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EU beäugt Microsofts Windows Vista kritisch

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Laut der [url=http://www.pcwelt.de/news/sicherheit/57241/index.html]PC Welt[/url] hat die Europäische Kommission Microsoft aufgrund der in Windows Vista enthaltenen Sicherheitsfunktionen kritisiert, weil sie die auferlegten Wettbewerbsregeln zur Zeit nicht vollends beachten könnten.

Grund für die Kritik sei die Befürchtung der EU-Kommission, dass "die Vielfalt und die Innovation des Sicherheits-Software-Marktes" nicht torpediert werden dürfe durch eine Bündelung von Microsofts eigenen Sicherheitsprodukten in Windows Vista. Der Sprecher der EU-Kommission Jonathan Todd ließ dazu verlauten, dass der Chef von Microsoft Steve Ballmer schon seit Monaten über diese Bedenken bezüglich Windows Vista Bescheid wüsste. Weiterhin wurde seitens Microsoft eine Stellungnahme erbeten. Aber erst im August wurde auf den Brief geantwortet, in dem Todd Microsoft darauf hinwies, dass Vista den Regeln entsprechen müsse, welche im Jahr 2004 im Streitverfahren um Windows XP durch die EU aufgestellt wurden. Sollte dies nicht geschehen, könnte Microsoft ein neues Kartellverfahren drohen.Zur Zeit beäugt die Europäische Kommission die Sicherheitsfunktionen in Windows Vista sehr genau und auch die Informationen, die Ende August von Microsoft eingsandt wurden. Todd sagte in einem Interview, dass die EU-Kommission nicht verlange, dass ein unsicheres Betriebssystem ausgeliefeert werden müsse. Bei sicherheitsrelevanten Programmteilen würden andere Aspekte gelten, als seiner Zeit die Integration eines Mediaplayers in Windows XP. "Wenn ich einen Computer ohne einen Media Player habe, ist das nicht das Ende der Welt", sagte Todd. Ein Betriebssystem könne heute ohne rudimentäre Sicherheitsfunktionen nicht mal mehr eine Sekunde ins Internet ohne Angriffen hilflos ausgesetzt zu sein. Dies würde die EU-Kommission im Hinterkopf behalten und seine Forderung dementsprechend anpassen.

Vielmehr gehe es darum, andere Wettbewerber zu schützen und den Zugang zu Windows Vista fair zu gestalten.

Stephen Toulouse von Microsofts Security Technology Unit sagte zu diesem Thema: "Wir glauben, dass wir das Sicherheitsfundament in Vista höher gesetzt haben, als in jedem anderen Betriebssystem und wir wollen es nicht niedriger machen." Allerdings sei es auch Ziel der Entwicklung von Vista, den von der EU aufgestellten Regeln zu entsprechen. Einige Features des Betriebssystems wären aber bereits so weit ins System integriert, dass es eine "monumentale Aufgabe" sei, dies notfalls rückgängig zu machen. "Ich kann nicht mal darüber spekulieren, wie wir mit einer solchen Aufgabe zurecht kommen würden", sagte Toulouse weiter.

Es bleibt also spannend, ob sich der Release des Betriebssystemes notfalls verzögern könnte und inwieweit die EU-Kommission weitere Forderungen an das Endprodukt stellt.

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