@Kommando
Ich glaube, das Hauptproblem ist das seit Jahren unbändige "haben wollen" egal um welchen Preis in der Gesellschaft. Das hat in der Hardwarewelt seit zig Jahren wunderbar funktioniert (nur wird der Schweinezyklus in die Länge gezogen). Im Grunde genommen ist die Gesellschaft selber schuld, weil sie es zugelassen oder einfach hingenommen haben. Scalper sind ins Leben gerufen worden. Davor gab es bei Mangel, Lieferprobleme etc. eben kein Produkt und Preise wurden nicht so extrem nach oben geschraubt.
Was vielleicht auch noch dazukommt, dass Spekulanten bei angekündigter möglichem Mangel gleich die Handelspreise nach oben treiben. Das verspricht operativen Gewinn, ein Mehr an Dividenden. Das Risiko ist eben, dass es genauso nach unten gehen kann und gar Verlust macht. Da hätte ich auch Interesse daran, auf Biegen und Brechen die Handelspreise lange oben zu halten.
0 % Ratenkäufe locken Kunden, überteuerte Ware zu kaufen. Das Risiko liegt bei Zahlungsunfähigkeit beim Kunden, scheint sich aber für die Konzerne und Banken zu lohnen.
Was ebenso ausgenutzt wird, ist die Abhängigkeit. In diesem Fall Speicher in jeglicher Form. Ohne funktioniert die IT-Welt nicht. Einziger Ausweg, weg von der digitalen Welt, hin zur Analogie. Ist aber auch nicht möglich, will auch keiner. Jeder regt sich über die Preise auf und trotzdem funktioniert es wunderbar, weil es kaum regulatorische Systeme gibt, die durchgreifen. Gesetze und Behörden gibt es dafür, aber wer setzt sie konsequent um und warum sind die Hürden so groß? Ich denke da müsste man mal genauer hinschauen, wer die treibenden Kräfte sind und waren, wie es dazu kam. Sicher sehr komplex, aber es hat System, finde ich.
Teufelskreis ...
Um beim Thema zu bleiben:
Nie und nimmer würde ich den Preis für diese SATA-Festplatte zahlen wollen, aber es wird Käufer finden, die es sich leisten können, egal ist, es dringend brauchen oder doch in den sauren Apfel beißen wollen.