[Sammelthread] Was ging dir heute auf den Keks? (Zusätzliche Threadregeln in Post 1 aktualisiert.)

Da habe ich damals alle möglichen Leute antelefoniert und mit Engelszungen beschwafelt, damit der Vertragsbeginn von dem Kerl noch vor Datum Aufnahmestopp sein kann, denn ich hatte den Eindruck, der wollte den Job unbedingt ... er konnte bloß nicht pünktlich anfangen, weil seine Mutter ins Krankenhaus musste (er hatte sogar ein Attest dabei) ... Arbeitsanfang mit "unbezahltem Urlaub" wollte das Jobcenter nicht, das war echt ein ziemliches Hin und her ... wir es schließlich so gelöst, dass er drei Tage später startet und dafür halt als Ausgleich drei Samstage in Folge arbeitet. Das hat er auch tatsächlich gemacht und ich hab mich voll darüber gefreut, weil ich befürchtet hatte, dass das schief geht - es schien aber gut zu klappen.

Und heute komme ich aus dem Urlaub zurück - zwei Kopien seiner fristlosen Kündigung waren im Fach. Gut, ein etwas "holpriger" Start ist bei uns nicht selten, und wir lassen sehr oft Fünfe gerade sein. Aber bei beinahe drei Wochen unentschuldigter Fehlzeit trotz diverser telefonischer Bestätigungen seinerseits, dass er wieder kommen wird (hab die Aktennotizen gelesen) - da kann man dann auch nichts mehr machen.

Schade.

Und bitte: Ich mag jetzt nichts von wegen "isser doch selbst schuld" o.ä. lesen, manche Menschen haben einfach vom Leben schon so fett auf die Fresse gekriegt, dass denen alle Kraft (und noch viel wichtiger) jeglicher Mut abhanden gekommen ist ...

Einen guten Anteil an solchen Geschichten haben übrigens auch die zuständigen Jobcenter. Die legen einem manchmal Steine in den weg.

Scheiß "Zufluss-Prinzip". Hartz-IV wird kurz vor Monatsbeginn ausgezahlt, Gehälter jedoch in beinahe jedem Unternehmen kurz vor Monatsende. Das heißt: Im Grunde genommen hat jeder, der aus Hartz IV heraus einen Job anfängt, erstmal einen kompletten Monat Finanzierungslücke. Das muss man erstmal stemmen, wenn man eh schon am Existenzminimum lebt.

Dazu kommt, dass die Gehälter vom Startmonat aus reinen Verwaltungsgründen meistens erst kurz nach Monatsbeginn Folgemonat ausgezahlt werden können. Manch garstiges Jobcenter rechnet demnach ganz knallhart die "Zuflüsse" vom ersten und zweiten Arbeitsmonat in EINEN Monat hinein, wodurch Aufstocker oft einen ganzen Monat lang sogar komplett den Anspruch auf Unterstützung verlieren - und zwar ohne etwas dafür zu können. Abgesehen davon wird die Grenze von wegen "100,00 € abzugsfrei hinzuverdienen, alles drüber 80% Abzug" dadurch noch so verbogen, dass mindestens weitere 80,00 € für die Katz sind. Motivierend, oder?

Viele Leute bei uns sind ein halbes Jahr damit beschäftigt, Rückforderungen vom Jobcenter abzustottern, bis sie (trotz Arbeit) endlich mal mehr in der Tasche haben als vorher. Nett ist auch, dass die Jobcenter bei ihren Bescheiden neuerdings einen "Durchschnittsverdienst für 6 Monate" zu Grunde legen, sich aber einen Scheiß um eingereichte Gehaltsabrechnungen kümmen, wenn man da nicht Alarm macht. Die nehmen halt einfach das Arbeitnehmer-BRUTTO aus dem Arbeitsvertrag als Grundlage. WAAAS?! Ich hatte schon Bescheide auf dem Tisch, da fehlen einem die Worte. Klar kann man dagegen vorgehen, aber das ist ein Riesengefummel. Und klar zahlen wir auch Vorschüsse, aber das ist schon frustierend für alle Beteiligten.

