Dutzende Gaskraftwerke: Gigantische Rechenzentren werden ohne Netzanschluss geplant

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Das war noch eine sehr angemessene Reaktion meinerseits!

Weißt du, (fast) alle hier versuchen, sachlich zu diskutieren, bei durchaus sehr verschiedenen Meinungen zum Thema, und persönliche Angriffe zu unterlassen.
Warum du nicht?
Ein gurturaler Laut mit verdoppelten Satzzeichen ist für dich "sachlich"!? - Sehe ich nicht, aber auch hier sind wir offenkundig sehr verschiedener Meinung...
Ich habe schlicht diese deine Aussage mit deinen IMO halsbrecherischen Haltungen und Darstellungen übereinandergelegt und dergestalt kommentiert.
Ich finde das deutlich sachlicher als deine Aussage....

"Sie hätten sich stattdessen langsam und wirklich nachhaltig entwickelt." Darauf bezog sich mein Beispiel!

In diesem Sinne...
 
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China hat 67% Kohlestrom. Der Ausbau der EE geht dort im Wachstum unter und das eigentliche Problem der Nichtverfügbarkeit wird dadurch weg geregelt. EE ist billig bis es an den Punkt Backup und Netzausbau geht. Sobald das Backup sowie die nötigen Kurzzeitspeicher in der Rechnung sind sieht die Welt anders aus. Da wird es dann unbezahlbar. Strommangel wird dann als Flexibilisierung der Nachfrage gepriesen. Die Kosten werden dann fein an den nächsten durchgereicht.


GFK lässt sich thermisch verwerten. Wie beim Rückbau der Fundamente wird das einfach weggespart.

Atomkraft hätte wiederum schon vor 50 Jahren unseren CO2 Ausstoß massiv reduzieren können. Deutschland steht trotz Energiewende gegenüber Frankreich erbärmlich da. Aber da hätte ja keiner ein Geschäft mit den Betrugszertifikaten machen können.
 
Diese Quelle zeigt etwas anderes als deine 67%, und das für das Jahr 2024, während China massiv in die regenerativen Energieträger investiert und führend ist global:
1771795268174.png

Quelle: de.statista.com (Zugriff: 22.02.2026 - 22:20 Uhr)
 
Ich weis nicht wo dieses Märchen mit dem Ende der ausgelegten Laufzeit herkommt. Da gab es kein festgelegtes Datum ab dem die Reaktoren nicht mehr sicher betrieben werden konnten.

Dafür hat man in der Technik Revisionen und entsprechende Abschätzungen auf denen dann die Entscheidung für einen Weiterbetrieb getroffen werden.

Dafür kann man sich ja gerne die Laufzeiten der Reaktoren in unseren Nachbaländern anschauen.

Zum Thema Nachrüstfähigkeit, niemand mit klarem Verstand käme auf die Idee aus einem bestehenden Reaktor einen neuen nach dem Stand der Technik zu machen. Das macht weder von der Technik noch von den Kosten Sinn. Das war ein Popanz um einen Weiterbetrieb als nicht möglich darzustellen. Nicht mehr und nicht weniger.

Technisch wäre eine Weiterbetrieb für fünf bis zehn Jahre mit lösbaren Problemen möglich gewesen!

Es war politisch nicht gewollt, RWE mit seinen Braunkohlekraftwerken freut es und unsere CO2 Bilanz ist halt Grütze!
 
China investiert überall enorm. Am Argument der Regelleistung ändert sich damit nichts.
 
China investiert überall enorm. Am Argument der Regelleistung ändert sich damit nichts.
Na, wenn China "überall enorm" investiert, dann können wir das für dieses Thema als Grundrauschen abtun und ignorieren?

Zudem: Deine Werte sind "minimal" falsch, zzgl. benennst du nicht einmal das Bemessungsjahr.

Details sind in einer faktenbasierenden Welt und einem Thread, in dem viele faktenentfernte Halbwahrheiten und -haltungen als das Gegenteil dargestellt werden, ein klitzekleines Bisschen dann doch wichtig?
Von der Statistik von @Viper63 will ich mal gar nicht reden...

In diesem Sinne...
 
