[Kaufberatung] Ein NAS/Server soll her

Bourb0n

Enthusiast
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Hallo,

ich liebäugle momentan auch mit der Anschaffung eines NAS-Systems oder eines kleinen Homeservers. Über die Jahre hinweg hat sich eine Vielzahl an externen Festplatten angehäuft und das daraus resultierende Chaos geht mir mittlerweile ziemlich auf die Nerven. Der Großteil dieser Platten fungiert eigentlich nur noch als Datengrab und ich weiß nicht mal genau, was sich auf den einzelnen Platten noch alles befindet. Also angefangen von Bildern, alten Backups und diversen Film- und Musiksammlungen dürfte da alles verstreut vorzufinden sein. Und genau das möchte ich in Zukunft einfach vermeiden. Sprich ich möchte meine Daten alle an einem Ort aufbewahren und bequem auf diese zugreifen können. Möchte mich momentan eigentlich erstmals nur informieren bzw. beraten lassen, damit ich zu gegebenem Zeitpunkt das für mich optimalste Ergebnis erziele.


Vorhandene Geräte:

Apple TV (3. Gen)
Panasonic TX P50V20E
MacBook Air (Mid 2012)
Marantz SR 5004
iPad
Desktop-PC (Win)

Anforderungen:

Datengrab (geplantes Volumen 4TB):

Alle Daten sollen zentral an einem Ort gespeichert, verwaltet und abrufbar sein.
Also Filme, Musik, Bilder, Dokumente...
Zugriff auf diese Daten soll durch mein Mac, den Desktop-PC, iPad und Apple-TV erfolgen.

Backups (geplantes Volumen 1TB):

Des Weiteren möchte ich z.B. wöchentlich ein Backup meines MacBooks und meines Desktop-PCs (Windows 7) automatisch auf dem NAS/Server erstellen lassen.


Multimedia (geplantes Volumen 4-6TB):

Das ist für mich der eigentliche Beweggrund mir überhaupt ein solches System anzuschaffen. Möchte ich momentan z.B. einen Film schauen, dann muss ich erst meinen Desktop-PC oder die externen Platten nach diesem durchforsten. Ist der besagte Titel dann endlich gefunden, wird er auf einen Stick kopiert und dann über mein MacBook per HMDI-Kabel an den TV übertragen. Diese Prozedur findet mittlerweile eigentlich schon recht lange Anwendung, ist aber eigentlich nicht Sinn der Sache bzw. nach heutigem technischen Stand überhaupt nicht mehr zeitgemäß.

Bei meiner Recherche kam ich nun auf Plex und solch einen „Plex Media Server“ würde ich auch gerne betreiben. Mir gefällt diese tolle Bibliotheksansicht und da die Vielzahl meiner Filme/Serien... mittlerweile digital als MKV-Dateien vorliegen, würde ich diese gerne mithilfe von Plex auf meinem Mac, TV, iPad etc. verfügbar machen.
Die Option unterwegs auf meine Daten (Filme) zugreifen zu können, möchte ich mir natürlich auch offen halten. Ich denke hier sollte 6 Mbit/s Upload ausreichend sein, oder?

Außerdem würde ich gerne meiner Familie das Recht einräumen lesenden Zugriff auf meine Filme, Urlaubsbilder, Musik... (über das Internet) zu bekommen, damit sie z.B. mal abends einen Film schauen können. Wie schon erwähnt stünden bis zu 6 Mbit/s Upload zur Verfügung. Natürlich würde ich dann die Zugriffszeiten auch beschränken wollen, bevor mir dauerhaft der komplette Upload flöten geht ;)


Sonstige:

In der Zukunft möchte ich folgende Dinge ausführen können bzw. mir diese Optionen offen halten:

- live Transcoding
- eigener Mail-Server
- weitere 3.5“ Festplatten (mehr Kapazität)

Habe mich jetzt schon bisschen mit den NAS-Systemen von Synology auseinandergesetzt und bin davon eigentlich sehr angetan. Gerade das DSM gefällt mir ziemlich gut. Besonders aufgefallen ist mir die DS214play, aber ich finde diese Lösung nur bedingt zufriedenstellend. Soweit ich das erkenne, unterstützt selbst die DS214play gar kein wirkliches „HD-Transcoding“. Was man der folgenden Tabelle entnehmen kann:

https://docs.google.com/spreadsheet...5-Ac4oOLPRtCkgUxU0jdj3tmMPc/htmlview?sle=true

Ich bin mit der Synology sehr begrenzt, wenn es um die Erweiterungen der Festplattenkapazität geht.
Von der Leistung her bekommt man wohl mit einem Dell T20 oder Microserver G8 einiges mehr fürs Geld. Diese Alternativen schrecken mich aber dahingehend ab, dass ich dann wahrscheinlich einige Zeit dafür verwenden muss, um alles zum Laufen zu bringen. Meine administrativen Fähigkeiten sind sehr beschränkt.
Prinzipiell sei aber gesagt, dass ich eigentlich schon sehr zufrieden wäre, wenn meine Daten zentral gespeichert sind und ich den Komfort beim Abrufen meiner Medien deutlich erhöhe.

