[Kaufberatung] Von Synology zu TrueNAS, aber... wiewaswannwieviel?

LegendaryBalls

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Hallo zusammen,

Ich plane gerade meinen ersten NAS-Selbstbau und bräuchte dringend Rat von Leuten mit mehr Erfahrung. Ich weiß, dass man vieles recherchieren kann, und ich habe es auch wirklich versucht. Ich habe Forenbeiträge gelesen, Videos angeschaut und Testberichte durchforstet, aber viele Informationen wirken veraltet oder widersprüchlich, besonders im Hinblick auf neuere Hardware und aktuelle Preise. Ich sitze also quasi vor einem Puzzle mit vielen Einzelteilen, aber ohne klare Vorstellung, wie ich sie zusammensetzen soll. Dazu kommt, dass man als Vater einer 7 monate alten Tochter auch nicht mehr ganz so viel Zeit hat die aktuellen Trends zu verfolgen, wie früher mal.

Momentan nutze ich ein sehr einfaches Synology-Gerät mit zwei Festplatteneinschüben (Einsteigermodell, ARM-CPU, 2 GB RAM). Für einfache Dateifreigabe hat es bisher einwandfrei funktioniert, aber ich möchte nun mehr als nur NAS machen. Zusätzlich zum Datengrab möchte ich Anwendungen wie Immich, Home Assistant und eventuell ein VPN nutzen, um von unterwegs darauf zugreifen zu können. Also nichts extremst Anspruchsvolles, aber definitiv mehr, als mein aktuelles Gerät leisten kann. Wenn mir jemand eine solide und effiziente Hardware-Lösung empfehlen oder mir bei einigen dieser Unklarheiten helfen kann, wäre ich sehr dankbar.

Ich habe mir TrueNAS bereits angesehen und bin bisher sehr angetan. Ich würde mein System daher gerne darauf aufbauen.
Die größte Frage für mich ist momentan die Plattform und wie ich eine gute, langfristige Entscheidung treffe.
Ich habe schon einige Gaming PCs gebaut und fühle mich bei allem was man aus diesem Bereich (ATX, Midi-Tower, etc) sehr wohl, diese ganzen komischen Server Standards schrecken mich irgendwie ab. Ein Traum wäre es, das ganze in einem "normalen" Gehäuse wie z.B. Fractal Design Define 7 mit ebenfalls "normalen" ATX Netzteil zu bauen. Wer kommt eigentlich auf die Idee einen Kühler 90 Grad zu knicken???

Beginnen wir mit der CPU: Ich habe oft gelesen, dass Intel-Prozessoren aufgrund des geringeren Stromverbrauchs im Leerlauf besser für NAS-/Heimserver geeignet sind. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das noch stimmt. Habe auch davon gehört, dass die neuen AMD "AI" chips im Leerlauf auf einstellige Wattzahlen kommen können sollen. Außerdem bin ich mir bei Intel sowieso unsicher, welche Option insgesamt sinnvoller ist, 13./14. Generation ist im Zweifelsfall wegen Vmin Shift inne Fritten, Core Ultra und darüber hinaus kenne ich nicht. Aber richtige Server setzen ja sowieso auf was komplett anderes aus der Xeon Reihe.

Und noch eine Frage zur CPU-Wahl: Reicht eine integrierte Grafikkarte (iGPU) für meine Zwecke aus? Ich plane keinen vollwertigen Plex-/Medienserver mit aufwendiger Transkodierung, möchte aber etwas Leistungsreserve für einfache Aufgaben und später keine Hardwarebeschleunigung bereuen.

Beim Arbeitsspeicher bin ich schonmal so weit, dass ich echtes ECC mit Sideband brauche, aber sobald ich versuche, kompatible Komponenten zu finden, bleibt mir plötzlich nur noch eine sehr kleine Auswahl. Und wie viel RAM ist überhaupt sinnvoll? Ich habe gelesen, dass ZFS viel RAM für Caching nutzt, also gilt: je mehr, desto besser. Aber was ist vernünftig? Und wie verhält sich das im Vergleich zur Verwendung einer NVMe-SSD als Cache in TrueNAS? Bei den aktuellen RAM-Preisen … autsch.

Das Budget ist nicht streng festgelegt. Ich bin bereit, einiges auszugeben, wenn es eben eine ganze Weile gut läuft.

Vielen Dank für jede noch so kleine Antwort!
 
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Dú kannst auch die Synology Firmware mit normalen Komponenten verwenden, Stichwort "Xpenology".

Je nach dem was Du als Anwendungen alles verwenden möchtest, würde ich ggf. über ein kleines 2tes System nachdenken, und da Proxmox draufmachen und eine Docker Instanz. Dafür reicht i.d.r. auch ein China Mini PC, einfach mal bei Amazon suchen nach "Mini PC" oder "Mini PC Ryzen".
 
Danke dir schonmal für den Kommentar!

Xpenology finde ich interessant, wusste nicht, dass sich da jemand diese Mühe macht! TrueNAS ist für mich aber denke ich die bessere Wahl, einfach weil es offen und keine Bastelei ist.
Proxmox ist für mich noch ein komplett unbeschriebenes Blatt und ich würde erstmal davon wegbleiben, TrueNAS sieht für mich so aus, als könnte ich damit alles sehr einfach abbilden, was ich brauche.

Das Thema eines 2. Systems ist halt bei mir raus. Habe jetzt gerade einen RPi4 mit Home Assistant plus die Synology, und möchte ganz klar alles in ein Gerät zentralisieren.
 
TrueNAS sieht für mich so aus, als könnte ich damit alles sehr einfach abbilden, was ich brauche.
Ja, sieht so aus... TN war mal ein NAS, und dann haben sie angefangen da einen Gemischtwarenladen raus zu bauen, und bauen den ständig um. Ergebnis: kann viel, aber außerhalb von Fileserver nichts richtig, bzw grade im Bereich virtualisierung stark problembehaftet.