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Ich weis nicht wo dieses Märchen mit dem Ende der ausgelegten Laufzeit herkommt. Da gab es kein festgelegtes Datum ab dem die Reaktoren nicht mehr sicher betrieben werden konnten.

Dafür hat man in der Technik Revisionen und entsprechende Abschätzungen auf denen dann die Entscheidung für einen Weiterbetrieb getroffen werden.
Richtig. Aber dabei gab es ja auch schon unangenehme Überraschungen. In einem deutschen Reaktor fand man bei der Revision mal ein explodiertes Rohr, und erinnerte sich schwach, daß es im Betrieb vor Jahren mal ein komisches Geräusch gegeben hatte. Wenig vertrauenserweckend bei einer Technik, bei der die Folgen einer echten (wenn auch seltenen) Katastrophe so unabschätzbar wären.

Aber ja, ein technisch bedingtes Enddatum gab es nie, es war bei den deutschen Reaktoren politisch gewollt.
Dafür kann man sich ja gerne die Laufzeiten der Reaktoren in unseren Nachbaländern anschauen.
Lieber nicht....

Ich bin heilfroh, daß etwa die Rektoren von Fessenheim inzwischen nicht mehr in Betrieb sind. Das waren zuletzt höchst störanfällige Museumsstücke.
Da wäre sogar ein Szenario, ähnlich Fukushima denkbar gewesen. Erdbeben (der Rheingraben ist eine aktive Zone) mit Zerstörung der Kontrollfunktionen und Flutung durch den Rhein, an dessen Arm das KKW liegt. Auch die Abklingbecken waren (sind!!) nicht sicher vor Trockenfallen. Und in Fukushima wurde die meiste Strahlung meines Wissens an Block 4 emittiert, der gar nicht in Betrieb war. Aber da war das Abklingbecken voll mit Brennstäben, die nicht mehr gekühlt werden konnten.

Man glaubt immer so lange nicht daran, daß etwas passieren kann, bis es passiert.

Kernkraft ist ein zwiespältiges Thema. Erst recht bei so alten Meilern.
 
Aber ja, ein technisch bedingtes Enddatum gab es nie, es war bei den deutschen Reaktoren politisch gewollt.
Das ist genauso sinnvoll wie zu behaupten dass ein Flugzeugtriebwerk kein technisch bedingtes Enddatum hat. Klar, vielleicht läuft es statt 1000 Stunden 2000 Stunden. Vielleicht versagt die Turbine auch nach 1001 Stunden katastrophal weil die Wartung halt echt nötig gewesen wäre.

Ausgelegt waren die (Gen II) Reaktoren in Deutschland für eine Laufzeit von 40 Jahren, "technisch bedingt" war auch keine Aufrüstungsmöglichkeit auf neuere Sicherheitsstandards vorgesehen.
 
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Dafür hätte es in Deutschland schon ein Kernwaffenprogramm gebraucht, so unwirtschaftlich wie der Sektor ist. Aber so haben die Subventionen halt einfach nicht für mehr gereicht.
Einfach den lustigen CO2-Ablasshandel mit der Ölkrise 1973 einführen und vor allem Kohle, Öl und Gas die realen Gesellschaftskosten zahlen lassen. Alleine die Statistischen Todesfälle hätten Fossile unbezahlbar gemacht.
Ja, den Zuwachs an EE seit 2010 muss man da echt mit der Lupe suchen, der ist ja kaum erkennbar.
Ich sehe da real weniger Zuwachs als bei Kohle. Der Zubau von EE in China ist wirtschaftsgetrieben da die Nachfrage nach Energie da ist und vor allem eine Unabhängigkeit von Importen erreicht werden soll. Der Zubau in Deutschland war hingegen schon immer ideologisch hinterlegt. Die größte Fehler Deutschlands ist die garantierte Einspeisevergütung für Schrottstrom bei kompletter Ignoranz der Nachfrage aka Marktpreise.
KI Rechenzentren haben das Problem nicht. Ich wette aber nach platzen der Blase auf ganz viele dolle Investitionsruinen.
 
