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Auf einmal beim anstecken der USB SSD "Recyle Bin corrupt"

CommanderBond

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16.04.2012
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Hallo, ich habe hier eine M.2 in einem USB Gehäuse wo ich mehrere Sachen drauf gespeichert habe. Größe 1TB. Als ich gestern die HDD wieder an den Rechner gesteckt habe kam nach dem Einstecken die Meldung dass der "Papierkorb" auf dem Laufwerk defekt sei und ich den Fehler beheben wolle. Habe auf nein geklickt da ich vermute dass ich dann am Ende mit Datenverlust darstehe. Man kommt auf das Laufwerk noch drauf allerdings fehlt zumindest ein Ordner mit mehreren 100GB an Daten.
Aber unter "Eigenschaften" des Laufwerks ist noch zu sehen dass das Laufwerk so voll ist wie es eigentlich auch sein sollte, also die Dateien sind nicht weg.

ALLE dieser Dateien wurden letzte Woche auf eine interne M.2 (nicht das Systemlaufwerk) kopiert.

Diese interne M.2 mit quasi den selben Daten hat aber EXAKT dassselbe Fehlerbild nun...

System ist Windows 10 Pro.

Hat jemand so etwas schon gehabt und weiß was da los ist? Und ob man an die Daten wieder ran kommt?
Kann man Windows bei wichtigen Sachen nicht vertrauen sodass nichtmal Daten auf einem einfachen Datenträger sicher sind? Auf meinem ZFS Nas habe ich so etwas in Jahrzehnten noch nie erlebt...
 
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Das ist seltsam und scheint eher ein Windows Problem oder Schadsoftware zu sein, vielleicht auch ein Virenfinder der verrückt gespielt hat. Um aber ein Hardware Problem auszuschließen, poste bitte mal den Screenshot von CrystalDiskInfo für die SSD(s) und ziehe bitte das Fenster so weit auf, dass keine Scrollbalken mehr erscheinen. CrystalDiskInfo kann seinen eigenen Screenshot speichern, man braucht also keine Kamera vor den Monitor zu halten und dann Augenkrebs beim Betrachten des Bildes zu riskieren.
 
Das ist seltsam und scheint eher ein Windows Problem oder Schadsoftware zu sein,
Scheinbar hat es irgendetwas mit meinem USB M.2 Gehäuse zu tun. Wenn ich die M.2 dort ausbaue und in den Rechner direkt reinbaue habe ich merkwürdige "found.000" Ordner. Wenn ich die SSD dann aber wieder in mein Gehäuse zurück baue ist nicht mehr alles wie vorher sondern bleibt auf diesem scheinbar "kaputten" Stand. Habe nochmal einen neuen Ordner erstellt und Daten reinkopiert. Der ganze Ordner ist jetzt nicht mehr da. Wenn ich wiederherstellungssoftware wie recuva nutze kann dieses mir aber Dateien und Ordner anzeigen die der Windows Explorer mir nicht mehr anzeigt...

Ist es denn "gefährlich" eine M.2 aus einem USB Gehäuse auszubauen und direkt in den Rechner anzustecken? Ehrlich gesagt habe ich das Gehäuse unter anderem auch genau deswegen gekauft um dort auch mal M.2 auslesen zu können. Aber so ist das alles Murks wenn die Dateien nur intakt bleiben wenn die M.2 immer nur in diesem Gehäuse drin bleibt.

Allerdings habe ich auch eine M.2 die im Grunde dasselbe Fehlerbild aufweißt allerdings war sie nie in diesem Gehäuse, weil sie da wegen dem Kühlkörper auch gar nicht reinpasst.

Ein Hardwaredefekt an insgesamt 3 neuen SSDs schließe ich aber aus...
 
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Dann ist das Problem entweder, dass die USB Schnittstelle nicht genug Strom liefert, dies ist immer ein Risiko, wenn man eine interne SSD in einem USB Gehäuse betreibt. USB3 Ports müssen nur 900mA liefern, es kann optional mehr sein, aber die Spezifikation verlangt nur 900mA, übrigens auch für Type-C Buchsen. Nur die USB Gen 3.2x2 (20Gbs) Ports müssen 1,5A liefern. USB4 Ports müssen 1,5A liefern, TB4 Ports 3A. Dies kann für M.2 SSDs knapp werden, schau mal was da auf dem Typenschild steht, da wird i.d.R. angegeben, bis zu wie viel Strom die SSD ziehen kann und Werte von knapp 3A sind nicht unüblich. Aber die brauchen 3,3V und USB liefert 5V, weshalb das Gehäuse entweder einen Spannungsregler oder besser einen Spannungswandler haben muss und dieser muss auch entsprechend ausgelegt sein.

Oder das Gehäuse hat einen Defekt, vielleicht lässt der sich durch ein FW Update beheben. Das die SSD intern funktioniert und auch eine andere SSDs in dem Gehäuse Probleme macht, deutet ja in diese Richtung. Um welches Gehäuse geht es dann konkret?

