[Guide] Audiointerface-Anschlüsse - Anschluss an den HOST-Rechner

Everest2000

Semiprofi
Thread Starter
Mitglied seit
09.01.2002
Beiträge
14.023
Ort
Geboren in Nepal, Wohnhaft in HH-Altona
So meine Damen/Herren/Hunde/Katze und Blauwale, jab seit neusten gibt es das Luxx-Forum auch in einer Blauwal-Version :bigok::banana:^^.

Jetzt aber ernst;). Ich möchte euch gerne div. Anschlüsse für Audiointerface erklären und erzählen welche für welche Einsatz genutz werden. Wie gesagt es ist eine Sache der Erfahrung.


Nun fangen wir mal mit dem einfachsten am, dem ISA.
Der ISA-Port war der Soundkarten Anschluss für den Computer. Er wurde später durch den PCI-Port verdrängt. Es gab div. Soundkarte von Creative, Terratec und Co. Eine ISA-Soundkarte sieht so aus:



Der PCI-Bus, dieser sollte jedem Bekannt sein. Bis Heute der Anschluss der Soundkarte im Comsumer und Pro-Bereich. Er ist stabil was die Übetragung angeht und einfach zu hand haben. Wird für interne Steckkarten benutzt.
Die Soundkarten werden meisten via einfachem PCI-Bus angeschlossen, spricht die kurzen Slots. Für Profi-Karten gibt es PCI-X, diese findet man primär auf High-End Boards oder Workstation-Boards.

So sieht eine PCI Karte aus:






Der aktuelle, interne Slot ist PCIe. Dieser Slot biete höhere Bandbreiten und besser Übertragungen.
Besonders um Profibereich wird das gern gesehn udn geschätzt.
Dieser Bus gibt es jeweils in x1 und x4 und x8.

So sieht so eine Soundkarte aus:



Nun wie gesagt, intere Anschlüsse haben die Vorteil, das man sehr niedrige Latenzen haben kann, bis zu fast Latenz-Frei.
Nachteil ist halt, wenn man was tauschen möchte bzw. muss. Ist es leider immer damit verbunden den Rechner zu öffnen. Desweiter ist bei einem defekt der Aufwand höher es zu reparieren.

Bei den externe Anschlüssen sieht es anders aus.

Die üblichen sind:
-USB 1.1
-USB 2.0
-USB 3.0 -> da gibt z.zt noch keine System ;).
-Firewire 400 und 800

nicht so üblich sind:
MADI und Thunderbolt, sowie spezielle Systeme.

Zu USB 1.1/2.0 erstmal. 1.1 ist z.zt nicht mehr so aktuell was Audiointerface angeht, weil die Übertragung einfach grottig ist und wenn man mehr als 2 Spuren hat das ganze System einfach nur herum spinnt.
USB 2.0 ist da besser aber auch dort sind Grenzen gesetzt. Bei groeßen Projekten ist USB 2.0 einfach zu lahm, da gibt es was besseres....

USB Audiointerface haben auch den Vortiel, das man Instrumente besser an schließen kann und verfügen manchmal auch mehr Anschlüsse. Für mobile Personen ideal gedacht. Der Nachteil ist halt die Übertragung und man hat noch ein Gerät im Gepäck. Besonders blöd wenn Truck bzw. Cargospace gebrenzt sind.

So sieht so ein System von hinten und vorne aus:




Firewire 400/800. Diese Schittstelle ist eine sehr schnelle Möglichkeit ein System an einem Hostrechner anzubinden. Die Schnittstelle ist stabiler und schneller. Auch ist es möglich längere Kabel zu nutzen. Firewire ist "teuer" aber dafür kann man die Leistung fast mit einem PCI/PCIe-System vergleichen.
Der Nachteil: es gibt wenig Mainboards die Audiointerface nutzen können, weil der Onboard-Kontroller einfach nur schrott ist. Beliebt sind Chips von Texas-Instruments und RME-Audio. Lacie baut auch sehr gut Firewire-Controller. Apple ist da die beste Lösung was Firewire an geht, weil die Chips sau stabil sind.
HINWEIS: Bei einer Daisy-Chain mit Festplatten, ist es darauf zu achten, das man die Festplatten HINTER das Audiointerface anschließt.
Besser wäre einen 2. Firewire-Anschluss zu nutzen. Allg. ist es nicht optimal ein 2. Geräte an den Firewire-Anschluss den Audiointerface zu hängen. Außer ein 2. Audiointerface. Da ist zu beachten, das die vom gleichen Hersteller sein MÜSSEN(!!). sonst kann es zu Problemen führen.
Man sollte sowas immer VOR dem Auftritten/Produktionen testen um nicht wären einer Sassion ein böse Erlebnis zu haben.