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Nichts für ungut, aber wenn du die "realen Gesellschaftskosten" in Rechnung stellen willst, mußt du auch den "realen Gesellschaftsnutzen" dagegenstellen. Der ist nämlich auch nirgendwo eingepreist.
Und "statistische Todesfälle"? Ich bitte dich! Wenn die, wie du sagt, "die Fossilen unbezahlbar gemacht" hätten, könnten wir mittlerweile im Winter kein Haus mehr heizen. Das geschieht nämlich fast ausschließlich mit "Fossilen". Auch bei Fernwärme! Und dann könntest du im Frühjahr mal bei einem Bestatter deines Vertrauens fragen, was das dann für ihn an Arbeit bedeutet. Das wären dann nämlich keine "statistischen" Todesfälle mehr, sondern echte! Und die immer mehr ausufernden Heizkosten gehen ja schon in die Richtung.

Diese Art der Diskussionen sind vergiftet und führen nirgendwo hin, weil sich alle nur noch um "Schuld" kloppen. Du bist schuld - nein du - nein du....
Das sind so diese Phantomdiskussionen einer bestimmten Lobbygruppe, die einem beispielsweise E-Mobilität als Heilsbringer verkauft, beim Verbrenner aber die Kosten für den Straßenbau gleich mehrfach eintreiben will, ohne den aber auch kein E-Auto fahren könnte.
Da fällt mir ein, was zahlt ein E-Auto-Besitzer eigentlich so für den Straßenbau? Der zahlt ja nicht mal Kfz-Steuer! Und sein Auto kommt mit einem Co2-Äquivalent von 100.000 Kilometer Fahrbetrieb aus dem Autohaus! Ohne überhaupt gefahren zu sein.
 
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Der Ausgangspunkt waren die angeblich so hohen Kosten für Strom aus einem KKW die nur durch Subventionen gedeckt wurden. Kohle war auch nur durch die Absurd hohen Subventionen günstig. Die Betreiber haben nicht mal für die Kohleförderung bezahlt. Die Kraftwerke heute haben im Gegensatz zu den USA nicht mal Abscheider für Quecksilber. Die Flaschen zur Messung sind dann so wunderschön rot.

Das Reaktoren in realistischer Zeit zum geplanten Budget gebaut werden können hat Kepco mit den 4 Blöcken in den VAE gezeigt. Der ganze Mist von Mini-AKW mit Waffenfähigen MOX Elementen für Rechenzentren wird eh nie kommen. Bis dahin lachen uns eh die Chinesen mit Thorium aus. Frankreich mit seinem gescheiterten EPR ist das Problem.
 
Privatwirtschaftlich wären KKWs wohl nie zum Renner geworden, weil die Investitionskosten vor dem Erzeugen der ersten Kilowattstunde so hoch waren. In der Regel wurden sie gebaut, um sich die Option auf Atomwaffen zu erhalten oder überhaupt zu erlangen. Und das waren dann reine Staatsinteressen. ;)

Die Subvention der Steinkohle im Westen Deutschlands war auch nicht von schlechten Eltern. Ich glaube, am Ende waren es 95.000 D-Mark pro Arbeitsplatz und Jahr. Hätte man die direkt ausgezahlt, wäre es billiger geworden. Aber dann hätte man die fehlende Energie und Rohstoffe importieren müssen.

Mich stören aber vor allem diese "virtuellen" Argumente mit "statisatischen Todesfällen", die rein auf Modellrechnungen beruhen. Das führt zu nix.
 
Warum? Auf der Grundlage wird doch heute die Klimaapokalypse in der Zukunft propagiert und dem Bankster Zertifikate mit 13% Vermeidungswirkung (dank EE lol) abgekauft. Oder gleich Komplettbetrug wie die Hühnerställe in China. Das durch die Luftverschmutzung zehntausende im Jahr sterben ist Fakt. Die Ewigkeitskosten für die subventionierten Schäden der Kohle werden alles mögliche sprengen. Für die Fossilen haben wir wenigstens exakte Daten um die verlorenen Lebensjahre zu berechnen. Der Ausstieg Deutschlands aus der Kernkraft vor der Kohle war komplett schizo.

Die Ideen autarker Rechenzentren sind nicht besser. Da ist zu viel Kapital für Luftschlösser. Die Server sind zwar regelbar aber irgendwo muss neben einem Solar/Windpark eine Gasturbine als Backup stehen. Der Markt ist komplett leer.
 
