ASUS Pro WS Z890-ACE SE im Test: Profi-Mainboard inkl. praktischem BMC

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Für etwas Abwechslung zu den Gaming-Mainboards sorgt das Pro WS Z890-ACE SE von ASUS. Alleine am "Pro WS" wird klar, dass es sich bei diesem Board um eine Workstation-Platine handelt, deren Ausstattungsmerkmale sich im Vergleich zur sonstigen Gaming-Kost in vielen Punkten grundlegend unterscheiden und sich eben an Profis richten. Und dennoch eignet sich das Pro WS Z890-ACE SE durch die Anwesenheit des Z890-Chipsatzes zur CPU-Übertaktung mit K(F)-Prozessoren und natürlich auch zur RAM-Übertaktung.
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Das war auch unsere Ansicht. Steht aber auch im Test drin. Zumal ASUS auch eine W880-Version hat. Ein Profi-Mainboard ist es durch den BMC aber dennoch.
 
Wäre preislich sogar fair aber das ist nicht halbes und nichts ganzes (BMC ja, aber kein ECC) ergo kein Workstation Board/Serverboard. Aber für professionelle Boards gibts ja zum Glück Supermicro.
 
Profi-Workstationboard und dann mit Z890 und kein ECC? Finde den Fehler...
Da gehört ein W880 drauf.
Ja, aber Intel könnte sich da mal eine Scheibe von AMD abschneiden und die ECC Funktionalität, die die RAM Controller der CPUs ja haben, auch für die anderen Chipsätzen freigeben. Dann könnten auch andere Mainboards es unterstützen, vielleicht nicht so gut oder nicht validiert, wenn man dies will dann kann man immer noch ein Board mit dem W Chipsatz nehmen, aber die sind halt auch echt teuer und schwer zu bekommen sind und dazu meist nur mit einiger Verzögerung den Handel erreichen. Wobei in diesem Fall das ASUS Pro WS W880-ACE SE Schwestermodell auch nicht wirklich nennenswert viel teurer ist, wobei ihm allerdings 10GbE Ethernet fehlt. Leider fehlt auch ein PCIe 4.0 x1 Slot dies um einfach mit einer RTL8127 Karte nachzurüsten, wie ich es bei meinem Board gemacht habe, welches nur einen Bruchteil von diesem kostet.
 
Aber für professionelle Boards gibts ja zum Glück Supermicro.
Noch... ich hab da wenig Hoffnung das die ihre hausinternen Dramen UND den AI-Hype überleben...
Ist aber ne reine Bauch-Sache, vermutlich auch hervorgerufen wegen Doom is here...
 
10GbE NIC und der BMC haben eben ihren Preis, für gelegentliche Nutzung als Server daheim oder als KI Kiste für lokale LLMs reicht das Teil doch.

Wer ein W880 mit vergleichbarer Ausstattung aus dem Pro Bereich will muss eben noch tiefer in die Tasche greifen.
 
Aber für professionelle Boards gibts ja zum Glück Supermicro.
So mehr oder minder. Man sieht ja, was es in den letzten Jahren auf den Retail-Markt geschafft hat. Stattdessen gab es mehrfach den Schwenk, nur noch vollständige Systeme anzubieten.
 
Ehrlich gesagt habe ich runter zum Preis gescrollt und - nein danke.
"Gamer" sind schon eine seltsame Spezies. 2000€ für ne GPU kein Thema, aber wenn das mainboard mal 500€ kostet isses zu teuer.
Für mich ist das inzwischen der Normalpreis für ein neues Board. Finde ich schon fast günstig.
 
"Gamer" sind schon eine seltsame Spezies. 2000€ für ne GPU kein Thema, aber wenn das mainboard mal 500€ kostet isses zu teuer.
Für mich ist das inzwischen der Normalpreis für ein neues Board. Finde ich schon fast günstig.
Trifft ja nicht auf jeden zu. 2k für eine Gpu Tabu und 500€ für ein MB Tabu. Wegen solchen Aussagen werden die Preise nicht besser werden oder dem Argument, wer für ein Eiphone 2k hinblättern kann, kann auch… ;)
 
Naja, wegen dem drastischen Absatzeinbruch bei den Mainboards um bis zu 30% in 2026 werden die Preise auch nicht besser...
Sämtliche Hersteller mussten ihre Prognosen drastisch reduzieren. Asus von 15mio boards in 2025 auf 10 Mio in 2026
Auf fallende Preise werden wir sicher noch lange warten. Muss man eben aussitzen oder in den sauren Apfel beißen.

Und wegen der anderen Komponenten wie Ram, Nvme, SSD etc. mit teilweise 4 fachen Preisen von 2025, ist der DIY Markt quasi eingefroren...
 
Für mich ist das inzwischen der Normalpreis für ein neues Board. Finde ich schon fast günstig.

Das ist weder günstig noch normal, mit einem ~500€ Board ist man nicht mehr im Mittelklasse-Bereich unterwegs.