Ein Firewire-Interface sieht so aus:




MADI, nun MADI ist DAS high-end System für externe Geräte- Es ist sau schnell, da es auf der Netzwerk-LWL-Technik basiert und robust.
Es werden SC-Stecker benutzt. Man kann mit MADI die höchste Kanalanzahl erreich die man z.zt in Software-DAWs erreichen kann bzw. was ein Rechner verarbeiten kann. MADI ist leider sau teuer und man muss das Sstem sehr gut kennen.

MADI sieht so aus:





Zum Abschluss:
Wie man sehen kann gibt es viele Möglichkeiten ein Audiosystem mit dem Rechner zu verbinden. der einfachste weg ist halt der Einbau einer Audiokarte oder der Anschluss via USB. Diese beiden sind auch günstig.

Firewire und PCIe, sowie MADI sind echt eher für high-end Leute und die Leute gedacht, die sich damit auskennen ;). Der Vorteil ist, halt das DIESE Schnittstellen sehr schnell sind und vorallem stabil. Die akutellen Betriebsysteme (Windows 7 und Mac OS X) supporten diese Schnitstellen gut und z.zt auch ohne Fehler. Es gibt hier und da kl. Problem aber das ist meisten speziell oder einfach ein Software fehler seiten Hersteller.

ISA ist definitv TOT. PCI wird langsam immer weniger und PCIe wird immer besser. Firewire ist immer noch das was Profis brauchen und USB ist halt für die allg. Leute da. MADI ist sogar im Luxx nicht das was es ist, weil so ein System nicht unter 3000 Euro zubekommen ist aber klanglich ALLEs in den Schatten stellt, was externe System an geht.

So das wärts erstmal, viel Spass ;:)


EDIT:
Zum Thema Thunderbolt: Thunderbolt ist im kommen, Apple hat diese Schnitstelle in diesem Jahr vorgestellt. Die Firma AVID hat sein HD-System bei der Musikmesse/Pro Light + Sound vorgestellt und es ist einfach sehr geniales System. Daisy-Chain ist wie bei Firewire möglich. Aber man weiß nocht nicht wie der Anschluss in der Praxis ist. Z.zt ist MADI der schnellster aber auch teuerste Anschluss. Thunderbolt wäre ein mittel-ding. Erstmal mus die AES zustimmen, dann sehen wir weiter :).

Hier findet man ein kl. Video zum Thema Thunderbolt und Audio: http://www.youtube.com/watch?v=pO0GrdgK2h8&feature=relmfu

Fazit: Ich glaube im high-end Bereich wird sich Thunderbolt gut durchsetzen. Leute die mobil unterwegs sind wird dieser Anschluss ein segen sein.

HINWEIS:

Manche Soundkarten sind nicht für den Consumer geeinet, da die spezielle Treiber oder Wissen vorrausetzen bzw. Hardware. Ich gebe KEINE Garantie darauf das eine der gezeigten System mit eueren Rechner funktioniert. Bei Fragen zum Thema Support, bitte den Hersteller anschreiben. Es geht nicht um die System speziell, es geht hier nur um die MÖGLICHKEITEN wie man ein Audiosystem mit einem Host-Computer verbinden kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn Du diese Anzeige nicht sehen willst, registriere Dich und/oder logge Dich ein.
War grad über eine Weiterleitung am Drüberfliegen...
Hat jmd Lust sich da mal zum Thema Bluetooth und HDMI ergänzend zu äußern?
 
@Da_Maddy HDMI wäre eher unüblich für PC, da du ja Video und Sound eh trennen kannst. Wäre was für Heimkino, wo du entwerden den Sound vom Fehrnseher an etwas weitergibst oder ein gerät dazwischen schaltest. Das wäre dann eARC ggf für Dolby Atmos oder DTS, sprich meist Soundbars. Gleichfalls wird auch I²S oft mit dem HDMI-Kabel übertragen, aber ganz andere Technologie. Hier trennst du Takt- und Datensignal gegenüber SPDIF (Coax, Toslink, AES EUB) oder USB. Theoretisch saubereres Signal, kommt aber mehr auf das Endgerät an. Da du meist irgendeinen Konvertierer brauchst und nicht einfach aus der GPU kommen kannst, sprich sowas wie ein DDC (Digital to Digital Converter)/Streamer, für die Meisten uninteressant.

Bluetooth kommt es allein auf den Codec an. LDAC oder aptX lossless für besten Sound, aptX LL oder LC3 für geringe Verzögerung. Und damit auch das Kernproblem: Quallität über Synchronität oder umgekehrt. Ich bin immer noch der Meinung mit einem Kabel kommst du besser, außer du willst über ein Handy streamen oder an ein mobiles Ausgabegerät. Anderfalls würde sich ein Netzwerkstreamer anbieten.

Was hast du denn vor?
 
Unüblich... aber grad sowas ist ja manchmal das interessante, ebenso wie das Bluetooth Zeug.