Kurzer Überblick:

Budget: max. 600€ inkl. 2x 4TB WD RED
Kapazität: momentan reichen 8TB mehr als aus
Anforderungen: Datengrab, Backups, Plex-Server, Cloud...


Ein Kauf soll wie schon erwähnt erst in 2-3 Monaten erfolgen. Möchte mich zuvor aber hinreichend informieren, um ggf. mir noch nicht bekannte Möglichkeiten/Bedürfnisse aufzuzeigen und einfach einen Fehlkauf zu vermeiden.


Gruß
 
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HP Microserver sowas ala N54L kannst bis zu 4 Platten reinbauen.
Oder eben selbst bauen. Wobei 600€ inkl. Platten... also übrig noch: Board, CPU, RAM, Systemplatte, Netzteil, Case schon eng werden können, sollte aber gehen,
 
Das Budget wollte ich eigentlich deshalb vorerst auf 600€ beschränken, da ich zumindest aus momentaner Sicht nicht mehr benötige, als einen zentralen Ort der Datenspeicherung und sowas wie Plex. Bisher funktioniert ja auch alles, nur empfinde ich meine derzeitige Handhabung als nicht mehr komfortabel und würde da gerne zukünftig was dran ändern. Fakt ist aus momentaner Sicht bräuchte ich ca. 3-5TB Storage. Kaufe ich mir jetzt ein Synology mit 2 Buys, dann wäre ich ja auch prinzipiell gut aufgestellt, aber ich kann halt nichts über mein Speicherbedarf in 1-2 Jahren sagen und müsste dann ggf. wieder erweitern, was neues kaufen etc. Deshalb die Frage, bin ich mit einem Fertig-NAS gut aufgestellt oder doch eher ein kleiner Server. Da mache ich mir nur über das Einrichten etc. Sorgen, denn ich möchte um ehrlich zu sein eine recht simple und einsteigerfreundliche Lösung.
 
Vielleicht ein kleiner Eigenbauserver mit FreeNAS drauf? Da kann man mit 600 Euro schon was halbwegs Performantes zusammenzimmern.
 
Für 600 € geht das:
http://geizhals.de/hp-proliant-microserver-gen8-712317-421-a962380.html = 200 €
http://geizhals.de/intenso-4tb-6513123-a942735.html?hloc=at&hloc=de 3x = ca. 350 € (4x = 470 €)
(Oder http://geizhals.de/toshiba-md04aca-4tb-md04aca400-a1134854.html?hloc=at&hloc=de)
Die andern 4 TB Platten sind schonmal deutlich teurer und würden das Budget sprengen.
32 GB USB Stick z.B. http://geizhals.de/sandisk-extreme-32gb-sdcz80-032g-x46-a796812.html?hloc=at&hloc=de = ca. 25 €

Gesamt ca. 575 €

FreeNAS, NAS4Free, XPEnology oder OMV auf USB Stick installieren, einrichten - fettisch

Bei 3 Festplatten und einer Zielgrösse von 12 TB wäre natürlich nur reines Pooling oder Striping möglich, ohne Redundanz. Problem in beiden Fällen, wenn eine Platte ausfällt, ist der Pool bzw. der Stripe im Jenseits - und die Daten drauf auch.
Bei 4 Platten dann mit Redundanz möglich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Backup wichtiger Daten ist so und so Pflicht da ist es egal wie groß die Fehlertoleranz des Festplattenverbunds ist. Kann man leider nicht oft genug sagen. ;)
 
Wie tief muss man denn in die Materie einsteigen, um z.B. XPEnology laufen zu lassen. Das macht mir eigentlich noch sorgen. Bei den Platten wollte ich schon zu WD Red greifen und vorerst mit maximal 8TB starten, da ich sowieso erstmal nur ca. 4TB belege. Mit einer Synology liebäugle ich ja auch noch :d
 
Legt doch nicht alles auf die Goldwaage... wenn man meinen Text mal genau ließt, dann suche ich eigentlich ein zentrales Datengrab und würde dort unteranderem gerne meine ganzen Filme etc. für die Gerät verfügbar machen. So Sachen wie ein Mail-Server etc. wären dann mal Spielereien, um mich an einem verregneten Sonntag zu beschäftigen ;) Und für so Spaßprojekte sollte ja dyndns durchaus ausreichend sein.