Das Thema eines 2. Systems ist halt bei mir raus. Habe jetzt gerade einen RPi4 mit Home Assistant plus die Synology, und möchte ganz klar alles in ein Gerät zentralisieren.
Kann ich verstehen, aber wenn man Fileserver + Apps unter einem Dach haben will, kommt man um Proxmox nicht herum. Oder eben 2 Systeme - MiniPCs mit deutlich mehr Leistung wie ein RPI gibts für unter 200 Euro.
 
Danke für deine ehrliche Einschätzung zu TrueNAS! Dass die Virtualisierung dort nicht so "erwachsen" ist wie bei Proxmox, hatte ich am Rande schonmal gelesen.

Aber um ehrlich zu sein: Mein Ziel ist es aktuell wirklich, die Komplexität im Haus so gering wie möglich zu halten. Mit einer 7 Monate alten Tochter ist meine Zeit für Bastelprojekte, Kennenlernen von neuen Systemen und das Management echt begrenzt. Ich suche eher nach der "Eierlegenden Wollmilchsau" in einem Gehäuse, auch wenn das dann nicht in jedem Punkt best of breed ist. Wenn die Apps (Home Assistant, Immich) in ihren Containern stabil laufen, reicht mir das völlig aus, und das hatte ich mit TrueNAS schonmal in ziemlich kurzer Zeit zum testen auf einem Laptop hinbekommen.

Deshalb, wenn du noch Empfehlungen für die Eigenbau Hardware hast, immer gerne her damit, denn da hänge ich gerade am meisten fest. Ich will vermeiden, dass ich jetzt Hardware kaufe, die entweder total überdimensioniert ist oder bei der ich mich in zwei Monaten ärgere, weil ich die falsche CPU-Architektur gewählt habe.
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Achso, vielleicht auch gut zu erwähnen, hatte ich vorher vergessen: Würde von den 2 HDDs in der Synology auf 4 hochgehen, Daten sammelt man ja dann doch ziemlich schnell.
 
Für ein leistungsfähiges NAS mit dem modernen ZFS Dateisystem reicht alles was eine (X86) 64bit CPU hat mit 8-16GB RAM. Das OS kommt auf eine kleine Bootplatte z.B. M.2 ab 128GB, dazu die Datenplatten je nach Wunsch. Man kann da auch hd und SSD/NVMe haben (Hybrid Pool) um für ausgewählte Anwendungen mehr Performance zu haben mit dem Platz großer HDs. ECC RAM ist wünschenswert aber kein Muss. Bei AMD Systemen teils günstiger als bei Intel.

Will man mehr als NAS gehts meist schnell ans Virtualisieren, NAS Betriebssysteme können das auch, aber bei weitem nicht so gut wie ein darauf spezialsierter Hypervisor wie ESXi oder Proxmox. Im Vordergrund steht da eine einfache web-gui oft mit einigen apps für alles mögliche. Wenn man alles in einem haben möchte, ist Proxmox als Basis OS erste Wahl. Das ergibt wegen dem serienmäßigen ZFS auch ein perfektes NAS allerdings mit weniger NAS Komfort sa die Proxmox web-gui eher auf Virtualisierung und System ausgelegt ist, weniger auf NAS. Da muss man für manche ZFS, Share oder ACL Rechte Einstellungen entweder die Console + Putty/WinSCP oder eine dafür optimierte web-gui nehmen, Stichwort Cockpit, napp-it cs etc.

Nutzt man Proxmox rechnet man dafür auch 8-16 GB RAM plus den RAM den man für seine VMs braucht, entweder als sparsame Container oder Vollvirtualisierung. Da ist man typischerweise gerne bei 32-64B RAM.

VPN mach man aber besser im Internet Router, z.B. Wireguard in der Fritzbox.
 
Beim Arbeitsspeicher bin ich schonmal so weit, dass ich echtes ECC mit Sideband brauche, aber sobald ich versuche, kompatible Komponenten zu finden, bleibt mir plötzlich nur noch eine sehr kleine Auswahl. Und wie viel RAM ist überhaupt sinnvoll?
ECC huh...
Kostet alles ein Vermögen.
Hab aktuell das Gigabyte MC12 Mainboard mit ECC am laufen. Aber das kostet auch wieder viel.
Weniger als aktuelle Intel Plattformen. Aber bei den RAM Preisen irrelevant.

Aber ja. Mindestens 8GB.
Besser 16-32GB.

Und wie verhält sich das im Vergleich zur Verwendung einer NVMe-SSD als Cache in TrueNAS?
Cache SSD?
Niemals.
Separate SSD mit apps drauf und VMs damit die HDDs in den Sleep modus gehen.

Mein Ziel ist es aktuell wirklich, die Komplexität im Haus so gering wie möglich zu halten. Mit einer 7 Monate alten Tochter ist meine Zeit für Bastelprojekte, Kennenlernen von neuen Systemen und das Management echt begrenzt. Ich suche eher nach der "Eierlegenden Wollmilchsau" in einem Gehäuse,
ehhhja.
Ich hab ein TrueNas baremetal am laufen.
Alle 6-9 Monate verändern sie irgend eine Komponente. Und alle 9-15 Monate musst du deswegen etwas am system ändern.
Zumal es auch ein Riesen Krampf ist in das system reinzukommen bis alles genau so läuft wie du dir das vorstellst.
Gibt es bessere Systeme? Nein.

Empfehlenswerte Hardware existiert sowieso gerade nicht momentan.

Kannst dir sonst ja mal das MJ11 angucken wenn es günstig sein soll.
 
Danke für deine ehrliche Einschätzung zu TrueNAS! Dass die Virtualisierung dort nicht so "erwachsen" ist wie bei Proxmox, hatte ich am Rande schonmal gelesen.
Ich formuliere es mal deutlicher: die virtualisierung von TN ist komplette Grütze.

