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Microsoft möchte Daten von EU-Nutzern außerhalb der USA speichern

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 Microsoft2012Der Hard- und Softwareriese Microsoft aus Redmond, WA möchte aufgrund des NSA-Skandals die Daten von Nutzern aus der Europäischen Union nun außerhalb der USA speichern. So sollen Kunden und Nutzer selbst bestimmen können, ob die Daten nun beispielsweise in Irland oder im Heimatland von Microsoft gespeichert werden. Würde dieses Vorhaben umgesetzt werden, wäre dies der bisher radikalste Vorstoß in dieser Richtung eines US-amerikanischen Unternehmens.

Laut Edward Snowdens Dokumenten soll die NSA jedoch bereits an den Knotenpunkten des weltweit verflochtenen Netzes diverse Daten abgreifen können. Dafür arbeitet die Behörde mit führenden Geheimdiensten und Providern anderer Länder wie dem GCHQ und Vodafone aus Großbritannien zusammen. Auch der Bundesnachrichtendienst soll ein Abkommen mit der National Security Agency haben. Ob die Daten auf Servern außerhalb der USA wirklich sicher sind, darf also angezweifelt werden. Jedoch haben bereits große Unternehmen wie Google, Microsoft und Yahoo! angekündigt, die Verbindungen zwischen der Rechenzentren zu verschlüsseln. Bisher galt diese Art der Verbindung auch ohne zusätzliche Verschlüsselung als sicher, denn diese erfolgte über das sogenannte Darknet. Als Darknet bezeichnet man komplett gemietete Leitungen, die die Rechenzentren über eine reine Peer-to-Peer-Verbindung verbinden. Diese sind nicht an das öffentliche Internet angeschlossen, können aber natürlich dennoch abgehört werden.

 

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Kommentare (14)

#5
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Oberbootsmann
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Hinten rum werden die Daten doch dann eh auf die Server in den USA kopiert damit deren Schnüffeldienste Zugriff drauf haben, wird dann als Backup bezeichnet von MS und wer das Gelaber von denen nach solchen Skandalen da glaubt ist selber schuld.
Die Anbieter wie google, MS und co haben es sich selbst zuzuschreiben.... so gesehen ist es also auch nicht verwunderlich warum mit mal nur noch alles übers Internet zu syncen war anstatt man wie früher einfach Handy am PC mit Outlook und co abgleichen konnte. Nee die wollten das alles Kontakte über die US Server laufen damit die Schnüffelei leichter wurde für NSA und co
#6
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Flottillenadmiral
Beiträge: 4841
Zitat iToms;21743949
Wenn die Server auf europäischem Grund stehen, gilt EU-Datenschutzrecht.


Stimmt, ändert nur nichts, oder glaubt einer, dass ein Manager von MS freiwillig in den Knast geht um das zu verzögern*

*verzörn bis sein Nachfolger sie aus Selbstschutz freigibt
#7
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Oberleutnant zur See
Beiträge: 1365
Microsoft und Google bauen gerade riesige Datencenter in Finnland... nur mal so am Rande erwähnt.
#8
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Banned
Beiträge: 888
Da müsste MS noch einen Schritt weiter gehen, und eine reine Europäische Tochter gründen und der so viel Macht geben, das die praktisch unabhängig von MS die Daten verwalten (also MS sich selbst den direkten Zugang entzieht --> so kann es auch kein US Gericht direkt erlangen).
Auch hätte eine solche Tochter das Recht, jede Anfrage aus den USA sofort und überall zu veröffentlichen (dürfte eine gewisse Abschreckende Wirkung haben). Nur leider wird die NSA dann die Server einfach direkt häcken....
#9
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Bei Prenzlau
Oberbootsmann
Beiträge: 813
Zitat jrs77;21744051
Microsoft und Google bauen gerade riesige Datencenter in Finnland... nur mal so am Rande erwähnt.


Nützt eben nur nichts wenn irgendein Geheimgericht in den USA sagt " Ihr seid US Unternehmen und wenn auf Servern eures Unternehmens Daten liegen mit denen wir (NSA und Co) Anschläge unterbinden können so müsst ihr uns die geben ansonsten krachts". Das ist das eigentliche Problem die können nicht nur machen was sie wollen...sie machen was sie wollen... und noch schaut der Rest der Welt und lassen die USA alles durch gehen.

Die Datenzentren in Finnland oder sonst wo bedeuten nichts und im besten Fall glauben ein paar Menschen daran das die Daten da besser aufgehoben sind wie auf US Servern aber nach dem bekannt werden was in den USA wirklich abgeht kann man darüber nur lächeln.
#10
Registriert seit: 19.01.2007

Vizeadmiral
Beiträge: 6807
Zitat iToms;21743949
Wenn die Server auf europäischem Grund stehen, gilt EU-Datenschutzrecht.


Sehe ich etwas strittig, MS ist ein US amerikanisches Unternehmen und ist aufgrund dessen (und alle seine Töchter) meines wissens nach dem Patriot Act egal wo die Daten sind dazu verpflichtet die Daten rauszugeben. Das ist ja selbst problematisch wenn eine deutsches Unternehmen in den USA eine Schwester o.ä. unterhält, im zweifelsfall ist die nämlich dann recht schnell dicht wenn die "Mutti" keine Daten rausrückt.

