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[Kaufberatung] SSD-Kaufberatung/-Informationsthread + Diskussion (Bitte lesen!)

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..die gute alte Fanxiang S770. Rennschlitten aus China. Finde ich bis dato (m)einer SN850X absolut ebenbürtig! (y)

..trotz aller Skepsis bei den damaligen MF Bewertungen, sie lebt immer noch und werkelt wie am ersten Tag:

Teracle T450.png

..und @exi78 , hast du deine auch noch?
 
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Samsung 9100Pro oder Micron 4600 für ein Thinkpad X1 Carbon?
Hab beide hier in 2 TB liegen. Das Notebook hat auf der Unterseite ein Kühlpad, aber keinen Heatspreader.
Einsatzweck ist so meistens Büro Alltag mit hier und da mal größeren Kopieraktionen
 
Die Micron 4600 hat den SMI2508 Controller und sollte daher ähnlich wie die Samsung 9100 performen, als OEM SSD könnte es aber Probleme mit Garantie und FW Updates geben.
 
Übrigends es gibt neue "billig" Samsung SSD 990 :lol:







klein
 
Wahnsinn!! Die Fikwot FN955 ist eine echte umgelabelte Zhitai!! :eek:

..habe mir jetzt zur Absicherung, da schon die Firmware Angaben laut den Maxio_NVME_fid Tool seltsam waren (FW.-Rev. deutet auf Zhitai), das richtige Maxio-MXUtility-Factory Tool besorgt und voila, nach auslesen des kompletten Controller-ROM stellt sich heraus, dass fid_Tool hat einen festen Datenbanksatz, die FW.-Revision ist sogar die SN14975 und damit eine echte YMTC-First-Party Zhitai:

01.png 05.png

ps: ..und der unumstößlichste Beweis First-Party Zhitai vs. Third-Party B-Brand: Die Seriennummer! B-Brands setzen immer Anbieter (für Fanxiang FX) und Modell (S880) vor der S/N. Fehlt bei der FN955 komplett. Hier ist die pure S/N ab Werk. Wäre das eine B-Brand ohne Zhitai FW. müsste die mit "FN9554T" beginnen.
 
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Und was soll uns das alles sagen? Steige da nicht durch.
 
Schlicht und einfach, die hat schon alleine von den Features der FW. im Vergleich zu der baugleichen Lexar NM790 bzw. Fanxiang S880 wesentlich mehr drauf, mit NAND höchster Güte, den YMTC eigentlich only der Enterprise/Server Sparte derer Zhitai "reserviert". Lexar, Fanxiang & Co. erhalten normalerweise nur NAND durchschnittlicher Güte, mit von Maxio entsprechend "kastrierter" Firmware:

4TB NM790/S880 Firmware (Base-SN12237): MAP1602-X3-9070-4T-SN11853-Base-SN12237
4TB FN955 Firmware (Base-SN12699): 1602-YMTC-X3-9070-All-Capacity-Base-SN12699-CS

Unterschied:

Firmware (Base-SN12237): Congming_Hao Replicant unbekannter Herkunft
Firmware (Base-SN12699): Original YMTC-Zhitai Firmware


Firmware String aufgeschlüsselt:

MAP1602-X3-9070-4T: Das "4T" verrät, hier wird auf ein starres 4 Terabyte Layout gemappt, dass bedeutet, starr für diese spezifische Speicherdichte kompiliert.
MAP1602-YMTC-X3-9070-All-Capacity: Hier gibt es gleich zwei Zhitai typische Merkmale. "YMTC", diese spezifische Bezeichnung darf nur Zhitai für deren Firmware verwenden, "All-Capacity" verräte das zweite typische Zhitai Merkal, die Firmware verwaltet die Dies (X3-9070) völlig dynamisch über alle Kapazitäten hinweg.


Auswirkung in der Praxis:

starres 4T-Model (unbekannter Herkunft): Drosselt im seq. On-Block-Transfer nach einen in der FW. hinterlegten Muster viel früher runter, bleibt konstant auf diesen Transferspeed, bevor dann kurze Zeit danach Step2 folgt, zweite Drosselstufe.
"All-Capacity"-Architektur (YMTC Zhitai): Der MAP1602-Controller staffelt die pSLC Cache Zuweisung dynamisch, staffelt bei höheren On-Block-Transfer intelligenter um den höchstmöglichen Transferspeed (füllstandsabhängig) zu halten, besitzt nur 1-Step Drosselung und versucht nach Step-1 und "Erholungsphase" wieder auf Höchsttranfer zurück zu switchen. Also das typische Verhalten einer echten Zhitai.


