Ja.
Du musst dann allerdings den 48-stelligen Bitlocker-Key eingeben.
Den sollte man also notieren.
Und inwiefern hilft ein SATA Kennwort gegen Ausbau in einen anderen PC? Garnicht.
Doch, denn das SATA-Kennwort ist ein Feature der SATA-Spezifikation.
Das SATA-Kennwort wird in der Firmware der HDD/SSD gespeichert und nicht im BIOS/UEFI des PCs.
Steckt man eine so geschützte HDD/SSD in einen anderen PC, wird nach dem Kennwort gefragt.
Es gibt sogar 3 Stufen des SATA-Kennworts:
User = muss man eingeben, um auf den Datenträger zugreifen zu können
Master High = muss man eingeben, um das User-Kennwort deaktivieren zu können. Auch die Rolle des User-Kennworts kann es übernehmen.
Master Maximum = muss man eingeben, um ein Sercure Erase des Datenträgers machen zu können.
Alle Tools, mit denen man ein Secure Erase machen kann, setzen das Master-Kennwort, machen dann den Secure Erase
und wenn der abgeschlossen ist, wird das Master-Kennwort wieder entfernt.
Daher darf man nie ein Secure Erase abbrechen, denn sonst ist der Datenträger unbrauchbar, weil dann das Kennwort nicht wieder entfernt wird und man das automatisch gesetzte Kennwort nicht kennt.
Das SATA-Kennwort ist trotzdem unsicherer als Bitlocker, denn die Daten sind ja unverschlüsselt.
Man braucht nur einen zweiten baugleichen Datenträger und tauscht dann die Steueuelektronik.
Denn da steckt ja die Firmware mit dem Kennwort drin.
Bei HDDs geht das leichter als bei SSDs.
Aber wer baut denn den Datenträger aus?
I.d.R. wird der ganze PC geklaut und dann einfach z.B. von einem USB-Stick gebootet und so der Kennwortschutz von Windows umgangen.
Man sollte daher im BIOS/UEFI das booten von USB und CD/DVD deaktivieren und das BIOS/UEFI mit einem Kennwort schützen.
Im Übrigen:
Man kann auch EFS nutzen.
Das gibt es in allen Windows-Editionen außer Home.
Damit geht die Verschlüsselung sogar auf Ordner- und Dateiebene.
EFS gibt es seit Windows NT 4.0!
Datei/Ordner mit EFS verschlüsseln:
Rechtsklick auf die Datei/Ordner, dann "Eigenschften" wählen, unten bei "Attribute" den Button "Erweitert" anklicken, dann Haken rein bei "Inhalt verschlüsseln, um Daten zu schützen".
Sollte man aber nur bei Daten machen, nicht im Windows-Verzeichnis!
Sonst sperrt man sich selbst aus, weil Windows dann nicht mehr booten kann.
Entschlüsseln geht ja erst, nachdem Windows gebootet ist.
I.dR. muss man ja gar nicht den kompletten Datenträger verschlüsseln, sondern will nur seine Daten vor fremdem Zugriff schützen.
Da wäre dann EFS ausreichend. EFS verschlüsselt die Daten übrigens seit XP SP1 mit AES und das gilt bis heute als ungeknackt.