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Titan Army P275MV Plus im Test: Mini-LED-Gamer mit Dual-Mode

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Der Titan Army P275MV Plus erweckt den Anschein, ein rundes Paket für Gamer zu sein: UHD-Auflösung, dank Dual-Mode aber auch 320 Hz als maximale Wiederholfrequenz, das alles gekoppelt mit einem Mini-LED-Backlight mit 1.152 Zonen, was den 27-Zöller auch für die HDR-Wiedergabe interessant macht. Wo die Schwachstellen liegen, klärt unser Test.
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Kaufbar scheint er aber nicht zu sein :d
Die Händler in Deutschland sehen schon.....shady....aus
 
Das stimmt wohl xD.

Klingt allerdings schon interessant, der Monitor. Nutze aktuell einen UHD 32-Zoll-Monitor und einen 21,5. 5 Zoll unterschied, ist die Frage, wie verkraftbar das ist, xD immerhin könnte durch die kleineren Monitore endlich auf drei gleiche umstellen :d hat auch seinen Charme.
 
Der Name klingt so nach China-Gamerkiddiezeug, dass ich mir nicht mal anschaue, was die bieten... zumindest einen seriös klingenden Namen eher nicht..

p.s.: Das bedeutet nicht, dass die Geräte nicht 1A sein können, ich mag den Namen nur absolut nicht!
 
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Der Name klingt so nach China-Gamerkiddiezeug, dass ich mir nicht mal anschaue, was die bieten... zumindest einen seriös klingenden Namen eher nicht..

p.s.: Das bedeutet nicht, dass die Geräte nicht 1A sein können, ich mag den Namen nur absolut nicht!
Ja, da ist KTC schon dezenter:
 
Kann man den Monitor auch mit 2K Auflösung betreiben? Oder wird das dann ein wischi waschi?
 
Kann man den Monitor auch mit 2K Auflösung betreiben? Oder wird das dann ein wischi waschi?
Normal wird das wischi waschi.
Ich fand es schon grauenhaft Full HD Inhalte auf einem WQHD Monitor anzuschauen. Das passt halt einfach nicht von der Skalierung. Aber zum Spielen hast du ja FSR oder DLSS, die skalieren das vernünftig hoch.
 
Und wieder nur 1152 Zonen, 1500 Nits Peak und 160Hz. Selbst Fernseher haben schon 165Hz.
Wo bleiben die High-End-Mini-LEDs mit 10k Zonen und 6000 nits?


HKC introduces the G32M12Max, a 32-inch UHD Mini LED display featuring over 10,000 local dimming zones, 2100 nits peak brightness, and HDR1400 certification—well beyond mainstream competitors under 1,200 zones. With 240Hz refresh, 99% DCI-P3, HDMI 2.1, DP 1.4, and 90W USB-C, it delivers lifelike HDR and smooth responsiveness for gamers and creators alike.
 
Mein Problem ist und bleibt bei solchen Monitoren die gescheite Ansteuerung der LED Zonen. Bei TVs übernehmen das entsprechende Prozessoren, aber bei Monitoren? Früher gab es da mit G-Sync Ultimate was potentes für aber das gibt es nicht mehr. Daher lieber gleich OLED.
 
Nicht besonders überzeugend. Für den halben Preis gibt es ja schon den MiniLED von Xiaomi mit genauso vielen Zonen in 1440p.
Um hier ein Kaufargument zu bieten zu viele "aber" auf dem Zettel.

Daher lieber gleich OLED.
Bekommt man halt nicht unter 600€ und es gibt noch genug Leute da draußen, die ihr (teures) Rig an irgendwelche 200€ Monitore anschließen wollen - da muss man ja nur in die Kaufberatungsforen schauen.
 
Auch der typische IPS-Glow ist zu erkennen.

schade, leider unbrauchbar
 
Ich habe mir den Test zum P275MV Plus bei euch genauer angeschaut und sehe einige Punkte, die aus messtechnischer Sicht kritisch zu bewerten sind.

Ich teste gerade den gleichen Monitor und komme teilweise auf andere Werte.

Zunächst fällt auf, dass keine Angabe zur verwendeten Dimming-Stufe gemacht wird. Gerade bei einem MiniLED-Monitor mit FALD ist das jedoch entscheidend, da unterschiedliche Dimming-Modi das Messergebnis massiv beeinflussen. Ohne diese Information lassen sich insbesondere EOTF, Schwarzwert und Kontrastverhalten nur eingeschränkt einordnen.

Ein weiterer Punkt ist die verwendete Messtechnik. Zum Einsatz kommen ein X-Rite i1Display sowie ein i1 Pro2 als spektrale Referenz. Dieses Setup ist für SDR und klassische Farbkalibrierung absolut üblich, stößt im HDR-Bereich jedoch an klare physikalische Grenzen. Insbesondere im Near-Black-Bereich unterhalb von etwa 0,1 Nits ist keine präzise Messung mehr möglich. Genau dieser Bereich ist für HDR aber entscheidend, da hier EOTF-Einstieg, Schwarzwert und Shadow-Detail-Darstellung bestimmt werden.

Das spiegelt sich auch in den gezeigten Messungen wider. Der EOTF-Startpunkt liegt sichtbar oberhalb der Referenz, was auf einen angehobenen Schwarzwert hindeutet. Ohne angepasste Low-Light-Messparameter oder entsprechende Einordnung kann dies jedoch nicht sauber interpretiert werden, da sowohl die Messgrenze des Geräts als auch das aktive Local Dimming eine Rolle spielen.

