Spiele in Top-Auflösung kann man vermutlich vergessen, ist aber kein use case)

Ich habe in so nem HP-System auch nen SAS-Controller und SAS-SSDs drin, geht also auch. (Kühlung muss man entsprechend beachten)

EDIT:
Diese Fertigdinger haben natürlich auch Nachteile. Allen voran das Problem, dass Case, NT und auch MB propritär sind und dementsprechend Ersatzteile nicht von der Stange kommen können, aber auch Befestigungen für HDDs ist speziell. SSDs kann man aber auch mit nem Kabelbinder festmachen, sind sind nicht so empfindlich wie HDDs.
Kühler auf der anderen Seite z.B. sind Standard.
 
Zuletzt bearbeitet:
d.h. z.b. ein Raspberry PI für PI-Hole
Ich würde den Pi-Hole allein aus dem Grund getrennt laufen lassen, dass nicht DNS und ggf. DHCP ausfallen, wenn man mal was am Server bastelt.
Wenn man da ein etwas entschlacktes OS nimmt, läuft der selbst auf einem 1er Pi noch wunderbar (hatte ich selbst so laufen). Netter Nebeneffekt ist, dass man den 1er aufgrund des geringen Verbrauchs am USB-Anschluss einer Fritzbox betreiben kann. :)
 
T-CPUs sind für PC-Designs gemacht, wo man nur begrenzt Leistung abführen kann.
Logisch. Ich meine ja nicht, dass es unnötig wäre, sie zu produzieren. Bei dem, was "wir" hier machen ist es in der Regel halt nicht relevant. :-)
Halte ich nicht für so unsinnig.
Ist auch insofern interessant, weil man sich für privat aus Budgetgründen überlegen kann, auf dem AI Server z.B. auf Features wie ECC oder gewisse Redundanzen zu verzichten... würde ich bei heutigen Preisen schon auch in Betracht ziehen, wenns ein Thema ist bzw. vllt auch noch "Gaming Hardware" über ist.
 
obwohl der 250K deutlich stärker und billiger ist...richtig?
Jup.
Steht schon so im Namen. Der ist ne Stufe besser. Hat ja auch 4 efficiency Cores mehr.
Definitiv den günstigeren besseren kaufen.

Halte ich nicht für so unsinnig.
Ja gut... Wir sind hier im Luxx...
Die Systeme laufen mit Dual Xenon 300W im Idle...
Mein system zieht immernoch ca 50W.
Aber ich bin schlicht zu ungeduldig jedesmal 5 Minuten zu warten bis es startet.
Hab auch HomeAssistant da drauf am laufen und Passwort Datenbank Sync und Immich Foto Backups.

Daher fuck it Bequemlichkeit siegt.

DHCP ausfallen, wenn man mal was am Server bastelt.
Was? Am server rumbasteln?
Wer tut nur sowas???
 
Aber ich bin schlicht zu ungeduldig jedesmal 5 Minuten zu warten bis es startet.
Hab auch HomeAssistant da drauf am laufen und Passwort Datenbank Sync und Immich Foto Backups.
Es kommt immer darauf an, was man laufen hat, sprich, was sind das denn für Dienste.
Ich brauche meine Fileablage auf dem NAS z.B. nicht, wenn wir schlafen.
Prinzipiell auch nicht, wenn man nicht @home ist, nur wirds dann entsprechend doof, wenn die Anwesenheit nicht deterministisch ist.
Daher startet das Ding eben täglich um 0700 und geht 2200 offline.
So kann man, zumindest nachts, etwas Geld sparen.
Ansonsten habe ich 2 ESX Server 24/7 laufen, die eben auch die Workloads, primär virtuelle Workstations, bereitstellen.
Die brauchen im IDLE aber keine Rechenleistung.

Und alles andere von der Hand voll an Servern (und das sind bei 45HE ein paar) werden nur bei Bedarf gestartet. Weil das eben Workloads sind, die eben nur hin und wieder, nicht mal täglich, genutzt werden.

Und wenn eben die KI-Anwendung nur eine "gelegentliche" Workload ist und im Vergleich noch sinnlos relativ viel Strom zieht, macht es durchaus Sinn, dass man diese dezidiert anstartet.

Und wenn du nicht gerade noch mit 3,5" Floppys bootest, dauert so nen Bootvorgang auch keine 5min. Normal dauert sowas 1min und dann ist gut. Das sind keine Enterpriseserver, wo alleine schon die BIOS precheck 5min braucht.