Vor hab ich nix, nur wenn man schon so schöne Aufzählungen hat, gehören die imho auch mit dem aktuellen Sachen noch auf Up-to-date gebracht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Unüblich... aber grad sowas ist ja manchmal das interessante, ebenso wie das Blietooth Zeug.
Ja und nein. Solange wir von einem reinen PC sprechen, hast du eigentlich nur die 4 Optionen: USB, SPDIF Toslink, Netzwerk LAN/WLAN und Bluetooth.

Wie gesagt, das Beste ist USB und wenn du galvanisch isolierst fast perfekt vom PC aus.

Du bist aber durch deine Geräte und die Reichweite begrenzt und wir haben noch nicht mal über das Signal geredet.

Als Beispiel mal meine Kette:

- Audirvana als Musikbibliothek wandelt in 96khz 32bit über WASAPI weil Windofs sonst reinfunkt.

- Beacn Mix Create nimmt nur 96kHz an und regelt Digital die Lautstärke

- USB an Minidsp Flex Digital, das kann Raumkorrektur über Driac Live für Lautsprecher und EQ und wenn ich will Signal auftrennen für einen Subwoofer. Ausgang aber nur über SPDIF Coax und Toslink, was 192kHz/24bit hat, intern macht das Flex aber nur 96 bzw 48khz mit Dirac (glaub ich).

- Coax an Holo Cyan 2 DAC, was galvanisch Isoliert. 24Bit sind 144dB und das Ding hat 127dB Rauschabstand bzw. 106dB SINAD, also sollten wir, solange wir digital nicht zu weit runterdrehen, nichts an Dynamic verlieren.

Idealerweise würden wir von Audirvana direkt über den ASIO-Treiber in das Cyan ohne Upsample und mit Raumkorrektur Plugin, aber dann verlier ich alles Andere, weil nur ein Programm an das DAC ausgeben kann beim bitperfekten Exclusivmodus. Auch hat jedes Programm und Gerät einen Audiopuffer, was verzögert.


Aber nirgends hatte ich wirklich Optionen. USB, SPDIF (Coax/Toslink), wenn ich mich mit den Verbinden nach jedem Neustart quälen möchte noch BT. Deine Geräte geben dir vor, was du verwenden kannst und meist auch welche Samplerate/Bittiefe. Deine Aufgabe ist das irgendwie unter einen Hut zu bekommen mit dem was du machen willst: Audiorouting, Raumkorrektur, EQ, Profile.

Was du auf jeden Fall vermeiden solltest: mehfach analog/digital wandeln. Meine Adam d3v sind digital zwecks internem DSP. Wenn du Raumkorrektur über ein IK Arc Studio machst gehst du zwar analog rein/raus, aber intern ist das digital. Darum habe/werde ich mich davon trennen.
 
Langsam langsam mit den jungen Pferden...
Du scheinst da ja schon ein deutlich interessanteres Setup und Use Case zu haben als die meisten.
Aber stimmt, wenig Wandlung und gutes zusammen Passen /Arbeiten der Komponenten bringt einen nach vorn.
Bei mir ist alles recht simpel verteilt: externe SB Soundkarte (USB), da hängt mein Logitech Stereo Headset dran. Sprung von onboard auf die uralt Soundblaster: Mega, und dass schon bei nem billigen Headset.
Hab noch nen 2.1 Boxensystem, das hängt mit Klinke am Monitor, wird also quasi doch über DP(HDMI) gespeist.
Soll aber in beiden Fällen nur funktionieren, bisher keine erhöhten Ansprüche.
Langfristig soll da mal mehr Sound hin, aber alles noch weit weg.
Zwischendrin hing noch nen kleiner Digital Amp über Cinch an der Soundblaster, der macht jetzt aber nur noch über BT die Musikbeschallung wenn der PC aus ist.
 
Was sich über die Jahre so ansammelt halt. Die meisten werden sicherlich mit weniger zufrieden und heutzutage wird dir selbst für einstiegs-Highend schon ein Fiio KA11 Dongle reichen was Leistung und Rauschen betrifft.

Ich persönlich halte nichts von Soundkarten. Da du schon extern bist, könntest du auch eine All-In-One Box, wie den Fiio K13 R2R verwenden. Damit wärst du schon besser aufgestellt als 98%.

Was du dann darüber betreibst, von Kopfhörern über Lautsprecher oder noch einen AMP dahinter ist ja erstmal egal. Aber dein limitierender Faktor wird immer der Wandler sein und den hättest du damit schon abgehakt.
 
Hardwareluxx setzt keine externen Werbe- und Tracking-Cookies ein. Auf unserer Webseite finden Sie nur noch Cookies nach berechtigtem Interesse (Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f DSGVO) oder eigene funktionelle Cookies. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir diese Cookies setzen. Mehr Informationen und Möglichkeiten zur Einstellung unserer Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Zurück
Oben Unten refresh