Und die GPU spielt heute eine größere Rolle als noch vor Jahren, und das explizit nicht nur bei Gamern.

Durch die KI Anwendungen ist nur noch ein weiteres Anwendungsgebiet dazu gekommen das nach Krypto vor allem im oberen Leistungsbereich die Preise treibt.
 
Ich baue seit 1992 meine PCs selber. Und die letzten 10 Jahre haben mich "gute" Boards immer ungefähr dasselbe wie die neuen CPUs gekostet
Und ich bin sogar eher ein Geizhals. Wenn ich ein 500€ Board kaufe, kosten die etwas Besseren gleich 800, 1000, oder sogar 1200€...
Ich bin KEIN Gamer, ich upscale 24/7 sd auf 4k und daher kaufe ich auch keine 265er oder 14700er cpus ... da ich die max power brauche.

Wenn man 300€ cpus kauft, dann kann man auch ein 300€ board nehmen .. bei mir passt das nicht.
 
Du bist halt nicht wirklich repräsentativ für die Mehrheit der Käufer, genau so wenig wie ich, da ich mir einrede Boards mit "OC Schnickschnack" zu benötigen. :sneaky:
Bei den Boards kann aktuell am ehesten was gespart werden, ohne dass es sich großartig auf die Leistung auswirkt.

Ein 270K Plus ist auf einem 250€ Board oder für weniger auch nicht wirklich langsamer als auf einem 500€ Board, zumal hoch gebinnter Speicher mehr oder weniger unbezahlbar ist.
Den meisten Kunden verordne ich Board im Bereich von ~170€-250€, für ältere Architekturen mit DDR4 darfs gerne auch noch günstiger sein.
 
Ich habe mir das Asus Pro WS Z890-ACE SE vor 3 Wochen gekauft und es ist für mein Profil jeden Euro wert. Wenn man 2 Karten und 2 NVMEs direkt am PCIe der CPU haben will, wird es teuer, das bieten die Billo-Z890er nicht, da gibt es dann nur einen PCIe Slot an der CPU.

Eingebaut sind eine Intel B580, eine Mellanox ConnectX-4 (2 Ports mit je 25G) und 2x WD SN850x NVME im RAID 0 – alles direkt am CPU-Bus.
Eine weitere Mellanox ConnectX-4 und SN850X hängen am Chipsatz. OS ist Rocky Linux 10.

Die 25G Mellanox befeuert die beiden SN850X, die als mdadm Raid 0 als bcache write-only device konfiguriert sind. Damit kann ich Daten mit 3 GB/s in den Rechner reinkippen und die werden über das RAID0 auch mit 3 GB/s (dauerhaft über Terabyte) geschrieben (eine einzelne SN850X schafft das nicht). Von dort aus regnen die Daten mit 300 - 400 MB/s dann auf ein mdadm Raid 5 aus 4x 22 TB Spindeln ab (bcache core device).

Ich hatte vorher mit einem ASRock Z890 Pro A das Gleiche versucht, damit gab über SSH immer freezes und hänger, wenn der DMI-Link saturiert wurde, da das Board nur einen PCIe-Slot an der CPU hat und ein Teil der Daten immer über den Chipsatz musste. Die Realtek RT8125 onboard NIC war ein weiteres Problem. Die Asus-Boards haben Intel 226 NICs, die haben deutlich besseres IRQ-Sharing über die Treiber.

Dazu gibt es beim Asus auch noch fette VRMs, eine onboard KVM over IP und längs sitzende RAM-Slots (statt quer wie bei den Consumer-Boards). Damit kann man sich ein recht leistungsfähiges Pizzablech für den Serverschrank bauen (35.000 Punkte im Cinebench R23 bei 220 Watt Package Power). Bei mir ist alles in einem 3 HE 19" Gehäuse verbaut.

Das Asus Pro WS W880-ACE SE hat ECC-Unterstützung (W880) und deutlich weniger potente VRMs mit weniger Phasen. Mit dem Z890 kann man einen 265 mit offenen Limits dauerhaft mit AVX2 Last als 8p12e laufen lassen, das W880 schafft das nicht. Das Board hat v. a. mit dem ECC Support eher einen Storage Fokus, wo es nicht um HPC geht, zumindest nicht CPU-fokussiert.

Ich habe den Vorgänger vom W880 (das Asus Pro WS W680-ACE) als Storage Server mit 16 Port HBA und 10x 18 TB Spindeln. Der W680 hat zwar 2x PCIe an der CPU, aber nur eine NVME. Deswegen werde ich mir auch noch das Asus Pro WS W880-ACE SE holen und upgraden.

Für mich machen beide Boards genau so Sinn nebeneinander. In einem Staging-Rechner brauche ich kein ECC, da die durchlaufenden Daten die gesamte Zeit heiss sind. Um die zu bearbeiten, brauche ich CPU/GPU Power. Und in einem Storage-System brauche ich keine 16 Phasen VRMs, da die CPU nur Nebensache ist. Dafür brauche ich dort ECC bei langen Laufzeiten und persistenten Daten.
 

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