Ja, aber wenn es darum geht, dann solltest deinen PC eigentlich komplett entsorgen, dass Handy, Smart-TV, die Mikrowelle & Co. gleich mit, könnte ja alles irgendwo kompromittierende Schadware wo aufspielen.
..mich wundert halt immer diese grundsätzliche Abneigung ggü. CN Produkten, egal wie gut oder schlecht die sind und das gegebene Gottvertrauen ggü. bekannter Hardware, auch wenn die nachweisbar nicht besser oder schlechter ist und wie lapidar dort kompromittierende Schnüffeleien als "passiert halt mal" hin genommen werden. Ziemlich verschroben, meiner Meinung nach.
..du bist es schon "gläsern on top", geht schon damit los wenn du mit Google-KI, selbst in einen privaten Fenster von FF "quasselst" und zum Schluss gefragt wirst: "Möchtest du diese Ergenisse in einen Forum, z.b. HWLuxx veröffentlichen? Soll ich dir dafür eine Zusammenfassung zeigen?" Tja, wie kommt die KI wohl ausgerechnet auf HWLuxx?
1. Vorinstallierte Malware ab Werk (Pre-installed Malware)
Hierbei handelt es sich um Geräte, die bereits infiziert beim Kunden ankommen – oft initiiert durch bösartige Akteure in der Zuliefererkette oder korrupte Software-Distributoren in China. [
1,
2]
- Billig-Smartphones & Tablets (Millionenfach): Das IT-Sicherheitsunternehmen Kryptowire deckte auf, dass die in China entwickelte Firmware Adups auf über 700 Millionen Android-Geräten vorinstalliert war. Sie schickte alle 72 Stunden SMS-Verläufe, Anruflisten und Standortdaten an Server in China. Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sprach konkrete Warnungen vor verschiedenen chinesischen Billig-Handys aus, die mit dem Banking-Trojaner Rotapi ab Werk verseucht waren. [1, 2, 3]
- Günstige Mini-PCs: Im Jahr 2024 wurde bekannt, dass beliebte Mini-PCs chinesischer Hersteller (z. B. von Acemagic) direkt mit vorinstallierten Spyware-Trojanern (wie GeoEdge) über Amazon und Co. ausgeliefert wurden, um Zugangsdaten der Käufer abzugreifen. [1]
- Android-TV-Boxen: Sicherheitsforscher fanden heraus, dass tausende via Amazon vertriebene, namenlose TV-Boxen aus China mit der Malware Badbox infiziert waren. Sie klinkten sich sofort nach dem Einschalten in ein globales Botnetz ein. [1]
2. Fahrlässige Sicherheitsarchitektur & "Hintertüren" (Backdoors)
In diesem Fall ist es oft schwer zu beweisen, ob es sich um extreme Inkompetenz ("Schlamperei") oder eine absichtliche Hintertür für chinesische Behörden handelt. Das Ergebnis ist das gleiche: Die Geräte sind ab Werk offen wie ein Scheunentor. [
1]
- Sicherheitskameras (Hikvision & Dahua): Die beiden weltgrößten (staatlich gestützten) chinesischen Kamera-Hersteller fielen wiederholt mit fatalen Sicherheitslücken auf. Bei Dahua wurden fest einprogrammierte Administrator-Zugangsdaten (Hardcoded Credentials) im Code gefunden, mit denen sich Angreifer ohne Passwort einloggen konnten. Hikvision wies Lücken auf, die eine vollständige Übernahme der Kamera über das Internet ohne Authentifizierung erlaubten. Beide Hersteller sind heute in vielen westlichen Behörden verboten. [1, 2]
- Consumer-Router (TP-Link, Tenda etc.): Günstige Heim- und Small-Office-Router aus China nutzen oft veraltete Linux-Kernel und weisen eklatante Designfehler auf. Sicherheitsforscher finden dort regelmäßig versteckte Telnet-Zugänge oder undokumentierte Funktionen, die Daten an Server in Übersee funken. [1, 2, 3, 4]
3. Die Konsequenz: Das "SaaS"-Modell für staatliche Hacker
Diese Kombination aus mangelhafter Absicherung und fehlenden Updates hat in den letzten Jahren zu einer gefährlichen Entwicklung geführt: Chinesische Geheimdienst-Hacker kapern diese "offenen" Geräte im großen Stil, um sie als Tarnnetzwerk (Botnetz) zu nutzen. [
1,
2]
- Das "Raptor Train"- / "Flax Typhoon"-Botnetz: Das FBI hob ein chinesisches Botnetz aus, das über 260.000 SOHO-Router, Modems und IP-Kameras (hauptsächlich chinesischer Produktion) infiziert hatte. [1, 2]
- Das "KV Botnetz" (Volt Typhoon): Hierbei wurden gezielt tausende Router gekapert, um Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen (Strom, Wasser, Transport) im Westen so zu verschleiern, dass der Datenverkehr aussieht wie der harmlose Aufruf einer privaten IP-Kamera. [1, 2]
Zusammenfassung
Während es bei Premium-Herstellern wie
Sophos (Software-Schwachstellen) oder
Supermicro (unbewiesene Hardware-Chips) keine Belege für "Malware ab Werk" gibt, ist das Phänomen im
günstigen Consumer-Bereich sowie bei IoT-Geräten aus China extrem real. Die schiere Menge der betroffenen Geräte geht in die
Hunderte Millionen, was vor allem an der Kombination aus billiger Software-Entwicklung, mangelnder Qualitätskontrolle und staatlichem Spionageinteresse liegt. [
1,
2,
3,
4,
5,
6]
Möchten Sie wissen, wie Sie Ihr eigenes Netzwerk auf
verdächtige Datenströme solcher Geräte überprüfen oder welche
Hersteller-White-Labels man meiden sollte?
Einer der Quellen stammt von einem CB Artikel
Forscher haben eine Malware-Kampagne aufgedeckt, bei der Tausende von Android-Geräten schon ab Werk mit einer Malware infiziert waren.
www.computerbase.de
US-Kriegsministerium *hust*
https://media.defense.gov/2024/Sep/18/2003547016/-1/-1/0/CSA-PRC-LINKED-ACTORS-BOTNET.PDF
NTV:
https://www.n-tv.de/technik/Oft-verkaufte-Mini-PCs-hatten-Trojaner-an-Bord-article24732081.html
Mir geht es nicht um grundsätzlich in China hergestellte Produkte, sondern um spezifisch Hersteller, Brands/Distributoren die Chinesisch sind.
Viele andere Hersteller lassen ja auch Bauteile in China fertigen, werden aber von Firmen in Korea, Japan, USA, EU etc. kontrolliert, gewartet und gepatched.
Heißt die schauen schon drüber was mit den Produkten sind. Hardware aus China, aber die Software nicht.