Meine Fresse, bin ich froh, dass ich aus dieser Tretmühle raus bin. Wenigstens weiß ich inzwischen so einigermaßen, wo man ansetzen kann, was man am Telefon sagen muss, welche Unterlagen man am besten bereit halten sollte - und kann hier und da tatsächlich auch einigen Leuten helfen.

Aber ich wünschte, das wäre nicht in dem Umfang und in der Häufigkeit nötig.
 
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Der Ärmel meiner Jacke ist angerissen, weil er in ein Zahnrad meines Fahrrads gekommen ist.

Naja kann man vielleicht noch ne Weste draus machen.
 
Ach ja Jobcenter. Bin froh da weg zu sein. Die haben mir einen Zufluss sogar doppelt berechnet. Hat mich 40 € gekostet
 
Nur 40,00 €? Kaum zu glauben, war doch sicherlich mehr. Nehmen wir mal an, mit Deinem neuen Job verdienst Du sage und schreibe monatlich 100,00 € netto und hast im März angefangen. Trallala, Krankheit innerhalb der ersten 28 Vertragstage = Krankengeldanspruch = Arbeitgeber zahlt nix - Arbeitgeber wartet deshalb bis zum Ablauf des 28.3., um nicht evtl. draufzuzahlen. Ostern, Karfreitag etc. - Geld kriegste erst (sagen wir mal) am 4.4. Das April-Gehalt kommt zum letzten Werktag des Monats, also am 30.4. - Jobcenter macht daraus: "OiOlli hat im April 200,00 € verdient, davon darf er 120,00 € behalten". Anstatt "zwei Mal darf OiOlli 100,00 € behalten". Und dafür, dass OiOlli ne Fahrkarte für März brauchte, interessiert sich Jobcenter nicht, die hat ja nichts zum Verdienst beigetragen, weil im März ja keiner angefallen ist.
 
Ach - und was auch "nett" war (ist aber schon ein Bisschen her, dagegen wurde geklagt, weiß leider nicht, was dabei herausgekommen ist, weil anderer Standort ...) - Da hat jemand 2017 komplett Hartz IV bezogen, was eigentlich bedeutet "KdU" (also Miete, Nebenkosten und "angemessene" Heizkosten bezahlt das Jobcenter) - hat im Februar 2018 bei uns angefangen, Vollzeit, war voll glücklich "endlich aus Hartz IV raus", hatte die übliche Finanzierungslücke von einem Monat - dann kam die Betriebskostenabrechnung für 2017 - wohlgemerkt - vollkommen im Zeitraum des Anspruchs auf Hartz IV - die Nachzahlung durfte die dann komplett selbst zahlen. Kann die denn was dafür, wenn der Vermieter falsch veranschlagt?

So werden Leute belohnt, die wieder arbeiten wollen. In dem Fall mit Behindertenausweis nach mehrmonatigem Krankenhausaufenthalt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach das hab ich elegant gelöst. Mit einer Zwischenabrechnung. Haben anstandslos alles bezahlt. Krankengeld hab ich bekommen, Kasse war aber so lahm, das es erst im Mai kam. Seit Mai bin ich komplett aus dem Bezug.

Witzigerweise zahlt das Amt übrigens Fahrtkosten für Aufstocker, aber nie automatisch.
 
@OiOlli: Okay, aber da wird Dein Fall aus irgendeinem Grund wahrscheinlich außerhalb der üblichen Weise bearbeitet worden sein. Kommt sicher auch auf die Größe des Jobcenters an, die Leute, die Dir Jobs andrehen oder sich Deine Sorgen anhören, das ist das Fallmanagement. Die Leute, die Dir Gelder bewilligen, das ist die Leistungsabteilung. Mal arbeiten die anständig miteinander zusammen, mal nicht (die einen müssen vermitteln, die anderen Geld sparen). Außerdem gehe ich davon aus, dass Du rechnen, Dich schriftlich und telefonisch vernünftig ausdrücken kannst - und auch sonst nicht auf den Kopf gefallen bist.