Zusätzlich fehlt eine Analyse des Flicker-Verhaltens. Gerade bei MiniLED mit FALD und VRR ist das Verhalten im Near-Black-Bereich relevant, da hier Helligkeitsschwankungen auftreten können. Dieser Aspekt wird im Test nicht behandelt.

Grundsätzlich wirkt der Test eher wie ein klassischer Consumer-Review mit Standard-Workflow, bei dem Messwerte erhoben werden, ohne die spezifischen Anforderungen moderner HDR-Displays vollständig zu berücksichtigen. Das bedeutet nicht, dass die Messungen grundsätzlich falsch sind, wohl aber, dass ihre Aussagekraft in bestimmten Bereichen, insbesondere HDR und Near-Black, begrenzt ist.

Unterm Strich wäre mehr Transparenz bei den Messbedingungen und eine stärkere Einordnung der technischen Limitierungen wünschenswert, um die Ergebnisse besser bewerten zu können.

Gerne bin ich auch bereit, die genannten Punkte bei Bedarf näher zu erläutern oder beim Setup bzw. der Konfiguration von Calman im Hinblick auf HDR- und Low-Light-Messungen zu unterstützen.

MfG
 
@SynergyCore

Die Forderung nach 6000 Nits auf 27 Zoll mit mehreren tausend Dimming-Zonen klingt auf dem Papier spektakulär, scheitert in der Praxis aber an ganz grundlegenden physikalischen Grenzen.


Der entscheidende Punkt ist nicht die LED-Technologie selbst, sondern die Leistungs- und Wärmedichte, die damit einhergeht. Luminanz ist direkt an die abgegebene Strahlungsleistung gekoppelt. Wenn ich die Helligkeit vervielfache, erhöhe ich zwangsläufig auch die eingebrachte elektrische Leistung pro Fläche. Diese muss gemäß dem 1. Hauptsatz der Thermodynamik vollständig wieder abgeführt werden, da Energie weder verschwindet noch verloren geht, sondern lediglich umgewandelt wird. In diesem Fall hauptsächlich in Wärme.


Gleichzeitig begrenzt der 2. Hauptsatz der Thermodynamik die Effizienz dieses Prozesses. Jede reale LED wandelt nur einen Teil der elektrischen Energie in Licht um, der Rest wird zu Wärme. Mit steigender Leistungsdichte wächst dieser Anteil sogar, da Effizienz bei hohen Strömen und Temperaturen sinkt. Das führt zu einem klassischen Problem: Mehr Helligkeit erzeugt überproportional mehr Verlustwärme.


Auf 27 Zoll bedeutet das konkret eine extrem hohe Wärmestromdichte auf einer sehr kleinen Fläche. Diese Wärme muss durch:
  • Backlight
  • Diffusor
  • Panelstruktur
  • Gehäuse

hindurch abgeführt werden. Die Kühlfläche ist dabei stark begrenzt, aktive Kühlung ist kaum praktikabel, und passive Lösungen stoßen schnell an ihre Grenzen. Ohne massive Temperaturanstiege würde das System instabil, ineffizient oder schlicht unbrauchbar werden.


Hinzu kommt, dass MiniLED-Systeme mit steigender Zonenzahl nicht linear skalieren. Mehr Zonen bedeuten:
  • höhere Ansteuerkomplexität
  • mehr Verlustleistung in der Treiberelektronik
  • zunehmende optische Kopplung durch Diffusor und Panel

Das eigentliche Limit ist also nicht die Anzahl der Zonen, sondern die sinnvolle Kontrolle von Licht und Energie auf engem Raum.


Deshalb sind Werte wie 6000 Nits auf kleinen Monitorflächen aktuell kein realistisches Entwicklungsziel, sondern stehen im direkten Widerspruch zu thermischen und energetischen Randbedingungen. Selbst bei Fernsehern mit deutlich größerer Fläche werden solche Helligkeiten nur sehr kurzzeitig und unter stark eingeschränkten Bedingungen erreicht.


Kurz gesagt: Das Problem ist nicht mangelnder Fortschritt, sondern Physik und die kann man nicht bescheißen!

Selbst wenn das machbar wäre, Sachlich formuliert:

6000 Nits Peak-Helligkeit mögen auf dem Datenblatt beeindruckend aussehen, ergeben auf einem 27-Zoll-Monitor aber nur begrenzt Sinn. Anders als bei einem Fernseher sitzt man hier typischerweise sehr nah am Display. Bei rund einem Meter Abstand und dunkler Umgebung würden sehr helle HDR-Spitzen extrem aggressiv wirken und schnell unangenehm werden. Das Problem ist also nicht nur thermischer Natur, sondern auch praktisch: Ein Monitor muss nicht nur möglichst hell sein, sondern dauerhaft nutzbar bleiben. Mehr Nits sind deshalb nicht automatisch besser, wenn Sitzabstand, Bildfläche und Umgebungslicht nicht dazu passen.

Etwas spitzer:

6000 Nits auf 27 Zoll bei einem Meter Abstand im dunklen Raum wären keine „Premium HDR Experience“, sondern eher ein Blendgranaten Simulator.
 
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