@redfrog
1. Bei Neuinstallationen ist es zwingend gefordert, dass jeder Steckdosenstromkreis, welcher durch Laien genutzt/bedient wird, einen max 30mA RCD haben muß.
2. Wie schon gesagt, entsprechenden Kombis aus LS udn FI gibt es schon, weil es nun untrenntbar verbunden ist. (genannt RCBO (RCD with overcurrentprotection)
3. Der Querschnitt der Leitung ist nicht das Problem. Wenn der zu klein ist, dann kommt es bei Last halt einfach "nur" zu einem Spannungsabfall. Das sorgt dafür, dass die Spannung am Verbraucher abkackt. Dann sind das eben keine 230V mehr, sondern zb nur noch 200V. Das ist den netzteilen aber ziemlich egal, aktuelle Schaltnetzteile arbeiten ab 100V. Auf Deutch, denen ist das total egal, was da kommt, die nehmen das. Das Problem bei der Einschaltsituation ist, dass der Strom so groß ist, dass die Sicherung denkt, dass es sich um einen Fehlerfall -> Kurzschluß handelt und ihrer Aufgabe nachkommt, ABSCHALTEN. Es ist also der Strom das Problem, nicht die Spannung.
4. Nein, keine Marktwirtschaft. Frag mal bei der Feuerwehr nach, wie sich die Entwicklung von Brändnen und Unfällen mit der Ursache "Strom" verändert hat.
(das hat durchaus Berechtigung, meiner Meinung nach müßte man das auf Festinstallationen und Lichtstromkreise ausweiten)
@Mecki
Nein, es ist explizit vorgesehen, dass jeder Steckdosenstromkreis einen 30mA RCD bekommt. (man kann gerne auch mehrere an einen RCD hängen, jedoch kann es dann vorkommen, dass hier der RCD zu oft kommt, wenn Geräte innerhalb der Grenzen Fehlerströme haben. Sollte nicht vorkommen, aber im Alter durchaus noch im Rahmen, aber nicht unbedingt gefährlich)
EDIT:
@Mecki
Dein Szenario gab es schon viel viel länger. Zunächst mit 500mA RCDs und später mit 300mA RCDs. Dies galt aber nicht dem Personenschutz(was jetzt der Hintergrund ist), sondern dem Brandschutz. Diese Möglichkeit gibt es noch immer,unabhängig von der 30mA Geschichte.