> > > > AMD und Intel im Interview bezüglich des Multicore-Rennens

AMD und Intel im Interview bezüglich des Multicore-Rennens

Veröffentlicht am: von
Golem.de hatte die Möglichkeit mit den deutschen Geschäftsführern Jochen Polster und Hannes Schwaderer von AMD und Intel auf verschiedenen Veranstaltungen zu sprechen und beide waren sich bezüglich der Möglichkeiten zur Steigerung der Rechenleistung von Prozessoren einig. Im Gegensatz zum früheren GHz-Rennen findet derzeit ein Multicore-Rennen statt, bei dem AMD bis jetzt einen Prozessor mit 12 Kernen und Intel einen Prozessor mit 8 Kernen angekündigt hat. Beide Unternehmen liefern derzeit Vierkern-Prozessoren aus und Intel hat mit "Dunnington" einen Sechskern-Prozessor für die zweite Hälfte dieses Jahres angekündigt. Grund für diese Entwicklung ist laut Jochen Polster von Intel, dass bei Taktsteigerungen und die dadurch höhere Spannung, der Verbrauch quadratisch steigt.Wird der Takt bei einem imaginären Prozessor mit 100 Prozent Takt und 100 Prozent Stromverbrauch um 20 Prozent erhöht, steigt der Verbrauch um 73 Prozent. Wird der Takt hingegen gesenkt, der Verbrauch von einem Kern damit halbiert, und dafür ein weiterer Kern hinzugefügt, so steigt die Leistung um 73 Prozent. Jochen Polster mahnt zur Vorsicht mit der Aussage, "dass mehr Kerne in jedem Fall ad infinitum immer besser sein werden." Seiner Ansicht nach muss "immer eine Balance bleiben zwischen der Anzahl der Kerne, der Frequenz und der Architektur."

Einig sind sich die beiden Geschäftsführer bei der Aussage, dass die Software die Grenze bei der Multicore-Technologie zieht. Laut Hannes Schwederer ist diese Grenze derzeit bei 16 Kernen erreicht. "Danach fällt die Leistung ab, wenn man mehr Kerne hat, allein dadurch, dass die Kommunikation zwischen den Kernen so aufwendig wird, dass man mehrere Dinge tun muss." Zu diesen Dingen gehören beispielsweise neue Software, neue Betriebssysteme sowie neue Arten von Arbeitsspeicher. Auch für Jochen Polster ist klar, dass die Software der Multicore-Entwicklung hinterher hängt. Für ihn ist es allerdings nur verständlich, da sie "immer eine Zeitverzögerung Software versus Hardware von zwei bis drei Jahren" hätten. Für ihn müssen die Hardware-Hersteller die Grundlagen für die Software schaffen, anders herum ginge es nicht.



Weiterführende Links:

Social Links

Tags

es liegen noch keine Tags vor.

Zu diesem Artikel gibt es keinen Forumeintrag

Das könnte Sie auch interessieren:

Coffee Lake: Intel Core i7-8700K, i5-8600K und i5-8400 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL8GEN

Der sechste und letzte (?) CPU-Launch in diesem Jahr kommt von Intel: Mit den unter dem Codenamen Coffee Lake zusammengefassten Core-i7- und i5-Modellen kommen bei Intel erstmals Sechskern-Prozessoren in den Mainstream-Markt. Bedanken darf man sich aber wohl nicht bei Intel, sondern bei der... [mehr]

Intel kämpft mit schwerer Sicherheitslücke (Update: Intel veröffentlicht...

Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL

Vor, während und zwischen den Feiertagen herrschte ein wildes Treiben in der Linux-Community. Zunächst war nicht ganz klar, was hier genau vor sich geht, inzwischen aber scheinen die Auswirkungen deutlich zu werden: Intel hat nach einer Lücke in der Management Unit eines jeden... [mehr]

Coffee Lake: Overclocking-Check

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/KABYLAKE

Nach dem ausführlichen Overclocking-Check für Skylake-Prozessoren sowie dem Overclocking-Check für Kaby Lake-Prozessoren ist es nach Veröffentlichung der neuen Generation mit Codenamen Coffee-Lake erneut Zeit für einen Overclocking-Check. Wir werfen einen Blick auf die Übertaktbarkeit... [mehr]

Intel Core i5-8250U und i7-8550U im Test: Mal ein kleiner, mal ein großer...

Logo von IMAGES/STORIES/2017/MEDION_P7649_KABY_LAKE_REFRESH

Im Gleichschritt marschierten Intels Desktop- und Mobil-Prozessoren schon länger nicht mehr. Ein so gravierender Unterschied wie derzeit ist aber völlig neu - und für den Verbraucher einmal mehr irritierend. Denn mit der 8. Core-Generation spendiert Intel beiden Plattformen eine eigene... [mehr]

Gelungener Feinschliff: AMD Ryzen 7 2700X und Ryzen 5 2600X im Test

Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_7_2700X

Rund ein Jahr nach dem Start der Ryzen-Prozessoren legt AMD nach und bringt die zweite Generation in den Handel. Die soll schneller und effizienter arbeiten und den Druck auf Intel weiter erhöhen. Allerdings lautet die Devise Evolution statt Revolution, statt gravierender Änderungen gibt es vor... [mehr]

AMD Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G im Test: Die Lücke ist gestopft

Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_5_2400G

Während Notebook-Käufer sich bereits seit einigen Wochen von den Vorzügen der Zen-basierten Raven-Ridge-APUs überzeugen können, musste sich das Desktop-Lager noch gedulden. Nun aber heißt es auch hier: Intel erhält neue Konkurrenz. Und die könnte einen noch größeren Einfluss als die... [mehr]