Aber um ehrlich zu sein: Mein Ziel ist es aktuell wirklich, die Komplexität im Haus so gering wie möglich zu halten. Mit einer 7 Monate alten Tochter ist meine Zeit für Bastelprojekte, Kennenlernen von neuen Systemen und das Management echt begrenzt. Ich suche eher nach der "Eierlegenden Wollmilchsau" in einem Gehäuse, auch wenn das dann nicht in jedem Punkt best of breed ist.
Wie ich schon sagte: abseits von der Funktion "Fileserver" ist der Rest von TN stark Problem behhaftet, sprich dauert ewig bis es läuft, und dann ist nicht garantiert das es so bleibt. Da versenkst Du dann ständig Zeit - eine Ressource die bei Dir knapp ist.

Wenn die Apps (Home Assistant, Immich) in ihren Containern stabil laufen, reicht mir das völlig aus, und das hatte ich mit TrueNAS schonmal in ziemlich kurzer Zeit zum testen auf einem Laptop hinbekommen.
Würde ich vorzugsweise als Docker VM laufen lassen, mit Proxmox als Basis. Notfalls als LXC in Proxmox.

Da wäre ein kleines Zweitsystem durchaus sinnvoll, zumal die China MiniPCs oder ältere HP Systeme im SFF Format von HP etc eine bezahlbare Veriante. DIe ChinaPCs mit Ryzen sind preiswert und haben *deutlich+ mehr wumms, wie das was Du von RPI gewohnt bist, und haben teilweise 2x m2 + 1x SATA.
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.
Als gedankliche Anregung kannst Du diesen Thread mal lesen:

Sowas reicht als Proxmox Host für paar (Linux) VMs:

Oder sowas als lautlose passive gekühlte Variante:
 
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Ich formuliere es mal deutlicher: die virtualisierung von TN ist komplette Grütze.
Joa.

Würde heute Proxmox + ZFS GUI ( https://www.hardwareluxx.de/community/threads/zfs-nas-chezmoi.1377591/ oder nappit) ansehen.

8-16gb RAM sind schon okay.
CPU Leistung brauchst nicht viel.

ECC... naja... ist schon gut.
Aber bei den Preisen gerade schwierig.
Der PC hat kein ECC, das Smartphone nicht und die ganzen ConsumerNAS ebenso wenig. Also... klar... hätte früher immer gesagt "klar, nur mit ECC" (hab auch ECC in der Workstation / Gaming Ding).
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PS:
AM4 Cezanne ist fürn ATX Build vllt. immer noch interssant:
5655G (130€, Option auf ECC)
5600GT (ca. 130€, obs Sinn macht gegenüber dem 5655G? wsl nicht).
(4000 Serie ginge noch irgendwie, die 3000er ist zu alt, würd ich nicht nehmen).

Dazu irgend ein B550 Board mit Aufbau nach Geschmack, da bekommt man auch noch was leistbares.

RAM was man hat oder günstig bekommt, 2x 8gb, 2x4gb, 4x4gb... 4+8gb, ganz egal... DDR4 DIMM muss es sein.
Evtl. könnte man 2nd Hand auch noch 8gb ECC Riegel als DDR4 UDIMM (aufpassen, kein RDIMM) finden.


Oder halt ein aktueller Mini-PC, was evtl. schlauer ist... je nach dem, was für Datenträger da halt rein sollen.
So N100 Kram etc...


reicht alles
 
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Momentan kann man glaube ich streichen
 
Nja....
Wie gesagt, mit Cezanne und etwas DDR4 Resteverwertung geht schon noch was, wo das P/L nicht grottig ist.

Cezanne ist zwar auch schon "alt", aber relativ sparsam (unter 20W idle) und ist von dern PCIe und SATA Schnittstellen her zwar schlechter als aktuelles Zeug aber besser als diese N100/300/irgendwas Dinger.
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Nachtrag:
... 5655G P/L ganz ok, mit der Option später ECC nachzurüsten, zumindest mit Asus und Asrock Boards (bei den anderen muss man schauen)
 
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Hallo zusammen,

erstmal danke für eure Beteiligung. Ich muss aber ganz ehrlich sagen: Ich fühle mich gerade nicht wirklich abgeholt, und habe weiterhin das Gefühl, dass jeder eine komplett andere Meinung hat und einfach nur seinen persönlichen Favoriten weitergibt.

Betriebssystem & Formfaktor: Ich habe mich für TrueNAS entschieden. Ich will ein Gerät in einem ATX-Tower (z.B. Fractal Define 7). Vorschläge für andere OS oder Kleinst-PCs, in die ich nicht mal meine Festplatten reinbekomme, helfen mir leider nicht weiter. Das ist nicht böse gemeint und ich schätze die Zeit von jedem der hier antwortet wert, aber bisher hat's mir leider nicht weiter geholfen und mein Stand ist weiterhin "Werde dann wohl einfach irgendwas kaufen was sich richtig anfühlt und damit selbst Erfahrungen machen um mich in 2 Jahren darüber aufzuregen".

Preissituation: Ja, RAM und SSDs sind 2026 teuer. Aber mein Bedarf für den Server verschwindet nicht auf magische Weise für die nächsten zwei Jahre, bis die Preise vielleicht (oder vielleicht auch nicht) sinken. Ich brauche das System jetzt. "Warten auf Utopia" ist keine Option, wenn die Synology vollläuft.