Ich sehe da real weniger Zuwachs als bei Kohle.
China hat in den letzten 5 Jahren sowohl prozentual als auch absolut gesehen mehr Erneuerbare als Kohle zugebaut. Das ist schlichtweg Fakt wenn man sich die Zahlen anschaut.

Der Zubau von EE in China ist wirtschaftsgetrieben da die Nachfrage nach Energie da ist und vor allem eine Unabhängigkeit von Importen erreicht werden soll.
Selbiges hatte ich bereits auf Seite 2 geschrieben. Ändert halt nichts an der Tatsache dass das dazu führt dass Erneuerbare da bei der skalierbarkeit konkurenzlos sind.
Der Ausgangspunkt waren die angeblich so hohen Kosten für Strom aus einem KKW die nur durch Subventionen gedeckt wurden. Kohle war auch nur durch die Absurd hohen Subventionen günstig.
Das spricht an der Stelle dann weder für das eine noch das andere.

Das Reaktoren in realistischer Zeit zum geplanten Budget gebaut werden können hat Kepco mit den 4 Blöcken in den VAE gezeigt.
Bauzeit 9 Jahre, Kostenpunkt 30 Milliarden, gebaut in einem Land das berühmt für seine Achtung von Menschen- und Arbeiterrechte ist.

Der Ausstieg Deutschlands aus der Kernkraft vor der Kohle war komplett schizo.
Und spätestens seit den Neunzigern komplett vorhersehbar und unvermeidbar. Schizo ist an der Stelle das Gehabe bzüglich der Endlagerstandorte und das was in der Asse passiert ist.
 
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Warum? Auf der Grundlage wird doch heute die Klimaapokalypse in der Zukunft propagiert ...
Deshalb ja!

Überall wird nur noch "modelliert", und merkt man vooorsichtig an, daß die Modelle nicht hinhauen, wird man zum "Nazi" erklärt, der die Welt verbrennt oder Milliarden Coronatote in Kauf nimmt... Die "Diskussionen" sind völlig verroht. Bei so gut wie jedem Thema. Um Sachargumente geht es fast nie.


Für die Fossilen haben wir wenigstens exakte Daten um die verlorenen Lebensjahre zu berechnen.
Haben wir auch nicht. Auch das beruht weitgehend auf Annahmen und Modellen.
Ich erinnere mich noch, wie sich nach der Wiedervereinigung westdeutsche Ärzte auf die ostdeutschen Gesundheitsdaten stürzten, um endlich den Beweis dafür zu finden, daß die schlechte Luft der Großindustrie für Kinderasthma verantwortlich sei - und sie fanden nichts. Das Krankheitsbild war bei Kindern in der DDR nahezu unbekannt. Trotz der schlechten Luft!

Heute haben Allergien in der Gesamtbevölkerung neue Höhen erklommen, obwohl die Luft so sauber ist, wie seit hundert Jahren nicht.
Monokausale Erklärungen taugen meist nicht. ;)
 
Überall wird nur noch "modelliert", und merkt man vooorsichtig an, daß die Modelle nicht hinhauen, wird man zum "Nazi" erklärt,
Einmal die Opferrolle für den Herren hinten rechts bitte.

Was deine unsinnigen Scheinargumente hier noch mit dem Thema zu haben sollen erschließt sich vermutlich nur noch dir selbst.

diE klImAModEllE sTiMmEN ALle niCHt

Siehe

https://skepticalscience.com/climate-models-intermediate.htm

Oder einfach mal die IPCC-Berichte lesen, die sind schließlich frei zugänglich.

Aber bitte noch tausendmal wiederholen, vielleicht geht dir ja doch jemand auf den Leim.
 