- soweit zumindest mein Stand -

Allerdings ob jetzt in den USA oder Europa ist selbst unabhängig davon sowas von egal, kein einziger EU Staat der als Standort in Frage kommt ist einen deut besser als die USA/NSA und am Ende tauschen die Geheimdienste doch so oder so munter untereinander Zeug aus...man muss sich da keine illusionen machen, die meisten Regierungen arbeiten in diesem Punkt MASSIV gegen die Bevölkerung, ob das nun das Nachbarland ist oder der Freund von übersee ist unerheblich.


Für mich halt gut fürs Marketing aber praktisch sehe ich in diesem Schritt keine Auswirkungen auf irgendwas

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Zitat Mecki Messer;21743970
Die Anbieter wie google, MS und co haben es sich selbst zuzuschreiben.... so gesehen ist es also auch nicht verwunderlich warum mit mal nur noch alles übers Internet zu syncen war anstatt man wie früher einfach Handy am PC mit Outlook und co abgleichen konnte. Nee die wollten das alles Kontakte über die US Server laufen damit die Schnüffelei leichter wurde für NSA und co
das halte ich nicht für sehr warscheinlich, die unternehmen haben von diesem szenario nichts.
Die hintergründe der "Datenlust" sehe ich rein wirtschaftlich. Gefahren wie von dir skizziert werden da schlicht in kauf genommen um sein "Businessplan" der Bezahldienste, die Werbung u.ä. voranzubringen...

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Zitat Nekronata;21744057

Auch hätte eine solche Tochter das Recht, jede Anfrage aus den USA sofort und überall zu veröffentlichen (dürfte eine gewisse Abschreckende Wirkung haben). Nur leider wird die NSA dann die Server einfach direkt häcken....
wofür? die partnerdienste sind im zweifel ja kooporativ...bei allem was rausgekommen ist muss man beileibe nicht in richtung usa zeigen sondern richtung deutschland. Die reaktion unsere politiker sprach auch bände, das läuft hier wie dort gleich nur dass man vielleicht seine politischen(!) freunde bisher nicht bespitzelt hat aber nur aufgrund eines "gentleman abkommens" - von dem die usa wohl nichts wussten. Anfangs war die bundesreg ja eher darüber verägert dass sich die amis erwischen lassen haben.
Auch das keinerlei konsequenzen gezogen wurden bezüglich der "datenweitergabeabkommen" heisst für mich nur eins, sie sind alle beteiligt. Das Volk ist im Westen schon lange das Feindbild und nicht irgend ein Taliban mit Bart - der hilft nur das zu vermitteln. Machterhalt ist alles
#11
Registriert seit: 02.07.2013

Banned
Beiträge: 888
@0711: Da stimme ich dir zu, das unsere Politiker absichtlich "unfähig" in diesem Fall sind.
#12
Registriert seit: 01.05.2007

Korvettenkapitän
Beiträge: 2519
Jedes Jahr sterben in den USA sehr deutlich mehr Leute durch durchgeknallte Waffennarren, die Amok laufen, als durch Terroranschläge in allen westlichen Ländern zusammen.
Die Terrorabwehr wird nur als Vorwand für die Schnüffelei hergenommen.
Im Vorwände aus dem Hut zaubern für irgendwelche illegalen Aktionen sind die USA ganz groß.
Siehe z.B. die Begründung für den Irak-Krieg.
Die USA haben dem Irak jahrelang Waffen und Material verkauft.
Die wussten daher ganz genau, das der Irak keine Massenvernichtungswaffen hat.
Man wollte nur an das irakische Öl heran und dafür haben die USA einen Krieg angezettelt.

Und was unsere Politiker angeht:
Die sind nicht nur unfähig, sondern die machen das mit voller Absicht.
Wie oft schon gabs Mecker z.B. vom Datenschutzbeauftragten.
Wenn der zu viel meckert, wird er eben durch jemand anderen ersetzt.

Und was das Nicht-Schnüffel-Abkommen mit den USA angeht:
Da haben die USA doch schon vor Wochen deutlich gesagt, was Sache ist: Das wird nie kommen, denn dann könnten auch andere, nicht-EU-Länder so ein Abkommen mit den USA fordern. Und das liegt nicht im Interesse der USA.
#13
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München
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 487
Zitat iToms;21743949
Wenn die Server auf europäischem Grund stehen, gilt EU-Datenschutzrecht.


Ja, theoretisch *g
Ich vertraue jedoch mehr einer Verschlüsselungstechnologie als irgendeinem Konzern der seinen Datenschutz auf das Wort eines Politikers aufbaut. Würde Microsoft Interesse daran haben die Privatssphäre der Benutzer zu schützen, hätten wir vermutlich schon längst fetzige verschlüsselte Clouds und könnten selbst darüber entscheiden was mit unseren Daten passiert.

Stattdessen wird versucht Vertrauen mit Werbeworten zurück zu gewinnen. Es ändert sich also nichts.
#14
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@0711

Doch die haben selbst schuld denn auch sie haben die Poliker unterstützt die solche Gesetze beschlossen haben. Die wussten vorher bescheid was es bedeutet und auch da haben sie zu geschwiegen anstatt noch auf zu klären als hätten dürften was kommen kann mit solchen Gesetzen sie haben mit gemacht, wurden dann per Gesetz z schweigen gezwungen und dann ist es raus gekommen. Hinterher kann man immer jammern das sie das nicht wollten und heucheln.

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