CPU: In vielen Foren liest man, dass Intel weiterhin der Goldstandard für Effizienz ist, weil sie im Leerlauf sehr wenig verbrauchen. Ist das weiterhin tatsächlich die alternativlose Realität? Ich habe gelesen, dass besonders die neuen Chips, die mit dem "AI" bullshit gebrandet sind, im Leerlauf mittlerweile sehr sparsam sein sollen. Außerdem beschäftigen mich die massiven Probleme der 13. und 14. Generation bei Intel, das sorgt bei mir nicht gerade für Vertrauen in deren Langlebigkeit. Sind die neuen Chips schon erprobt oder geht man lieber auf etwas vor die 13. Gen?
Da ich mich aber nicht tief genug auskenne, frage ich mich: Nicht nur "Reicht für meine Zwecke ein älterer, günstigerer Chip aus" sondern ganz konkret: was lohnt sich mehr? Alter Chip mit weniger Watt oder neuer Chip mit mehr Wumms und Effizienz? Stichwort "Race to Idle".

Abschließend möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei jedem Einzelnen hier bedanken, der sich die Zeit genommen hat, mir so ausführlich zu antworten; ich weiß das wirklich sehr zu schätzen, dass ihr versucht, mir bei meinem Projekt zu helfen und euer Wissen teilt, auch wenn ich bei manchen Punkten vielleicht etwas hartnäckig auf meinen ursprünglichen Plan beharre.
 
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Woher soll jemand wissen, was „reicht“, wenn unklar ist, was genau darauf laufen soll und wie viele es nutzen sollen? Grundsatz: Wenn Du von einer ARM Synology kommst, sind selbst ältere Intel/AMD Plattformen ein Vielfaches leistungsfähiger.

Dann willst du keinen MiniPC, sondern Deinen ATX Tower, aber es soll möglichst effizient sein - wie diese tollen AI Dinger. Ja nun, das sind halt die auf Effizienz getrimmten mobilen Plattformen die man dann eben vor allem - Trommelwirbel - in MiniPCs findet.

Dann schreibst Du, Du willst von 2 auf 4 HDDs rauf gehen. Wie groß sind denn die 2? Je nach Daten-Platzbedarf sind halt HDDs gar nicht die sinnvolle Lösung, da SSDs jedenfalls kleiner & leiser (im Betrieb) sind, weniger Strom verbrauchen und (in der Regel) kühler laufen. Und eben viel viel viel VIEL schneller (Stichwort: „Leistung“). Daher bauen viele heute ihre Homeserver als „SSD only“, oder zumindest die Dauerläufer und haben was mit HDDs für Backup oder oder oder.

Dann sinnierst Du über ECC-RAM (und wie viel man braucht). Prima, würde ich fürn Server immer nehmen. Aber wie Du schon erkannt hast, schränkt das Deine Auswahl durchaus ein… die ganzen Consumer Chipsätze für die vermeintlich Sterbenden Intel aus Gen 13/14 können das jedenfalls NICHT - d.h. Du darfst bei Intel ab ca. 350 Euro einsteigen… bei AMD gehts mit nem Fuffi los…

Dann zum Thema GPU insb. ob iGPU oder nicht - wenn nicht Plex Transcoding, wofür meinst Du denn, überhaupt eine zu brauchen? AI lokal? Je nachdem, fundamentale Grundentscheidung.

Jeder hier hat seinen Server für den EIGENEN Bedarf gebaut. DEIN Bedarf ist viel zu wage, aber allein der Wunsch „Virtualisierung“ lässt dann eben vermutlich die meisten (mich jedenfalls) an mindestens 8 x86 Kerne und irgendwas zwischen 32-64GB RAM denken. Der Rest ist dann Abwägung der persönlichen Prioritäten: wenn ECC wirds nix mit Mega-Stromsparwunder. Wenn’s nen Mega-Stromsparwunder werden soll, sollten es möglichst wenige Datenträger (und im Zweifel nur SSDs) sein. Wenn’s lautlos werden soll, wird‘s keine Perfomance-Rakete…

Lange Rede, kurzer Sinn:

Zur „benötigten Leistung“, was ich zumindest so bei Dir mitgeschnitten habe: bissi Nextcloud, bissi Storage, bissi Home Assistant, bissi VPN für 2-3 Personen schaukelt Dir quasi alles ab 6 Kernen ab gen 12 Intel bzw. ab Ryzen 3000 ganz entspannt. RAM kann 16GB reichen.

Ich würde aber wohl eher min. nen 5000er Ryzen nehmen und mit 32GB RAM starten (2x16GB). Dann geht auch noch ne VM mehr.

Allerdings wäre für Dich vielleicht auch einfach eine aktuelle und etwas dickere Synology die bessere Wahl. Wenn Du nichtmal die Zeit hast, Dich in die Server-Grundlagen etwas einzulesen, habe ich Zweifel, dass Du mit DIY-Konfiguration von Storage/ZFS, NextCloud, Immich, VPN und HA viel Freude haben wirst… Warum? Habe quasi genau den Kram selbst z.T. unter herzhaft Fluchen und mit nixht unerheblichem Zeitaufwand aufgesetzt - übrigens auf nem 5600X mit 64GB ECC RAM, SSD (5x NVME) only, schneller Netzwerkkarte und mini PiCo-PSU. Frisst ca. 50W. Die Hardwareauswahl und das Zusammenstöpseln haben da übrigens am wenigsten Zeit gekostet…
 
Aus eigener Erfahrung:
Stell dir den Umstieg von DSM auf TrueNAS nicht zu einfach vor… War auch mein Plan und hab ich bis heute nicht voll durchgezogen…
NFS und SMB Freigaben sind unter DSM absolut idiotensicher. Bei TrueNAS muss man mit den ACLs klarkommen. So richtig check ich das bis heute nicht.
Und natürlich gibt es rsync, Snapshots und co, aber auch hier ist das Hyperbackup wirklich super einfach zu bedienen.