Aber auch bezgl. des hochdichten 232-Layer NAND gibt es hier massive Unterschiede im Read-Disturb-Management:

Firmware (Base-SN12237): Der fehlende "CS"-Zusatz im String offenbart, hier werkelt eine ältere Firmware im R-D-M das im häufigen Lesen benachbarter Zellen dazu führt, dass der Controller präventiv Daten intern verschieben muss, um Bitfehler zu verhindern.
Firmware (Base-SN12699): Aktives CS (der Zhitai), die Fehlerkorrektur (LDPC) und die Spannungsbänke werden deutlich präziser angesteuert. Das reduziert die sogenannten "Read-Disturb"-Effekte und schont die Zellen. Effekt: Bei Intensivnutzung (read-only) keinerlei Mikroruckler oder plötzliche Leistungseinbrüche.

Thema Wear Leveling T4-Muster vs. "All-Capacity": Der Controller kann im dynamischen "All-Capacity" Modus der Zhitai Firmware die Schreibzyklen über die kompletten 4 Terabyte hinweg mathematisch viel gleichmäßiger verteilen, als es die starre, alte 4T-Firmware (unbekannten Hersprungs) kann. Das maximiert nicht nur die reale Lebensdauer (TBW) im Hintergrund, sondern verhindert auch, dass einzelne NAND-Blöcke vorzeitig "ermüden" und somit die Schreibrate im Laufe der Jahre künstlich drosseln.

Thema HMB-Tabellen-Caching T4-Muster vs. "All-Capacity": Die Zhitai "All-Capacity" Firmware ist dafür bekannt, die Mapping-Tabellen im System-RAM (FTL) optimal zu kompriemieren. Bei der T4-Firmware fehlt diese Kompression, dass kann bei Dateitransfers um die 800GB/1 TB (bei 4TB Kapazität) dazu führen, dass der HMB-Bereich im RAM überläuft (overflow) und neu strukturiert werden muss. Effekt: kurze, harte Performance-Einbrüche. Die "All-Capacity" (Zhitai) Firmware hält den HMB-Datenstrom "flüssiger", wodurch die SSD bei ausnahmslos jeder Blockgröße extrem stabil bleibt. Dafür ist die Zhitai auch bekannt.

Diese SSDs gibts normalerweise in zwei Modellvarianten: Modell-A sind die Enterprise/Server Zhitai höchster Wafergüte, die reserviert YMTC sofort bei Produktion | Modell-B sind die B-Brands für Lexar, Fanxiang, Fikwot, Ediloca und Co., welche auch sehr gut sind aber halt nicht den hohen Anforderungen einer Zhitai mit entsprechender original Firmware entsprechen/standhalten. Da werden modifizierte FW. verwendet (ist im FW.-String angegeben (s.o.)) die bestimmte Features halt nicht freischalten bzw. nutzen "können".

..das ist der grundlegende Unterschied. Wie Margen von diesen Zhitai Modellen "ohne Branding" und modifizierter Firmware nach Fikwot gelangen konnten -> Überproduktion! Die wurden direkt ab Band einfach nur umetikettiert an Fikwot ausgeliefert. Mich hatte das schon länger gewundert, dass die FN955 kein Fikwot Zusatz vor der S/N hat. Egal ob Lexar, Fanxiang oder Ediloca, die haben alle den Zusatz. Hier beginnt die S/N sofort mit "AA", dass ist die Codierung für das YMTC/Zhitai Produktionswerk. Man hat sich also nicht einmal die Mühe gemacht die S/N anzupassen. Die Zhitai sind übrigens normalerweise nur den heimischen CN-Markt vorbehalten und bekommt man nicht so ebend über Amazon. Das sind die Modelle, die Samsung auf den großen CN-Verkaufsplattformen mittlerweile in der Umsatzstatistik auf Platz 2 verwiesen haben. ;)
 
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Für 150 Euro die 1-TB-Variante auch nicht sonderlich preiswert.
 