Der "found.000" Ordner wird übrigens von chkdsk angelegt, da landet dann drin was beim Geradeziehen des Filesystems im Wege war. Wenn auf die SSD kopiert wurde und sie dabei zu viel Strom zieht, wird der Port den Saft abdrehen und dann kann so etwas passieren, wenn dann die Datenträgerüberprüfung läuft.

PS: Vor dem Abziehen sollte man übrigens unbedingt "Hardware sicher entfernen" machen, damit die SSD Hintergrundaktivitäten einstellen kann, also die Idle GC und gerade nach dem Schreiben, dann das Kopieren aus dem Pseudo-SLC Schreibcache in den normalen NAND Bereich. Dies vergessen die Leute die meinen man bräuche es nicht, wenn man in Windows den Schreibcache entsprechend einstellt, leider immer.
 
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Vor dem Abziehen sollte man übrigens unbedingt "Hardware sicher entfernen"
Das ist klar.
Aber ich habe zB eine SSD hergenommen, sie vorher mit PSID zurück gesetzt. Sie dann formatiert und da EINEN Ordner Namen "xzy" erstellt und da ein paar Sachen drauf kopiert mit Unterverzeichnissen.
Jetzt gibt es diesen Ordner nicht mehr, es gibt aber nen Ordner "temp", mit einem Unterordner wo aber sich nichts drin befindet.
Also es wurde nie ein Ordner mit diesem Namen auf dem Laufwerk erstellt, auf einer anderen SSD gibt es diesen Ordner.
Gehäuse geht es dann konkret?

Steht Unionsine drauf. Scheint wohl ein RTL9210B Chip drin verbaut sein.
Wobei eine SSD die nie in diesem Gehäuse war ja ein ähnliches Fehlerbild hat. Es handelt sich allerdings um 3 der gleichen SSDs. Alle 980 Pro mit 1TB jeweils, wobei eine davon in der "externen" Variante mit Kühlkörper.
Aber der Fehler lässt sich teilweise reproduzieren und tritt auf wenn die SSD in diesem Gehäuse war und man sie dann mal direkt in den Rechner einbaut. Und ich glaube in die andere Richtung gibt es dasselbe Problem. Solange die SSDs an ihrem Ort bleiben wo sie mit Daten befüllt wurden gibt es keine Probleme. Der einmalige Umbau "schrottet" aber irgendwas auf dem Dateisystem scheinbar.

Ich brauch halt ein M.2 Gehäuse wo das nicht so ist...und was damit klarkommt wenn man zwischen internem Einbau und Einbau im Gehäuse klar kommt ohne dass es mir das Dateisystem zerschießt ansonsten ist die möglichkei ne M.2 aus dem Gehäuse ausbauen zu können witzlos.
 
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Hast du die SSD vor dem Ausstecken auch "ausgeworfen"? Oder war sie noch angsteckt, während der Rechner runtergefahren wurde?

SSDs, sowie auch viele andere Flash-Speicher cachen Daten zunächst in flüchtigem RAM. Die Daten werden nicht zwangsläufig sofort in den eigentlichen Flashspeicher geschrieben.
Wenn du die SSD aussteckst und Daten aus dem Cache noch nicht auf den Flash geschrieben wurden, dann sind die natürlich weg, weil die SSD in dem Moment auch ihre Stromversorgung verliert.
Es kann auch sein, das nur das Dateisystemupdate noch nicht persistiert wurde. Wenn du also größere Datenmengen schreibst, dann kann es schon sein, das die im Flash landen, alleine schon weil der Cache für die Datenmenge zu klein ist, aber das Dateisystemupdate am Ende nicht geschrieben wird.

Das ist vorallem gefährlich, wenn man sowas direkt nach dem Schreiben aussteckt. Daher immer erst in Windows "auswerfen", das veranlasst das Gerät eben sämtliche Cacheinhalte direkt zu schreiben und erst dann wirklich ausstecken, wenn Windows sagt, das das Gerät getrennt wurde. Ebenso passiert das automatisch, wenn man Windows (sauber) runterfährt.

Wenn der Datenträger langfristig angesteckt bleibt, passiert das eher selten.
 
Nein die SSD wurde nicht einfach so abgezogen. Sondern sicher getrennt bzw Rechner wurde heruntergefahren. Wie gesagt ich finde es auch merkwürdig dass ein Ordner mit nem Namen da auftaucht der auf diesem Laufwerk nie erstellt wurde.

Die Probleme tauchen mit den SSD auch immer erst auf wenn zwischen intern und USB Gehäuse gewechselt wurde.

Sprich ich schreibe die SSD voll im Gehäuse. Fahre Rechner runter, baue sie fest in den PC ein, und beim hochfahren werde ich schon begrüßt damit dass der Papierkorb auf dem Laufwerk D defekt ist...
 
Das lirgt dann an Win, ich hatte mal sowas ähnliches und irgendwo konnte ich den Papierkorb auf C: festlegen.

Frag mich aber nicht wo oder wie das ist schon Ewig her. Weiss nicht mal mehr welches Win das war.

