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Alcatel-Lucent beschleunigt DSL mit VPlus auf 300 Mbit/s

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alcatel lucentWenn es um (V)DSL geht sehen die meisten nur stagnierende Datenraten die nicht wirklich mit der Konkurrenz auf DOCSIS-3-Basis mithalten können. Neue Ansätze um die Datenraten über die alte Kupferdrahtleitung zu erhöhen, wären beispielsweise Vectoring oder die Neuentwicklung G.Fast. Nun hat Alcatel-Lucent eine neue Technologie namens VPlus gezeigt, die 300 Mbit/s Datenraten ermöglichen. Manche VDSL-2-Linecards könnten den neuen Standard bereits mittels eines Softwareupdates übernehmen.

Dabei hat es das französische Unternehmen es geschafft, eine höhere Reichweite als G.Fast bei einer höheren Bitrate als VDSL 2 zu erreichen. Bei einer Entfernung von bis zu 500 m zum HVT erreicht VPlus eine kombinierte Datenrate von maximal 200 Mbit/s. Sinkt die Distanz auf maximal 250 m sind sogar 300 Mbit/s möglich.

Der große Vorteil für die ISPs und somit teilweise auch für die Nutzer ist, dass die Netzbetreiber mit dieses Technik keine neuen Glasfaserleitungen legen müssen, die unter Umständen sehr teuer sind oder lange Genehmigungsverfahren benötigen. So können herkömmliche DSL-Leitungen einfach weitergenutzt werden was eine schnelle breite Verfügbarkeit gewährleisten könnte.

Die Telekom Austria (A1) wird zu den ersten Kunden gehören, die VPlus im realen Betrieb einsetzen wird. Ob deutsche DSL-Netzbetreiber die Technologie auch adaptieren werden ist zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht bekannt.

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Kommentare (7)

#1
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Kapitänleutnant
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Wann die wohl an dem Punkt sind das die den Klingeldraht abzufackeln, weil die dermaßen viel Energie benötigen um die Dämpfung zu überwinden?
#2
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Wieso müssen sie denn die Dämpfung überwinden?

Die müssen nur erkennen, ob der Furz nun eine 1 oder eine 0 war, nichts weiter. Und das ist eine Frage der Modulations- und Codierungen und da hilft einem die Entwicklung im Bereich DSP. (genauso wie es bei LTE und 803.11ac und 803.11ax der Fall ist/sein wird.
#3
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Kapitänleutnant
Beiträge: 1698
Weil die Frequenzen immer weiter nach oben getrieben werden und damit der Skin-Effekt immer mehr zum Tragen kommt. Dementsprechend kommt am ende der Leitung nicht unbedingt mehr ein Furz an, sondern garnichts, wenn die Ausgangsleistung nicht entsprechend angepasst wird.
Aber ich bin kein Physiker, dementsprechend kann ich hier nicht wirklich voraussagen über wie viel Energie wir hier wirklich sprechen wenn die über 2,5 km Klingeldraht noch ihre 100 MBit/s kriegen wollen
#4
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Bärlin
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Mir ist durchaus bewusst, wie das mit dem Internet geht. ;)
(und Skineffekt ist nur ein kleiner Teil im Puzzel, mit der Verdreifachung der Freuqenz halbiert sich die Eindringtiefe des Stromes der Unterschied zwischen VDSL und VPlus ist nicht so groß, bei G.fast hingegen schon, bei CAT8 classII wird es von der aktuellen Technik her interessant...)

Aber wie gesagt, man muss die Dämpfung garnicht unbedingt überwinden. Früher wollte man das Signal vor dem Hintergrundrauschen noch deutlich sehen. Heute reichen schon minimale Rauschabstände aus um ein Nutzsignal zu rekonstruieren. Das wird durch geeignete Modulationen und Codierungen erreicht. (das meine ich mit Dämpfung überwinden, das war früher unbedingt notwendig, heute in einem wesentlich geringerem Level, eben weil man die Leistung nicht unbegrenzt steigern kann)

VPlus nutzt genau aus diesem Grund ein niedrigeres Freuenzband als es bei G.fast der Fall ist. (37MHz vs 100-200MHz)

Und heute ist es wirklich nur noch nen Furz, den man da sieht. Früher hätte man sowas als Rauschen interpretiert.
#5
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Zitat TheBigG;23973018
[U]Wann die wohl an dem Punkt sind das die den Klingeldraht abzufackeln[/U], weil die dermaßen viel Energie benötigen um die Dämpfung zu überwinden?

:lol: Lange nich mehr so gelacht :). Ich hab noch echtes ISDN (96 Volt) :fresse:
#6
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Bärlin
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Mr. Alzheimer
Beiträge: 18378
Zitat SystemX;23999922
:lol: Lange nich mehr so gelacht :). Ich hab noch echtes ISDN (96 Volt) :fresse:


Lange nicht mehr so gelacht.

Dir ist der Unterschied zwischen einer Speisespannung, einer Trägerspannung und einer Signalspannung bekannt?
Schonmal 96V mit 17MHz getaktet? Nicht, dann besorg dir mal ein paar Leistungstreiber die das schaffen.
Das Problem ist die Aufmodulation ausreichend hoch auszulegen, dass es funktioniert, aber nicht so hoch, dass es extremes Übersprechen im Kabelbündel gibt.

96V Gleichspannung als Speisung ist kein Problem, das geht schon seit 100Jahren. Aber 96V als Modulationsspannung ist eine ganz andere Hausnummer.
#7
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Registriert seit: 02.09.2010
Bergisch Gladbach
Vizeadmiral
Beiträge: 6657
Zitat underclocker2k4;24000966
Lange nicht mehr so gelacht.

Dir ist der Unterschied zwischen einer Speisespannung, einer Trägerspannung und einer Signalspannung bekannt?
Schonmal 96V mit 17MHz getaktet? Nicht, dann besorg dir mal ein paar Leistungstreiber die das schaffen.
Das Problem ist die Aufmodulation ausreichend hoch auszulegen, dass es funktioniert, aber nicht so hoch, dass es extremes Übersprechen im Kabelbündel gibt.

96V Gleichspannung als Speisung ist kein Problem, das geht schon seit 100Jahren. Aber 96V als Modulationsspannung ist eine ganz andere Hausnummer.


Keine ahnung :). Ich weiß es nur daher: Hatte damals VoIP und da hab ich keinen "Geflammt" bekommen von der Leitung, nach dem "Umstieg" aber schon also hab ich Nachgemessen :).
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