Die Fälle, die ich hier nur angerissen habe - die sind regelbar. Das packt aber nicht jeder.

Und das Problem der Finanzierungslücke bleibt konzeptionell einfach bestehen. Ich arbeite 5 Jobcentern zu, 2 von denen sind leider so arschig und bestehen auf das Zufluss-Prinzip. Die anderen wollen das zuviel gezahlte Hartz-IV erst nach Beendigung der Tätigkeit wiederhaben, wodurch es für die betreffenden Leute keine Einbußen bedeutet. Die "Kunden" kriegen halt den ersten Monat "ungerechtfertigt" Hartz IV, den Monat nach Austritt dann "ungerechtfertigt" eben keines. Die "Kunden" stehen aber eben keinen Monat im Regen. Bei den anderen 3 Jobcentern sind die "Kunden" nicht so gut dran.

Amt und Fahrtkosten: Daran beteiligen sich die Jobcenter sich nur, wenn der Aufstocker-Job sozialversicherungspflichtig ist. Das läuft dann unter Werbungskosten. Bei "Minijobs" gibt's nichts.

So ganz genau habe ich das nicht mehr auf dem Schirm, aber man muss auch dann einen gewissen Betrag (inkl. "Versicherungspauschale") überschreiten, damit die Fahrtkosten überhaupt berücksichtigt werden. Es war mal so, dass einfach 30,00 € "Versicherungspauschale" angenommen und draufgeschlagen wurde. Ist seit (ich glaube August 2014) mit der "Pauschale" nichts mehr, man muss (um in den Genuss der Fahrtkostenbeteiligung zu kommen) tatsächlich irgendwie Versicherungskosten >30,00 € nachweisen. Sonst: Pech.

Sind jetzt aus-der-Erinnerung-hervorgezogene Zahlen, die Preisklasse stimmt aber in etwa - kostet die Monatskarte in den Vorort 80,00 € - Pech. Kostet die Monatskarte in den Vorort 80,00 € und Du kommst mit irgendeiner Bla-Versicherung zusammen mit der Karte auf über 100,00 € - Glück. Die Versicherungslobby reibt sich die Hände ...

:)
 
Zuletzt bearbeitet:
Keks: Zucker- und Jobcenter-Diskussionen.
 
Jetzt noch mal ein ganz anderes Thema: Dem Woozy geht's ja anscheinend grad ziemlich mies. Mir gefallen die aufmunternden Ratschläge von wegen "Freunde aussortieren" ganz und gar nicht.

@Woozy: Mach bitte nicht diesen Fehler. Sortiere keine Leute AUS, sortiere die lieber WOANDERS HIN. Ist doch kein Problem, es ist nun mal nicht jeder zum sich-an-seiner-Schulter-Ausweinen geeignet. Oder ist sogar geeignet, aber beide Schultern sind bereits besetzt. Kann passieren. Kommt in den besten Familien vor. Und - Hand aufs Herz - ging's Dir nicht schon mal genauso?

Glaube mir: Man wundert sich, wie sehr sich längst verloren geglaubte Freunde für einen ins Zeug legen können, wenn man sich endlich mal mit deren Fachgebiet an sie wendet. Okay, das letzte Frust-Sixpack musstest Du vielleicht alleine austrinken - das fühlt sich nicht gut an.

Nur stoß nicht allen vor den Kopf. Zieh Dich gerne zurück, das entspannt. Das ist okay. Aber brich nicht konsequent alles hinter Dir ab.

- - - Updated - - -

@Hagen: Hast Recht. Zuckerdiskussionen sind doof. Es droht die Gefahr einer Rekursion, "auf den Keks gehen" <- Waaah! Zucker! Geht mir auf den Keks! Waaah! Zucker ...

... und Jobcenter - "was Dir HEUTE auf den Keks ging" ... nein ... sicherlich nicht erst seit heute ... Sorry für mein allzu ausführliches Rumgeheule. Musste irgendwie raus.
 