Ich häng daher bis heute bei der DS218+ als reines NAS. HomeAssistent, Jellyfin und co. läuft schon länger auf nem dedizierten Proxmox.
Sind zwar zwei Geräte aber meiner Meinung nach sehr viel weniger komplex als eine TrueNAS Box…
Die HW dafür steht gerade nur rum…
 
Hi besterino,

ich verstehe zwar nicht, warum du dich von meiner in Zuckerwatte eingepackten Kritik, die nichtmal gegen dich ging, angegriffen fühlst, aber ich antworte trotzdem auf deine inhaltlichen Punkte:

Woher soll jemand wissen, was „reicht“, wenn unklar ist, was genau darauf laufen soll und wie viele es nutzen sollen?
Aus meinem Post, mit dem ich diesen Thread erstellt habe, und falls Nutzerzahl unklar, durch eine etwaige Nachfrage, die bisher von niemanden gestellt wurde und mir daher nicht als relevant bekannt war.
Zusätzlich zum Datengrab möchte ich Anwendungen wie Immich, Home Assistant und eventuell ein VPN nutzen, um von unterwegs darauf zugreifen zu können. Also nichts extremst Anspruchsvolles, aber definitiv mehr, als mein aktuelles Gerät leisten kann.
Nutzerzahl: 3


Dann willst du keinen MiniPC, sondern Deinen ATX Tower, aber es soll möglichst effizient sein - wie diese tollen AI Dinger. Ja nun, das sind halt die auf Effizienz getrimmten mobilen Plattformen die man dann eben vor allem - Trommelwirbel - in MiniPCs findet.
Die AMD Chips mit AI Branding waren ein Punkt von mir richtig. Besser gesagt ein Punkt in der Frage, ob diese Chips Sinn machen, oder ob Intel (und genauer gesagt welche Generation) Sinn macht, denn:
[...] Da ich mich aber nicht tief genug auskenne [...]
Habe jetzt also weiterhin keine Antwort darauf, was für eine CPU Sinn ergibt, nur dass die AMD AI-Branded Chips keine Option zu seien scheinen, weil nur Mobile-Verschnitt.


Dann schreibst Du, Du willst von 2 auf 4 HDDs rauf gehen. Wie groß sind denn die 2?
4 TB (jeweils, RAID 1)


Dann sinnierst Du über ECC-RAM (und wie viel man braucht). Prima, würde ich fürn Server immer nehmen. Aber wie Du schon erkannt hast, schränkt das Deine Auswahl durchaus ein…
Warum so feindselig? Es haben einige Leute hier zuvor Vorschläge ohne ECC gemacht, daher habe ich es nochmal ausgebreitet, und erneut um Hilfe gebeten, weil mir dabei die Ahnung fehlt. Soll ich mich dafür jetzt schämen?
d.h. Du darfst bei Intel ab ca. 350 Euro einsteigen… bei AMD gehts mit nem Fuffi los…
Das ist ein sehr guter Punkt, danke für die Info!


ob iGPU oder nicht - wenn nicht Plex Transcoding, wofür meinst Du denn, überhaupt eine zu brauchen?
In meinem ersten Post plus Nachfolgenden habe ich gefragt, ob eine iGPU heutzutage ausreicht:
Reicht eine integrierte Grafikkarte (iGPU) für meine Zwecke aus? Ich plane keinen vollwertigen Plex-/Medienserver mit aufwendiger Transkodierung, möchte aber etwas Leistungsreserve für einfache Aufgaben und später keine Hardwarebeschleunigung bereuen.
Ich will vermeiden, dass ich jetzt Hardware kaufe, die entweder total überdimensioniert ist oder bei der ich mich in zwei Monaten ärgere, weil ich die falsche CPU-Architektur gewählt habe.


DEIN Bedarf ist viel zu wage
Den Punkt verstehe ich ehrlich nicht. In meinem ersten Post waren Details, die selbst du überlesen hast und ich hier zitieren konnte. Alles andere was für dich unklar war, wurde mir vorher nicht als Frage gestellt, und entsprechend der Tatsache dass ich drölf Mal an jeder Stelle sage, dass mir Erfahrung fehlt, könnte man ja hoffen, dass einem in so einem Forum wie diesem hier diese relevanten Fragen von Leuten mit mehr Erfahrung gestellt werden, anstatt dass einem daraus ein Vorwurf gedreht wird.


Zur „benötigten Leistung“, was ich zumindest so bei Dir mitgeschnitten habe: bissi Nextcloud, bissi Storage, bissi Home Assistant, bissi VPN für 2-3 Personen schaukelt Dir quasi alles ab 6 Kernen ab gen 12 Intel bzw. ab Ryzen 3000 ganz entspannt. RAM kann 16GB reichen.

Ich würde aber wohl eher min. nen 5000er Ryzen nehmen und mit 32GB RAM starten (2x16GB). Dann geht auch noch ne VM mehr.

Allerdings wäre für Dich vielleicht auch einfach eine aktuelle und etwas dickere Synology die bessere Wahl. Wenn Du nichtmal die Zeit hast, Dich in die Server-Grundlagen etwas einzulesen, habe ich Zweifel, dass Du mit DIY-Konfiguration von Storage/ZFS, NextCloud, Immich, VPN und HA viel Freude haben wirst… Warum? Habe quasi genau den Kram selbst z.T. unter herzhaft Fluchen und mit nixht unerheblichem Zeitaufwand aufgesetzt - übrigens auf nem 5600X mit 64GB ECC RAM, SSD (5x NVME) only, schneller Netzwerkkarte und mini PiCo-PSU. Frisst ca. 50W. Die Hardwareauswahl und das Zusammenstöpseln haben da übrigens am wenigsten Zeit gekostet…
Danke für diesen sehr hilfreichen und konstruktiven Teil, hätte auch für sich alleine stehen können.
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Hi MZuki,
Aus eigener Erfahrung:
Stell dir den Umstieg von DSM auf TrueNAS nicht zu einfach vor… War auch mein Plan und hab ich bis heute nicht voll durchgezogen…
NFS und SMB Freigaben sind unter DSM absolut idiotensicher. Bei TrueNAS muss man mit den ACLs klarkommen. So richtig check ich das bis heute nicht.
Und natürlich gibt es rsync, Snapshots und co, aber auch hier ist das Hyperbackup wirklich super einfach zu bedienen.

