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DDoS-Angriff: Wikipedia ging offline

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wikipedia gesperrt

Wie die Wikimedia Foundation auf dem Social-Media-Portal Twitter bekannt gegeben hat, wurde die Online-Enzyklopädie am 6. September Opfer einer DDoS-Attacke. Dies sorgte dafür, dass die Wikimedia-Server unter der Last des Angriffs zusammen brachen. Das hatte zur Folge, dass die Webseite Wikipedia und ihre Schwesterprojekte offline gingen. Die Verantwortlichen der DDoS-Attacke auf Wikipedia äußerten sich ebenfalls auf Twitter und verkündeten, dass es sich bei dem Angriff lediglich um einen Test der neuen Angriffswerkzeuge handeln würde. Der Account wurde mittlerweile von Twitter gesperrt.  

Dass es sich bei dem Twitter-Account tatsächlich um den der Täter handeln muss wurde schnell klar, nachdem die Gruppe auf der Social-Media-Plattform mehrfach bekannt gab, die Angriffe nun auszusetzen. Während dieser Zeit waren Wikipedia und die Schwesterprojekte wie gewohnt zu erreichen.

Nachdem der Angriff auf Wikipedia und Co. geglückt war, gaben die Täter weitere Angriffsziele bekannt. Hierzu gehörten die Amazon Streaming-Plattform Twitch und Partien des Mehrspieler-Ego-Shooters Overwatch. Allerdings schienen die Angriffe der Gruppe keinerlei Auswirkungen auf die Streaming-Plattform gehabt zu haben. Einige Nutzer berichteten zwar von einem schlechten Bild oder kurzen Aussetzern, allerdings war das Portal durchgehend erreichbar. 

Bei einer sogenannten DDoS-Attacke wird ein Server mit Anfragen von unterschiedlichen Quellen überflutet und bricht schließlich unter der Last zusammen. Da die Amazon-Server solche massiven Peaks an Zugriffen durch Events wie den Prime Day, Cybermonday oder ähnliches gewohnt sind, müssen Angreifer eine enorm hohe Bandbreite besitzen, um die Server lahmzulegen. Jedoch könnte ein Angriff bei solchen "Peak-Events" durchaus von Erfolg gekrönt sein. Die Gruppe, die für den Angriff auf Wikipedia verantwortlich war, hat sich in erster Linie an Geräten aus dem Internet of Things (IOT) bedient. Hier kommt es immer wieder zu verheerenden Sicherheitslücken, die ausgenutzt werden. 

Zwar haben die Täter weitere Angriffe angekündigt, bislang ist allerdings kein weiterer Vorfall bekannt.

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