MfG
 
SSDs, sowie auch viele andere Flash-Speicher cachen Daten zunächst in flüchtigem RAM.
Nein, dazu ist der DRAM Cache nicht da und auch zu langsam, sondern der ist nur zum Cachen der Verwaltungsdaten des Controlllers. Die Controller haben auch ein einige MB internes SRAM, da speichern sie Userdaten bis eine volle NAND Page geschrieben werden kann, aber wir reden da von ms und auch nicht ganzen Dateien. Keine Ahnung wo das Märchen herkommt, die SSDs würden den DRAM Cache für Uerdaten nutzen.

Der Schreibcache bei SSDs ist der Pseudo-SLC Schreibcache, also freies NAND bei dem erst nur ein Bit beschrieben wurde, was schnell geht und übrigens auch weniger Strom benötigt. Dann werden sie im Idle im NAND umkopiert und es werden die normalen 3 (TLC) oder 4 (QLC) Bits pro Zelle beschrieben.
Es kann auch sein, das nur das Dateisystemupdate noch nicht persistiert wurde.
NTFS nutzt ein Journaling für die Metadaten und da sollten allenfalls Dateien fehlen, die nicht komplett geschrieben wurden, aber der Ordnername kann nur dann anderes sein, wenn das Programm welches zum Kopieren verwendet wurde, den Zielordner erst temp und dann am Schluss in xyz umbenannt hätte und diese letzte Operation eben nicht abgeschlossen wurde.
Daher immer erst in Windows "auswerfen", das veranlasst das Gerät eben sämtliche Cacheinhalte direkt zu schreiben und erst dann wirklich ausstecken, wenn Windows sagt, das das Gerät getrennt wurde.
Vor allem wird der SSD dabei mitgeteilt, dass gleich die Spannungsversorgung unterbrochen wird und damit kann der Controller Hintergrundaktivitäten einstellen, wie eben nach dem Schreiben das Leeren des Pseudo-SLC Schreibcaches. Das ist ein Punkt den alle ignorieren, die sich immer nur Gedanken um die Daten in Windows Schreibcache machen.
Die Probleme tauchen mit den SSD auch immer erst auf wenn zwischen intern und USB Gehäuse gewechselt wurde.
Das ist halt extrem komisch und würde sich eigentlich nur durch einen FW Bug beim Bridgechip des Gehäuses erklären lassen, der irgendwie die Adressen durcheinander bringt und daher zwar Daten die er selbst geschrieben hat, auch wieder korrekt lesen kann, aber am PC klappt es dann nicht und eben auch nicht, wenn die Daten am PC geschrieben wurden. Es könnte auch an Windows liegen, aber ich wüsste nicht, was dies dann sein soll.

Kannst Du das mal an einem anderen Rechner testen? Also die SSD intern beschreiben, dann ins Gehäuse packen und an einem anderen Rechner testen, ggf. vom Kumpel? Sonst würde ich ein anderes Gehäuse probieren.
 
bin grade dabei erstmal zu schauen was ich an Daten noch retten kann. Auf den ersten Blick sieht es mit Recuva aber gut aus. Kann zwar noch keine entgültige Aussage treffen aber von etwa 200GB hatte ich noch eine weitere Kopie und konnte einen 1:1 Vergleich durchführen. Daten waren identisch bis auf etwa 5 Ordner fehlten , die aber sowieso allesamt leer waren, also keine Dateien drin.

Kannst Du das mal an einem anderen Rechner testen?
Ich habe so leicht auch Win10 in Verdacht. Zumindest da die eine SSD ja nie in dem USB Gehäuse drin war, kann in dem Fall das Gehäuse nicht der Grund sein für den Defekt.
Hab auch mal geschaut, es gibt für den RTL9210 Chip auch irgendwelche Firmwareupdates auf Github. Hab das aber nur überflogen, mein SSD Modell ist da aber aufgeführt.

Es ist insgesamt irgendwie sehr merkwürdig.

Hab gesehen es gibt wohl auch M.2 USB Gehäuse mit einem Schreibschutz als Schiebeschalter. Ist das ne reine firmwaregeschichte des Bridge Chips dann oder kann man eine NVMe auch mit Hilfe eine Befehls in einen ReadOnly Mode versetzen?

Ich stelle mir sowas bei der Datenwiederherstellung von Laufwerken sinnvoll vor um zu unterbinden dass irgendein Programm oder so einfach anfängt und was "reparieren" will und damit ggf alles nur noch schlimmer macht...
 
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Hab gesehen es gibt wohl auch M.2 USB Gehäuse mit einem Schreibschutz als Schiebeschalter. Ist das ne reine firmwaregeschichte des Bridge Chips dann oder kann man eine NVMe auch mit Hilfe eine Befehls in einen ReadOnly Mode versetzen?
Das ist eine Sache der FW und wenn es richtig gemacht wurde, kann man es auch nicht mit irgendwelchen SW Befehlen unter Windows aufheben.
Ich stelle mir sowas bei der Datenwiederherstellung von Laufwerken sinnvoll vor um zu unterbinden dass irgendein Programm oder so einfach anfängt und was "reparieren" will und damit ggf alles nur noch schlimmer macht...
Ja, für eine Datenrettung ist jeder Schreibvorgang auf den Datenträger zu vermeiden!
 
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