Sie müssen es nicht grundsätzlich umsetzten. Aber wenn sie ihre Dienstleistung weiterhin legal in Europa anbieten wollen, müssen sie es zumindest für Europische Kunden umsetzen.
Im europäischen Markt gelten europäische Gesetze. Ist egal wo du sitzt, wenn du in Europa was anbietest musst du dich eben an diese halten.
Du darfst ja in Deutschland auch nicht Canabis verkaufen, nur weil du Kalifornier bist und dort auch dein Canabis (legal) einkaufst.
Inwiefern man es verhindern kann, das solche Angebote dann nicht einfach auf dem Schwarzmarkt angeboten werden ist wiederrum eine ganz andere Frage.
Die VPN Anbieter sitzen allerdings in der Zwickmühle, das wenn sie erstmal den Sperraufforderungen nachkommen würden, immer mehr Sperranforderungen von Contentanbieter jeglicher Art kommen würden. Und wenn die VPN Anbieter allen Sparraufforderungen nachkommen würden, werden sie für ihre Kunden so unattraktiv, das ihnen nahezu alle Kunden davonlaufen.
Ich würde wetten das >95% der Kunden VPN Dienste nutzen um Content kostenlos oder günstiger zu sehen, oder auch um Ingame-Währungen günstiger kaufen zu können.
Leute die aus Sicherheitsgründen oder wegen Politischem Engagement VPN Dienste nutzen wird es zwar auch geben, aber die werden wohl eher <5% der Kundschaft ausmachen.
Wenn die KI nicht halluziniert kann Spanien dann wenig machen. Es müsste erstmal auf EU Ebene ein Verbot der Dienstleitung verhängt werden. Scheißt man auch darauf kann die EU nicht viel machen, außer DNS Blocking auf ISP Ebene (super leicht zu umgehen) und sperren bei den Zahlungsprovider innerhalb der EU. Letzteres könnte Wirkung haben.
Zur Not bleibt dann immer noch die Option Blockchain-Zahlungen anzunehmen, egal ob in Währungen wie Euro und Dollar oder Cryptos wie Bitcoin und Monero. Ist zwar komplizierter und umständlicher. Aber immer noch besser als wie wenn man sich so unattraktiv machen muss das man den meisten Nutzern keinen Mehrwert mehr bieten kann.
Sie müssen nicht, aber sie müssen dann damit rechnen das die Rechenzentren und Internetprovider in Spanien gezwungen werden ihre Server abzuschalten bzw. vom Internet zu trennen. Dann haben sie ein Land weniger auf der Liste ihrer Länder.
Das Risiko besteht zwar, es würde auch nichts benutzen Spanien auf der Liste der unterstützten Länder zu haben, wenn dann ausgerechnet der spanische Content den die meisten User wollen gesperrt wäre.
Zur Not kann man sich ja neue spanische Internetzugänge besorgen, und nicht mehr direkt als VPN Anbieter auftreten sondern kann sich ein undurchsichtiges Geflecht aus Mittelsmann-Firmen aufbauen.