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Im Netz von Vodafone und 1&1 ist Boerse.to nicht mehr aufrufbar

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vodafone logoWer einen Internet-Anschluss von Vodafone oder 1&1 hat, dürfte aktuell nicht mehr auf die Webseite Boerse.to zugreifen können. Die Gema konnte erreichen, dass die Webseite durch die Internetanbieter über DNS blockiert wird. Grund dafür ist, dass auf der Webseite zahlreiche Links gepostet werden über die sich Musik, Filme, Serien, Programme und weitere illegal Inhalte herunterladen lassen.

Die Seite wird sowohl von Vodafone als auch 1&1 über das DNS-Blocking oder DNS-Filtering blockiert. Wer also einen alternativen DNS-Server zum Aufrufen der Webseite nutzt, kann auch weiterhin auf die Inhalte zugreifen. Laut der Gema sei es im Fall von Boerse.to nicht möglich, die Rechte der Urheber zu wahren und damit die illegale Verbreitung zu verhindern. Mit dem Blockieren der Seite soll nun allerdings das Verbreiten der Links gestoppt werden.

Internetanbieter sind vom Gesetz dazu verpflichtet, den Zugang zu Webseiten mit illegalen Inhalten zu sperren. Zumindest dann, wenn die Rechteinhaber gegenüber dem Betreiber einer solchen Webseite keine Ansprüche stellen können. Im Fall von Boerse.to scheint dies der Fall zu sein. 

Unklar bleibt derzeit, ob die Gema ihre Forderungen auch gegenüber anderen Internetanbietern durchsetzen wird und beispielsweise auch die Deutsche Telekom den Zugriff auf die Webseite sperrt.

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Kommentare (29)

#20
Registriert seit: 07.07.2007

Korvettenkapitän
Beiträge: 2076
Zitat underclocker2k4;26893724
Dirk, hast du die letzten 10 Jahre in Dunkeldeutschland verbracht und ohne Internetzugang dagestanden?
Nö. Aber das ist doch keine "neue Gesetzeslage", wie es hier dargestellt wird. Das ist seit gefühlt einer Ewigkeit so.
#21
Registriert seit: 01.11.2004
Bärlin
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Mr. Alzheimer
Beiträge: 18812
Ist es mitnichten.

Das höchstrichterliche Urteil (EuGH) ist aus dem Jahre 2014 und damit keine Ewigkeit her und auch nicht so, wie von dir suggeriert, seit über einem Jahrzehnt.

Und genau darum geht es dabei.

Vorher hat man sich ne Weile rumgestritten und am Ende kam dann entweder raus A oder B, je nachdem wie weit jede Seite gehen wollte.
Heute hingegen gibt es seitens des EuGH eine klare Marschrichtung und da kann auch jeder Hinterhofrichter, entsprechend des höchstrichterlichen Urteils, direkt entscheiden und alle Verfahrensbeteiligten haben relativ Klarheit.
Und das ist eben erst seit fast genau 5 Jaren der Fall.

EDIT:
Da wurde auch diskutiert, was ne DNS-Sperre bringt und ob es nicht viel sinnvoller sei, dass man die Seite nicht direkt löscht.
Daher auch der Ansatz, dass man eben erst versuchen muss, der Seite habhaft zu werden und erst wenn das nicht mehr klappt, dass man dann mit der DNS-Sperre den Zugang "verhindert".
#22
Registriert seit: 07.07.2007

Korvettenkapitän
Beiträge: 2076
Mhm. Kommt mir länger vor, aber gut.
#23
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Registriert seit: 10.05.2007


Beiträge: 14322
In der Quelle steht von 2018. Ich meine auch, dass die Gesetze schon vor diesem Urteil durch den Gesetzgeber so präzisiert wurden.

Zitat sueddeutsche.de
Grundlage für die Sperrung durch die Gema ist ein wegweisendes Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) aus dem Juli 2018. In der sogenannten Dead-Island-Entscheidung hatte das Gericht entschieden
Hoffe, das darf man noch... zitieren. :mad:
#24
Registriert seit: 01.11.2004
Bärlin
Super Moderator
Mr. Alzheimer
Beiträge: 18812
Die Quelle ist totaler humbug, da sie mit dem vorliegenden Fall überhaupt nichts zu tun hat.

Das BGH-Urteil handelt vom einem Fall, wo über den Internetanschluss einer Person A eine Person B einen Rechtverstoß begangen hat.
Das wäre in sofern kein Problem, wenn Person A die Person B konkret benennen könnte. Durch TOR und freeWiFi ist dies aber nicht möglich.
Einen Internetprovider würde das selbe betreffen, dieser kann aber zumindest den Anschlussinhaber, von dem aus der Verstoß begangen wurde, benennen. (problematisch wäre es für ihn, wenn ihm ein Mitarbeiter einen Server ins Netz stellt, den keiner kennt, dann haftet der Provider für den Server, auch wenn er ihm garnicht gehört)
Man will also User reglementieren.