Ich häng daher bis heute bei der DS218+ als reines NAS. HomeAssistent, Jellyfin und co. läuft schon länger auf nem dedizierten Proxmox.
Sind zwar zwei Geräte aber meiner Meinung nach sehr viel weniger komplex als eine TrueNAS Box…
Die HW dafür steht gerade nur rum…
Danke für den Hinweis mit den ACLs, ich probiere das auf meiner Testkiste erstmal aus, ob ich da einen Durchblick erlange.
 
Der Teil in meinem Post, den Du als „feindselig“ bezeichnest, sollte Dich lediglich dazu animieren, mal einfach selbst noch ein wenig nachzudenken. Das was Du als „konstruktiv“ bezeichnest, kann völlig an Deinem Bedarf vorbei gehen. War ja auch nur mein Favorit, den Du eigentlich doch gar nicht hören wolltest. Und nu?

Vielleicht hab ich auch nur „Ihr holt mich nicht ab“ in den falschen Hals bekommen, weil das stark nach „Bitte sagt mir einfach möglichst passgenau, was ich tun soll, alles andere interessiert mich nicht / will ich nicht lesen“ klang. Keiner muss hier irgendwen abholen, wer Hilfe will und Fragen stellt, sollte vielleicht mit Forderungen und Ansprüchen etwas zurückhaltend sein. Auch Starrköpfigkeit steht einem nicht so blendend, wenn man möchte, dass andere ihre Zeit für einen aufwenden. Wenn man dann sowas liest wie „kein transcoding aber vielleicht irgendwas anderes“… oder „zukunftssicher“… kann halt alles und nichts sein.

Wie dem auch sei. Ich habe keineswegs die Weisheit mit Löffeln gefressen. Im Gegenteil, ich stelle hier selbst oft genug Fragen. Aber wenn man ganz am Anfang steht, sollte man vielleicht eher mal Hinterfragen, warum einem bestimmte Vorschläge gemacht werden anstatt alles rechts und links der eigenen (hast ja zugegeben: nicht besonders tief recherchierten) Idee kategorisch abzulehnen. Mir hilft es jedenfalls durchaus, mir einfach mehrere Dinge anzuschauen wie/was andere gemacht haben. Das eigene Ei muss man dann leider immer noch selber legen, ist dann aber einfacher. Und man ist eh dauerhaft auf der Reise…

Nimm nen SP5 Supermicro Brett und nen passenden AMD EPYC dazu. Dank RDIMM und PCIE-Lanes ohne Ende wirst Du für jede Zukunftsidee für die nächsten 5-10 Jahre gerüstet sein - inkl. mutli-GPU Spielereien für AI-Gedöns, wenn Dir danach ist. Dann auch gleich ein dickes Netzteil nehmen…

Hab Dir jetzt also mal alles hingeworfen, von ner neueren Syno über AM4 bis zum Endgegner, inhaltlich hab ich nichts mehr, bin hier also raus und gespannt, was es am Ende wird. :)
 
erstmal danke für eure Beteiligung. Ich muss aber ganz ehrlich sagen: Ich fühle mich gerade nicht wirklich abgeholt, und habe weiterhin das Gefühl, dass jeder eine komplett andere Meinung hat und einfach nur seinen persönlichen Favoriten weitergibt.
Wie gesagt... Es gibt keine Empfehlenswerte Hardware!
Nur diejenige die für jeden Persönlich am wenigsten Nachteile hat!

CPU: In vielen Foren liest man, dass Intel weiterhin der Goldstandard für Effizienz ist, weil sie im Leerlauf sehr wenig verbrauchen. Ist das weiterhin tatsächlich die alternativlose Realität?
Näh.
Zumal "idle" sowieso nicht mehr existiert sobald zu eine VM und 5Apps am laufen hast...

4TB HDDs werden doch gar nicht mehr hergestellt oder?
 
Ich fühle mich gerade nicht wirklich abgeholt, und habe weiterhin das Gefühl, dass jeder eine komplett andere Meinung hat und einfach nur seinen persönlichen Favoriten weitergibt.

Betriebssystem & Formfaktor: Ich habe mich für TrueNAS entschieden.

Ich gebe meine Erfahrungen weiter, und meine Einschätzung ob Dein Weg erfolgversprechend ist.

Ich breche das mal runter - im Kern möchtest Du 2 verschiedene Dinge kombinieren:
1) Fileserver
2) virtualisierung für Apps und/oder vollständige VMs

Und diese Kombo nur mit TN ist halt allerfeinste Grütze, d.h. am Ende hast Du viel Zeit investiert und funktioniert es nicht richtig, oder nur bis zum nächsten Update.
Jeder andere "Gemischtwaren Laden" wie Synolgy (respektive ) oder Unraid kann das besser, hat aber andere Nachteile.

Wenn etwas vernünftig und möglichst lange funktionieren soll, dann verwendet man die Produkte für die Einsatzzwecke, für die sie erschaffen wurden, bzw wo sie zu Hause sind: TN für Fileservices, und Hypervisor für virtualisierung.

Daher sehe *ich* folgende relistische Optionen, um das vernünftig umzusetzen:
1) Du bleibst bei Synoloy, entweder als original Hardware oder DIY Xpenology
2) Unraid wäre zu prüfen
3) separater Filserver mit TN + separates zweites System für virtualisierung
4) Du bleibt bei *einem* Host mit Hardware nach Wahl, dann Proxmox oder Hyper-V als Hypervisor drauf und virtualisierst alles: TN und Deine Apps

*Ich* würde #3 oder #4 umsetzen. Ist aber eben auch abhängig vom persönlichen Skill - soll jeder machen wie mag ;)
 
..