@KaerMorhen : Ich habe jetzt mal für dich eine pratisches Szenario gebencht, damit du (und vieleicht auch andere) auf einen Blick sehen, worin der Vorteil einer echten Zhitai Enterprise mit CE:2 PCB Layout liegen:

CE:1 Plane Derivate, also die üblichen 4TB Modelle Fanxiang S880, Lexar NM790, Ediloca E880, sind von YMTC gebaute OEM-Modelle mit max. 555GB pSLC normaler Wafer-Güte, also sog. third-Party Muster die schlicht nicht den Anforderungen der Zhitai Enterprise/Server Segment SSDs entsprechen.
CE:2 Plane Derivate, also hier speziell die 4TB Fikwot FN955 ist ein absolut unverändertes original Zhitai Derivat, dass von YMTC mit max. 1110GB pSLC im Stacker Denser Design frei gegeben ist. Das sind first-Party Muster aus den Zhitai Enterprise/Server Segment, Wafer-Ausbeute allerhöchster Güte (über 99%).

Hier mal das schon alleine vollkommen unterschiedliche CE:1/CE:2 pSLC Cache Verhalten mit/ohne Drop_down im Benchmark anhand einer 1TB Quelldatei:

CE1_CE2_dropdown.png MK-1602 PCIe_Tool.png MK-1602 PCIe_Tool1.png Screenshot 2026-07-18 at 19-50-40 FN955_FW_string_aufgeschlüsselt - Google Suche.png

..offensichtlicher kann man den Unterschied nur alleine anhand des pSLC Verhaltens schon gar nicht mehr aufzeigen. Denn u.a. auch DAS hebt eine Zhitai von den OEM Modellen ab. ;)

Was die spezifischen Daten aus den CMD Fenstern bedeuten, findest du hier im Spoiler, daraus wird einwandfrei ersichtlich, dass die FN955 ein echtes Zhitai Enterprise Storage ist:

.
  • CYAxxTF1B1xPAD (Fikwot FN955)
  • CYAxxTE1B1xC3B (Fanxiang S880 / Lexar NM790 / Ediloca E880)
TE Single Chip Enable CE:1 Topologie, hier wird ein DIEs mit einer Standarddichte so gestapelt, dass pro physischem Kanal nur eine logische Schicht angesprochen wird.
TF Stacked Denser CE:2 Topologie, hier werden zwei physische DIEs mit höherer Dichte intern verschaltet und über 2 getrennte Chip-Enable-Leitungen "stacked" angebunden (Dual-Interleaving per Channel: Enterprise-Segment).

xC3B Suffix: klassisches Mass-Market / OEM Consumer-Suffix von YMTC für kosteneffiziente third-Party Anbieter (wie Lexar oder Fanxiang), die den Flash auf eigenen Platinen verbauen.
xPAD Suffix: primär für Original-Zhitai-Komponenten von selektierten Wafern für High-End-Replikanten aus den Enterprise/Server Segment. PAD bezeichnet hier eine veränderte Signalbelegung (Pinout/Pad-Layout) auf der Unterseite des Chips, die für das CE:2-Routing zwingend notwendig ist, um die zwei Chip-Enable-Leitungen sauber physisch an den Maxio-Controller heranzuführen.

Unterschiede CE-Plane Topologie:
  • CE:1 (Single-Channel Interleaving): es wird an jedem Channel des Controllers nur ein einziges logisches NAND-Die über eine einzige CE-Leitung aktiv angebunden.
  • CE:2 (Dual-Channel Interleaving / Stacked Denser): hier werden an jedem Channel des Controllers zwei physische NAND-Dies parallel, über zwei getrennte CE-Leitungen (CE1 und CE2) unabhängig voneinander angesprochen.
Vorteil CE:2 Stacked Denser:
  • Der Controller aktiviert zuerst die Leitung CE1 auf Kanal 1 und schreibt Daten in das erste Die.
  • Noch während dieses erste Die damit beschäftigt ist, die Daten intern zu verarbeiten und zu schreiben (CE:1), schaltet bei Stacked Denser der Controller blitzschnell um auf die Leitung CE2 auf demselben Channel und schickt die nächsten Daten an das zweite Die.
  • Die Latenzen des NAND werden perfekt maskiert. Während ein Die schreibt, nimmt das andere Die bei CE:2 bereits die nächsten Daten entgegen. Die physische Parallelität (Stacked Denser) verdoppelt sich per Channel.