Die DNS-Sperren haben aber einen ganz anderen Ansatz.
Die GEMA (oder auch alle anderen) will ja den Zugang zu Diensten einschränken und nicht den User der Dienste haftbar machen. Man will also Server reglementieren.
Daher ist der Verweiß bei der DNS-Sperre auf den Fall eines Filesharing-Fremduser mehr als fragwürdig.
Allgemein nennt man dieses "Verfahren" Netzsperren.

EuGH legt Zensur-Grundlagen: Netzsperren bei Urheberrechtsverstößen zulässig netzpolitik.org
Und das ist von 2014 und hat nichts mit dem BGH-Urteil zur Störerhaftung("Netzanschlussinhaberhaftung") zu tun.
Das eine Urteil dreht sich um den Dienstzugang (Ermöglichung/Verhinderung) und das Andere um eine konkrete Haftung bei Dienstnutzung. Sicherlich ähnliches Themengebiet, aber ganz anderer Sachverhalt.

Auf jeden Fall sauber recheriert, liebe Medien, Qualitätsjournalismus...
#25
Registriert seit: 07.07.2007

Korvettenkapitän
Beiträge: 2076
Zitat Bob.Dig;26895912
In der Quelle
Gibt es einen Grund, dass Du Dich jetzt schon über mehrere postings weigerst, die Quelle zu nennen / zu verlinken?!?
#26
Registriert seit: 01.11.2004
Bärlin
Super Moderator
Mr. Alzheimer
Beiträge: 18812
Auch wenn es ketzerisch klingt, dirk11, hat es einen Grund, warum du die Quelle nicht einfach anklickst?
Im Netz von Vodafone und 11 ist ********** nicht mehr aufrufbar - Hardwareluxx

Unter dem Artikel, direkt über der Kommentarsektion, gibt es die Sektion "Quellen und weitere Links".
Dort gibt es das Wort "Quelle", mit der Sonderfunktion "Link". Damit kann man auf das Wort klicken und es passiert ganz magisch, dass sich eine weitere Webseite öffnet.
Hinter dieser weiteren Webseite verbirgt sich die berühmte Quelle.

PS: Internet ist also doch Neuland. :fresse:
#27
customavatars/avatar63700_1.gif
Registriert seit: 10.05.2007


Beiträge: 14322
Zitat underclocker2k4;26896010
Die Quelle ist totaler humbug, da sie mit dem vorliegenden Fall überhaupt nichts zu tun hat.

:bigok:

Vielleicht ist hier § 7 Telemediengesetz einschlägig. Eigentlich wollte ich mich nicht im Detail damit befassen...
Zitat
(4) Wurde ein Telemediendienst von einem Nutzer in Anspruch genommen, um das Recht am geistigen Eigentum eines anderen zu verletzen und besteht für den Inhaber dieses Rechts keine andere Möglichkeit, der Verletzung seines Rechts abzuhelfen, so kann der Inhaber des Rechts von dem betroffenen Diensteanbieter nach § 8 Absatz 3 die Sperrung der Nutzung von Informationen verlangen, um die Wiederholung der Rechtsverletzung zu verhindern. Die Sperrung muss zumutbar und verhältnismäßig sein. Ein Anspruch gegen den Diensteanbieter auf Erstattung der vor- und außergerichtlichen Kosten für die Geltendmachung und Durchsetzung des Anspruchs nach Satz 1 besteht außer in den Fällen des § 8 Absatz 1 Satz 3 nicht.
#28
Registriert seit: 07.07.2007

Korvettenkapitän
Beiträge: 2076
Zitat underclocker2k4;26896098
Auch wenn es ketzerisch klingt, dirk11, hat es einen Grund, warum du die Quelle nicht einfach anklickst?

Unter dem Artikel, direkt über der Kommentarsektion, gibt es die Sektion "Quellen und weitere Links".
Ups. Mein Fehler. Ich habe vom Artikel nur den Teaser hier im Thread wirklich gelesen, bin davon ausgegangen, dass das eine Quelle ist, die er selbst herausgesucht hat.


Zitat
PS: Internet ist also doch Neuland. :fresse:
Jau, das ist wohl so... :D :D :D
#29
Registriert seit: 17.03.2008

Leutnant zur See
Beiträge: 1204
Zitat chriscrosser;26892947
...war die "börse" nicht schon seit längerer zeit komplett "weg vom fenster"?
oder haben die jetzt einfach nur eine neue domain mit .TO für tonga?


Ist schon seit 4-5 jahre .to (davor .bz)
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