China hat in den letzten 5 Jahren sowohl prozentual als auch absolut gesehen mehr Erneuerbare als Kohle zugebaut. Das ist schlichtweg Fakt wenn man sich die Zahlen anschaut.
In der Grafik sind es Grob 3000 TWH Kohle vs. 2000 TWH Solar+Wind.
Selbiges hatte ich bereits auf Seite 2 geschrieben. Ändert halt nichts an der Tatsache dass das dazu führt dass ERneuerbare da bei der skalierbarkeit konkurenzlos sind.
Nur unter der Bedingung gleichbleibender Standortqualität und unter Ausblendung der Wirtschaftlichkeit hinsichtlich Netzausbau und Backup(Regelkapazität). Kurz: Um so weniger EE im Netz sind desto günstiger ist deren Integration. Nach der Sättigung spielt der Zubau bei den Kosten keine Rolle mehr. Die Wirtschaftlichkeit kollabiert in den Phasen wo EE liefern und explodiert in den Schwächephasen.
Kann jeder bei der Anlagenplanung Zuhause selber beobachten.
Das spricht an der Stelle dann weder für das eine noch das andere.
-> Gesunder Mix.
Bauzeit 9 Jahre, Kostenpunkt 30 Milliarden, gebaut in einem Land das berühmt für seine Achtung von Menschen- und Arbeiterrechte ist.
9 Jahre 21 MRD. Die 31 sind mit Wartung und Brennstoff über die Lebenszeit. Kosten bei 1/4 des Stroms aus Gaskraftwerken und da ist das Thema CO2 noch nicht mal betrachtet. Das sind gerade mal zwei Stuttgart 21 für 5338 MW gesicherte Leistung. Die Arbeitnehmerrechte werden wohl kaum an der Preisdiskrepanz zu einem EPR schuld sein.
Und spätestens seit den Neunzigern komplett vorhersehbar und unvermeidbar. Schizo ist an der Stelle das Gehabe bzüglich der Endlagerstandorte und das was in der Asse passiert ist.
Unvermeidbar war da überhaupt nichts. Mit Laufzeitverlängerung hätten die Reaktoren konkurrenzlos günstig Strom geliefert.
Asse und Endlagersuche sind eh lächerlich. Als Sachse nehme ich das Zeug gegen einen kleinen Obolus. Am Inventar des sanierten Wismut-Standortes um die Ecke machen die paar Becquerel keine Unterschied.
 
Wenn wir das Thema CO2 mal ausklammern ist es ganz einfach warum hier mehr Kohle lief:

Arbeitsplätze und bestehende Wärmenetze
Die meisten Wärmenetze dürften heute wie vor 30 Jahren von Heizkraftwerken in Städten versorgt werden. Und da dürfte heute keines mehr mit Kohle laufen, weil das zuviel Dreck macht.

Daß wieder mehr Kohle verstromt wird, dürfte schlicht an den EU-Sanktionen gegen russisches Erdgas liegen. Diese haben das Gas extrem verteuert. So sehr, daß bspw. Ammoniak/Stickstoffwerke für die Düngemittelherstellung ihren Betrieb mittlerweile eingestellt oder stark gedrosselt haben, und einige mittelfristig in die USA auswandern wollen, da sie Erdgas als Rohstoff benötigen und nicht nur für Prozeßwärme.

Gaskraftwerke arbeiten zwar noch rentabel, weil sie die Kosten einfach auf den Strompreis umlegen können, aber Kohlekraftwerke produzieren mittlerweile günstiger, und können aufgrund des Merit-Order-Prinzips ihren Strom auch zum Preis des extrem verteuerten Gas-Stromes verkaufen. Da ist also derzeit viel Gewinn zu machen.
 
In der Grafik sind es Grob 3000 TWH Kohle vs. 2000 TWH Solar+Wind.
2019-2024 [TWh]

Kohle: 4855 -> 5827
Solar: 224 -> 839
Wind: 405 -> 997

Zuwachs Kohle: 972
Zuwachs Solar: 615
Zuwachs Wind: 592

~20% mehr an Wind+Solar als an Kohle, dazu kommen noch Zuwächse bei Hydro und bei Biomasse.

Nur unter der Bedingung gleichbleibender Standortqualität und unter Ausblendung der Wirtschaftlichkeit hinsichtlich Netzausbau und Backup(Regelkapazität). Kurz: Um so weniger EE im Netz sind desto günstiger ist deren Integration.
Zumindest momentan geht die Rakete da immer steiler nach oben, und so lange Swanson's Law noch zutrifft dürfte sich da insbesonder bei Solar nichts dran ändern da die Installationskosten mit steigender Kapazität sinken.


Aus Kohle und Kernkraft?