Mach dir nix draus, gibt hier immer Leute wie Hagen, die nie was beitragen und immer nur über andere rummaulen.
 
Du scheinst mich ja gut zu kennen :)
 
@Tabantel: Falls Du mich mit "mach dir nix draus" meinst ... ist doch alles gut. Jobcenter-Diskussionen (Hartz IV System ist eh scheiße, wissen wir alle) und Zucker-Diskussionen (ohne Zucker wäre niemand zum Diskutieren da, zuviel davon ist aber auch nicht so bombig) - dass der Input dazu nie abreißen will, geht mir genauso auf den Sack.

Es wäre alles so einfach, wenn's nicht so schwierig wäre.

Da fühle ich mich von Hagen geradezu unterstützt. Toll, müsste man nicht über so einen Scheiß schimpfen.

[Keine Ahnung, ob er das so gemeint hat ...]
 
Ich meinte nur, dass manche Themen einfach nicht so ausgeschmückt werden müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Er soll sie ja nicht gleich alle über den Haufen werfen. Das kommt ja auch stark auf seine Situation, die der Freunde und seine Krankheit an.
 
Er soll sie ja nicht gleich alle über den Haufen werfen.

Genau. Kam für mich beim Lesen einiger Antworten aber in der Tendenz oft "zu streng" rüber. Finde ich nicht so hilfreich. "Sortieren", wer einem mal DANN und einem mal WANN helfen kann - in die Situation kommt jeder mal. Nur gleich alle, die das DANN nicht erwischt haben, für das nächste WANN kategorisch weil-man-ja-Prinizipien-hat-und-Ätsche-Bätsch auszuschließen ... neee ... so perfekt ist man selbst ja auch nicht. Nie ist man das.
 
Jetzt mal Klartext:

Seit Wochen reiß ich mir den Ar... auf weil die DTAG ihre MSANs updatet und für Supervectoring fit macht, erstelle Supportdaten, Fehlerberichte und Screenshots, flashe mehrmals von der aktuellen Labor auf das aktuelle Release vom Fritz OS 6.93 zurück, weil die behaupten, nur Laborversionen seien von den aktuellen Problemen betroffen.

Seit ein paar Stunden ist nur wieder eine neue Labor online und wieder nur Pillepalle wie Klingeltöne und ähnlicher Rotz.

Ja nee, ist klar. Hauptsache am Freitag wieder eine neue Versionsnummer rausgehaunen. Womit mittelerweile auch klar ist, daß die an Kundenmitarbeit garnicht interessiert sind und stur ihr eigenes Ding durchziehen.
 
So ein Idiot heute auf der BAB durchgängig die linke Spur mit 100km/h blockiert hat, obwohl rechts alles frei war.
Habe dann entgegen der StVO rechts überholt.:wayne:
 
Was hat er denn heute wieder angestellt? :fresse:
 
Meine erste Sendung mit Amazon logistics ist gleich mal nicht zustellbar. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.
 
Das sagtest du schon im ersten Satz.
 
Meine erste Sendung mit Amazon logistics ist gleich mal nicht zustellbar. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Die Zusteller hier kriegen das hier in Bonn unerwartet gut geschissen. Alle Pakete sind bisher pünktlich gekommen und waren in gutem Zustand.


Gesendet von iPhone mit Tapatalk
 
Amazon Logistics hat sich bisher bei uns als schlimmster Zusteller überhaupt herausgestellt. Da war nun mittlerweile, und so lange sind die ja noch nicht aktiv, alles dabei, was ich bisher nur durch Erfahrungsberichten anderer Leute aus dem Internet gehört hab.
Paket einfach vor die Haustür eines Mehrfamilienhauses legen
Paket wird erst viele Tage zu spät zugestellt, während später bestellte Lieferungen mit Amazon Logistics bereits vorher eintrafen
Paket ist gar nicht mehr auffindbar
Paket wird einfach mal paar Hausnummern weiter abgegeben bei Leuten, von denen man noch nie etwas gehört/gesehen hat
 
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