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VDSL-Vectoring: Telekom startet im Herbst mit 100 Mbit/s in Hamburg

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telekom2Mit VDSL-Vectoring möchte die Deutsche Telekom die Geschwindigkeit des Netzes deutlich steigern. Wie das Unternehmen bekannt gibt, wird mit Hamburg ab Herbst die erste Großstadt mit dem schnellen Internet ausgebaut. Die Anschlüsse sollen dann eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Mbit/s im Down- und 40 Mbit/s im Upload bieten. Der Nachteil der Technik ist allerdings, dass durch den Ausbau von Vectoring andere Anbieter in den Hauptverteilern keine VDSL-Anschlüsse mehr mieten können und somit lediglich die Telekom als Netzbetreiber für Kunden zur Verfügung steht. Zudem müssen alle Anschlüsse im Ausbaugebiet auf VoIP umgestellt sein, da das analoge Signal nicht mehr geschaltet wird.

telekom vectoring hamburg

Insgesamt wird die Telekom bis zum Herbst 8.000 Hauptverteiler in Hamburg mit der neuen Technik ausstatten. Allerdings werden auch dann nicht alle Kunden in Hamburg einen schnellen Anschluss buchen können. Vectoring ist lediglich innerhalb eines begrenzten Umkreises des Hauptverteilers verfügbar und bereits ab 700 Metern Kupferkabel steht die schnelle Geschwindigkeit nicht mehr zur Verfügung. Für einen flächendeckenden Ausbau von schnellem Internet auf weite Distanzen, steht aktuell lediglich die Glasfaser-Technik zur Verfügung. Für ein Glasfaseranschluss müssen allerdings meist auch aufwendige Tiefbauarbeiten vorgenommen werden und nicht nur die Hauptverteiler umgerüstet werden.

Der Ausbau von Vectoring soll im Jahr 2017 weiter vorangetrieben werden. Dort sollen dann weitere Großstädte an mit dem schnellen Internet versorgt werden. Die genauen Pläne hat die Telekom allerdings noch nicht verraten.

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Kommentare (64)

#55
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Korvettenkapitän
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Zitat wolfram;24517481
Jein, kommt immer ein wenig darauf an. Die Telekom hat derzeit vermutlich noch POTS-Karten verbaut, das senkt teilweise die mögliche Portanzahl. Wenn ein Gebiet komplett auf VOIP umgestellt ist, ist problemlos mehr möglich, auch bei der Telekom.
So eine Pauschalaussage wie maximal 192 Ports stört mich trotzdem ;)


Nur ist sie korrekt. Die eingesetzte Vectoring-Karte kann maximal 192 Ports verarbeiten. Also ist bei 4 Linecards zu je 48 Ports Schluss.
Pots Karten werden dafür nicht eingesetzt.
#56
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Und was hindert einen daran bei 8 verfügbaren Slots in einem ISAM7330 6 Linecards a 48 Ports und 2 Vectoring-Controller einzusetzen?
#57
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Korvettenkapitän
Beiträge: 2055
Die Vectoring-Technologie selbst. Für richtiges Vectoring müssen alle Anschlüsse in einem mit eingerechnet werden, was nur mit einer Karte geht. Wenn man 2 einsetzen würde, dann rechnet eine Karte die einen und die anderen Karte die anderen aus. Da funktioniert Vectoring aber nicht wirklich.
#58
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Bärlin
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@AW312
Und? Ich muss doch nicht mit den beiden Controllern nen 1000DA Kabel versorgen.
Ich kann doch pro Linecard ein 50DA versorgen und kann dann die Linecards symmetrisch auf die Controller aufteilen.
Dann hat ein Controller 3x 50DA zu verwalten und der andere seine 3x 50DA.

Dann gibt es keine überschneidenden Vectoringdomänen in einer oder mehrerer Bündelleitung und alles ist IO.
#59
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Jup so hab ich mir das auch gedacht :)
#60
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Bärlin
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Ich kann mir schon vorstellen, was er meint.

Alcatel beschränkt pro Unit die VVDSL Lines auf 196 (4x Linecard).
Ergo gilt für die (eine) Baseunit die Beschränkung.
Allerdings gibt es er Erweiterungsmodule, die (glaube) auch wieder 196 Lines können.

In einer einzigen Unit geht das daher nicht. Aber eine Erweiterung ist möglich. Die 196 Ports sind in einigen Gegenden relativ schnell voll. Ob die Tkom diese Erweiterungen einsetzen wird, weiß ich nicht.
#61
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Beim Telekom Ausbau bei mir Vorort habe ich ISAM7330 und ISAM7302 (größere Variante) gesehen, also scheinbar nichts mit den REM Erweiterungsmodulen. Muss aber ehrlich sagen das ich bei uns im Unternehmen bisher noch nicht die Situation hatte, das pro DSLAM mehr als 4 Line-Cards gebraucht werden, laut Technikabteilung soll es aber gehen.
#62
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Bärlin
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Mr. Alzheimer
Beiträge: 18710
Pro DSLAM bestimmt, aber nicht pro Unit.

In Berlin gibt es Häuser, da reicht 1 192er DSL garnicht aus. Oder auch Plattenbausiedlungen. Da reicht auch einer für ein Karree nicht aus.
In normalen Straßenzügen sicherlich nicht anzutreffen, gibt es aber auch.
#63
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Solange der Heimanwender auch nicht versteht (und er will sich damit eigentlich nicht befassen), was durch Vectoring im BB-Ausbau verschleppt wird, passiert zukünftig viel zu wenig im Ausbau. Die Telekom schubbert sich den Lümmel, weil sie auf ihren großen Werbeplakaten geil für ihre 100 MBit werben kann und sich dann einige Leute denken "boah, krass" (weil sie bisher auf ihrem gammeligen ADSLER mit 6 oder 16 MBit rumgegurkt sind. Dann wird fröhlich im T-Shop eine Umstellung fabriziert und dem Kunden nochmal fleißig eingebläut, wie schnell doch jetzt alles wird und das man doch "ausgesorgt" hätte. War bei mir genau so. In Ermangelung von Kabel hatte ich keine Alternativen und die ADSLer waren hoffnungslos überbelegt (und preislich eh nicht mehr konkurrenzfähig). Ich habe damals im Shop auch nen Dicken gemacht, dass Vectoring nicht mehr ist, als Kunden wieder zu binden und das Kupfer zu melken. Der Hampel hinter dem Tresen hatte aber eh wenig bis keine Ahnung und keine Muße sich sachlich damit auseinander zu setzen. Also nehmen es die verzweifelten User (mich eingeschlossen), weil es sonst keinerlei Chance auf halbwegs zügige Leitungen gibt. Eigentlich erbärmlich. Glas muss forciert werden, egal was das kostet. Und die Telekom darf sich nicht auf ihren lapidaren Aussagen ausruhen, wie viele Meter Faser man doch in den Boden geschossen hätte. Lächerlich.
#64
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Registriert seit: 24.03.2008
Heidelberg
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Beiträge: 4845
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen ;)
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