9 Jahre 21 MRD. Die 31 sind mit Wartung und Brennstoff über die Lebenszeit.
Nein, 30 Milliarden alleine für den Bau. Die (geplanten) 20 Milliarden für Wartung und Brennstoff kommen da noch oben drauf.

In 2011, Bloomberg reported that following detailed finance agreements, the build cost was put at $30 billion and financed with $10 billion equity, $10 billion export-credit agency debt, and $10 billion from bank and sovereign debt. South Korea may earn a further $20 billion from operation, maintenance and fuel supply contracts. A later Bloomberg report indicates the price as $25 billion. As of 22 March 2018, the project's total cost was refined to $24.4 billion to complete. However, by April 9, 2020, Power Technology reported that the project cost was $32 billion. Startup of Unit 1 was delayed to late 2018. The project was then further delayed, with commercial operation of the first reactor only achieved in April 2021.

Ein richtiges Schnäppchen, da will man doch unbedingt mehr von bauen. Am besten finanziert aus Steuergeldern.

Unvermeidbar war da überhaupt nichts. Mit Laufzeitverlängerung hätten die Reaktoren konkurrenzlos günstig Strom geliefert.
Die Reaktoren hätten da erstmal Jahrelang außer mehreren Milliarden an Kosten nichts geliefert, und dann ggf. noch ein paar Jahre länger nichts und weitere Millairden verschlungen wenn man im vorherigen Schritt festgestellt hätte ob - und wenn ja wie - selbige hätten nachgerüstet werden können. Vielleicht hätte man zwischenzeitlich noch das nötige Personal ausgebildet (vermutlich eher nicht, wenn man nicht weiß ob der Bedarf überhaupt da ist) und die gesamt Infrastruktur wieder aufgebaut. Dann hat man hinterher immer noch veraltete Gen II-Reaktoren welche aus Brennstoff aus dem Ausland angewiesen sind und die ggf. nach ein paar Jahren wieder vom Netz gehen weil sie ursprünglich sowieso nur auf 40 Jahre Laufzeit ausgelegt waren.

Kernkraft ist ein Fass ohne Boden, ist es schon immer gewesen.


Asse und Endlagersuche sind eh lächerlich. Als Sachse nehme ich das Zeug gegen einen kleinen Obolus. Am Inventar des sanierten Wismut-Standortes um die Ecke machen die paar Becquerel keine Unterschied.
Nur sieht die Realität halt nicht so simpel aus wenn man die Einalgerung für Zehntausende von Jahren planen muss.

EDIT:

Die Wirtschaftlichkeit kollabiert in den Phasen wo EE liefern und explodiert in den Schwächephasen. Kann jeder bei der Anlagenplanung Zuhause selber beobachten.
Private Solaranlagen resp. C&I sind von der Wirtschaftlichkeit her nicht mit Großprojekten/Utility-Scale Renewables vergleichbar, siehe bspw. Lazard's LCOE.
 
Zuletzt bearbeitet:
Daß wieder mehr Kohle verstromt wird, dürfte schlicht an den EU-Sanktionen gegen russisches Erdgas liegen. Diese haben das Gas extrem verteuert.
Stimmt nicht mehr, siehe Spotmarktpreise.
und können aufgrund des Merit-Order-Prinzips ihren Strom auch zum Preis des extrem verteuerten Gas-Stromes verkaufen.
Merit Order gilt nur für grob 25% des Marktes, da der Rest nicht an der Börse gehandelt wird.
Und da dürfte heute keines mehr mit Kohle laufen, weil das zuviel Dreck macht.
Stimmt nicht, prüfe es einfach mal.
 
Stimmt nicht mehr, siehe Spotmarktpreise.
Stimmt offenbar doch, wenn im letzten Sommer zu wenig Gas eingespeichert wurde, weil die Preise zu hoch waren. Und zwar Europa-weit. Und jetzt wirds eng....
Da du dich ja so gut auskennst, kannst du mir sicher verraten, wieviel Euro pro 1000m³ das Gas derzeit so kostet?
Aus den Spotmarkt-Kurven wird doch kein normaler Mensch schlau! Auf den meisten Grafiken steht noch nicht mal die Einheit, nur ein Dollarpreis...
 
Das driftet doch etwas Arg in Richtung Politik/Weltgeschehen ab :wink:
 
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