4) Du bleibt bei *einem* Host mit Hardware nach Wahl, dann Proxmox oder Hyper-V als Hypervisor drauf und virtualisierst alles: TN und Deine Apps

*Ich* würde #3 oder #4 umsetzen. Ist aber eben auch abhängig vom persönlichen Skill - soll jeder machen wie mag ;)
Stimme im Prinzip zu. Wenn Windows, dann würde ich aber einen SMB Service nicht extra virtualisieren sondern einfach im Host aktivieren.

Gleiches gilt für Linux, egal welche Distribution - auch bei Proxmox (ist auch nur ein Debian) würde ich das so machen. Eine TN o.a. Storage VM unter Proxmox bedeutet Vollvirtualisierung mit passthrough. Das braucht viele Resourcen, ist aufwendiger einzurichten, ist nicht immer on, man muss zwei Voll-Systeme pflegen und warten und es ist dazu für VMs langsamer da iSCSI, NFS oder SMB über ip halt nicht so schnell wie lokaler Direktzugriff auf ein ZFS Zvol.

Alle anderen Dienste (also alles außer SSH und SMB/NFS) gerne als VM, idealerweise als Container und nicht als Vollvirtualisierung.
 
Wenn ich heute auf ne Eierlegende Wollmilchsau gehen müsste würde ich auf Proxmox+ZFSnas setzen.
Ich bin auch von DSM auf proxmox mit virtualisiertem Truenas umgestiegen. War kacke. Diensteserver getrennt vom Datenserver ist imho der bessere Weg.
 
Stimme im Prinzip zu. Wenn Windows, dann würde ich aber einen SMB Service nicht extra virtualisieren sondern einfach im Host aktivieren.

Gleiches gilt für Linux, egal welche Distribution - auch bei Proxmox (ist auch nur ein Debian) würde ich das so machen. Eine TN o.a. Storage VM unter Proxmox bedeutet Vollvirtualisierung mit passthrough. Das braucht viele Resourcen, ist aufwendiger einzurichten, ist nicht immer on, man muss zwei Voll-Systeme pflegen und warten und es ist dazu für VMs langsamer da iSCSI, NFS oder SMB über ip halt nicht so schnell wie lokaler Direktzugriff auf ein ZFS Zvol.

Das sehe ich genau anders herum: ich würde eine Storage Instanz virtualisieren, weil sie dann vom Host unabhängig ist - jedenfalls in dem Sinne, das ich die Instanz mal eben auf eine andere Hardware transferieren oder den Host neu aufsetzen kann. Bei Proxmox hält sich der Mehraufwand in Grenzen: entweder Datenträger als RawDevice durchreichen oder den ganzen Controller.

Jedenfalls für den UseCase zu Hause / Homelab - da hängen i.d.r. nur eine paar User dran, und <falls> es tatsächlich langsamer sein sollte, fällt das nicht ins Gewicht.
 
Dann zum Thema GPU insb. ob iGPU oder nicht - wenn nicht Plex Transcoding, wofür meinst Du denn, überhaupt eine zu brauchen? AI lokal? Je nachdem, fundamentale Grundentscheidung.
Naja, ohne iGPU isses ja eher nix, wenn man kein IPMI drauf hat. So komplett Headless?
Geht sicher irgendwie, aber für jemanden der hier nach grundsätzlichen Fragen fragen muss, ist das wsl. eher nix... mmmh. Evtl. mit Intels Fernwartungs-Dings? Übersteigt meine Kompetenz.
Und diese Kombo nur mit TN ist halt allerfeinste Grütze, d.h. am Ende hast Du viel Zeit investiert und funktioniert es nicht richtig, oder nur bis zum nächsten Update.
Genau dieses.
Hab hier seit 2 Jahren TrueNAS am Blech laufen, taugt nur als Filer (naja, Home Assistant mit 3 Shellys läuft auch zuverlässig), das dafür gut (naja, die ACLs sind eine eigene Welt).
Daher sehe *ich* folgende relistische Optionen, um das vernünftig umzusetzen:
1) Du bleibst bei Synoloy, entweder als original Hardware oder DIY Xpenology
2) Unraid wäre zu prüfen
3) separater Filserver mit TN + separates zweites System für virtualisierung
4) Du bleibt bei *einem* Host mit Hardware nach Wahl, dann Proxmox oder Hyper-V als Hypervisor drauf und virtualisierst alles: TN und Deine Apps

*Ich* würde #3 oder #4 umsetzen. Ist aber eben auch abhängig vom persönlichen Skill - soll jeder machen wie mag ;)
Sehe ich ähnlich.
Hab erst 4 angedacht mit Prox+TN, bin mir jetzt aber nimmer sooo sicher mit TN als Filer... diese ZFS/SMB Management-GUIs sind ja auch ganz interessant.
CPU: In vielen Foren liest man, dass Intel weiterhin der Goldstandard für Effizienz ist, weil sie im Leerlauf sehr wenig verbrauchen. Ist das weiterhin tatsächlich die alternativlose Realität? Ich habe gelesen, dass besonders die neuen Chips, die mit dem "AI" bullshit gebrandet sind, im Leerlauf mittlerweile sehr sparsam sein sollen. Außerdem beschäftigen mich die massiven Probleme der 13. und 14. Generation bei Intel, das sorgt bei mir nicht gerade für Vertrauen in deren Langlebigkeit. Sind die neuen Chips schon erprobt oder geht man lieber auf etwas vor die 13. Gen?
Da ich mich aber nicht tief genug auskenne, frage ich mich: Nicht nur "Reicht für meine Zwecke ein älterer, günstigerer Chip aus" sondern ganz konkret: was lohnt sich mehr? Alter Chip mit weniger Watt oder neuer Chip mit mehr Wumms und Effizienz? Stichwort "Race to Idle".
Aufmerksamer lesen du musst, junger Padawan.

