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Britischer Premier Cameron will verschlüsselte Messenger verbieten

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gchqDie Geschehnisse in Paris rufen nun all diejenigen auf den Plan, die immer gerne schnell nach solchen Tragödien nach stärkeren Instrumenten für die Strafverfolgungsbehörden rufen - oftmals wieder besseren Wissens. Nun fordert David Cameron das Verbot verschlüsselter Nachrichtendienste wie WhatsApp, Snapchat und iMessages. Dies würde die Verwendung verschlüsselter Dienste stoppen, die für die Strafverfolgungsbehörden auch dann nicht einsehbar sind, wenn eine gerichtliche Anordnung vorliege.

David Cameron sprach dieses Thema im Rahmen seiner Rede zum Draft Communications Data Bill, besser bekannt unter Snoopers' Charter, an. Darin sollen alle Internet Service Provider und Telekommunikationsunternehmen verpflichtet werden, eine Vorratsdatenspeicherung der Metadaten eines jeden Nutzers über 12 Monate anzulegen. Das Gesetz sollte bereits 2012 bis 2013 in Kraft treten, wurde aber im April 2013 zurückgewiesen. Sollte Cameron die nächste Wahl gewinnen, will er einen neuen Anlauf starten. Sein genauer Wortlaut zur verschlüsselten Kommunikation lautete: "In our country, do we want to allow a means of communication between people which […] we cannot read?"

Auch in Deutschland werden die Rufe nach einer stärkeren Überwachung nach den Anschlägen von Paris wieder lauter. Zahllose Politiker haben sich in ebenso zahllosen Polit-Talkshows schon dahingehend geäußert. Innenminister Thomas de Maizière (CDU) versucht zwar klarzustellen, dass er die deutschen Sicherheitsbehörden gut aufgestellt sieht, er spricht sich aber auch für eine Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung und eine europaweite Erfassung von Fluggastdaten aus: "Beide Instrumente halte ich für erforderlich, das galt vor den schrecklichen Ereignissen in Frankreich ebenso, wie es danach gilt."

Doch den Rufen nach immer dichteren und ausführlicheren Überwachungsmaßnahmen stehen auch immer wieder Studien entgegen, welche die Notwendigkeit und sinnvolle Nutzung dieser wiederlegen. Die Aussage Camerons zeigt aber, dass nur ein Verbot verschlüsselter Kommunikation derzeit offenbar auf Seiten der Politik und der Sicherheitsbehörden als sinnvoll erachtet wird, da die Geheimdienste offenbar nicht in der Lage sind diese Verschlüsselungen zu knacken. So bleibt nur die Androhung von Strafen, falls man sich dem Verbot wiedersetzen sollte. In Großbritannien ist schon jetzt jede Person verpflichtet, kryptographisch gesicherte Informationen bereitzustellen. Sollte die entsprechende Person das Passwort nicht nennen wollen, droht ein Freiheitsentzug von bis zu zwei Jahren.

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Kommentare (84)

#75
Registriert seit: 19.01.2007

Vizeadmiral
Beiträge: 6798
Niemand weshalb der erwerb -je nach waffe- auch unter auflagen erlaubt ist, ist wie beim autofahren/autokauf

Funktionsfähige kriegswaffen sind für privat verboten weil der missbrauch ein zu hohes gefahrenpotential für die Allgemeinheit bedeutet (und hier von staatsseite nebenbei auch irgendwann nicht mehr eingegriffen werden kann), ist vergleichbar mit den richtgeschwindigkeiten

Wie geschrieben meine freiheit endet dort wo ich andere gefährde, das ist bei Kryptographie egal wie intensiv ich diese nutze zu keinem zeitpunkt gegeben
#76
Registriert seit: 12.02.2014

Hauptgefreiter
Beiträge: 182
Die Verwendung von Kryptographie mit dem Kauf von Waffen zu vergleichen mutet auch etwas... komisch an.