Praktische Vorteile CE:1 (seriell) vs. CE:2 (parallel):
  • Auslastung Kanäle: CE:1 Seriell (ein Die nach dem anderen wartet) / CE:2 Parallel (Wechselbetrieb 1.Die/2.Die pro Kanal).
  • Verhalten nach dem Drop (pSLC Cache): CE:1 harter Einbruch, oft unruhige, wellige Linie / CE:2 sanfterer Drop, deutlich konstantere und höhere Linie.
  • Sustained TLC-Write: CE:1 sinkt oft auf ca. 800 – 1.000 MB/s (nach zweiten Drop_down) / CE:2 bleibt durch Interleaving oft bei 2.000 – 3.000 MB/s (nur ein Drop_down, einen zweiter Drop_down verhindert CS).
  • Wärmeentwicklung: CE:1 die Hitze konzentriert sich auf wenige aktive Punkte / CE:2 die Wärme verteilt sich besser, da mehr Dies gleichzeitig arbeiten.

Praktische Unterschiede allgemein:
  • während des Schreibens einer seq. großen Datei merkt man CE:1 vs. CE:2 praktisch erst einmal keinen Unterschied SOLANGE das Datenpaket den max. zulässigen pSLC einer 4TB S880/NM790/E880 nicht überschreitet (pSLC-Modus ca. 555GB).
  • ist das Datenpaket aber größer, z.b. 800GB, dann tritt hier der Vorteil der FN955 CE:2 ganz deutlich zum Vorschein! Während ein CE:1 Modell hier in den 1.Drop übergeht und die Daten direkt in den TLC schreiben muss (während im Hintergrund der pSLC Cache noch geschrieben wird), hast du hier einen harten Abfall in der Schreibrate. Bei CE:2 bleibt die Schreibrate konstant auf gleich hoher Linie (rechnerisch bis 1110GB). Erst danach dropt die SSD ähnlich dem CE:1 Modell aber wesentlich "sanfter", da hier durch die Parallelität des Stacked Denser ja schon ein Die schreibseitig auf den TLC NAND geschrieben ist, die Kurve geht also weit sanfter herunter.

Wie du siehst, die Unterschiede sind bedeutender als gedacht und wenn nun "Testseiten" z.b. eine OEM-Firmware Lexar NM790 als chinesisches Top-Modell bewerten oder auch nicht, dann ist das schlichtweg falsch!! Denn die Lexar ist definitiv nicht das Top-Modell sondern nur ein Standard-OEM Produkt mit stark eingeschränkten Firmware Features und NAND gängiger Güte. Also ein B-Brand 2te Klasse Modell!
Wenn man wirklich das Top-Modell einer Gen4 MAP1602 SSD mit 232L-3dv4 NAND testen und bewerten möchte, dann geht dies nur über die original Zhitai (die man am europäischen Markt eher schlecht bekommt) oder -wie es scheint- über eine Fikwot FN955, die nachweisbar ein 1:1 Derivat der Zhitai aus den Enterprise Segment ist! ;)

ps: Aber ich habe die KI noch einmal befragt. Auch rein optisch lässt sich ein OEM Produkt (Lexar, Fanxiang, Ediloca) vom Original Zhitai (FN955 Derivat) unterscheiden. Auffälligstes Merkmal -> Die Screenprint Codes:
  • Fanxiang S880 / Lexar NM790 / Ediloca E880 (CE:1): Typische OEM-Beschriftungen im Schutzlack. Typische Bezeichnungen der OEM Platinen "MAP1602-M2-REVA", "BOKER" oder generische Versionen. Die feinen Leiterbahnen, die unter dem Controller (silberner/schwarzer Quadrat-Chip) hervorkommen und zum NAND führen, verlaufen sehr geradlinig, clean und parallel wie auf einer Autobahn. An den Flanken des MAP1602-Controllers (besonders auf der Seite die zum NAND zeigt) sind freie, unbestückte Lötpads (silberne Punkte ohne Bauteil) zu sehen. Das OEM-Design spart sich hier Bauteile.
  • Fikwot FN955 (als CE:2 Zhitai Derivat): Proprietäre Codes im Schutzlack, die dem Layout der Zhitai TiPlus7100 entsprechen. Interne YMTC-Platinennummern oder extrem feine, direkt in die Kupferschicht geätzte Codes abseits der Norm. Lötpads um den Controller herum sind maximal dicht mit den mikroskopisch kleinen, meist schwarzen oder silbernen SMD-Bausteinen besetzt. Kaum Platz frei, da die CE:2-Topologie voll beschaltet ist. Layout wirkt deutlich komplexer und "unruhiger". Um die zusätzlichen Leitungen für das Interleaving unterzubringen, knicken viele Haarbahnen kurz vor dem NAND in engen, versetzten Wellen- oder Zickzack-Linien ab (Laufzeit-Symmetrie).
 