Bei AMD hängts stark davon ab ob Chiplet-Chip (die "normalen") oder Monolith (die "mobile" mit -G Endung).
Bei Intel isses auch so ne Sache, die Mini-PCs sind da halt oft massiv sparsam, weil das ganze System optimiert ist.
Mit normalem "ATX-Kram" wirst auch mit Intel nicht besser dran sein als mit einem AMD -G Chip. iGPU ist bei Intel halt interessanter, wenn wirklich benötigt.

Was ein gangbarer Weg wäre, wäre wsl. irgend ne ältere gebrauchte Intel C-irgendwas Hardware mit DDR4 RDIMM, als 4-8gb Riegel müsste man die nachwievor bekommen... 4x 4gb tuts ja erstmal.

Der einfachste und günstigste Weg wird ein DDR4 System sein, also AMD AM4 mit Cezanne (5xxx G) oder ein 1700er Intel i5 mit DDR4 Board (kann etwas mehr als die B550 Boards von AMD).
Wird ähnlich viel kosten und ähnlich viel verbrauchen. AMD könnte mit dem 5655G UDIMM ECC, wenn du denn welchen finden könntest.


Anders, hast noch Hardware herumliegen?
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Das sehe ich genau anders herum: ich würde eine Storage Instanz virtualisieren, weil sie dann vom Host unabhängig ist - jedenfalls in dem Sinne, das ich die Instanz mal eben auf eine andere Hardware transferieren oder den Host neu aufsetzen kann. Bei Proxmox hält sich der Mehraufwand in Grenzen: entweder Datenträger als RawDevice durchreichen oder den ganzen Controller.
Tjaaa...
Das kann man sehen, wie man will.

Für den einen sind die Nachteile Vorteile, für den anderen die Vorteile Nachteile.

Mir gefällt z.B. die Idee, den dicken HBA und die entsprechenden PCIe M.2 an die Filer-VM durchzureichen, weil sie mir dann am Host "fehlen". Dadurch kann ich da nicht "unabsichtlich" irgendwelche Datenträger vom NAS "antasten"...
Für andere ist das wiederum ein Nachteil und unnötig verschenkte Ressorucen.

Drum haben in diesem Fall Supaman und gea beide recht, obwohl sie gegensätzliches sagen.
 
- jedenfalls in dem Sinne, das ich die Instanz mal eben auf eine andere Hardware transferieren oder den Host neu aufsetzen kann.

SMB Server neu aufsetzen oder transferieren ist genau ein Befehl: apt install samba
SMB Server Konfiguration wiederherstellen: bedeutet genau eine Datei wiederherstellen: /etc/samba/smb.conf

wenn man Posix ACL wiederherstellen will (@home läßt man das meist, da overcomplicated mit Linux/SAMBA und macht Gastzugriff):
apt install acl
User wiederherstellen, @home sinds wenige
Dateirechte sind im Pool und bleiben eh erhalten

und dafür ein komplettes vollvirtualisiertes Debian?

ps
Linux groups, user, pw und smb pw wären auch nur vier einfache Dateien die man auch sichern/wiederherstellen könnte
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine Fileserver Instanz kann auf vielfältige weise umgesetzt sein: Windows, Ubuntu, Debian, TrueNAS o.ä.
*Ich* finde es schöner, wenn das getrennt ist, weil ich dann eine Einheit habe. Und auch schonmal das eine oder andere kleine Tool mit draut laufen lasse, sprich das ist nicht zwingend nur Fileserver.

Meinem PBS ist das völlig egal, welchen Inhalt die VM hat.
 
Ich find das auch deutlich besser - ich will das mein NAS weiter läuft, wenn ich meinen Virtualisierer auseinandernehme, und umgekehrt...
Aus dem selben Grund hab ich auch ne Baremetal Sense...
 
Ich hab mich auhc für 4 entschieden.
Proxmox, darauf truenas mit Apps. Ansonsten VMs, lxc etc.
Die Apps würde ich heute aber auslagern. Direkt als lxc oder vll ne dedizierte VM mit portainer (arr Stack, immich).
Mit der richtigen Backup Strategie gehts bei mir aber aktuell auch.

Mc12 Le0, 5600x, 96gb ddr4 3200 ecc, 2x 18tb hdd, 2x 2tb wd nas ssd, 512gb OS ssd sata, tb m.2 ssd für btc VM (umbrel OS), 2.5gbit nic.
65w idle, streaming 70w.
Ohne umbrel sind es 10w weniger.
 
Für deine Anforderungen reicht die Kabylake Plattform ja vollkommen aus. Schau auf ebay mal nach Fujitsu TX1320 M3, ich hab meinen für 60 € ohne RAM/SSDs und CPU bekommen, dazu noch 4 Trays für ~30-40 €, ein Xeon E3 1270v6 für ~20 € und DDR4 ECC UDIMM RAM, je nach Gusto bis zu 4x 16GB. HDD passt afaik oben in den PC rein, ich würde da nur auf eine Einzelne setzen, SSDs passen als 2,5" bis zu 4 Stück in die Hotswaps unten rein, und der PC hat noch 2x PCIe x8 (1x als elektr. x4) und ein PCIe x1 für z.B. ne 10G NIC. Alles zusammen bist ohne RAM und SSDs bei deutlich unter 150 € Anschaffungskosten. Idleverbrauch nur CPU und 1 RAM Riegel liegt bei ~12W mit eingestecktem IPMI und entsprechend ASPM überall aktiv sowie die Maximalstufe an Optimierung in Proxmox/Linux was Stromsparmaßnahmen angeht.

*edit*
PCIe Slots siehe Anhang.

IMG_8062.jpeg
 
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