Wenn man denkt das man nix zu verbergen hätte, ist man sehr leichtgläubig. Nehmen wir mal Daten welche die Gesundheit betreffen: klingt doch fair wenn Risikopatienten auch mehr Beiträge Zahlen oder der Eigenanteil an den OP-Kosten höher ausfällt?! Unternehmen können diese Daten zur Selektion von Bewerbern einsehen und dadurch möglich Ausfälle in der Zukunft bestimmen.

Der Phantasie ist denke ich kaum Grenzen gesetzt und wenn der Geist aus der Flasche ist - lässt er sich nichtmehr zurückzwängen.
#77
Registriert seit: 19.01.2007

Vizeadmiral
Beiträge: 6798
den vergleich finde ich gut weil Kryptografie genau so hingestellt werden soll (eigentlich noch schlimmer, denn wer es nutzt ist auf jedenfall ein gefährder, ein waffenbesitzer ist das - zu recht - nicht)
#78
Registriert seit: 09.08.2006

Flottillenadmiral
Beiträge: 4200
Zitat Negev;23079305
Wenn man denkt das man nix zu verbergen hätte, ist man sehr leichtgläubig. Nehmen wir mal Daten welche die Gesundheit betreffen: klingt doch fair wenn Risikopatienten auch mehr Beiträge Zahlen oder der Eigenanteil an den OP-Kosten höher ausfällt?! Unternehmen können diese Daten zur Selektion von Bewerbern einsehen und dadurch möglich Ausfälle in der Zukunft bestimmen.


Demnach würde es dir auch nichts ausmachen, höhere Gesundheitsbeiträge zu zahlen, ganz nach dem Solidaritätsprinzip, obwohl du selbst nur wenig Leistung in Anspruch nimmst?
#79
Registriert seit: 19.01.2007

Vizeadmiral
Beiträge: 6798
du solltest dich mal mit unserem gesundheitssystem auseinandersetzen, das funktioniert genau so (wobei wir im Gesundheitswesen sicher viel verbessern können, insbesondere den Wasserkopf der verschiedenen gesetzlichen Krankenkassen)
#80
Registriert seit: 09.08.2006

Flottillenadmiral
Beiträge: 4200
Zitat 0711;23079721
du solltest dich mal mit unserem gesundheitssystem auseinandersetzen, das funktioniert genau so


Was du nicht sagst! :rolleyes:
#81
Registriert seit: 19.01.2007

Vizeadmiral
Beiträge: 6798
wo hat er dieses System kritisiert? Er hat es in seinem beitrag klar befürwortet
#82
Registriert seit: 09.08.2006

Flottillenadmiral
Beiträge: 4200
Zitat 0711;23080211
Er hat es in seinem beitrag klar befürwortet


Nicht wirklich.
#83
Registriert seit: 12.02.2014

Hauptgefreiter
Beiträge: 182
Zitat Cippoli;23080360
Nicht wirklich.


Jetzt bin ich verwirrt...

Zitat Cippoli;23079531
Demnach würde es dir auch nichts ausmachen, höhere Gesundheitsbeiträge zu zahlen, ganz nach dem Solidaritätsprinzip, obwohl du selbst nur wenig Leistung in Anspruch nimmst?


Jo. genau so sollte das System Funktionieren!
Dabei sollten keine Obergrenzen gezogen werden - jeder hat den gleichen Anteil zu zahlen. Man sollte sich diesem Beitrag auch nicht entziehen können!

Aber Solidarität steckt nur noch in der Bezeichnung. Das System ist längst ausgehöhlt.
#84
Registriert seit: 09.08.2006

Flottillenadmiral
Beiträge: 4200
Zitat Negev;23080510
Jetzt bin ich verwirrt...


Im Prinzip hast du dich ja nur gegen eine unsoziale Behandlung von Risikopatienten ausgesprochen, was aber nicht zwangsläufig bedeutet, dass du auch das Solidaritätsprinzip befürwortest. Kenne da genug Leute, die das nicht so Konsequent sehen...

Zitat Negev;23080510
Jo. genau so sollte das System Funktionieren!
Dabei sollten keine Obergrenzen gezogen werden - jeder hat den gleichen Anteil zu zahlen. Man sollte sich diesem Beitrag auch nicht entziehen können!


Gut. Das ist auch schon alles was ich lesen wollte. :)
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