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Also muss man vorab schon sortieren können und ggf. bei Händlern, Kleinanzeigen etc. nach Seriennummern der Modelle fragen.
Für die absoluten Laien oder Dummies wie mich ist die Folter, haha.

Die Werte mit dem Cache sind schon deutlich sichtbar, das hätte ich so nicht gedacht.
Wenn ich also die Liquidität besitze, eine 4 TB M.2 zu erwerben, wäre das mehr als willkommen.

Ich hantiere gerade mit 4,6 TB Daten über HDD und SATA-SSD herum, geht gut, aber alle PCIe-M.2 langfristig gegen 4,0 zu tauschen mit Cache wäre ein Traum und wenn es nur eine Platte ist, über die ich Daten kopiere.

Primär würden mich erstmal nur OS (hier 980 Pro 512 GB und Spielplatte 2 TB interessieren, alles andere wäre zu vernachlässigen. Als Datengrab langt allemal ne SATA-M.2 1 TB und ne Backup-SSD 1 TB (beides 870 Evo), die kann ich im laufenden Betrieb trennen und tauschen. Bei M.2 ist das mit dem Mal-eben-Ausbauen halt ein Problem, ebenso, dass die mechanisch nicht anders trennbar sind.

Für Backups, ein kleines NAS im 2. PC wird es aber ohne HDD, die ich im Bestand habe, nicht gehen.
Habe aber auch noch kein Backupsystem, das funktionieren würde, dezent überfordert oder finanziell keine Option. o_O

Da ich meine beiden Os gerade plane und vieles austeste, habe ich ja jetzt Zeit zu schauen. So ein M.2-Adapter auf SATA3 wird definitiv gekauft, ebenso beide M.2-Riser, die SATA und NVMe können, sind interessant. War kein Fehlkauf, wie erst gedacht.
 
Also muss man vorab schon sortieren können und ggf. bei Händlern, Kleinanzeigen etc. nach Seriennummern der Modelle fragen.
Die S/N sagt da erst einmal nicht viel, kann aber ein Indiz dafür sein, da Fikwot da wohl einen sehr großen Posten eingekauft hatte und halt die Seriennummer ohne vorgesetzte Modellbezeichnung ausgelesen wird.

So etwas kannst du aber wirklich verlässlich nur über das "MXUtility_MAP1602_V0_09" prüfen, dass dir quasi den kompletten Controller ausliest (maxio_nvme_vid ist da eher weniger dafür geeignet). Das Tool besteht insgesamt aus drei Modulen (Tools), eines davon ist dann zum flashen der Firmware dieser SSDs gedacht, da sollte man aber doch sehr vorsichtig mit sein, da diese FW. oft eine kryptische Bezeichnung haben kann.

Drei Kriterien sind da unter "SSD Info" im Fenster "Flash Info" entscheidend:
  • Flash model muss der String mit "PAD" enden (PAD: Bondpad xTacking Array "Stacked Denser" (Premium Binning) / C3B: starres T4-Modell, Single-Die-Package (SDP))
  • Blocks/Flash muss den doppelten Wert von Blocks/CE besitzen "1110.27G" (das ist der pSLC Cache)
  • CE hat dann logischerweise Wert: 2 (üblicherweise steht dort bei B-Brands eine 1, dann kann aber auch rein technisch Blocks/Flash nur den gleichen Wert wie Blocks/CE besitzen: 555.13G)
.u.U. dann halt das Platinenlayout ansich, denn CE:2 benötigt schon fast zwangsweise ja ein komplett anderes Platinenlayout / PCB Bestückung da Vollverschaltung, dass geht rein nur über die FW. nicht.
CE:1 (B-Brand) Bauteile reduziertes OEM-Referenzdesign / CE:2 hochparallele, vollbestückte Zhitai-Premiumplatine (mit Branding).

Ausnahme wenn sich das PCB FN955 vs. S880 nicht merklich unterscheidet: Da diese Platinen (wie bei Mainboards) ja meist mehrschichtige Multi-Layer-PCBs (4-8 Kupferschichten) sind, können sich viele dieser für CE:2 notwendigen, zusätzlichen Leiterbahnen auch auf den unteren, dann nicht sichtbaren Kupferschichten verstecken. Das gleiche halt bei den SMDs, diese kann man ja auch in kombinierte Arrays geschaltet haben (zusätzliche kleine schwarze IC Bausteine). Das werde ich mal die Tage prüfen und entsprechend ablichten.

