Terr0rSandmann
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Vorwort:
Ich habe die Möglichkeit des Reviews von HiFiGo bekommen und das Gerät über deren neuen Amazon Store zur Verfügung gestellt bekommen. HiFiGo hat aber keinerlei Einfluss auf das Review und dessen Inhalt. Sie haben das Review auch nicht vorab erhalten, sondern erst nachdem ich es veröffentlicht habe. Dennoch geht natürlich das Danke an die Kollegen raus, die mir die Möglichkeit boten, dieses und andere Geräte zu testen.
Technische Daten:
Ein kleiner mobiler Tube DAC mit Kopfhörerverstärker? Etwas ungewöhntlich ist die DAC-Wahl mit einem ES9028Q2M DAC dieser Tage. Das muss jetzt nicht schlecht sein, ist aber von ESS nicht das neuste Modell. Aber auch große Hersteller und bei Geräten deutlich höherer Preisklassen, wird auch heute noch der 9028 in der mobilen oder in der Pro Variante verbaut. Wichtiger ist, wie diese angebunden werden.
Messwerte sind eine Sache für sich. Mir sind diese nicht wichtig, aber gem. Datenblatt bietet der DAC bis zu 130dB SNR, was wirklich ein top Wert ist. Durch die 2 JAN6418 Vakuum-Tubes, die natürlich für beabsichtigte Verzerrung und die Wärme sorgen, ist das aber vermutlich eh zu vernachlässigen.
Das Gerät besitzt 3,5mm sowie balanced 4,4mm Eingänge (liefert knapp 0,5W Ausgangsleistung) sowie den USB-C Eingang für Strom & Datenversorgung. Der M3 Ultra verfügt über keinen internen Akku. Es gibt auch keine Gain-Schalter oder sonstige Knöpfe (neben den 2 Lautstärke-Buttons) oder Features. Ich persönlich finde es gut, ein Gerät möglichst schlicht zu halten und das gelingt hier.
Unboxing & Lieferumfang:
Die Packung kommt zwar schick daher, aber abgesehen vom Gerät selbst und einem kleinen USB-C zu USB-C Kabel liegt nichts bei.
Optik & Verarbeitung:
Der M3 Ultra ist nicht gerade klein (wenn man einen Dongle als Referenz nimmt). Aufgrund der Tubes vermutlich aber ohnehin nicht für die Nutzung in der Hosentasche geeignet. Sondern eher für Dienstreisen, auf dem Balkon oder am Büroschreibtisch. Als Größenvergleich ... er ist in etwa 3x so groß wie der Moondrop Dawn Pro und in etwa 10-15% größer als das Case der Apple AirPods Pro 2. Die Buttons wackeln leider leicht. Das ist bei meinem Moondrop Dawn Pro aber das Gleiche. Bei dem Preis kann ich drüber hinweg sehen, hätte mir das aber fester gewünscht.
Verarbeitung und Haptik ist sonst aber sehr gut für den Preis. Fühlt sich alles gut und wertig an. Spannend oder komisch oder einfach technisch notwendig ... ich weiß nicht, aber die Tubes liegen mehr oder weniger offen. Also da ist kein "Glas" oder ähnliches Material vor, was diese schützt. Vermutlich ist das aufgrund der Hitzeentwicklung so designt worden. In meiner noch kurzen Testzeit muss ich aber sagen, dass die Tubes erstaunlich kühl bleiben. Bin ich von Tubes großer Desktopgeräte so gar nicht gewohnt.
Sound:
Die Tubes brauchen ja normalerweise ordentlich Einspielzeit. Daher kann es sein, dass sich das noch (weiter zum Positiven) entwickelt mit der Zeit. Das Gerät macht aber genau das, was ich erhofft habe. Es bringt einen Touch mehr Wärme und Schmelz mit in die Musik. Es ist nicht zu viel, dass man merkt, dass Details verloren gehen oder so. Genau richtig. Beim Grundton kommt etwas dazu, die Höhen, speziell z.B. bei Frauenstimmen (Jacob's Dream von Alison Krauss klingt hier sehr gut - mit dem falschen KH oder DAC/KHV kann das zu viel des Guten sein - der M3 Ultra macht das hier klasse) oder so, werden etwas abgerundet - klingen fast etwas "echter" und nicht so künstlich wie mit einen dieser extrem gut messenden DAC/KHVs von Topping und Co.
Ich denke, dass speziell mit hellen und analytischen Hörern wird der M3 Ultra von Muse ein top Match sein. Trotz fehlender Gaineinstellung hatte ich mit allen IEMs (und auch normalen KHs) stehts genug Spielraum um die für mich perfekte Lautstärke zu finden.
Meinen Dan Clark Expanse kann er zwar nicht ausreichend antreiben, aber das ist auch ein fettes Kaliber. Mit dem Hifiman HE1000 Stealth macht er sich aber verdammt gut und hier passt auch die Soundsignatur des M3 Ultra perfekt zum doch eher hellen und manchmal gar anstrengenden Hifiman-Sound. Eine schöne Kombi um zB noch einmal im Bett zu hören oder so (der HE1000 ist ja sonst nichts für das Büro oder unterwegs).
Fazit:
Ich glaube ich kenne kein Gerät für den Preis, welches Tubes, DAC und KHV in einem ist und dann auch noch mobil nutzbar ist. Und das zu einem so krass guten Preis? Das Gesamtpaket überzeugt mich, auch wenn es hier und da nicht perfekt ist.