Ich glaube schon fast, dass für meine Anforderungen ein Fertig-Nas ausreichend sein wird...
 
Nein, kann halt sein dass du auf die Blacklist kommst weil über dyndns oft Spam verschickt wird.
 
Wenn Du schon alle Daten noch mal auf verschiedene Datentraeger als back-up hast wuerde ich an einem 8GB HDD denken, (Seagate). In 2-3 Monaten werden auch einige reviews, tests, firmwares... dafuer erscheinen...
 
Nein, kann halt sein dass du auf die Blacklist kommst weil über dyndns oft Spam verschickt wird.

Das ist mir bekannt und in diesem Fall würde ich zumindest das Versenden der Mails weiterhin über den Mail-Provider laufen lassen ;)
Aber wie gesagt sowas wie ein Mailserver etc. wären wirklich mal reine Spielereien und sind für mich absolut nicht essentiell.

Zum Thema Backup kann ich nur sagen, dass ich gerade mal über ca. 1TB zu sichernde Daten verfüge. Filme und Serien werden von mir nicht extra gesichert und sind für mich auch nicht sicherungswürdig.

Ich suche halt wirklich eine einfache Lösung, ohne erstmal Tage und Wochen Materie zu durchforsten und ggf. gefrustet vor einer Bastelmaschine zu sitzen, bis es irgendwann dann hoffentlich mal funktioniert. Nur kann ich meinen Speicherbedarf halt in Zukunft nicht abschätzen und mit einem Fertig-NAS bin ich dann ggf. in 1 Jahr wieder an dem Punkt, wo doch wieder weitere TB benötigt werden.
 
Also mein HP N54L mit Xpenology war eigentlich ziemlich Plug&Play, Setup&Forget oder wie auch immer man es nennen will. Man braucht halt einen USB Stick auf den man den Bootloader ( XPEnoboot_DS3615xs_5.1-5022.1 ist glaub ich der Neuste) installiert, dann steckt man den USB Stick über den internen USB Slot auf das Mainbord im HP und startet ihn einmal mit Tastatur und Monitor um den erforderlichen Modus für den ersten Start auszuwählen. Danach gehts mit dem Synology Assistant weiter wie bei originalen Diskstation.
Einzig so Sachen wie Alarm über Summer bei Ereignis XY, WOL oder Herunterfahren über Powerknopf gehen bei mir nicht. Das meiste lässt sich aber auch mit wenig Aufwand funktionsfähig machen, ich brauch es nicht weil meine Kiste eh 24/7 läuft. Die Power reicht imo sogar um 1080p Filme mit Plex zu transcoden. Allerdings nur einen, nicht mehrere gleichzeitig ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Das hört sich doch machbar für mich an. Ich möchte einfach im Vorfeld vermeiden, dass ich mich da unglaublich einlesen muss.
Mein Augenmerk liegt da gänzlich auf funktionieren... basteln und probieren dürfen gerne die Enthusiasten unter Euch.
Habe mich jetzt endgültig von den Fertig-Lösungen verabschiedet und jetzt ist eigentlich nur noch zu klären, welche Hardware es werden soll.

Lohnt es sich auf die 8TB Platten zu warten oder werden die preislich nicht im Rahmen sein?
Je nach Stromverbrauch einer solchen Kiste, kann der wegen mir auch 24/7 laufen, wobei ich das eigentlich nicht unbedingt benötige. Jetzt stellt sich mir aber die Frage, ob ich da eher auf die WD Red setzen soll oder ob es auch (günstigere) Platten tun. Natürlich möchte ich einen Crash meiner Daten vermeiden, aber die wirklich wichtigen Sachen (Bilder, Musik, Dokumente) sind sowieso (extra) gesichert und bei Filmen wäre es nur ärgerlich um die Zeit.


Welcher bietet mir jetzt mehr fürs Geld?

HP N54L
Dell T20
HP G1610T

Ist für meine Anwendungen mehr Ram nötig?
Oder wäre ggf. ein kompletter Selbstbau noch sinnvoll?
 
gerade im NAS würde ich aufjedenfall die REDs nehmen, bei den "Bastellösungen" kannste halt mehr sparen und doch mehr Leistung haben.
 