..rein jetzt nur über die Seriennummer, dass ist aber Glückspiel: 50:50, kann passen oder halt nicht.
 
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Im Prinzip kleine Posten kaufen, auswerten und den Rest als RMA zurück, oder weiter verkaufen. Und währenddessen den vermeindlich potenten Posten dann aufkaufen.

Da musst dann ne Niere und die halbe linke Leber vorstrecken 😅
 
Da du die ja quasi "exklusiv" nur über Amazon bekommst (der eBay Shop ist nur wirklich bei Fanxiang Produkten sehr gut bestückt und empfehlenswert), ja zum einmal kurz einstecken und prüfen könnte man das machen. Das musst du aber für dich entscheiden.

Einfach erklärt liegt der Vorteil dieser Zhitai Derivate aber nicht nur in den quasi doppelt so hohen pSLC Chache Verhalten (was ja für sich genommen auch schon eine feine Sache ist) sondern schlicht und einfach erklärt darin, dass dort wirklich nur Premium-Dies höchster Signalqualität verarbeitet sein müssen/können (umgangssprl. aus der Wafermitte), um die extrem hohen Schaltfrequenzen der Bondpads für stabile Parallelzugriffe zu gewährleisten. Diese Kriterien erfüllen die B-Brand Modelle (Lexar NM790, Fanxiang S880, Ediloca E880) schlicht nicht.

Was unterscheidet eine Zhitai (bzw. dessen Derivat, hier die FN955) von den B-Brand Modellen: Der "Zhitai-Trick"! Der Maxio MAP1602 ist und bleibt ein 4ch. Controller, egal ob auf der Zhitai oder ein B-Brand.
Die Zhitai nutzt aber u.a. eine Firmware, die CE:2 Interleaving (8ch. emulierte Kanalsättigung) erzwingt. Das heißt, durch das interne Bondpad Stacking (2-Dies) arbeiten je Channel immer zwei Dies parallel zueinander per Channel wie ein 8-Kanal-Simulacrum, während ein B-Brand per Channel nur ein Die ansprechen und verarbeiten kann.
Beispiel: Während der Controller der S880 im CE:1-Modus stumpf nacheinander die Kanäle 1, 2, 3, 4 abklappert, arbeitet die FN955 im CE:2-Modus wie ein 8ch. Controller: Sie füttert auf Kanal 1 bereits das zweite Die, während das erste Die noch blockiert ist.

Dazu kommen dann halt noch die weiteren Firmware Features der "All capacity"-Firmware wie ich ja schon weiter oben ausgeführt hatte.
Frag mich nicht wie Fikwot an diese Modelle gekommen ist, ich vermute, die hatten mal einen wirklich großen Posten (500k+) geordert den YMTC "ab Band" umgelabelt hat oder halt Überkapazitäten aus Zhitai Lagerbeständen. Alles natürlich noch vor der Speicherkrise 2023/24 rum, denn da waren ja die Lager voll und die Nachfrage am Markt eher bescheiden. Selbst die Firmware ist ja original Zhitai Muster (mit YMTC im FW. String, markenrechtlich muss das für B-Brand eigentlich auf die Maxio-Group Congming_Hao laufen) und das ich nach 230TB written noch 0 Bad Blocks angezeigt bekomme, spricht eigentlich Bände bezgl. der NAND Qualität. Hinterfrage ich mal alles nicht, sondern buche das als glückliche Fügung ab.

ps: Wenn ich noch eine 4TB SSD momentan brauchen könnte, ja, ich persönlich würde da definitiv nochmal zu einer FN955 greifen. Nicht nur weil die sehr zuverlässig und schnell ist (zumindest meine beiden Zhitai Derivate), sondern auch aus reiner Neugier, ob die jetzigen Modelle der FN955 immer noch diese Zhitai-Muster sind. Das würde mich wirklich mal interessieren. Wenn ja, hätte man da quasi das Top Modell einer Gen4 MAP1602 SSD. Definitiv hochwertiger als jedes B-Brand ala NM790 & Co. Kann aber auch sein, dass diese Charge schon längst abverkauft ist (2 Jahre sind halt eine lange Zeit) und die neue Charge dann doch wieder nur die mittelmäßigen B-Brand sind -> 50:50 halt.
 
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