Wertung
Verarbeitung/Haptik: 4 von 5
Optik: 4 von 5
Zubehör: 2 von 5
Features: 3 von 5
Klang: 5 von 5
Preis/Leistung: 5 von 5
Gesamtwertung: 4,5 von 5
Ich habe die Möglichkeit des Reviews von HiFiGo bekommen und das Gerät über deren neuen Amazon Store zur Verfügung gestellt bekommen. HiFiGo hat aber keinerlei Einfluss auf das Review und dessen Inhalt. Sie haben das Review auch nicht vorab erhalten, sondern erst nachdem ich es veröffentlicht habe. Dennoch geht natürlich das Danke an die Kollegen raus, die mir die Möglichkeit boten, dieses und andere Geräte zu testen.
Technische Daten:
Ein kleiner mobiler Tube DAC mit Kopfhörerverstärker? Etwas ungewöhntlich ist die DAC-Wahl mit einem ES9028Q2M DAC dieser Tage. Das muss jetzt nicht schlecht sein, ist aber von ESS nicht das neuste Modell. Aber auch große Hersteller und bei Geräten deutlich höherer Preisklassen, wird auch heute noch der 9028 in der mobilen oder in der Pro Variante verbaut. Wichtiger ist, wie diese angebunden werden.
Messwerte sind eine Sache für sich. Mir sind diese nicht wichtig, aber gem. Datenblatt bietet der DAC bis zu 130dB SNR, was wirklich ein top Wert ist. Durch die 2 JAN6418 Vakuum-Tubes, die natürlich für beabsichtigte Verzerrung und die Wärme sorgen, ist das aber vermutlich eh zu vernachlässigen.
Das Gerät besitzt 3,5mm sowie balanced 4,4mm Eingänge (liefert knapp 0,5W Ausgangsleistung) sowie den USB-C Eingang für Strom & Datenversorgung. Der M3 Ultra verfügt über keinen internen Akku. Es gibt auch keine Gain-Schalter oder sonstige Knöpfe (neben den 2 Lautstärke-Buttons) oder Features. Ich persönlich finde es gut, ein Gerät möglichst schlicht zu halten und das gelingt hier.
Unboxing & Lieferumfang:
Die Packung kommt zwar schick daher, aber abgesehen vom Gerät selbst und einem kleinen USB-C zu USB-C Kabel liegt nichts bei.
Optik & Verarbeitung:
Der M3 Ultra ist nicht gerade klein (wenn man einen Dongle als Referenz nimmt). Aufgrund der Tubes vermutlich aber ohnehin nicht für die Nutzung in der Hosentasche geeignet. Sondern eher für Dienstreisen, auf dem Balkon oder am Büroschreibtisch. Als Größenvergleich ... er ist in etwa 3x so groß wie der Moondrop Dawn Pro und in etwa 10-15% größer als das Case der Apple AirPods Pro 2. Die Buttons wackeln leider leicht. Das ist bei meinem Moondrop Dawn Pro aber das Gleiche. Bei dem Preis kann ich drüber hinweg sehen, hätte mir das aber fester gewünscht.
Verarbeitung und Haptik ist sonst aber sehr gut für den Preis. Fühlt sich alles gut und wertig an. Spannend oder komisch oder einfach technisch notwendig ... ich weiß nicht, aber die Tubes liegen mehr oder weniger offen. Also da ist kein "Glas" oder ähnliches Material vor, was diese schützt. Vermutlich ist das aufgrund der Hitzeentwicklung so designt worden. In meiner noch kurzen Testzeit muss ich aber sagen, dass die Tubes erstaunlich kühl bleiben. Bin ich von Tubes großer Desktopgeräte so gar nicht gewohnt.
Sound:
Die Tubes brauchen ja normalerweise ordentlich Einspielzeit. Daher kann es sein, dass sich das noch (weiter zum Positiven) entwickelt mit der Zeit. Das Gerät macht aber genau das, was ich erhofft habe. Es bringt einen Touch mehr Wärme und Schmelz mit in die Musik. Es ist nicht zu viel, dass man merkt, dass Details verloren gehen oder so. Genau richtig. Beim Grundton kommt etwas dazu, die Höhen, speziell z.B. bei Frauenstimmen (Jacob's Dream von Alison Krauss klingt hier sehr gut - mit dem falschen KH oder DAC/KHV kann das zu viel des Guten sein - der M3 Ultra macht das hier klasse) oder so, werden etwas abgerundet - klingen fast etwas "echter" und nicht so künstlich wie mit einen dieser extrem gut messenden DAC/KHVs von Topping und Co.
Ich denke, dass speziell mit hellen und analytischen Hörern wird der M3 Ultra von Muse ein top Match sein. Trotz fehlender Gaineinstellung hatte ich mit allen IEMs (und auch normalen KHs) stehts genug Spielraum um die für mich perfekte Lautstärke zu finden.
Meinen Dan Clark Expanse kann er zwar nicht ausreichend antreiben, aber das ist auch ein fettes Kaliber. Mit dem Hifiman HE1000 Stealth macht er sich aber verdammt gut und hier passt auch die Soundsignatur des M3 Ultra perfekt zum doch eher hellen und manchmal gar anstrengenden Hifiman-Sound. Eine schöne Kombi um zB noch einmal im Bett zu hören oder so (der HE1000 ist ja sonst nichts für das Büro oder unterwegs).
Fazit:
Ich glaube ich kenne kein Gerät für den Preis, welches Tubes, DAC und KHV in einem ist und dann auch noch mobil nutzbar ist. Und das zu einem so krass guten Preis? Das Gesamtpaket überzeugt mich, auch wenn es hier und da nicht perfekt ist.
Wertung
Verarbeitung/Haptik: 4 von 5
Optik: 4 von 5
Zubehör: 2 von 5
Features: 3 von 5
Klang: 5 von 5
Preis/Leistung: 5 von 5
Gesamtwertung: 4,5 von 5
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