4GB Ram sollten locker reichen. Die Microserver haben halt ein ziemlich ideales Gehäuse als NAS. Der T20 imo leider gar nicht.
 
wenn du nicht unbedingt richtung haswell gehen möchtest, das ASRock B75 Pro3 mit dem Celeron g1610 läuft bei mir. 8 Sata anschlüsse, aber nicht mit Plex, sondern mit minidlna. Die cpu wird nichtmal zu 10% ausgelastet bei mkv bluerays.
 
708245-425 HP ProLiant MicroServer G7 N54L 1P 6 GB OVP | eBay

Da könnte man doch mal versuchen den zu bekommen, oder ? ;)

Habe momentan eigentlich noch das Problem, dass mein AVR SR 5004 kein DLNA unterstützt. Wie und womit greife ich denn dann am besten vom TV auf die Filme/Serien auf dem NAS zurück? Könnte theoretisch von meinem iPad dann per Airplay an mein Apple TV streamen oder gibt es da dann wieder Probleme?
 
Also meine Samsung Tv's sind direkt im netzwerk integriert können die filme starten, ohne das das Nas etwas Streamen muß.
dein Panasonic TX P50V20E hat doch einen Netzwerkanschluß, damit würde ich es versuchen ;)

als AvReciver habe ich hier einen Onkyo stehen der 6'er Serie aus 2008, mit dem Tv verbunden, läuft
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein Panasonic TX P50V20E ist nun auch nicht mehr der neuste ;) Wäre das trotzdem problemlos möglich bzw. wie wäre das am besten zu lösen? Wie gesagt Plex gefällt mir aufgrund des Aufbaus mit der Bibliothek (inkl. Informationen) eigentlich sehr gut.
 
Probier es aus, vm auf deine Gaming kiste, dann schauste was klappt, plex oder minidlna ;)
als Betriebssystem lege ich dir mal Openmediavault ans herz, da kannste beides testen, plex und minidlna
 
Zuletzt bearbeitet:
Besser wäre es nicht transcoden zu müssen, denn da muss die Kiste dann bei 1080er Filmen die ganze Zeit rattern und zieht mächtig saft. Ich würde mir eine Synology 215j oder 415/j holen da hast dann 4 schächte und schauen, dass das Abspielgerät das nativ abspielen kann. Ich befeuere zb meinen mede8er mit einer synology, besser gehts nicht, der Mede8er spielt alles ab und das NAS muss nicht konvertieren sondern nur senden (auch untouched 3D-BD images)
 
ditto bei meinem Eigenbau, nur kann ich 8+ platten einbauen ;), kommt auf den Tv an
 
tv spielt schon mkv oftmals schon ab, da die codecs einheitlicher werden (oft nur noch h264, mit niedrigen refframes)
DD oder DTS an die anlage geht halt nicht, darum = extra player fürs Kinofeeling
 
Mal was anderes... ich glaube vielleicht ist es wirklich erstmal sinnvoll zu wissen, welches BS ich letztlich nutzen möchte. Gefallen hat mir halt das DSM von Synology und deshalb dachte ich dann direkt an XPEnology... nur wäre es wohl doch erstmal sinnvoll zu schauen, was mir persönlich vom handling her gefällt. Habe bisher noch nie mit VMs etc. gearbeitet, also wie teste ich jetzt mal am besten die verschiedenen Betriebssysteme auf meinem Desktop. Mit VM, aber da bin ich jetzt überfragt :d
 
hmm also dd5.1 oder dts geb ich vom samsung per koax an meinen onkyo, keine probleme bisher
 
Habe mir mal VMware Workstation 11 installiert und wollte einfach mal schauen, ob ich da Openmediavault auf meinem Desktop-PC installiert bekomme. Hat auch alles reibungslos funktioniert, aber jetzt starte ich meine virtuelle Maschine... nur ab diesem Zeitpunkt weiß ich nicht weiter. Laut der mir angezeigten Console ist kein Webinterface verfügbar...



Bin absolut unbewandert bei dieser Thematik :)
 
Tippe mal auf die nicht (richtig) eingestellte virtuelle Netzwerkkarte der VM :) Rechtsklick unten rechts auf das Netzwerksymbol.
 
schon klar, aber bei den meisten Geräten kommt da am Ende nur ein Stereo Downmix 2.0 raus.

Das stimmt, würde mir mein Onkyo aber anzeigen, dd bis 7.1 und dts wird voll unterstützt von minidlna, der tv gibt den sound nur 1:1 weiter an den Av Reciver.

ps mach mal nen screenshot von den vm netzwerkeinstellungen.
 
Zuletzt bearbeitet:
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