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BGH: Google hat strittige Suchvorschläge zu entfernen

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google-2013Google und vergleichbare Suchmaschinen erahnen während der Eingabe, was der Nutzer sucht und liefern entsprechende Vorschläge. Diese Vorschläge werden automatisch generiert - teilweise führt das zu skurrilen, aber auch irregeleiteten Ergebnissen. Besonders viel Aufmerksamkeit zog der Fall der Gattin eines ehemaligen Bundespräsidenten auf sich. Nach Eingabe ihres Namens schlägt Google auch aktuell noch die Ergänzung der Suche um "Rotlicht" vor. Ein anonymer Betroffener einer solchen fragwürdigen, automatischen Vervollständigung hat vor dem Bundesgerichthof (BGH) gegen Google geklagt und heute Recht bekommen.

Im konkreten Fall wurde der Name des Klägers automatisch mit "Scientology" und "Betrug" in Verbindung gebracht. Der Kläger wollte erreichen, dass diese Kombination nicht mehr hergestellt wird. Das Oberlandesgericht Köln hatte seine Klage im vergangenen Jahr abgewiesen.

Anders entschied jetzt der BGH: Google muss die Ergänzungsvorschläge der Suchmaschine zwar nicht im Vorfeld prüfen, bei konkreten Hinweisen auf verletzte Persönlichkeitsrechte aber einschreiten und die Suchvorschläge anpassen.

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Kommentare (8)

#1
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Registriert seit: 24.04.2010

Korvettenkapitän
Beiträge: 2533
"Gattin eines ehemaligen Bundespräsidenten" und "Rotlicht" ist aber auch eine echt lustige Assoziation.
#2
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Registriert seit: 10.06.2008
zuhause
Admiral
Beiträge: 11121
Dabei ist Rotlicht nur ein Begriff aus dem Straßenverkehr.. wobei wir ja mit Verkehr schon nicht so falsch liegen.

Finde es einerseits erschreckend, dass Leute sich schon derart von der Google-Suche beeinflussen lassen - andererseits sind die Wortvorschläge bei Google noch nie hilfreich gewesen.

Sobald jetzt irgendwo der Name der beiden durchsickert (Inhaberin eines Betriebes für Nahrungsmittel und Kosmetika und ein Vorstand davon) werden sie auf jeden Fall mit den beiden Worten in Verbindung gebracht.

#3
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Registriert seit: 21.01.2010
Hamburg
Kapitänleutnant
Beiträge: 1661
So viel Wind um nichts... Und was ist mit Bing und zBsp Yahoo? Da kommen auch so windige Vorschläge xD
#4
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Registriert seit: 10.06.2008
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Admiral
Beiträge: 11121
Sind nicht Google =)
Vielleicht hatte man sich einen Vergleich mit 7-stelligem Schmerzensgeld erhofft..
#5
Registriert seit: 31.01.2007

Bootsmann
Beiträge: 618
Das Urteil gilt natürlich analog auch für andere Suchmaschinen. Ich habe meine Zweifel ob der Urteilsspruch tatsächlich auch Geltung für die Ex-Präsidentenfrau hat. Soll Google jetzt als Vorschlag "kein Callgirl" hinschreiben damit man zu Suchergebnissen, die über den Fall berichten, geführt wird?[COLOR="red"]

---------- Post added at 16:05 ---------- Previous post was at 15:39 ----------

[/COLOR]Der Artikel bei heise zu dem Thema ist ganz gut Analyse: Das Urteil des BGH zur Autocomplete-Funktion von Google | heise online der wirft auch die Frage auf, dass nicht klar ist wie grundsätzlich die Entscheidung des BGH ist bzw. was für einen Unterlassungsanspruch berücksichtigt werden muss.
#6
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Hamburg
Kapitänleutnant
Beiträge: 1661
Zitat Hardwarekäufer;20607421
Sind nicht Google =)
Vielleicht hatte man sich einen Vergleich mit 7-stelligem Schmerzensgeld erhofft..


..oder etwas aufmerksamkeit für ein erscheinendes Buch. Ohne dieses Tam-Tam hätte ich die Dame, wie auch ihren Man garnicht wahr genommen.
#7
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Registriert seit: 10.05.2007

GUI-abhängig
Beiträge: 13867
Die meisten Urteile gegen google finde ich realitätsfern, aber mit diesem kann ich mich doch anfreunden.
#8
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Registriert seit: 21.01.2010
Hamburg
Kapitänleutnant
Beiträge: 1661
Ich finde es ziemlich absurd so einen Algorithmus- in welchem Umfang auch immer- zu zensieren. Im Endeffekt spiegeln diese Vorschläge eben das wieder was am meisten gesucht wird. Es gibt weder eine Wertung noch stellt es einen Sachverhalt dar.
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