Wie in jeder anderen Branche auch. Nur hier trifft es Hinz und Kunz, nicht wie bei der Industrie Bosch und Miele 😉
Wenn Bosch, Miele oder VW bestreikt wird, dann trifft das nicht direkt den Kunden.
Ja, die bekommen dann ggf. ihre Ware später, das wars aber.
Bei der Bahn (allg.) hingegen wird aber das Leben aller Betroffenen direkt auf den Kopf gestellt. Und zwar so dermaßen, dass sogar Jobs auf der Kippe stehen.
Dieser Umstand wird von den Gewerkschaften auch bewusst so provoziert. Vor dem Hintergrund einer gewollten Verkehrswende, muss man sich schon fast fragen, ob die nicht alle einen gekippt haben.
Ja, das Streikrecht blabla. Nur ist ein so integraler Bestandteil des Lebens der Gemeinschaft bei der Einführung des Streikrechts nicht absehbar gewesen.
Da ging es darum, dass ein Siemens und AEG die Leute nicht gängelt.
Heute gängeln aber die, die nicht gegängelt werden wollen, andere und das ganz bewusst.
Allein schon das Kasperletheater mit den zwei Gewerkschafen bei der DB ist ja nen Witz. Das gehört abgeschafft.
(jaja, Gesetzeslage, nur zur Erinnerung, das sind ein paar Worte auf nem Stück Papier, welche man mit einem Fingerschnippen ändern kann und schon ist der Spaß vorbei mit dem Kasplertheater)
Man kann ja mehrere Gewerkschaften zulassen, nur haben die dann zusammen eine gemeinsame Tarifkommission zu bilden, mit einem einheitlichen auftreten und konsolidierten Forderungen.
Da können es dann auch 10 Gewerkschaften sein. Am Ende gibt es das Theater dann aber nur 1x.
Ich kann die Forderungen der AN grundsätzlich verstehen, denn die Probleme sind durchaus real. Nur glaubt man halt, dass die DB ein Selbstbedienungsladen ist. Wer etwas will, muss auch etwas geben. Der also statt 40h lieber 35h arbeiten will, bringt weniger Leistung und bekommt daher auch weniger Geld. Ob das dann 1:1 sein muss, ist ne andere Frage.