Meiner Meinung nach hält sich das Warten in Grenzen.
 
Prinzipiell auch nicht, wenn man nicht @home ist, nur wirds dann entsprechend doof, wenn die Anwesenheit nicht deterministisch ist.
Nun, könnte man das 2026 nicht iiirgendwie über Home Assistant (oder so) regeln?
Smartphone hat eh jeder dabei.
Bootvorgang bei Annäherung ans Zuhause?
Shutdown bei Abwesenheit von ... h?
Müsste man halt noch ein gewisses Override für die "Schlafenszeit" machen, aber sicher irgendwie machbar.
Meiner Meinung nach hält sich das Warten in Grenzen.
Ich glaube, der Aufwand sowas sinnvoll einzurichten (siehe oben) schreckt viele davon ab.
 
Ich würde den Pi-Hole allein aus dem Grund getrennt laufen lassen, dass nicht DNS und ggf. DHCP ausfallen, wenn man mal was am Server bastelt.
Wenn man da ein etwas entschlacktes OS nimmt, läuft der selbst auf einem 1er Pi noch wunderbar (hatte ich selbst so laufen). Netter Nebeneffekt ist, dass man den 1er aufgrund des geringen Verbrauchs am USB-Anschluss einer Fritzbox betreiben kann.

Ich hatte bis vor ein paar Tagen einen RPI Zero 2 mit LAN Board als PiHole, nun richtet es die FB mit 8.40 Labor.

Screenshot 2026-08-03 at 13-27-12 FRITZ!Box 7530 AX.png
 
Das ist natürlich richtig nice, wenn die Fritzbox das zukünftig direkt eingebaut hat. (y)
Ich selbst verwende mittlerweile einfach adblock.dns.mullvad.net als Upstream DNS.
 
Ich glaube, der Aufwand sowas sinnvoll einzurichten (siehe oben) schreckt viele davon ab.
Nen Powerbutton einrichten ist aufwendig? Ich weiß ja nicht...

Wenn du den Rechner brauchst, drückste auf den Knopf.
Holst dir ne Kaffee oder machst dir ne Schnitte...
Und ich garantiere, dass du langsamer bist als der Rechner gebootet hat.

Nun, könnte man das 2026 nicht iiirgendwie über Home Assistant (oder so) regeln?
Da kannste dir bestimmt auch was mit Alexa und Co einrichten.
Oder legst dir den virtuellen Powerbutton auf nen Multilichtschalter.

Ich brauche das Ding aber auch, wenn ich garnicht @home bin, bzw. nicht da bin, wo der Server lokalisiert ist.
ich bin quasi Nomade.

wenn die Fritzbox das zukünftig direkt eingebaut hat. (y)
Doof, wenn man keine Fritzbox hat. :fresse:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde den Pi-Hole allein aus dem Grund getrennt laufen lassen, dass nicht DNS und ggf. DHCP ausfallen, wenn man mal was am Server bastelt.
Genau das habe ich mehrfach gelesen. Auch die KI hat mir von einem einzelnnen System abgeraten.

Da ich nun mehrere K€ ins System stecke (scheiß Speicherpreise), sollte es nicht an einem Pi mangeln :)

Danke noch mal für die vielen Antworten, ihr habt mir sehr geholfen.
 
Openwrt kann das auch ;)
Also wenn man weder ne Fritte noch nen anständigen Router hat tut man einem wirklich leid.
 
Ich hab ne Fritzbox, aber ich hätte gerne eine UI in der man übersichtlich sieht, was die einzelnen Geräte so senden und was geblockt wird.
 
Genau das habe ich mehrfach gelesen. Auch die KI hat mir von einem einzelnnen System abgeraten.
Mich nervt das schon immer maximal, wenn Home Assistant für die Dauer der Arbeiten offline ist und ich z.B. im dunklem vor meinem Netzwerkschrank hocke, weil ich das Flurlicht nicht mehr einschalten kann. 🤡
Wenn ich mir vorstelle, dass DHCP und DNS dann auch down wären, nee, danke.

Doof, wenn man keine Fritzbox hat. :fresse:
Um die ging es @johnsmiles ja aber.
 
ich z.B. im dunklem vor meinem Netzwerkschrank hocke, weil ich das Flurlicht nicht mehr einschalten kann

Solche kritischen Dinge müssen bei mir immer auch physisch schaltbar sein, für den Fall dass / wenn sämtliche Automation ausfällt.
 
@besterino Das handhabe ich eigentlich auch so und außer beim Flurlicht geht das auch überall. :d
 
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